Département Haute-Savoie

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Département Haute-Savoie
Wappen des Departements Département Haute-Savoie
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Über dieses Bild
Region Rhône-Alpes
Präfektur Annecy
Unterpräfektur(en) Bonneville
Saint-Julien-en-Genevois
Thonon-les-Bains
Einwohner 746.994 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 170 Einw. pro km²
Fläche 4.388 km²
Arrondissements 4
Kantone 34
Gemeinden 294
Präsident des
Generalrats
Christian Monteil[1]
ISO-3166-2-Code FR-74
Lage des Départements Haute-Soavoie in der Region Rhône-Alpes

Das Département Haute-Savoie [otsaˈvwa] (dt. Obersavoyen bzw. Hochsavoyen) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 74. Es liegt im Osten des Landes in der Region Rhône-Alpes und ist nach der Landschaft Savoyen benannt. Hauptstadt des Départements ist Annecy.

Geographie[Bearbeiten]

Cranves-Sales, etwa zwölf Kilometer östlich von Genf

Das Département grenzt im Norden an den Schweizer Kanton Genf und den Genfersee, im Osten an den Schweizer Kanton Wallis und die italienische Region Aostatal, im Süden an das Département Savoie und im Westen an das Département Ain.

Im teilweise hochalpinen Gebiet des Départements liegen neben dem Genfersee (französischer Anteil, 190 km²) der See von Annecy, die Montblancgruppe im Südosten und das Tal von Chamonix. Die wichtigsten Flüsse sind die Rhône (Grenzfluss im Westen gegen das Département Ain) sowie ihre Nebenflüsse Arve und Dranse.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Blau eine gerade eingeschobene silberne Spitze mit dem roten Schild und durchgehendem silbernen gemeinen Kreuz für Savoyen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Haute-Savoie gehörte lange zu den ärmsten Regionen Frankreichs; typisch für das frühe 19. Jahrhundert waren die Kinder-Schornsteinfeger, die in Paris und anderen Teilen Frankreichs auf grausame Art die Armut der Landbevölkerung der Region verdeutlichten.

Savoyen, zwischen 1792 und 1815 von Frankreich annektiert, war auf dem Wiener Kongress an das Königreich Sardinien-Piemont zurückgegeben worden. Der Schweiz wurde dabei das Recht zugestanden, im Kriegsfall zum Schutz der schweizerischen Neutralität die nordsavoyischen Provinzen Chablais und Faucigny besetzen zu dürfen.

Das Département wurde 1860 nach dem Savoyerhandel aus den alten Provinzen Genevois, Chablais und Faucigny gebildet, die früher zum Herzogtum Savoyen gehörten und an Frankreich angeschlossen wurden, als der italienische Teil des Herzogtums im neu gegründeten Königreich Italien aufging.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Das Département Haute-Savoie untergliedert sich in vier Arrondissements:

Arrondissement Einwohner
(2011)
Fläche
(km²)
Bev.Dichte
(Einw./km²)
Kantone Gemeinden
Annecy 264.008 1.262 209,2 10 93
Bonneville 180.130 1.558 115,6 10 61
Saint-Julien-en-Genevois 166.907 660 252,9 7 72
Thonon-les-Bains 135.949 908 149,7 7 68

Wirtschaft[Bearbeiten]

Von der nur zum kleineren Teil produktiven Bodenfläche kommen 13.216 Hektar auf Acker und Gartenland, 44.480 auf künstliche, 34.791 auf natürliche Wiesen, 110.084 auf Waldungen, 8582 Hektar auf Weinland.

Bodenprodukte sind: Weizen und Hafer (gegen 1 Mill. hl), Kartoffeln, Hanf, Tabak, Obst, insbesondere Kastanien, Wein (180,000 hl) und Holz. Die Viehzucht ist ziemlich ausgedehnt (133,239 Stück Rindvieh, 29,594 Ziegen) und liefert viel Käse. Der Hauptindustriezweig ist die Feinmechanik und das Langdrehen (Decolletage) (vor allem Automobil-, Maschinen- und Uhrenindustriezulieferer), ansonsten sind zu nennen die Spinnerei und Weberei in Baumwolle und Seide, Gerberei, Fabrikation von Papier, Bijouterien und Uhren. Die bedeutendsten Firmen sind Somfy (Antriebe und Steuerungen für Rollläden, Sonnenschutz und Tore, Umsatz: 996 Mio. €), Entremont (Käse, 823 Mio. €), Provencia (Supermärkte, 744 Mio. €), Tefal (Haushalts- und Elektrogeräte, 543 Mio. €), Sopra (Systemintegration, 531 Mio. €), Stäubli (Mechatronik, 483 Mio. €), SNR Roulements (Kugellager, 417 Mio. €) und Salomon (391 Mio. €). [2]

Die Manufaktur bildet noch heute einen großen Anteil an der Industrie im Departement. Dabei spielt das Tal der Arve (Vallée de l'Arve, Vallée Verte) eine historische Rolle in der Uhrmacherei und der Zulieferung von Teilen nach Genf. Hierbei spielt besonders das Langdrehen (Decolletage) eine wichtige Rolle.

Neben der Industrie ist vor allem der Tourismus in den Skigebieten der französischen Alpen bedeutsam. Mit Megève, Chamonix, Morzine-Avoriaz, Flaine und La Clusaz befinden sich herausragende Skigebiete in günstiger Verkehrslage zu Genf.

Genf beeinflusst neben seiner Funktion als Verkehrsknotenpunkt auch die Wirtschaft im Haute-Savoie. Etwa 30.000 Grenzgänger (Frontaliers) wohnen in Haute-Savoie und arbeiten in Genf. Hinzu kommen die Funktionäre internationaler Organisationen (UNO, WHO, IKRK, ...), die in Genf ansässig sind.

Mit dem Abschluss des Freizügigkeitsabkommens der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der Europäischen Union ist eine weitere Ausdehnung des Einflusses von Genf in das Haute-Savoie zu erwarten.

Im Ort Evian-les-Bains, in dem im Sommer 2003 ein G8 Gipfel stattfand, liegt die Mineralwasser-Quelle Evian.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Eisenbahnstrecken Aix-les-Bains–Annemasse und Bellegarde–Saint-Gingolph durchschneiden das Département.

Dampfschifffahrt findet auf dem Genfer und dem Annecysee statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haute-Savoie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cg74.fr/pages/fr/menu-general/l-institution/les-elus/president-et-vice-presidents-5.html abgerufen am 9. September 2012
  2. http://www.linternaute.com/ville/ville/entreprise_service/36666/haute-savoie.shtml

45.89756.1247222222222Koordinaten: 45° 54′ N, 6° 7′ O