Haus zum Roten Ochsen

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Haus zum Roten Ochsen, Juli 2010

Das Haus zum Roten Ochsen ist ein Renaissance-Gebäude am Fischmarkt in Erfurt und gilt als eines der schönsten seiner Art in Deutschland.

Der Bau ist erstmals im Jahr 1392 erwähnt und wurde 1562 durch den Waid-Händler und Oberratsmeister Jacob Naffzer (ca. 1529–1586)[1] aus Erfurt, im Stil der Renaissance umgestaltet.

Der rote Ochse in der Mitte des Frieses über dem Erdgeschoss

An der Fassade oberhalb des Erdgeschosses befindet sich ein Fries, auf dem die Musen und die antiken Planetengötter dargestellt sind. In der Mitte ist der namengebende rote Ochse mit goldenen Hörnern zu sehen. Er ist sehr detailliert gearbeitet, sein Fell wirkt ‚seidig’, und er fällt durch seinen ‚grinsenden’ Gesichtsausdruck auf.

Im ersten Stock befindet sich der prächtig ausgestattete Renaissancesaal, in dem viele Ausstellungen stattfinden.

Seit 1976 wird das damals renovierte Gebäude als Kunsthalle genutzt, nachdem es ab dem 18. Jahrhundert nicht nur als Wohn-, sondern auch als Geschäftshaus diente und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Kino in ihm Platz gefunden hatte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt. Heft 73, Neue Folge, Heft 20, 2012 Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt e. V. Sutton Verlag, 2012, ISBN 3-9540-0018-0, S. 149

50.97777777777811.028333333333Koordinaten: 50° 58′ 40″ N, 11° 1′ 42″ O