Haus Sindlingen

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Haus Sindlingen, Nordwestseite
Haus Sindlingen 1960er Jahre
Haus Sindlingen, Blick von Südwesten

Das Haus Sindlingen ist ein Veranstaltungsgebäude im Frankfurter Stadtteil Sindlingen. Es wurde Anfang der 1960er Jahre vom Frankfurter Architekten Günter Bock als Bürgerhaus des Stadtteils entworfen und befindet sich an zentraler Stelle am Bahnhof Frankfurt-Sindlingen.

Heute zählt das Gebäude zu seinen wichtigsten und bedeutendsten Werken. Mit der Grundsteinlegung 1961 war es eines der ersten Stadtteil-Bürgerhäuser in Deutschland.

Das Gebäude wurde als Kulturdenkmal unter Schutz gestellt.

1973 bis 1974 erlangte das Gebäude deutschlandweite Bekanntheit, als dort einige Prozesse gegen Astrid Proll und weitere Mitglieder der Rote Armee Fraktion stattfanden. Aus Sicherheitsgründen wurde das Bürgerhaus zur „Festung“, es wurde erst einige Monate nach Beendigung der Verhandlungen wieder für öffentliche Veranstaltungen freigegeben.

1979 wurde die 1. Bundesversammlung der SPV (Sonstige Politische Vereinigung) Die Grünen abgehalten. Anwesende Personen waren unter anderem Joseph Beuys und Petra Kelly. Ergebnis der Versammlung war der Gründungsbeschluss der heutigen Partei Die Grünen.[1]

1981 wurde das Haus umfassend modernisiert. Dabei wurde der brüchige Beton mit der filigranen Holzstruktur teilweise abgetragen und ersetzt und die ursprünglich in Sichtbeton gestaltete Fassade mit warmen Farbtönen gestrichen [2].

Quellen[Bearbeiten]

  1. Heinrich-Böll-Stiftung: Eine Chronologie der Bundesparteitage von Bündnis 90/Die Grünen (Online)
  2. Sindlinger Stadtteilseiten bei frankfurt.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haus Sindlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.0877777777788.5122222222222Koordinaten: 50° 5′ 16″ N, 8° 30′ 44″ O