Hausboot
Ein Hausboot ist ein Motorboot, das als kombiniertes Wohn- und Transportmittel für den Urlaub auf Binnengewässern genutzt wird. Es bietet die Möglichkeit – ähnlich wie beim Camping mit einem Wohnmobil an Land –, von Ort zu Ort die Sehenswürdigkeiten eines Urlaubsgebietes zu erkunden.
Ein Hausboot kann aber auch zum dauerhaften Wohnen ausgestattet und genutzt werden, wobei man dann wieder zwischen dem Hausboot selbst und einem schwimmenden Haus (Wohnboot, Wohnschiff) unterscheidet.
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CE-Konformitätsbewertung (CE-Zertifikat) [Bearbeiten]
Wenn ein Wasserfahrzeug nach der Richtlinie bewertet wurde, erkennt man dies an der Herstellerplakette mit dem CE-Zeichen und weiteren Angaben zur max. Personenzahl, vom Hersteller empfohlenen Zuladung und dem Fahrtgebiet. Mit der sogenannten Konformitätserklärung wird durch den Hersteller bestätigt, das eindeutig identifizierbare Wasserfahrzeug nach den Vorgaben der Richtlinie gebaut zu haben. Unverwechselbar wird das Fahrzeug durch die Fahrzeugfidentifikationsnummer, welche aus zwölf Stellen und zwei Ziffern für das Herstellerland bestehen und immer am Heck an Steuerbord zu finden ist. Das Handbuch für den Schiffsführer ist ein weiteres Dokument, das bei keinem Wassersportfahrzeug fehlen darf und alle wichtigen Informationen über diese enthält, ebenso aber auch Hinweise zum sicheren Umgang und zur Gefahrenabwehr.
Ausstattung [Bearbeiten]
Miet-Hausboote für die Charter gibt es mit einem Platzangebot von zwei bis etwa zwölf Personen. Es gibt sie in Form einfacher/klassischer Boote, Boote mit Schiebedach, Boote mit Oberdeck und zweitem Steuerstand (Flybridge genannt) bis hin zu luxuriösen Motoryachten. Sie haben eine Länge zwischen 7 und 15 Metern und eine Breite von zwei bis vier Metern. Die Boote sind gewissermaßen schwimmende Wohnwagen. Sie verfügen meist über eine Heizung, Warm- und Kaltwasser, Dusche, Marine-WC oder WC mit Fäkaltank und eine voll ausgestattete Küche mit Kühlschrank und Herd. Das Angebot reicht mittlerweile zum Befahren aller populären Binnenwasserstraßen in Europa und den britischen Inseln.
Betrieb [Bearbeiten]
Bei einem Charter-Urlaub auf einem Hausboot ist regelmäßig Nutzwasser zu ergänzen, wofür es in vielen Orten Zapfstellen gibt, die auch in den Navigationskarten verzeichnet sind. Treibstoff (Diesel, Benzin, manchmal auch Flüssiggas) und der Gasvorrat für die Kochstelle reichen normalerweise für eine zwei- bis dreiwöchige Reise. Als kuriose Sonderform neben den üblicherweise motorgetriebenen Booten gibt es auch Hausboote mit Pedalantrieb.[1]
Hausboote können auch von Personen gemietet werden, die nicht über seemännische Erfahrung verfügen. Diese Art von Tourismus bezeichnet man als Hausbooturlaub. In diesem Fall gelten bestimmte Einschränkungen und Sonderbestimmungen, die beispielsweise in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt gelten:
- Der Bootsführer muss mindestens 18 Jahre alt sein und die körperliche und geistige Eignung haben.
- Bei der Bootsübernahme muss eine umfassende Einschulung mit abschließender Probefahrt erfolgen.
- Das Boot darf ein bestimmtes Revier nicht verlassen.
- Während der Nacht darf das Boot nicht gefahren werden und muss vor Anker liegen.
- Eine Bescheinigung des Vermieters (Charterbescheinigung) ersetzt für die Mietdauer den Sportbootführerschein.
Spezielle Hausboot-Typen [Bearbeiten]
- Pénichette, Nachbau von alten Frachtkähnen mit wohnlichen Ausbauten, die zahlreich auf den französischen Binnengewässern unterwegs sind.
- Narrowboat, etwa zwei Meter schmaler Hausboottyp, der auf den englischen Binnenlandkanälen (Midlands) verwendet wird.
- Villaboat, ein neuartiges Konzept zum mobilen Wohnen auf dem Wasser
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Hausboot am Canal du Midi, Frankreich
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Hausboote vom Typ Pénichette in Templin an der Templiner See in Deutschland
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Narrowboat auf den Wasserwegen der Midlands in England
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Hausboot vom Typ Seemobil, im Stil eines Ferienhauses, auf der Müritz
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Hausboot Typ Villaboat, hier zwischen Fischerbooten in Heiligenhafen
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweis [Bearbeiten]
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