Hecken (Haut-Rhin)

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Hecken
Wappen von Hecken
Hecken (Frankreich)
Hecken
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Dannemarie
Gemeindeverband Porte d’Alsace.
Koordinaten 47° 42′ N, 7° 7′ O47.6919444444447.1247222222222300Koordinaten: 47° 42′ N, 7° 7′ O
Höhe 293–320 m
Fläche 2,45 km²
Einwohner 434 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 177 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code

Rathaus- und Schulgebäude

Hecken ist eine französische Gemeinde mit 434 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Altkirch, zum Kanton Dannemarie und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Porte d’Alsace.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hecken liegt im Tal des Largue-Zuflusses Soultzbach, etwa 20 Kilometer südwestlich von Mülhausen nahe der Burgundischen Pforte.

Nachbargemeinden von Hecken sind Diefmatten im Norden, Gildwiller im Osten, Falkwiller im Süden, Traubach-le-Haut (Berührungspunkt) und Guevenatten im Südwesten sowie Sternenberg im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname ist von „Hag“ abgeleitet und deutet auf ein umfriedetes Gelände nach einer Waldrodung hin. Die Hecken werden auch auf dem Wappen dargestellt.[1] 1235 wurde Hecken als Haegon erstmals urkundlich erwähnt.[2] Die Ortschaft gehörte vor dem Westfälischen Frieden 1648 zur Vogtei von Traubach und zur Grafschaft Pfirt.[1]

1793 erhielt Hecken im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in den Kreis Altkirch des neu geschaffenen Reichslands Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Hecken gehörte daraufhin wieder zu Frankreich.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 114 120 153 250 372 402 446

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Mairie-Dorfschule wurde 1842 nach den Plänen des Architekten Diogène Poisat aus Belfort errichtet.

Das Wohnhaus der alten Wassermühle stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Mühle wurde durch den Soultzbach angetrieben. Ihre Leistung wurde 1855 auf sechs Pferdestärken geschätzt.[1] 1899 wurde eine Dampfmaschine eingebaut und die Mühle in ein Sägewerk umgewandelt. Im Jahr 1900 wurde die Mühle durch ein Feuer beschädigt und später wiederaufgebaut. Die Dampfmaschine wurde nach dem Ersten Weltkrieg demontiert.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hecken (Haut-Rhin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Hecken. In: cc-porte-alsace.fr. Communauté de communes de la Porte d’Alsace, abgerufen am 3. September 2011 (französisch).
  2. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 2: Formations non-romanes, formations dialectales (= Publications romanes et françaises. Bd. 194). 2. tirage. Librairie Droz, Genf 1996, ISBN 2-600-00133-6, S. 845, online, abgerufen am 21. Juni 2010, (französisch).
  3. Hecken - notice communal. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 3. September 2011 (französisch).
  4. Architecture. In: Base Mérimée. Ministère de la culture, abgerufen am 3. September 2011 (französisch).