Hawthorn M-Klasse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flagge
Hawthorn M-Klasse
Die HMS Mansfield
Die HMS Mansfield
Übersicht
Typ Zerstörer
Einheiten 2
Bauwerft

Hawthorn, Leslie & Company, Newcastle upon Tyne

Kiellegung 1913
Stapellauf Mentor : 21. August 1914
Mansfield: 3. Dezember 1914
Indienststellung 1915
Verbleib beide 1921 zum Abbruch verkauft
Technische Daten
Verdrängung

Standard: 1074 ts

Länge

über alles: 82,6 m (271 ft)

Breite

8,4 m (27.5 ft)

Tiefgang

3,2 m (10.5 ft)

Besatzung

76 Mann

Antrieb

Yarrow-Dampfkessel,
Parsons-Turbinen
27.000 PSw auf 3 Wellen

Geschwindigkeit

35 kn

Bewaffnung

3 x 4"-102 mm-Mk.IV-Geschütze
1 x Pom-Pom Flugabwehrkanone Mk. II
4 x 21 in-533 mm-Torpedorohre (2x2)

Treibstoffvorrat

300 ts Heizöl

Die Hawthorn M oder auch Mansfield-Klasse war eine Klasse von zwei Zerstörern, die von Hawthorn, Leslie & Company in Hebburn on Tyne mit Mitteln des Vorkriegsbauprogamms von 1913–14 für die Royal Navy gebaut wurde. Die beiden Boote waren die einzigen Vierschornstein-Zerstörer des durch den Ausbruch des Weltkrieges schließlich in allen Varianten 110 Boote umfassenden M-Typs.
Nach dem Admiralitätsentwurf eines Drei-Schornstein-Zerstörers für das Haushaltsjahr 1913/1914 wurden zwei Boote bei Palmers Shipbuilding & Iron Company in Hebburn on Tyne[1], eines bei Swan Hunter & Wigham Richardson in Wallsend sowie drei bei John Brown & Company, Clydebank bestellt. Die sechs Boote der Admiralty M-Klasse wurde bis Februar 1915 ausgeliefert.

Zerstörer der Thornycroft M-Klasse

Darüber hinaus wurden als letzte Vorkriegsaufträge noch drei Boote der sogenannten Yarrow M-Klasse mit zwei Schornsteinen und zwei Wellen, und zwei Boote der Thornycroft M-Klasse mit dickerem, mittleren Schornstein bestellt.

Entwurf[Bearbeiten]

Die beiden Schiffe ähnelten den nach den Entwürfen der Admiralität gebauten Schiffen der Admiralty M-Klasse, wurden aber nach abgeänderten Plänen von Hawthorn, Leslie & Company in Hebburn on Tyne fertiggestellt. Das erste bei Hawthorn gebaute Boot, die HMS Mentor, lief als 5.„M-Boot“ nach zwei schon Ende 1912 begonnenen Yarrow-Booten, einem Thornycroft-Boot und einem bei Palmer gebauten Admiralty-Boot vom Stapel. Im Unterschied zur "standardmäßigen" Admiralty M-Klasse besaßen die Boote der Hawthorn M-Klasse vier Schornsteine und waren nur ganz geringfügig länger als die Standardboote. Das 4"-Geschütz auf dem Mittelschiff war zwischen dem zweiten und dritten Schornstein montiert. Beide Schiffe wurden noch 1913 auf Kiel gelegt und 1915 in Dienst gestellt. Keines von ihnen ging im Krieg verloren.

Anmerkung:
Hawthorn Leslie erhielt anfangs keine weiteren Aufträge für Zerstörer, da die Werft schon die Leichten Kreuzer HMS Carysfort und Champion sowie den Flottillenführer Marksman in Bau hatte und sich die Royal Navy entschied, die für die Türkei in Bauvorbereitung befindlichen vier Zerstörer der Talisman-Klasse auf der Werft bauen zu lassen. So erfolgte ein weiterer Auftrag für Zerstörer der M-Klasse erst mit dem letzten Los im Mai 1915 mit den Aufträgen für HMS Pidgeon und Plover. Die Schiffe wurden in der verbesserten Version den Standardentwurfs der Admiralty M-Klasse gebaut.

Boote der Hawthorn M-Klasse[Bearbeiten]

Die beiden Boote kamen nach ihrer Fertigstellung zur Harwich Force, wo sie mit anderen frühen M-Booten die 10.Zerstörerflottille bildeten. Sie verlegten dann zum Kanal und beide Boote waren am ersten Raid gegen Zeebrügge und Ostende im April 1918 beteiligt. Während Mentor die die Küste beschießenden Monitore sicherte, schleppte Mansfield ein U-Boot in die Nähe von Zeebrügge.

  • HMS Mentor - Stapellauf am 21. August 1914, Teilnahme am Gefecht auf der Doggerbank im Januar 1915, im August in der Nordsee durch B 98 torpediert, Dienst bis 1917 bei der Harwich Force, am 9. Mai 1921 zum Abwracken verkauft.
  • HMS Mansfield - Stapellauf am 3. Dezember 1914, Dienst bis 1917 bei der Harwich Force, am 26. Oktober 1921 zum Abwracken verkauft.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maurice Cocker: Destroyers of the Royal Navy, 1893–1981. Ian Allan, London 1981, ISBN 0-7110-1075-7

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise / Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Palmers hatte in der Nachbarschaft von „Hawthorn Leslie“ die ehemalige Stephenson-Werft erworben