Hausbesuch

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Ein Hausbesuch ist ein Besuch eines Arztes, Zahnarztes, Physio-, Ergotherapeuten oder Logopäden bei dem Patienten zuhause. Jeder niedergelassene Arzt ist berufsrechtlich dazu verpflichtet, notwendige Hausbesuche bei seinen Patienten zu leisten. Dies gilt auch außerhalb der Sprechstundenzeiten und nicht nur für hausärztlich tätige Allgemeinmediziner, Internisten und Kinderärzte, sondern auch für Fachärzte anderer Richtungen. Die Therapeuten der Heilberufe werden bei Bedarf vom Arzt per Rezept beauftragt, die Therapie in der Wohnung des Patienten durchzuführen.

Kein Arzt darf Patienten rein fernmündlich ohne eigenen Augenschein und Untersuchung behandeln (§ 7 Abs. 4 Musterberufsordnung, Rechtslage in Deutschland).[1] Fernmündliche Beratungen oder Anweisungen sind nur zulässig, wenn Schweregrad der Erkrankung und die angewendete Therapie das erlauben. Daraus ergibt sich z. B. die Besuchspflicht, wenn der Zustand des Patienten sich verschlechtert und ihm nicht zugemutet werden kann, die Arztpraxis aufzusuchen. Notfallpatienten, die dem Arzt nicht bekannt sind, müssen grundsätzlich persönlich untersucht werden.

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Ärztliche Hausbesuche werden nach der Gebührenordnung für Ärzte mit 320 Punkten (einfacher Satz: 18,65 €) vergütet; nach dem für die Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherungen gültigen Bewertungsmaßstab mit 400 Punkten (bei derzeitigem Punktwert ca. 8 €). Für Besuche außerhalb der normalen Arbeitszeit (19 bis 7 Uhr) und am Wochenende werden Zuschläge erhoben.

Besuche von Zahnärzten, insbesondere im Rahmen der aufsuchenden Betreuung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen und/oder eingeschränkter Alltagskompetenz, werden bei gesetzlich Krankenversicherten nach dem Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen (BEMA) honoriert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Musterberufsordnung bei der Bundesärztekammer (Stand 2006)
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