Hay-Pauncefote-Vertrag

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Der Hay-Pauncefote-Vertrag über den Bau und die Verwaltung des Panama-Kanals wurde am 18. November 1901 von den USA und Großbritannien unterzeichnet. Der Vertrag wurde bereits am 8. Februar 1900 ausgehandelt, jedoch zunächst vom Senat der USA abgelehnt und durch einen neuen ersetzt.

Der Vertrag, der durch den US-amerikanischen Außenminister, John Hay, und den britischen Botschafter in den USA, Lord Pauncefote, ausgehandelt wurde, beinhaltete den Verzicht Großbritanniens an allen Rechten bezüglich Bau und Verwaltung des geplanten Kanals, sodass die Verantwortung hierfür ganz auf die USA überging; damit wurden die Regelungen des Clayton-Bulwer-Vertrages von 1850 für nichtig erklärt, die noch von einer Internationalisierung des Kanals ausgegangen waren.

Der Hay-Pauncefote-Vertrag wirkte sich zum einen positiv auf die britisch-amerikanischen Beziehungen aus, zum anderen erleichterte er es den USA, politisch in Panama die Initiative zu ergreifen, wo auf ihr Betreiben hin dort eine Sezessionsbewegung gegen Kolumbien einsetzte, die zur Unabhängigkeit Panamas von Kolumbien 1903 führte, das daraufhin den USA die Errichtung der Panamakanalzone einräumte.