Heavy Metal in Baghdad

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Filmdaten
Originaltitel Heavy Metal in Baghdad
Produktionsland USA, Kanada
Originalsprache Englisch, Arabisch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 84 Minuten
Stab
Regie Suroosh Alvi
Eddy Moretti
Produktion Suroosh Alvi
Monica Hampton
Eddy Moretti
Musik Acrassicauda
Kamera Eddy Moretti
Schnitt Bernardo Loyola

Heavy Metal in Baghdad ist ein kanadisch-/US-amerikanischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2007.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film behandelt den Werdegang von Acrassicauda, der zu diesem Zeitpunkt einzigen Metalband des Iraks, zwischen 2003 und 2007. Er besteht aus insgesamt vier Episoden, von denen drei in Bagdad aufgenommen wurden. Der letzte Abschnitt aus dem Dezember 2006 handelt in Damaskus, wo die Bandmitglieder als Flüchtlinge lebten.

Neben Auftritten der Band werden Gespräche mit Bandmitgliedern und Ansichten von Bagdad und den Flüchtlingslagern in Damaskus gezeigt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Suroosh Alvi ist einer der Mitgründer des New Yorker Vice Magazines, Eddy Moretti gründete VBS.TV, ein mit Vice verbundenes Breitband-Videonetzwerk. Heavy Metal in Baghdad stellt für beide das Filmdebüt als Regisseur dar. In Kooperation mit MTV entstand im November 2003 ein kurzer Beitrag über Acrassicauda, der ein Beitrag für den Reiseführer Vice Guide to Travel werden sollte. Aus persönlichem Interesse, und da bereits einiges Material für ein Feature entstanden war, besuchten die Filmemacher die Band in den Jahren 2005 und 2006 erneut.

Mitte September 2007 hatte der Film auf dem 2007 Toronto International Film Festival Premiere, im Februar 2008 wurde er erstmals in Europa bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin im „Panorama“ gezeigt. Im Oktober 2008 wurde der Film in verschiedenen deutschen Kinos gezeigt.

Die Musiker durften während der Premiere auf der Berlinale nicht einreisen, da die Pässe dreier Bandmitglieder aus der der sogenannten „S-Serie“ stammten, die die irakischen Behörden ab 2004 ausstellten und seit April 2007 von Deutschland nicht mehr anerkannt werden, da sie als nicht fälschungssicher gelten.[1]

Kritiken[Bearbeiten]

Die Tageszeitung Die Welt nannte Heavy Metal in Baghdad in ihrer Onlineausgabe „ein[en] aussichtsreiche[n] Anwärter auf den Publikumspreis [der Berlinale].“[2] Die Junge Welt bezeichnet den Stil der Filmemacher als „Pop-Journalismus under attack“ und lobt: „In guten Momenten bringt es einen bis zur Obszönität gesteigerten harten Realismus, der teilweise ironisch wirkt und einen staunen macht. »Heavy Metal in Baghdad« ist ein guter Film.“[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

In Episode 4 der ersten Staffel der TV-Serie Blue Mountain State hängt an der Wand im Overland-Haus ein Filmplakat von Heavy Metal in Baghdad.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Sonst müsste ich Menschen töten“ Spiegel Online vom 10. Februar 2008.
  2. welt.de: Berlinale-Film: Rock im Krieg – „Heavy Metal in Baghdad“ – NachrichtenKultur – WELT ONLINE, Zugriff am 13. Februar 2008.
  3. jungewelt.de: 8. Februar 2008: Können wir gehen? (Tageszeitung junge Welt), Zugriff am 13. Februar 2008.