Haus Backwerth
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Haus Backwerth war im mittelalterliches Herrenhaus westlich der Altstadt von Hattingen. Es befand sich auf einer Landinsel (althochdeutsch Werder, Werth) in den Ruhrauen bei Hattingen-Baak und sicherte die Baaker Furth, einem wichtigen Ruhrübergang des Hilinciwegs, bis die Grafen von der Mark im Jahre 1319 eine Ruhrbrücke errichten ließen. Die Schiffbarmachung der Ruhr durch König Friedrich II. bis 1780 veränderte die Auenlandschaft. Heute ist das Areal durch den Bahnhof Hattingen und ein Gewerbegebiet überbaut.
Die Herren von Vietinghoff könnten die ersten Bewohner im 12. oder 13. Jahrhundert gewesen sein. Im Vertrag von Essen von 1243 wird notiert, dass Friedrich von Isenberg († 1226) an Theodoricus von Vitinchoven Lehen vergeben habe. Im 14. Jahrhundert war der Graf von Bentheim der Lehnsherr. Die Herren von Vietinghoff, insbesondere ein Henrich Vitinck, sind für den Zeitraum 1361 bis 1418 aufgrund der Chronik des Hattinger Pfarrers Hermann Mercker (Märker) (23. Januar 1583 – 19. Januar 1630) nachgewiesen. Ihnen gehörte auch der Hof zu Bredenscheid. Es folgte die Familie von Galen. Um 1504 gelangte der Besitz teils an die Herren von Haus Kliff, teils an das Ratsherren- und Richtergeschlecht von Engenhusen in Hattingen. Das Haus verlor seine Bedeutung und verfiel.

