Hawaii Consolidated Railway

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Hawaii Consolidated Railway
   
Paauilo HI
   
Kukaiau HI
   
Ookala HI
   
Waipunalei HI
   
Laupahoehoe HI (heute Museum)
   
Papaaloa HI
   
Kapehu HI
   
Maulua North HI
   
Maulua Tunnel (ca. 900 m)
   
Kaiaakea HI
   
Ninole HI
   
Waikaumalo HI
   
Hohohina HI
   
Hakalau HI
   
Wailea HI
   
Honomu HI
   
Kaupakuea HI
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Pepeekeo Mill
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Pepeekeo HI
   
Kawainui HI
   
Onomea HI
   
Paihaaloa HI
   
Papaikou HI
   
Paukaa HI
   
Hilo HI
   
Waiakea HI
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Hilo Bay HI
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Olaa HI
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Keaau HI
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Ohia HI
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Kukui HI
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Mountain View HI
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Glenwood HI
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Makuu HI
   
Pahoa Junction HI
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Pahoa HI
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Kapoho HI
   
Kaueleau HI
   
Kamaili HI

Die Hawaiʻi Consolidated Railway (HCR) ist eine ehemalige Eisenbahngesellschaft in Hawaii (Vereinigte Staaten). Sie betrieb ein Netz von normalspurigen Eisenbahnen im Osten der Insel Hawaii.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gesellschaft wurde am 28. März 1899 als Hilo Railway gegründet, nachdem die US-Regierung 1876 der Inselbevölkerung erlaubt hatte, Zucker zollfrei zu exportieren. Zuerst baute man die 13 Kilometer lange Strecke vom Hafen der Inselhauptstadt Hilo (später Bahnhof Waiakea) ins südlich gelegene Keeau. Sie wurde 1900 eröffnet.

Schon bald kamen Abzweige nach Pahoa und Kamaili hinzu und die Bahn wurde in die Hauptstadt Hilo hinein verlängert. Da die Bahn auch als Verkehrsmittel für Touristen genutzt werden sollte, verlängerte man den Abzweig nach Keeau bis nach Glenwood, von wo aus Exkursionen zum Vulkan Kilauea starten. Glenwood wurde der mit etwa 22 Kilometern Entfernung zur Küste am weitesten im Landesinneren gelegene Bahnhof der Insel.

Ende Juni 1910 befanden sich sechs Lokomotiven, drei Personenwagen, zwei kombinierte Personen-, Post- und Gepäckwagen, 20 geschlossene, 60 flache Güterwagen, drei Materialwagen, ein Kohlewagen, ein Tankwagen, ein Bürowagen sowie acht Arbeitswagen in Besitz der Bahngesellschaft. Im Geschäftsjahr 1909/10 wurden 77.074 Passagiere und 158.525 Tonnen Güter befördert[1].

Von 1909 bis 1913 wurde das Netz letztmals erweitert. Entlang der Küste errichtete man eine 54 Kilometer lange Strecke von Hilo bis nach Paauilo. Dabei mussten 13 Bockbrücken gebaut werden, von denen die höchste etwa 59 Meter hoch war. Die Strecke hatte auch mehrere Tunnel, von denen der Maulua Tunnel mit etwa 900 Metern Länge der markanteste war. Das Streckennetz hatte nun eine Länge von 124 Kilometern erreicht. Die immensen Kosten des Baus führten letztlich jedoch zum Konkurs der Bahngesellschaft, die am 1. Mai 1916 in Hawaiʻi Consolidated Railway umgegründet wurde.

Nach dem starken Rückgang der Beförderungsleistung nach der Weltwirtschaftskrise, der 1932 der Streckenabschnitt Mountain View–Glenwood zum Opfer fiel, stiegen die Zahlen im Zweiten Weltkrieg sprunghaft an, da viele militärische Transporte erfolgten. Kurz nach dem Kriegsende kam auch das Aus für die Bahn. Nachdem am 1. April 1946 ein Tsunami weite Teile der Küste verwüstet hatte und die Strecke zwischen Hilo und Paauilo zerstört war, stellte die Bahn den Betrieb ein und legte die übrigen Strecken still. Einige Streckenabschnitte südlich von Hilo wurden noch bis 1948 durch lokale Plantagenbesitzer betrieben. Heute zeugt ein Eisenbahnmuseum in Laupahoehoe von der Bahn. Auf der Trasse nördlich der Hauptstadt liegt heute die Küstenstraße.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mike Walker: Comprehensive Railroad Atlas of North America. Pacific Northwest. SPV-Verlag, Dunkirk (GB), 1998.
  • Gale Treiber: Hawaiian Railway Album: WWII Photographs, Vol. 2 – Along the Main Lines of the Oahu Railway & Land Co. and the Hawaii Consolidated Railway. The Railroad Press. ISBN 1931477140
  • George H. Drury: Hawaiian Railroads, in: William D. Middleton, George M. Smerk, Roberta L. Diehl (Hrsg.): Encyclopedia of North American Railroads. Indiana University Press, Bloomington IN/Indianapolis IN 2007. ISBN 978-0-253-34916-3

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Poor's Manual of Railroads, 44th Annual Number. Poor's Railroad Manual Co., 1911, Seite 1404.