Haushaltsvorstand

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.
QS-Recht

Dieser Artikel wurde wegen formaler und/oder sachlicher Mängel in der Qualitätssicherung Recht der Redaktion Recht zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität von Artikeln aus dem Themengebiet Recht auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich an der Diskussion! (+)

Haushaltsvorstand (auch Haushaltungsvorstand) ist im deutschsprachigen Raum ein Begriff aus der Öffentlichen Verwaltung. Er bezeichnet dasjenige Mitglied des Privathaushalts, das den größten finanziellen Beitrag zum Haushaltseinkommen leistet.[1]

Begriff und Anwendung[Bearbeiten]

Der Begriff „Haushaltsvorstand“ bezog sich ursprünglich auf den Familienvater und entstand zu einer Zeit, als die traditionelle Rollenverteilung in den Familien noch die Regel war. Die sozio-ökonomische Struktur der privaten Haushalte wurde konventionell statistisch mit Hilfe des Haushaltsvorstands erfasst.[2]

Bedeutung hat der Begriff Haushaltsvorstand unter anderem bei der Beantragung und Berechnung von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII). In der amtlichen Statistik wird gemäß § 122 SGB XII die Stellung eines Leistungsberechtigten zum Haushaltsvorstand als Erhebungsmerkmal erfasst.

Verwendung des Begriffes in der DDR[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

In der DDR bezeichnete man das Mitglied eines Mehrpersonenhaushalts, welches überwiegend zum Lebensunterhalt des Haushalts beitrug, als Haupteinkommensbezieher (HEB).

Die Entscheidung, welches Haushaltsmitglied als HEB galt, trafen bei Volks- und Berufszählungen und repräsentativen Bevölkerungsbefragungen in der DDR die Haushalte selbst. Individuelle Merkmale des HEB wie Geschlecht, Alter, Familienstand und soziale Zugehörigkeit fanden als Gruppierungsmerkmal für den Mehrpersonenhaushalt ihre Anwendung.

Der gesamte Haushalt wurde der sozialen Gruppe zugeordnet, der der HEB angehörte. Durch spezielle Untersuchungen wurde in größeren Zeitabständen die Unterschiedlichkeit der Zusammensetzung der Haushalte nach Art der Tätigkeit, Bildungsgrad und dergleichen ermittelt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Uwe Tillmann Die sozio-ökonomische Entwicklung von Haushalten mit weiblichem Haushaltsvorstand im 20. Jahrhundert Münster 1990

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Haushalt im Glossar des Bundesministerium für Arbeit und Soziales
  2. F. Pokora Lebensstile ohne Frauen. Die Konstruktion von ›Geschlecht‹ als konstitutives Moment des Lebensstils In: Jens S. Dangschat (Hrsg.) Lebensstile in den Städten: Konzepte und Methoden Wiesbaden 2013, S. 169f.