Haus Windsor

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Dieser Artikel befasst sich mit dem britischen Königshaus Windsor. Weitere Bedeutungen siehe Windsor.
Badge des Hauses Windsor
A Good Riddance
The King has done a popular act in abolishing the German titles held by members of His Majesty's family.
Cartoon im Punch am 27. Juni 1917, die Umbenennung des britischen Königshauses zu Windsor kommentierend: "Und tschüss!" (Zum deutschen Namen der Dynastie)

Das Haus Windsor [ˈwɪnzə] (bis 1917 Saxe-Coburg and Gotha) ist das britische Königshaus.

Entstehung[Bearbeiten]

Königin Viktorias Tod 1901 beendete die seit 1714 währende Herrschaft des Hauses Hannover auf dem britischen Thron; mit ihrem Sohn König Eduard VII. bestieg diesen ein Angehöriger des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. Wegen des innenpolitischen Drucks während des Ersten Weltkrieges aufgrund der deutschen Abstammung und der Verwandtschaft der königlichen Familie mit einem regierenden landesfürstlichen Haus des Deutschen Kaiserreichs änderte König Georg V. am 17. Juli 1917 den anglisierten deutschen Namen Saxe-Coburg and Gotha, den die Familie in Großbritannien seit 1840 trug, in den jetzigen Namen Windsor. Dieser steht für die kleine englische Stadt Windsor in der Grafschaft Berkshire, in der sich Windsor Castle befindet, das seit der Zeit Wilhelms des Eroberers zu den Residenzen der königlichen Familie gehört. Ohne die von Georg V. verfügte Namensänderung hieße z. B. Elisabeth II. heute mit vollem Namen Elisabeth Alexandra Mary von Sachsen-Coburg und Gotha.[1][2]

Im Februar 1960 gab Königin Elisabeth II. bekannt, dass ihre Nachkommen den Familiennamen Mountbatten-Windsor, eine Anglisierung des eigentlichen deutschen „Battenberg“, tragen, soweit sie nicht die Titel His bzw. Her Royal Highness oder Prince bzw. Princess tragen. Gleichwohl wird der Name von allen Mitgliedern der königlichen Familie, soweit sie von Königin Elisabeth II. abstammen, geführt. Dieser Wechsel des Nachnamens gilt nicht für Mitglieder der königlichen Familie, die nicht Nachkommen der Queen sind und weiterhin Windsor heißen.

Der Thronfolger (Charles Mountbatten-Windsor) entstammt dann dem Hause Mountbatten-Windsor, anstelle seiner väterlichen Familie, des königlich griechischen Zweiges des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einem Seitenzweig wiederum des Gesamthauses Oldenburg, denen er gleichwohl dynastisch im Mannesstamm angehört. Charles’ „künstlichem“ mütterlichen Familiennamen Windsor wird damit – genealogisch etwas verwirrend – der Familienname seiner väterlichen Großmutter, Alice von Battenberg, vorangestellt. Dieser ist zwar auch deutschen Ursprungs, hat jedoch wegen zweier britischer Admiräle – Louis Mountbatten, 1. Marquess of Milford Haven (1854–1921) und seines Sohnes Louis Mountbatten, 1. Earl Mountbatten of Burma (1900–1979) – in britischen Ohren eine bessere Reputation.

Liste der Monarchen aus dem Haus Windsor[Bearbeiten]

  1. Georg V., 1910–1936
  2. Eduard VIII., 1936
  3. Georg VI., 1936–1952
  4. Elisabeth II., seit 1952

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einst hießen die Windsors Sachsen-Coburg-Gotha. In: abendblatt.de. 18. November 2002, abgerufen am 12. Mai 2015.
  2. Warum die Windsors eigentlich deutsch sind. In: handelsblatt.com. 7. März 2011, abgerufen am 12. Mai 2015.