Haus der Kulturen der Welt

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Kongresshalle, Sitz des Hauses der Kulturen der Welt

Das Haus der Kulturen der Welt (HKW) ist ein Ort für die internationalen zeitgenössischen Künste und ein Forum für aktuelle Entwicklungen und Diskurse. In der Bundeshauptstadt Berlin präsentiert es künstlerische Produktionen aus aller Welt unter besonderer Berücksichtigung nichteuropäischer Kulturen und Gesellschaften.

Bildende Kunst, Musik, Literatur, darstellende Künste, Film, wissenschaftliche Diskurse und digitale Medien werden zu einem in Europa einzigartigen interdisziplinären Programm verknüpft. In einer Zeit, in der lokale und nationale Fragestellungen untrennbar mit internationalen Entwicklungen verbunden sind, bringt das Haus die Vielstimmigkeit der Welt zu Gehör und macht diese für den innergesellschaftlichen Dialog produktiv. In Zusammenarbeit mit Künstlern und Experten bietet es den Besuchern Gelegenheiten zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit den Konflikten, Herausforderungen und Fragen unserer Zeit.

Das Haus der Kulturen der Welt gliedert seine Veranstaltungen in drei Themenbereiche:

  • Literatur, Gesellschaft, Wissenschaft
  • Bildende Kunst, Film, Medien
  • Musik, Tanz, Performing Arts

Das Haus der Kulturen der Welt richtet nicht nur eigene Veranstaltungen aus, sondern stellt seine Räume und seine Infrastruktur auch externen Gastgebern zur Verfügung und kooperiert mit nationalen und internationalen Universitäten, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen.

Das Haus der Kulturen der Welt wurde 1989 in Berlin gegründet. Heute ist es Teil des Unternehmens Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, das auch die Internationalen Filmfestspiele (Berlinale) ausrichtet. Es steht unter der Leitung des Intendanten Bernd M. Scherer. Ihm steht ein international besetzter Programmbeirat zur Seite. Der Geschäftsführung gehören als kaufmännische Geschäftsführerin Charlotte Sieben sowie Dieter Kosslick und Joachim Sartorius an. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der Kulturstaatsminister (Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien), derzeit Bernd Neumann (Stand: 2011).

Das Haus der Kulturen der Welt hat seit seiner Gründung seinen Sitz in der ehemaligen Kongresshalle am Ufer der Spree im Großen Tiergarten. Die Kongresshalle ist ein architektonisches Wahrzeichen der westlichen Moderne. Das Gebäude entstand als amerikanischer Beitrag zur Internationalen Bauausstellung Interbau 1957 und sollte die Freiheit des Gedankenaustauschs verkörpern. Damit war der Bau von Beginn an mit Ideen der westlichen Moderne sowie der damaligen Ost-West-Positionierung verbunden. Diese Geschichte der Moderne unterzieht das Haus mit seinen Besuchern, Künstlern und Denkern einer kontinuierlichen kritischen Revision. Im Berliner Volksmund ist das Gebäude in Anlehnung an seine Form auch unter dem Namen „Schwangere Auster“ bekannt.

Das Programm des Hauses der Kulturen der Welt ist auf die einmalige architektonische Struktur des Gebäudes ausgerichtet: Ausstellungshalle, Konzertsaal, Theater, Konferenzraum, Produktionsstätte für Wissen und Erlebnisse, Ausflugsziel, Architekturdenkmal, Akademie.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hans-Georg Knopp: The Third Body: Das Haus der Kulturen der Welt und die Performing Arts, Theater der Zeit, ISBN 3-934344-37-2.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Haus der Kulturen der Welt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

52.51888888888913.365277777778Koordinaten: 52° 31′ 8″ N, 13° 21′ 55″ O

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