Heckler & Koch

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HECKLER & KOCH GmbH
Heckler & Koch Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 28. Dezember 1949[1]
Sitz Oberndorf am Neckar, Deutschland
Leitung Andreas Heeschen (Haupteigentümer, Vorstandsvorsitzender)
Niels Ihloff (Geschäftsführung Personal)
Martin Lemperle (Geschäftsführung Produktion)[2]
Mitarbeiter 640 (31. Dezember 2010)[3]
Umsatz 203,6 Mio. Euro (2010)[4]
Branche Rüstungsindustrie
Produkte SchusswaffenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.heckler-koch.com

Die Heckler & Koch GmbH (H&K, HK) ist ein deutsches Rüstungsunternehmen mit Sitz in Oberndorf am Neckar (Stadtteil Lindenhof), Baden-Württemberg, das 1949 von ehemaligen Mitarbeitern der Mauserwerke gegründet wurde. Es besitzt Niederlassungen oder Zweigstellen in Virginia, Georgia und New Hampshire (Heckler & Koch Inc, USA), Nottingham, Großbritannien (NSAF Ltd.) und Saint-Nom-la-Bretèche, Frankreich (Heckler & Koch France SAS). Dachgesellschaft ist seit 2002 die Heckler & Koch Beteiligungsgesellschaft in Oberndorf. H&K ist derzeit der bedeutendste deutsche Hersteller von Handfeuer- und Infanteriewaffen und gehört zu den fünf größten Gewehr- und Pistolenherstellern weltweit.[5]

Weil H&K-Schützenwaffen und deren Lizenzfertigungen trotz diverser Waffenembargos in Krisenregionen verbreitet sind, werden das Unternehmen und die Genehmigungspraxis deutscher Behörden immer wieder öffentlich kritisiert. Bisherige staatsanwaltliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das deutsche Kriegswaffenkontrollgesetz und/oder das Außenwirtschaftsgesetz führten bislang in einem Fall zu einem Gerichtsverfahren, in welchem der angeklagte Geschäftsführer freigesprochen wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und erster Großauftrag[Bearbeiten]

In Oberndorf befand sich von 1811 bis 1874 die Königlich Württembergische Gewehrfabrik und seit 1872 die Waffenfabrik Mauser. Deren Produktionsanlagen wurden 1946 im Zuge der Entmilitarisierung Deutschlands von der französischen Besatzungsmacht demontiert; die Entwicklung neuer Waffen wurde abgebrochen.[6] Die alliierten Rüstungsverbote wurden nach Gründung der Bundesrepublik 1949 und ihrem NATO-Beitritt 1952 mit Zustimmung der Bundesregierung in den Vertrag der Westeuropäischen Union von 1954 übernommen.[7]

Die ehemaligen Ingenieure der Mauserwerke Edmund Heckler, der ab 1936 als Oberingenieur und dann als Prokurist des Rüstungskonzerns HASAG tätig war,[8] Theodor Koch und Alex Seidel gründeten am 28. Dezember 1949 mit dem Eintrag von 40.000 DM Stammkapital die Firma H&K, die anfangs Teile für Nähmaschinen, Werkzeuge, Lehren und Werkzeugmaschinen herstellte.[9] Dabei übernahm die Firma die arbeitslosen Facharbeiter der demontierten Mauser-Werke. 1950 begann die Fertigung im ehemaligen Reichsarbeitsdienstlager im Stadtteil Lindenhof.[10] Als einer der wenigen kleineren deutschen Betriebe, die während der alliierten Rüstungsverbote bereits Waffen und Ersatzteile für Polizei, Bundesgrenzschutz oder die alliierten Besatzungstruppen herstellten, hatte H&K Gelegenheit, „in einer Grauzone zur Legalität“ vorsichtig an der Weiterentwicklung einzelner Waffen zu arbeiten. 1952 konnte das Unternehmen deshalb dem Amt Blank anbieten, nach einem Jahr Anlaufzeit mit der Herstellung des Sturmgewehrs 44, des MGs 42 und der P 38 zu beginnen.[11]

In der spanischen Diktatur unter Francisco Franco wurde ab Mai 1945 vielen arbeitslos gewordenen deutschen Waffenexperten und Ingenieuren die Fortsetzung ihrer Projekte in Spanien ermöglicht, die die alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkrieges im Zuge der Entmilitarisierung Deutschlands dort unterbunden hatten.[12] Auf Einladung seiner Regierung von 1949 stellte Werner Heynen, der ehemalige Generaldirektor der Gustloff-Werke, eine Gruppe ehemaliger Mauser-Mitarbeiter zusammen, die das Sturmgewehr 06H in Spanien weiterentwickelte. 1951 bauten sie den ersten Prototyp des Gewehrs CETME.[13] Mit ersten Aufträgen ermöglichte Franco H&K ab März 1954 den Einstieg in die Massenproduktion von CETME-Gewehren für Spaniens Armee.[14]

Heckler-&-Koch-Werk, Oberndorf am Neckar

Das deutsche Amt Blank nahm für den vorbereiteten Wiederaufbau der Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland Kontakt mit Spanien auf und erreichte die Rückkehr der deutschen Waffenexperten.[13] 1955 wurde die Bundeswehr gegründet; die bisherigen Rüstungsbeschränkungen wurden gelockert. Daraufhin erweiterten H&K ihre wehrtechnischen Angebote.[15]

Die Bundesregierung rüstete die Bundeswehr anfangs mit dem belgischen Gewehr FN FAL (genannt G1) aus. Später gelang es ihr, selbst die Herstellungslizenz für das CETME-Gewehr zu erhalten und so eine eigene, vom Ausland unabhängige Kleinwaffenindustrie aufzubauen.[16] H&K bezahlte an CETME nur eine feste Ablösesumme für die Lizenz und ließ sich vertraglich zusichern, dass CETME H&K über Interessenten in Drittstaaten informieren musste.[17] Die Bundesregierung vergab in den Folgejahrzehnten Herstellungslizenzen für HK-Waffen an andere Staaten, besonders an spätere Stammkunden von H&K. Dies verschaffte der deutschen Kleinwaffenindustrie entscheidende Wettbewerbsvorteile auf dem Weltmarkt, da Deutschland die Patente für diese Waffen, die dafür benötigten Maschinen und Ersatzteile besitzt.[18]

Ab Juli 1955 baute H&K das CETME in Serie und entwickelte es zum HK G3 weiter.[19] 1956 gewann die Firma mit dem G3 die Ausschreibung für das Ordonnanzgewehr der Bundeswehr und erhielt 1958 die Generallizenz dafür. Nach Truppentests 1956 und 1957 erhielt die Firma im Januar 1959 den Auftrag des Bundesverteidigungsministeriums, 150.000 G3-Gewehre an die Bundeswehr zu liefern. Im September 1959 begann die Lieferung.[13] Die Bundesrepublik finanzierte die Entwicklung des G3 und besitzt die Patentrechte dafür.[20]

Expansion in die USA und Umstrukturierungen[Bearbeiten]

Am 2. Juli 1960 starb der Firmenmitgründer Edmund Heckler. 1974 wurde das Unternehmen in die Bereiche HK Polizei- und Wehrtechnik sowie HK Jagd- und Sportwaffen aufgeteilt. Die Firma hatte zu diesem Zeitpunkt 2000 Mitarbeiter.[21] 1975 wurde das US-Tochterunternehmen Heckler & Koch Inc. in Arlington County, Virginia (USA) gegründet. Zunächst bestand diese Gesellschaft nur aus vier Personen. Infolge einer erheblichen Nachfragesteigerung nach HK-Waffen in den USA beschloss H&K 1979 den Bau eines eigenen Firmengebäudes in Chantilly (Virginia).[22] Im Juli 1976 starb auch der Firmenmitgründer Theodor Koch. Alex Seidel blieb bis 19. Dezember 1980 im Unternehmen.

Anfang der 1980er Jahre trennte die Firma die militärische von der zivilen Produktion und fasste den zivilen Maschinen- und Anlagenbau in der Heckler & Koch Maschinen- und Anlagenbau GmbH in Schramberg-Waldmössingen zusammen.[23] Der Anlagenbau diente vorrangig zum Aufbau von Lizenzwerken für militärische HK-Waffen im Ausland.

Die Bundesregierung beauftragte H&K 1974 mit der Entwicklung des HK G11 für die Bundeswehr und investierte bis 1989 dafür 84,1 Millionen DM.[24] Im Mai 1990 stornierte das Bundesverteidigungsministerium jedoch überraschend den geplanten Ankauf des fertig entwickelten G11, weil sich die Ausgaben von zunächst 60 Millionen DM nach dem Ende des Warschauer Pakts nicht mehr begründen ließen.[25] 1993 verwarf die Bundesregierung die Anschaffung des G11 endgültig.[26] Mit einem Schuldenstand von 180 Millionen DM stand H&K 1991 vor dem Konkurs. Übernahmegespräche mit dem französischen Rüstungskonzern GIAT scheiterten. Baden-Württembergs damaliger Wirtschaftsminister Hermann Schaufler lehnte Bitten von H&K um Staatshilfen ab und kritisierte, dass die Firma kein Konversionskonzept habe.[24]

Übernahme durch Royal Ordnance[Bearbeiten]

Daraufhin übernahm 1991 die Royal Ordnance (RO), eine Tochter des englischen Rüstungskonzerns British Aerospace (später BAE Systems), das Unternehmen.[27] Weil RO bislang keine Handfeuerwaffen nach Deutschland verkauft hatte und somit keine Addition von Marktanteilen dafür zu erwarten war, erlaubte das Kartellamt die Übernahme. Dabei wurden 450 Beschäftigte entlassen.[28]

Nach Klagen von Opferangehörigen gegen Schusswaffenhersteller in den USA versuchte BAE die aufgekaufte Tochterfirma Ende der 1990er Jahre erfolglos wieder zu verkaufen.[29] Als Grund gab BAE an, man wolle sich auf höherwertige Waffensysteme konzentrieren.[30] Die Heckler & Koch Maschinen- und Anlagenbau GmbH wurde 1995 in einem Asset Deal an die neu gegründete Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH verkauft.[31] Ende 1999 unterzeichneten der traditionsreiche US-Waffenhersteller Colt und BAE eine Absichtserklärung über den Kauf von H&K für 100 Millionen US-Dollar. Zum Verkauf kam es jedoch nicht.[32] Einen Großauftrag konnte H&K 2002 verbuchen; für die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs wurden SA80-Gewehre modernisiert.[33]

Übernahme durch private Investoren[Bearbeiten]

2002 wurde H&K an eine private Investorengruppe verkauft, zu der die beiden bisherigen Geschäftsführer Ernst Mauch und Dirk Holzknecht, der Londoner Kaufmann Keith Halsey und der deutsche Multiunternehmer Andreas Heeschen gehörten.[34] Andreas Heeschen wurde mit 46 Prozent der Aktien und einer Option auf weitere rund fünf Prozent der Mehrheitseigner der neu gegründeten Dachgesellschaft H&K Beteiligungs-GmbH (HKB). Das Geschäftsmodell der HKB sieht vor, in renditestarke Projekte auch außerhalb des Rüstungsbereichs zu investieren.[35]

Die neuen Eigentümer teilten das Unternehmen 2002 in die Sparten Wehrtechnik/Behördengeschäft und Zivilwaffen auf. Der herausgelöste Jagd- und Sportwaffenbereich wird seit 2003 durch die Heckler & Koch Jagd- und Sportwaffen GmbH (HKJS) eigenständig geführt. Diese kaufte im selben Jahr das Traditionsunternehmen Merkel Jagd- und Sportwaffen (Suhler Jagd- und Sportwaffen GmbH) in Suhl, ließ es aber als eigenständige Marke und Produktionsstandort bestehen.[36] 2007 verkaufte HKJS das Tochterwerk Merkel wieder; die Tochterfirma C. G. Haenel stellt ihre Waffen her.[37]

Ab 1994 hatte H&K zusammen mit anderen Rüstungsfirmen im Rahmen des Programms Objective Individual Combat Weapon (OICW) ein neues Handfeuerwaffensystem für die United States Army entwickelt. Diese entschied sich 1998 für den deutschen Entwurf. Ab 2008 sollte das neu entwickelte HK XM29 in der US-Armee eingeführt werden. Diese teilte das OICW-Programm 2005 jedoch in drei Teilbereiche auf und ließ auch das daraufhin entwickelte HK XM8 einstellen. Der erwartete Großauftrag zur Ausrüstung der US-Armee blieb aus.

2008 wies H&K Verluste in Millionenhöhe aus. Als Ursache wurden finanzielle Beteiligungen an Verlustgeschäften und Kreditvergaben an die H&K-Eigner Halsey und Heeschen sowie an deren Unternehmen angegeben. Ein Großteil der Beteiligung von 41 Millionen Euro an der Firma Wolf-Garten musste abgeschrieben werden, als diese im Januar 2009 in Insolvenz ging.[38]

Heeschen gab die Geschäftsführung der Wuppertaler Luhns-GmbH 2008 auf und wechselte in den Vorstand von H&K. Im Januar 2010 verkaufte er zunächst befristet 4,6 Prozent der HKB aus seinen Anteilen an seinen Schwager, den Unternehmer Alfred Schefenacker, und kündigte für Ende Juni 2010 einen Rückkauf an. Als Grund benannte Heeschen familiensteuerliche Planungen.[39] Im April 2011 hielten Andreas Heeschen 51 %, Keith Halsey 40 % und Alfred Schefenacker 9 % der Unternehmensanteile.[40]

Im November 2009 reichten vier Hedgefonds vor einem US-Gericht Klage gegen Andreas Heeschen und Keith Halsey ein: Die Mehrheitseigentümer von H&K hätten einen von ihnen gegebenen Kredit der US-Bank Merrill Lynch von 2006 über 100 Mio. Euro an die Dachgesellschaft HKB zweckentfremdet, indem sie Immobilien, Flugzeuge, Hubschrauber und eine Yacht gekauft und privat genutzt hätten. Die Kläger verlangten den gesamten Kredit deshalb sofort, nicht erst wie vorgesehen im April 2013 zurück. Heeschen hatte die Firma H&K als Kreditsicherheit angegeben. Er wies die Vorwürfe bei einer gerichtlichen Anhörung im April 2010 zurück: Privatnutzung des Firmeneigentums sei stets privat bezahlt worden. Klagemotiv seien eigene Finanznöte der Kläger.[41] Im August 2010 wies das US-Gericht die Klage zurück, weil der Kreditarrangeur Merrill Lynch nicht selbst geklagt hatte. Die HKB erwog daraufhin eine Gegenklage auf Schadensersatz gegen einzelne Hedgefonds wegen Rufschädigung.[42]

Ende 2010 stufte Standard & Poor’s das Rating für H&K auf CCC+ (Zahlungsausfall nur bei günstiger Entwicklung abwendbar) herab, weil die Refinanzierung einer im Juli 2011 fälligen Anleihe über 120 Millionen Euro nicht gesichert sei.[43] Um den fälligen Kredit begleichen zu können, platzierte H&K im Mai 2011 Hochzinsanleihen von insgesamt 295 Millionen Euro, die bis 2018 laufen. Damit sollte auch ein 2013 endfälliger Kredit über 100 Millionen Euro abgelöst werden.[44] Ein 2011 geplanter Börsengang mit dem Ziel, die Verschuldung des Unternehmens zu senken, wurde im September 2011 auf unbestimmte Zeit verschoben.[45]

Um den Einstieg von Investoren zu erleichtern, ist die Heckler & Koch Beteiligungsgesellschaft im April 2014 von einer GmbH in eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft umgewandelt worden.[46]

Produkte[Bearbeiten]

Waffen für Militär und Behörden[Bearbeiten]

Das G36, derzeitiges Ordonnanzgewehr der Bundeswehr

Die militärische Produktpalette besteht aus Pistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehren, Maschinengewehren, Präzisionsgewehren und 40-Millimeter-Systemen.

H&K produziert die aktuellen Dienstwaffen der deutschen Polizei HK P10, HK P7, HK P2000, die neue HK P30 sowie die derzeitigen Ordonnanzwaffen der Bundeswehr, die Dienstpistole HK P8 und das Infanteriegewehr HK G36. Dieses wurde zuerst bei den Krisenreaktionskräften der Bundeswehr eingeführt. 2014 setzten das Bundesministerium der Verteidigung und der Bundestag die weitere Beschaffung des G36 wegen Zweifeln an der Treffsicherheit aus.[47]

Sport- und Jagdwaffen[Bearbeiten]

Die Tochtergesellschaft HK Sidearms GmbH produziert und vertreibt Sport- und Jagdwaffen und andere Produkte für den Zivilmarkt. Die Produkte sind teilweise Varianten militärischer Waffen (so ist das HK SL7 eine Version des G3, das HK SL8 eine Version des G36), sie werden daher in manchen firmenunabhängigen Produktkatalogen miteinander aufgelistet.[48] Zivilwaffen werden auch an die Heckler & Koch Inc. und die Virginia Firma Heckler & Koch Inc. in den USA und an die in Suhl ansässige C. G. Haenel GmbH weitervertrieben.

Kunden[Bearbeiten]

H&K beliefert mindestens 88 Staaten direkt mit ihren Waffen,[5] darunter die Polizeien und Armeen der meisten NATO-Staaten. In mindestens 92 Staaten sind Sicherheitskräfte mit von der Firma entwickelten Waffen ausgerüstet.[49]

Bis 2003 wurden etwa 7 Millionen Stück des G3 hergestellt. Es zählt nach der Kalaschnikow AK-47 (70–100 Millionen) zu den am meisten verbreiteten Schnellfeuergewehren der Welt.[50] G3-Gewehre aus nichtdeutscher Produktion von Lizenznehmern werden weltweit eingesetzt, oft auch in Krisenregionen und Kriegen.

Polizeien, Sondereinheiten und andere Sicherheitskräfte von mindestens 61 Staaten verwenden die Maschinenpistolen-Bauserie HK MP5, oft seit Jahrzehnten.[51] H&K rüstete die Sicherungsgruppe Bonn des Bundeskriminalamts, den Bundesgrenzschutz, die GSG 9, polizeiliche MEKs, Polizeien und Sondereinsatzkommandos der Bundesländer mit der MP5 aus, zum Teil schussbereit befestigt in einem „Spezialkoffer“ zum Personenschutz.[52]

H&K arbeitete von mindestens 2006 bis 2008 mit der US-Sicherheitsfirma Blackwater Worldwide zusammen, lieferte dieser wahrscheinlich über die US-Tochterfirma in Virginia Waffen, entwickelte mit ihr neue Spezialwaffen und bot ihren Söldnern Schießlehrgänge an.[53] Seit 2007 wurden Morde von Blackwatersöldnern an Zivilisten im Irak bekannt.[54] Nach kritischen Medienberichten im Februar 2008 kündigte H&K an, die Zusammenarbeit mit Blackwater einzustellen.[55]

H&K erhielt von 2001 bis 2011 über 900 Direktaufträge und elf Forschungsaufträge der Bundeswehr. Die Höhe der dazu bereitgestellten Finanzmittel wird nicht bekannt gegeben.[56]

Anfang 1999 beschloss Spanien, das HK G36 mit 115.000 Stück als Ordonnanzwaffe seiner Streitkräfte zu beschaffen, und erhielt eine Herstellungslizenz dafür. Insgesamt soll das G36 in 35 Staaten geliefert worden sein.[57]

Geschäftszahlen[Bearbeiten]

H&K legt beim Bundesanzeiger jährliche Abschlussbilanzen vor. Zugänglich sind die Jahresberichte von 2006 (mit Vergleichszahlen von 2005) bis 2010 (in Millionen Euro):[58]

Geschäftsjahr Beschäftigte Umsatz Nettogewinn/-verlust
2005 636 140,1 –14,8
2006 597 140,5 –19,7
2007 588 124 –15,3
2008 638 162,9 –2,3
2009 657 182,1 +4,1
2010 640 203,6 +11,9

Für weitere Geschäftszahlen gibt es nur einige Medienangaben:

  • Um 1985 hatte H&K laut Schwarzwälder Bote um die 2500 Beschäftigte.[59]
  • Für 1990 schätzte Die Zeit den Jahresumsatz auf 150 Mio. Euro bei 2000 Beschäftigten.[60]
  • Für 1995 gab die Geschäftsführung einen Jahresumsatz von 100 Mio. DM (~ 50 Mio. Euro) mit 600 Beschäftigten an.[61]
  • Für 2006 bis 2010 veröffentlichte die Financial Times Deutschland (FTD) mit Berufung auf interne Firmenangaben zum Teil erheblich höhere Umsatz- und Gewinnzahlen als deren Jahresbilanzen.[62]
  • 2010 investierte H&K nach Firmenangaben rund 80 Mio. Euro in Fertigung, Entwicklung und Bau-Infrastruktur, darunter ein Ausbildungszentrum.[63]

Weitere Geschäftszahlen, etwa zu Exportaufträgen, einzelnen Lizenzgebühren[64] und Absatzmengen, gibt H&K nicht bekannt. Firmenvertreter begründeten dies mit Wettbewerbsnachteilen aufgrund deutscher Exportauflagen, denen Konkurrenten nicht unterlägen,[65] und Desinteresse an der Presse.[66] Nur Wirtschaftsjournalisten haben eine Chance auf ein Gespräch mit der Geschäftsleitung.[67]

Lizenzen und Exportgenehmigungen[Bearbeiten]

Bis in die 1970er Jahre förderte die Bundesregierung die Proliferation von Kleinwaffen im Zeichen des Kalten Krieges trotz Exportbeschränkungen.[68] Bis 1988 vergab sie für das G3 Ausfuhrgenehmigungen für über 80 Staaten und Herstellungslizenzen zu dessen Nachbau an 16 Staaten.[69][70]

Die Entwicklungskosten des G3 wurden bis Ende der 1970er Jahre aus Einnahmen vergebener Lizenzen und Verkaufserlösen zurückgezahlt. Diese Rückflüsse wurden im allgemeinen Bundeshaushalt verbucht; ihre Höhe ist nach Angaben der Bundesregierung von 1989 unbekannt.[71]

Für andere seiner Waffen und Weiterentwicklungen des G3 vergab H&K selbst private Herstellungslizenzen. Die Waffen MP5, HK21, HK23E, HK33, G36, G41, HK53, P7 und HK GMW werden von Großbritannien, der Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan, Griechenland, Mexiko, Portugal, Thailand, Spanien und Italien hergestellt.[72] Die 1982 eingeführte Richtlinie zur „Endverbleibskontrolle“ soll gewährleisten, dass solche lizenzierten Nachbauten nur mit Genehmigung der Bundesregierung in Drittstaaten exportiert werden. Sie berührt nicht die bis dahin vergebenen Lizenzen. Somit erfolgte auch keine Kontrolle der Lizenzen für das G3, die weitgehend in den 1960er und 1970er Jahren erteilt worden waren.[73]

Beispielsweise befürwortete das Auswärtige Amt 1971 die von H&K beantragte Lieferung von 40.000 HK 33, 5000 Baugruppen und 5000 Einzelteilen an die Armee Thailands als Stabilisierung dieses Staates gegenüber den umgebenden Großmächten.[74] Eine Anfrage Zyperns von 1980, knapp 50 HK-Waffen zur Terrorismus-Bekämpfung im Inland einführen zu dürfen, beschied die damalige Bundesregierung ablehnend.[75] 2002 lehnte sie eine Exportlizenz für HK-Waffen an die Armee Indiens ab, weil deren Einsatz in bewaffneten Konflikten befürchtet wurde.[76] Auch eine Exportlizenz für HK-Waffen an Nepal lehnte sie aus diesem Grund ab. Belgiens Regierung erlaubte der Firma FN Herstal daraufhin die Lieferung ähnlicher Waffen an Nepal und brach dabei eine EU-Vereinbarung, den Staat zu konsultieren, der den Export abgelehnt hatte.[77]

Weiterverbreitung von HK-Waffen[Bearbeiten]

Von H&K legal exportierte Waffen wurden in Empfängerstaaten öfter für illegale Zwecke und Verbrechen benutzt, etwa ab 1984 für Hinrichtungen in einem Hochsicherheitsgefängnis in Thailand oder 1992 zur Ermordung aufständischer Häftlinge in Brasilien.[78]

Von 1960 bis 1980 hatte H&K große Mengen des G3 an Sudan und Tschad geliefert. Zudem hatte die bundesdeutsche Firma Fritz Werner Geisenheim (heute Teil von Ferrostaal) in Khartum eine Munitionsfabrik gebaut, die bis mindestens 2007 von Pakistans POF, einem HK-Lizenzwerk, beliefert wurde. In den 1980er Jahren erhielt Sudan HK-Lizenzwaffen aus Großbritannien und Saudiarabien sowie 1992 aus dem Iran. Diese setzten sudanesische Milizen gegen südsudanesische Rebellen ein, worauf deren Gefechte 2003 zum Darfur-Konflikt eskalierten. 2004 rüstete Mohamed Ahmed Harun, Minister des Sudan, die Janjaweed erneut mit G3-Gewehren aus dem Iran auf. Daraufhin erließ der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag einen Haftbefehl gegen ihn.[79]

H&K setzt sich nach eigenen Angaben für die Aufklärung von Verbrechen mit HK-Waffen ein. Die Firma trat einer UN-Initiative gegen den illegalen Verkauf von ausgemusterten Waffen bei[80] und unterstützt die Bundesregierung und eine Bürgerinitiative in Rio de Janeiro dabei, die Erstkäufer von HK-Waffen zu ermitteln, die in dortigen Slums für Verbrechen verwendet wurden.[81]

In Oberndorf hergestellte HK-Waffen tauchten öfter in Staaten auf, für die vor 1990 ein westdeutsches oder später ein gesamtdeutsches Waffenexportverbot bestand. 1992 während eines UN-Waffenembargos wurden vom Beschussamt Ulm markierte G3-Gewehre nach Jugoslawien geliefert und von serbischen Scharfschützen gegen bosnische Muslime verwendet.[82] 1992 entdeckte Notizen eines Offiziers des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) machten bekannt, dass die DDR jahrelang verdeckte Kontakte mit HK-Vertretern gepflegt und HK-Waffen gekauft hatte. Demnach bot das MfS H&K 1989 an, HK-Lieferungen im Wert von über 16 Millionen Mark mit Platzpatronen zu begleichen.[83] Unter anderem besorgte das MfS auch das von der Bundeswehr abgelehnte G11 und ließ es DDR-Rüstungsfirmen vorführen.[83] Der Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski soll 1983 legal an Österreich gelieferte HK-Waffen in die DDR importiert haben. 1988 soll er 50 MP5-Koffer für Spezialeinheiten des MfS erworben haben. Die DDR führte Waffen, Zielprojektoren, Granaten und Spezialmunition von H&K über Drittstaaten ein.[84] H&K zufolge wurden nur 39 Werkzeugmaschinen über die Heckler & Koch Maschinen- und Anlagenbau GmbH an die DDR geliefert.[84]

Ein Untersuchungsausschuss des Bundestags zu DDR-Regierungskriminalität fand nach deutschen und britischen Medienberichten von 1993 und 1994 heraus, dass die damalige Staatsfirma Royal Ordnance (RO), der damalige Eigentümer von H&K, in den 1980er Jahren Lieferungen von HK-Waffen nach Sierra Leone und Kolumbien vorgetäuscht hatte. Dazu habe RO die HK-Waffen umgebaut, neu verpackt und mit gefälschten Papieren ausgestattet. Tatsächlich seien sie mit DDR-Schiffen nach Rostock an das MfS, ferner an die Contras in Nicaragua und Staaten im Mittleren Osten geliefert worden.[85] Damit habe RO bundesdeutsche Exportverbote für diese Staaten umgangen.[86]

2005 wollte H&K Maschinen für eine Lizenzversion des G36 im Wert von 27 Mio. US-Dollar an Mexiko verkaufen.[87] 2006 stellte Mexiko jedoch stattdessen das neue Gewehr FX 5 vor, das auf dem Design des G36 basiert und die in Mexiko hergestellte Lizenzversion des HK G3 bis 2012 ersetzen sollte. Daraufhin drohten H&K und die Bundesregierung mit einer Klage wegen Produktpiraterie, verlangten die Zerstörung des FX 5 und Schadensersatz. 2007 nach einem Gespräch mit Mexikos Verteidigungsministerium zog H&K die Klagedrohung zurück. Ein Zusammenhang dieses Schritts mit dem Ankauf des G36 durch Mexikos Polizei wurde vermutet.[88]

Im August 2008 wurde bekannt, dass Truppen Georgiens G3-Gewehre im Kaukasuskrieg einsetzten, obwohl die Bundesregierung einen Exportantrag von H&K für eine Lieferung von 230 Stück G3 nach Georgien im Januar 2006 abgelehnt hatte. Die Aufklärung des illegalen Exports und gegebenenfalls Einstellung weiterer Rüstungslieferungen an Lizenzempfänger von H&K wurden im Bundestag verlangt.[89]

2009 wurde bekannt, dass HK 2007–2008 rund 13.000 HK P7 vom Innenministerium Niedersachsen zurückgekauft hat, um sie weiterzuverwerten. Dies kritisierte unter anderen die Polizeigewerkschaft.[90]

Im Dezember 2010 berichtete Report Mainz, H&K habe seit 2005 G36-Gewehre an die Polizei von vier Unruheprovinzen Mexikos geliefert, für die wegen bürgerkriegsähnlicher Zustände seit 2007 Exportverbote galten.[91] Ein dortiger Polizeivertreter gab an, H&K habe dafür die zentrale Waffeneinkaufsbehörde Mexikos DCAM bestochen. Auch ein Exmitarbeiter der Firma erklärte schriftlich, H&K habe illegal Gewehre und Ersatzteile nach Mexiko geliefert, die staatliche Genehmigung dafür mit einer Falschaussage erreicht, den verantwortlichen Beamten der DCAM mit 25 US-Dollar für jedes verkaufte G36 und 20 US-Dollar für jede HK-Kurzwaffe bestochen und die Polizei einer Unruheprovinz an den HK-Waffen geschult.[92] Wahrscheinlich mit der G36 bewaffnete Lokalpolizisten erschossen am 12. Dezember 2011 im Bundesstaat Guerrero zwei Demonstranten.[93] – H&K erklärte, man habe ausschließlich die DCAM beliefert. Diese habe vertraglich zugesichert, nur die Polizeibehörden der in der Endverbleibserklärung aufgeführten Bundesstaaten Mexikos mit diesen Waffen auszurüsten. Einzelne Provinzen habe diese Erklärung aber nicht explizit ausgeschlossen; Mexikos Bundespolizei dürfe überall mit diesen Waffen operieren. Man habe keinen Anlass, die Rechtstreue der DCAM zu bezweifeln. Man habe Mexikos Behörden nach 2007 über die deutschen Exportauflagen informiert.[94] Dies bestritt der Direktor von DCAM: Weder H&K noch die Bundesregierung noch die deutsche Botschaft hätten Mexiko je über deutsche Auflagen informiert.[95] Staatssekretär Ernst Burgbacher (FDP) erklärte am 28. September 2011 auf Nachfrage im Bundestag, es habe keine Exportverbote für Einzelprovinzen Mexikos gegeben.[96] Die Bundesregierung setzte weitere Exportgenehmigungen nach Mexiko an H&K aus,[97] hielt an bereits erteilten etwa 50 Genehmigungen an H&K jedoch fest und versprach nur weitere Einzelfallprüfungen. Oppositionelle Bundestagsabgeordnete verlangten dagegen einen Auftragsstopp an H&K.[98]

Im August 2011 erbeuteten Aufständische im Bürgerkrieg in Libyen in Mohammed al-Gaddafis Residenz in Tripolis dutzende G36-Sturmgewehre aus deutscher Herstellung von 2003, aber mit unkenntlichen Waffennummern. Die Firma kündigte an, ein eigenes Expertenteam nach Libyen zu senden, um die Herkunft der Waffen zu ermitteln.[99] H&K zufolge wurden die in Tripolis erbeuteten G36-Gewehre 2003 mit behördlicher Genehmigung an das ägyptische Verteidigungsministerium geliefert. Man wisse nicht, wie sie von dort nach Libyen gelangt seien.

Saudi-Arabien weihte im August 2011 eine Fabrik für das G36 ein, die der saudische Rüstungskonzern Modern Industries Company (MIC) mit der Lizenz und Hilfe von H&K gebaut hatte. Proteste einiger Bundestagsabgeordneter wiesen die Bundesregierung und H&K mit Verweis auf die Rechtslage zurück.[100] Laut Andreas Heeschen liefert H&K dem saudischen Hersteller Komponenten, die er nicht selbst herstellen könne. Deshalb könne er auch keine HK-Waffen in Krisengebiete liefern.[101] Der saudische Direktor von MIC kündigte gegenüber einem deutschen Bundestagsabgeordneten jedoch an, MIC werde HK-Waffen wie das G36 durch Importe und Nachbau von HK-Teilen bis Ende 2012 vollständig selbst produzieren und nach zehn Jahren eventuell exportieren. MIC stellt seine Produkte auf Waffenmessen im Ausland aus.[102]

Importeure deutscher HK-Waffen und Hersteller lizenzierter Nachbauten haben ihre Produkte entgegen deutschen Auflagen öfter auch in Krisengebiete verkauft. So erklärte der Direktor von MKE/Türkei im Mai 1995, man verkaufe das G3 und MP5 in einige Staaten des Mittleren Ostens. Im Juli erklärte das Bundeswirtschaftsministerium dazu, man habe MKE keine Exportrechte erteilt und von deren Exporten keine Kenntnis.[103] Die Türkei lieferte 1998 500 MP5 an Indonesien, als dieses einem britischen Waffenembargo unterlag.[104] Der Iran und Pakistan hatten sich vertraglich verpflichtet, HK-Waffen nur für eigene nationale Kräfte herzustellen, verkauften sie dann aber in weitere Krisenstaaten.[105] Zudem produzieren Iran und Myanmar das G3 vertragswidrig auch nach Erlöschen der Lizenz[106] und lassen auch ungenehmigte Nachbauten der MP5 anfertigen.[107]

Korruptionsvorwürfe[Bearbeiten]

H&K wurde mehrfach vorgeworfen, Ausfuhrgenehmigungen durch unzulässige Einflussnahme auf Abgeordnete zu erwirken. Parteispenden von H&K, die in zeitlichem Zusammenhang mit Exportgenehmigungen erfolgten, weckten den Verdacht von indirekter oder direkter Bestechung.

1998 spendete H&K der CDU über 40.000 DM, mehr als doppelt so viel wie in den Jahren zuvor. Nach Bekanntgabe der Spende 1999 vermuteten einige oppositionelle Bundestagsabgeordnete und Journalisten einen Zusammenhang mit einem Millionengeschäft, der Ausfuhr von Material zur Herstellung des HK33 an die Türkei, die die Bundesregierung der Firma 1998 erlaubt hatte.[108]

Nach dem Regierungseintritt der FDP spendete H&K 2009 und 2010 je 5000 Euro an den FDP-Kreisverband Tuttlingen. Dessen Abgeordneter Ernst Burgbacher wurde 2009 zum parlamentarischen Staatssekretär in das Bundeswirtschaftsministerium berufen, das Waffenexporte genehmigen muss. Er ist nach eigener Aussage nicht für Waffenlieferungen zuständig.[109] FDP-Schatzmeister Patrick Döring bestritt jeden Zusammenhang der HK-Spenden an die FDP mit Ausfuhrgenehmigungen.[110]

Infolge kritischer Medienberichte räumte H&K im Dezember 2011 Spenden von insgesamt 93.000 Euro für die Jahre 2002 bis 2011 ein. Davon gingen 70.000 an die CDU, 20.000 an die FDP und 3000 an die SPD.[111] CDU- und FDP-Vertreter bestätigten den Empfang der HK-Spenden.[112] Beide Seiten bestreiten jeden Zusammenhang mit einem Einsatz von Abgeordneten für HK-Exporte.[108] Fast alle HK-Spenden an die CDU erhielt der Kreisverband Rottweil. Dessen Abgeordneter Volker Kauder ist Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion und gilt nach Aussage von HK-Mitarbeitern als zuverlässiger Unterstützer von Exportaufträgen für die Firma.[113] Die 3000 Euro spendete H&K im April 2009 an den SPD-Kreisverband Gotha. Dessen Abgeordnete Petra Heß hatte die Spende eingeworben; sie war damals Mitglied im Verteidigungsausschuss des deutschen Bundestages, der unter anderem die Anschaffung des G36 für die Bundeswehr beschloss. Sie räumte ihre Spendenwerbung, den Spendenempfang und Kontakte zu einem HK-Vertreter nach einem Medienbericht im September 2012 ein, bedauerte den Vorgang und behauptete, sie habe damals nichts von der Kritik an H&K gewusst.[114]

Kritik und Protest[Bearbeiten]

Verschiedene rüstungs- und militärkritische Organisationen kritisieren Exporte, Lizenzvergabe, unkontrollierte Verbreitung und Umgehung gesetzlicher Exportbeschränkungen durch Kleinwaffen-Produzenten. H&K ist seit den 1980er Jahren ein häufiger Adressat solcher Kritiken. 1989 stellte das Rüstungs-Informationsbüro Oberndorf fest: Es gebe „wohl kaum noch ein Land der Dritten Welt ohne G-3-Gewehre“.[69]

Der Gründer des Büros und Vorsitzende der DFGVK, Jürgen Grässlin, ist ein langjähriger Kritiker des Unternehmens. Ihm zufolge mangelt es bei Fertigungslizenzen von HK-Waffen, auch wenn sie mit der seit 1982 erforderlichen Endverbleibserklärung ins Ausland vergeben wurden, an einer wirksamen Endverbleibskontrolle. Denn bei Verstößen von Lizenznehmern gegen ihre Exportauflagen unterlasse es H&K, mögliche rechtliche Schritte einzuleiten, um sich Folgeaufträge offen zu halten.[115] Besonders das G3 werde in vielen bewaffneten Konflikten verwendet; damit seien von 1961 bis 2001 „mehr als 1,5 Millionen“ Menschen getötet worden.[116] Das G3 und sein Ableger HK33 seien in vielen Konflikten die häufigsten Mordinstrumente nach dem AK 47; statistisch werde alle 14 Minuten ein Mensch von einer Kugel aus einer HK-Waffe getötet.[117] Grässlin fordert deshalb die Schließung oder eine Rüstungskonversion der Firma.[118] – H&K weist seine Schätzungen der Todesopfer als nicht überprüfbar zurück. Man müsse Zahlen von durch HK-Waffen geschützten und geretteten Personen gegenüberstellen, die ebenso wenig seriös schätzbar seien.[119]

Der BITS-Wissenschaftler Roman Deckert macht H&K für die weite Verbreitung deutscher Waffen in der Dritten Welt mitverantwortlich, da die Firma die restriktiven deutschen Waffenexportbeschränkungen mit „Testwaffen“ in kleineren Mengen, etwa 500 Stück, umgangen habe. Nach solchen Lieferungen, so Deckert, hätten „Lizenzproduzenten im Ausland, die nicht so strengen Exportrichtlinien unterliegen“, meist anschließende Großaufträge abgewickelt. Deutsche Unternehmen wie H&K hätten davon profitiert durch Lizenzgebühren, Vermittlungsgebühren oder durch Waffenverkäufe in „Einzelteilen an die Partner im Ausland – wo dann alles nur noch zusammengesetzt werden muss.“[68][108] Rüstungsexperten vom IFSH warfen H&K die Vergabe von „ungewöhnlich vielen“ Produktionslizenzen vor.[106]

Matthias John, Rüstungsexperte von Amnesty International (AI), kritisierte die Bundesregierung 2002: Sie habe entgegen ihrer erklärten Orientierung an den Menschenrechten Exporte von Kleinwaffen, Munition und Mittel zu deren Herstellung in Staaten genehmigt, in denen „eine unbefriedigende Menschenrechtssituation oder innere Konflikte bestehen“. Dabei habe sie Warnungen von Politikwissenschaftlern missachtet, dass „gerade Kleinwaffen und Munition schon in geringen Mengen zur Eskalation von Konflikten und zu Menschenrechtsverletzungen beitragen können“.[120] Michael Naumann (SPD) forderte 2002 ein „weltweites Export- und Importverbot für Handfeuerwaffen“ wie denen von H&K. Dieses sei ein weitaus wirksamerer Beitrag zur Terrorismusbekämpfung als der von den USA ausgerufene Antiterrorkrieg.[121] Der Bundestagsabgeordnete Jan van Aken kritisierte 2011: Die Bundesregierung kontrolliere Waffenexportverbote in Krisengebiete „so lasch …, dass deutsche Waffen am Ende überall in der Welt zu finden sind. Einmal exportiert, wird überhaupt nicht mehr überprüft, ob die Waffen nicht einfach weiterverkauft werden.“[122] Seine Partei Die Linke beantragte am 8. Februar 2011 ein Exportverbot für alle HK-Waffen.[123] AI begann im März 2012 eine Kampagne für ein wirksames internationales Abkommen zur Kontrolle des Waffenhandels, zum Beispiel wegen der Erschießung von Demonstranten in Mexiko mit illegal verbreiteten HK-Waffen.[124]

Am 3. September 2012 protestierte das Laienorchester „Lebenslaute“ mit rund 100 Musikern aus ganz Deutschland vor der Firmenzentrale von H&K in Oberndorf gegen die dortige Waffenherstellung und für eine Umwandlung (Konversion) auf zivile Produkte. Mit einem mehrstündigen Open-Air-Konzert blockierten die Musiker die Werkstore und Zufahrtswege der Firma.[125] Gegen die britische Zweigstelle von H&K, NSAF Ltd. in Nottingham, finden seit 2009 teils wöchentlich Proteste mit dem Ziel statt, über HK-Exporte in Krisen- und Kriegsgebiete aufzuklären und die Firma zu schließen.[126]

Ermittlungen[Bearbeiten]

Mehrere Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlich unerlaubter Waffenexporte wurden gegen H&K eingeleitet. 1988 untersuchten Staatsanwälte, ob H&K Waffen mit Hilfe der CIA an die nicaraguanischen Contra-Rebellen geliefert hatte. Die belastenden Dokumente, angebliche Briefe des HK-Direktors Wolfhart Fritze an Kunden in den USA und Mittelamerika, stellten sich als Fälschungen eines HK-Mitarbeiters heraus.[127]

1991 wurde wegen der entdeckten DDR-Kontakte ein Ermittlungsverfahren gegen H&K eingeleitet; die Firmenzentrale wurde erst im August 1992 durchsucht.[84] 1993 wurde HK-Geschäftsführer Walter Lamp angeklagt, er habe Waffen als Bausätze ohne Ausfuhrerlaubnis über das britische Tochterunternehmen von H&K nach Dubai geliefert. Das Gericht sprach ihn frei, da der Vorgang deutsche Gesetze nicht verletzt habe.[5][108] 1994 ermittelte das Bundeskriminalamt wegen mutmaßlicher Umgehung deutscher Exportverbote erneut gegen H&K.[5]

Das Bundeskartellamt ermittelt seit März 2010 gegen H&K und andere Rüstungsfirmen wegen vermuteter Boykottabsprachen gegen die Münchner Waffensicherheitstechnikfirma Armatix. Diese hatte mit dem ehemaligen HK-Entwicklungstechnikchef Ernst Mauch ein elektronisches Sicherungssystem für HK-Waffen entwickelt, um deren Missbrauch zu erschweren. H&K kaufte das System jedoch nicht, weil es angeblich keinen Markt dafür gebe.[128]

Auf eine Strafanzeige von Jürgen Grässlin hin nahm die Staatsanwaltschaft Stuttgart im Dezember 2010 Ermittlungen gegen H&K wegen vermuteter illegaler Exporte nach Mexiko auf.[97][129] Am 21. Dezember 2010 durchsuchten 20 Polizeibeamte die Geschäftsräume von H&K.[130] Die Staatsanwältin Claudia Krauth vermutete, H&K habe eine Spende von 2010 an die FDP Tuttlingen „im Zusammenhang mit Genehmigungen von Waffen nach Mexiko gezielt platziert“.[113]

Ab 6. April 2011 ermittelte die Staatsanwaltschaft Bonn gegen H&K und die Bundeswehr wegen des Verdachts illegaler, wettbewerbsbeschränkender Absprachen. So hatte im August 2010 ein Treffen im Verteidigungsministerium mit HK-Vertretern stattgefunden, bei dem diese zwei Versionen für ein besseres Scharfschützengewehr anboten. Kurz darauf lieferte H&K eine kostengünstigere, von den Soldaten abgelehnte Version des G3 DMR an die Bundeswehr. Die Ausschreibung dafür endete erst am 15. Dezember 2010.[131]

Jürgen Grässlin stellte im September 2011 Strafanzeige gegen H&K wegen des Verdachts illegaler Waffenlieferungen an Libyen; H&K selbst stellte Strafanzeige gegen Unbekannt, da man keine Waffen an Libyen geliefert habe.[132] Seit Oktober 2011 ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen H&K wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz bei den nach Libyen gelangten HK-Waffen.[133]

Im November 2011 durchsuchten 300 Polizeibeamte den Firmensitz sowie Privatwohnungen von Vorstandsmitgliedern wegen des Verdachts einer langjährigen Bestechung inländischer und ausländischer Amtsträger mit Bargeldzahlungen für Lieferaufträge.[134] Dabei gefundene interne E-Mails weisen nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf Versuche aus der Firma hin, mit legalen, gezielten und absichtlich gestückelten Parteispenden amtliche Exportgenehmigungen zu erlangen. Solche Versuche sind nach § 334 StGB strafbar.[135]

Bis September 2012 wurde H&K kein Verstoß gegen deutsche Gesetze nachgewiesen. Die Verfahren wegen vermuteter illegaler Lieferungen nach Mexiko und Libyen sowie mutmaßlicher Bestechung von Amtsträgern in Deutschland und Mexiko sind unabgeschlossen.[136]

Im Mai 2013 ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen mehrere langjährige Mitarbeiter des Unternehmens, die Sturmgewehre in den Norden Mexikos ohne Genehmigung geliefert haben.[137]

Unternehmensangaben zufolge sollen zwei Mitarbeiter eigenmächtig und ohne Wissen der Geschäftsleitung für die Waffenlieferungen in die mexikanischen Unruheprovinzen verantwortlich gewesen sein. Diese klagten gegen ihre Entlassung und erhielten recht. Nach dem am 15. Januar 2014 verkündeten Urteil des Arbeitsgerichts Freiburg muss Heckler & Koch die beiden Mitarbeiter wieder einstellen.[138]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. Die wahre Geschichte von Samiira, Hayrettin und einem deutschen Gewehr. Droemer Knaur, München 2003, ISBN 3-426-27266-0 (Volltext online, PDF)
  • Jürgen Grässlin: Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient. Heyne, München 2013, ISBN 978-3-453-60237-3.
  • Matthias John: Werkzeuge für Menschenrechtsverletzungen. Kleinwaffen und Repressionstechnologie. In: Anne Jenichen, Natascha Marks, Tome Sandevski (Hrsg.): Rüstungstransfers und Menschenrechte. Geschäfte mit dem Tod. Lit, Münster 2002, ISBN 3-8258-6117-1, S. 81–92.
  • Manfred Kersten, Walter Schmid: Heckler & Koch: HK; die offizielle Geschichte der Oberndorfer Firma Heckler & Koch; Einblicke in die Historie, Beschreibung der Waffenmodelle, Darstellung der Technik. Weispfennig, Wuppertal 1999, ISBN 3-00-005091-4.
  • Helmut Lorscheid: Waffenhändler am Kabinettstisch. (Lamuv Taschenbücher, Band 64). 2. Auflage. 1990, ISBN 3-88977-208-0, S. 27–42. („In 50 Ländern im Einsatz: Gewehre von Heckler & Koch“)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heckler & Koch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Historie. auf: heckler-koch.com
  2. Heckler & Koch Unternehmensleitung Deutschland HK-Schriftverkehr (eingesehen am 7. August 2012; PDF; 158 kB)
  3. Heckler & Koch GmbH, Oberndorf am Neckar: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010. In: Bundesanzeiger.de, 15. Mai 2012, abgerufen am 2. September 2012.
  4. Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010. Teil: Lagebericht. In: Bundesanzeiger.de, 15. Mai 2012, abgerufen am 6. September 2012.
  5. a b c d Alexander Bühler, Kerstin Kohlenberg: Planet der Waffen. Die Zeit 19/3. Mai 2007, S. 17–20.
  6. Werner Augenstein: Oberndorf lebt und baut auf. Das Ende der Mauser-Werke. In: Festschrift zum Heimat- und Jubiläumsfest der Stadt Oberndorf a. N. Anläßlich der 700jährigen Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte. Oberndorf 1951, S. 99–120.
  7. Christina Oehrl, Sandra S. Schmidt, Thomas Terbeck: Die Bundesrepublik Deutschland – eine Erfolgsgeschichte? Lit Verlag, 2000, ISBN 3-8258-4637-7, S. 46.
  8. Manfred Kersten, Walter Schmid: Heckler & Koch, Wuppertal 1999, S. 17.
  9. Manfred Kersten, Walter Schmid: Heckler & Koch, Wuppertal 1999, S. 20.
  10. Schwarzwälder Bote, 1. Juli 2010: Im „Hauptquartier der Sorgen“
  11. Werner Abelshauser, Walter Schwengler: Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik 1945–1956, 4 Bände, Band 4: Wirtschaft und Rüstung, Souveränität und Sicherheit. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2003, ISBN 3-486-56068-9, S. 65 f, zit. 66
  12. John Walter: The Rifle Story: An Illustrated History from 1756 to the Present Day. Greenhill Books, 2006, ISBN 1-85367-690-X, S. 249.
  13. a b c Albert Presas i Puig: Deutsche Wissenschaftler und Spezialisten in Spanien im 20. Jahrhundert: Kontinuitäten und Umbrüche. In: Rüdiger vom Bruch, Aleksandra Pawliczek (Hrsg.): Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 3-515-08965-9, S. 161 ff.
  14. John Walter: The Rifle Story: An Illustrated History from 1756 to the Present Day. 2006, S. 249.
  15. Manfred Kersten, Walter Schmid: Heckler & Koch, Wuppertal 1999, S. 23.
  16. Otto Morawietz (Hrsg.): Die Beiträge zur Geschichte und Technik der Handwaffen und Maschinengewehre: Zeitschriftenaufsätze 1940–1969. Biblio Verlag, 1973, ISBN 3-7648-0174-3, S. 33.
  17. Carlos Collado Seidel: Die deutsch-spanischen Beziehungen in der Nachkriegszeit: das Projekt deutscher Militärstützpunkte in Spanien 1960. Verlag für Entwicklungspolitik, Saarbrücken 1991, ISBN 3-88156-515-9, S. 33.
  18. Dr. Peter Lock (European Association for Research on Transformation e.V.): Small Arms Production in Germany, Switzerland and Austria (2001)
  19. Richard J. Garrett: The Defences of Macau: Forts, Ships and Weapons Over 450 Years. Hong Kong University Press, 2011, ISBN 988-8028-49-9, S. 226.
  20. Edward Clinton Ezell, Thomas M. Pegg, Walter Harold Black Smith: Small arms of the world: a basic manual of small arms. (Band 11) Barnes & Noble, 1993, ISBN 0-88029-601-1, S. 28 f. und 95
  21. Manfred Kersten, Walter Schmid: Heckler & Koch, Wuppertal 1999, S. 27.
  22. Manfred Kersten, Walter Schmid: Heckler & Koch, Wuppertal 1999, S. 32.
  23. Stadtwerke Schramberg: Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH
  24. a b  Weg ist weg. In: Der Spiegel. Nr. 3, 1991, S. 68–72 (14. Januar 1991, online).
  25.  Der Frieden kostet Jobs. In: Der Spiegel. Nr. 16, 1991, S. 114–118 (15. April 1991, online).
  26. Manfred Kersten, Walter Schmid: Heckler & Koch, Wuppertal 1999, S. 33.
  27. Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 401.
  28. Manfred Kersten, Walter Schmid: Heckler & Koch, Wuppertal 1999, S. 33.
  29. Wirtschaftswoche, 22. Juni 2009: Das tödlichste Unternehmen Deutschlands. Abgerufen am 31. August 2012.
  30. Die Welt, 23. November 2002: Heckler & Koch kommt wieder in deutsche Hände
  31. Schwäbische Werkzeugmaschinen, abgerufen 6. September 2012.
  32. Die Welt, 31. Dezember 1999: Colt zieht schneller als Heckler & Koch. Abgerufen am 6. September 2012.
  33. [1]British Army: SA80 A2 Abgerufen am 4. Oktober 2012.
  34. Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 424.
  35. Wirtschaftswoche, 20. Mai 2010: Waffenhersteller Heckler und Koch drückt gewaltige Schuldenlast
  36. Handelsblatt, 2. September 2003: Waffenspezialist greift zu: Heckler & Koch übernimmt Suhler
  37. Wer-zu-wem-Firmenverzeichnis: Firmenprofil Merkel
  38. Heckler & Koch drückt gewaltige Schuldenlast. Wirtschaftswoche, 20. Mai 2010, abgerufen am 14. September 2012.
  39. FTD Befristete Übergabe: Heckler & Koch-Chef gibt Anteile ab. 19. Mai 2010, abgerufen am 14. September 2012.
  40. Financial Times Deutschland, 5. April 2011: Heckler & Koch verdoppelt Gewinn
  41. FTD, 19. April 2010: Klage gegen Waffenhersteller: Hedge-Fonds nehmen Eigner von Heckler & Koch ins Visier
  42. FTD, 19. August 2010: Betrugsvorwürfe: Heckler & Koch-Eigner bleibt Prozess erspart
  43. (Finance, 24. November 2010): S&P setzt Heckler&Koch-Rating herab
  44. Financial Times Deutschland, 10. Mai 2011: Heckler & Koch geht Finanzprobleme an
  45. FAZ, 6. September 2011: Heckler & Koch stellt Börsenpläne in Frage
  46. Gerhard Hegmann: Heckler&Koch sucht neue Geldgeber, in: Die Welt, 14. April 2014
  47. Matthias Gebauer: Probleme mit Bundeswehr-Standardwaffe: Bundestag stoppt Beschaffung von G36-Gewehr, Spiegel-Online, 2. Juli 2014 (abgerufen 3. Juli 2014).
  48. Beispiele: Derrek Sigler (Hrsg.): Guns Illustrated: The Journal of Gun Buffs. Krause Publishing Incorporated, 2009, ISBN 978-0-89689-673-4, S. 286.
  49. Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 386.
  50. Amnesty International, Oxfam International (Hrsg.): Shattered Lives. The case for international arms control. Eynsham 2003, ISBN 0-85598-522-4 (PDF, S. 21; 2,9 MB)
  51. Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 397.
  52.  Mercedes im Koffer. In: Der Spiegel. Nr. 19, 19901990-, S. 95–98 (7. Mai 1990, online).
  53. Report Mainz (SWR, 15. August 2008): Heckler & Koch arbeitet mit berüchtigter US-Söldnerfirma Blackwater zusammen; Report Mainz (SWR, 18. August 2008): Fragwürdige Zusammenarbeit: US-Privatarmee Blackwater schießt mit deutschen Waffen; Caspar Bildner (Das Dossier, 12. Mai 2009): Deutsche Waffen für Söldner: Report Mainz deckt fragwürdige Geschäfte von Heckler & Koch auf
  54.  Gabor Steingart: 24. August 2009: Betr.: USA. In: Der Spiegel. Nr. 35, 2009, S. 86–88 (24. August 2009, online).
  55. Der Spiegel, 19. Februar 2008: Heckler & Koch macht Geschäfte mit Blackwater
  56. SWR, 13. Dezember 2011: Elf Forschungsaufträge für Heckler & Koch
  57. Jürgen Grässlin (Rüstungs-Informationsbüro, 15. Februar 2009): 60 Jahre H&K: Gewehre für Nato-Krieger und Diktatoren
  58. Sucheingabe: Heckler & Koch Jahresabschluss, Treffer 2006–2010 jeweils per Sicherheitsabfrage aufrufbar
  59. Peter Wolf (Schwarzwälder Bote, 31. Juli 2011): Waffengeschichte: König gibt Startschuss zur Waffenproduktion
  60. Karl-Heinz Büschemann (Die Zeit, 16. November 1990): Krise in der Rüstungsindustrie: Auf Leben und Tod
  61. Schwarzwälder Bote, 27. September 2011: Heckler & Koch hat volle Auftragsbücher.
  62. 2006-2008: Financial Times Deutschland, 4. Mai 2009: Waffenhersteller: Heckler & Koch mit Rekordzahlen; 2009: FTD, 20. Juni 2010: Waffenschmiede: Heckler & Koch schließt 2009 mit Gewinn ab; 2010: FTD, 5. April 2011: Erfolgreicher Waffenhersteller: Heckler & Koch verdoppelt Gewinn
  63. Schwarzwälder Bote, 11. Juni 2010: Fast schon eine Liebeserklärung an HK
  64. Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 398.
  65. FTD, 31. Juli 2006: Bundesregierung bremst Heckler & Koch; Handelsblatt, 26. November 2010: Waffenhersteller Heckler & Koch verteidigt sich, S. 2.
  66. Die Zeit, 10. Februar 2012: Waffenhandel: „Optimal im Nahkampf“
  67. greenpeace magazin 1.04: In Deckung
  68. a b Der Spiegel, 8. November 2008: Geschäfte mit Afrika: „Exportgenehmigungen für Testwaffen sind leicht zu bekommen“. Abgerufen 15. August 2012.
  69. a b  Deutsch around the world. In: Der Spiegel. Nr. 52, 1989, S. 64–65 (25. Dezember 1989, online).
  70. Gideon Burrows: The No-Nonsense Guide to the Arms Trade. Verso Books, 2002, ISBN 1-85984-426-X, S. 24; Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 364.
  71. Bundestagsdrucksache 11/5399: Antwort Staatssekretär Willy Wimmer, PDF, S. 9–10.; Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 385.
  72. Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 392f.
  73. Deutscher Bundestag, Drucksache 11/6879: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Vennegerts und der Fraktion DIE GRÜNEN, PDF, S. 3–5.
  74. Martin Koopmann und andere (Hrsg.): Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland: 1971. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2002, ISBN 3-486-56618-0, S. 405, Anmerkung 10
  75. Ilse Dorothee und andere (Hrsg.): Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1981 in 3 Teilbänden. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2012, ISBN 978-3-486-70560-7, S. 233, Anmerkung 20
  76. The Graduate Institute of International: Small Arms Survey 2003: Development Denied. Oxford University Press, 2003, ISBN 0-19-925175-4, S. 112.
  77. Sybille Bauer: Europe's Arms Export Policies. In: K. von Wogau: The Path to European Defence. Maklu Publishers, 2003, ISBN 90-6215-923-0, S. 222.
  78. Anne Jenichen, Natascha Marks, Tome Sandevski: Rüstungstransfers und Menschenrechte. Lit Verlag, 2002, ISBN 3-8258-6117-1, S. 85.
  79. Roman Deckert (BITS, Kleinwaffen Newsletter, Juni 2007): Internationaler Strafgerichtshof: Haftbefehl wegen G3-Lieferungen an Janjaweed
  80. Tageszeitung, 13. November 2001.
  81. Susanne Heinke (BICC, 22. Mai 2003): Heckler & Koch-Waffen in Rio de Janeiro: Deutsche Amtshilfe zur Eindämmung der Kleinwaffenflut.
  82. The Independent, 30. Dezember 1993: Sniper rifles supplied to Serbs despite sanctions
  83. a b  Aus den Notizen des Stasi-Agenten Kurt. In: Der Spiegel. Nr. 17, 1992, S. 105 (20. April 1992, online).
  84. a b c  Waffenhandel: Kleiner Beitrag. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1992, S. 66–72 (28. September 1992, online).
  85. Wolfgang Hoffmann (Die Zeit, 16. Juli 1993): Alarm für Tag X; Die Zeit, 1. April 1994: Zeitspiegel Freiblick; The Independent, 21. Januar 2004: Firm 'helped breach sanctions'
  86. Jane M. O. Sharp: About Turn, Forward March With Europe: New Directions for British Defence and Security Policy. Institute for Public Policy Research, Rivers Oram Press 1996, ISBN 1-85489-083-2, S. 294.
  87. Small Arms Survey 2007: Guns and the City. Cambridge University Press, 2007, ISBN 978-0-521-88039-8, S. 26.
  88. Allan Wall (Banderasnews, März 2007): The Mexican Army and its Controversial New Rifle
  89. Report Mainz (SWR, 18. August 2008): Kaukasus-Konflikt: Wie kommen deutsche Gewehre nach Georgien?
  90. Gewerkschaft der Polizei gegen Waffenverkäufe (eingesehen am 7. August 2012)
  91. Jürgen Grässlin: Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient. Heyne, München 2013, S. 441–462 u. S. 516. (auch zum Folgenden)
  92. SWR, 14. Dezember 2010: Illegale Waffenlieferungen? Wie Gewehre von Heckler & Koch in Krisengebiete gelangen.; Tagesschau.de, 13. Dezember 2010: Recherchen von Report Mainz: Hinweise auf illegale Waffenlieferung nach Mexiko
  93. Wolf-Dieter Vogel (taz, 23. März 2012): Deutsche Waffenexporte: Tote in Mexiko, Profite in Oberndorf
  94. H&K, 10. Februar 2011: Stellungnahme der Heckler & Koch GmbH zu den am 5. Februar 2011 von Thomas Reutter, Report Mainz, übermittelten Interviewfragen (PDF; 99 kB)
  95. SWR, 2. März 2011: Menschenrechtsbeauftragter will Waffenexporte nach Mexiko verbieten
  96. Plenarprotokoll 17/129, Deutscher Bundestag, Stenografischer Bericht, 129. Sitzung, Berlin, Mittwoch, den 28. September 2011 (Anlage 21; PDF; 890 kB)
  97. a b SWR, 13. November 2011: Nachgefragt 2011: Waffenlieferungen von Heckler und Koch nach Mexiko eingestellt
  98. SWR, 14. Dezember 2011: Bund kauft vorerst weiter bei Heckler & Koch
  99. Schwarzwälder Bote, 4. September 2011: Waffenaffäre: Heckler & Koch will Ermittler schicken
  100. FAZ, 12. August 2011: Rüstung: Firma aus Saudi-Arabien baut Gewehre in deutscher Lizenz
  101. Wirtschaftswoche, 24. August 2010: Waffenschmiede Heckler & Koch: „Bei Handfeuerwaffen sind wir die Innovativsten“
  102. Hauke Friedrich (Die Zeit, 10. Februar 2012): „Optimal im Nahkampf“: Das Rüstungsunternehmen Heckler & Koch steht wegen Waffenausfuhren abermals in der Kritik
  103. Wolfgang Hoffmann (Die Zeit 31/28. Juli 1995): Bonner Kulisse
  104. Mark Phythian: Under the Counter and Over the Border: Aspects of the Contemporary Trade in Illicit Arms. Springer, 2000, ISBN 0-7923-6593-3, S. 44.
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  106. a b Rüdiger Kiani-Kress (Handelsblatt GmbH/Wirtschaftswoche, 22. Juni 2009): Heckler & Koch. „Das tödlichste Unternehmen Deutschlands“. Abgerufen am 15. August 2012.
  107. Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 396.
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  109. Report Mainz (SWR, 28. August 2012): Waffengeschäfte für Parteispenden? Wie Heckler & Koch politische Landschaftspflege betreibt.
  110. Der Spiegel, 10. Dezember 2011: Parteispenden: Heckler & Koch zahlte an FDP
  111. H&K: Spendenliste 2002-2011
  112. SWR, 12. Dezember 2011: CDU und FDP bestätigen Parteispenden von Heckler & Koch
  113. a b Report Mainz (SWR, 28. August 2012): Waffengeschäfte für Parteispenden? Wie Heckler & Koch politische Landschaftspflege betreibt
  114. NRWZ online, 23. September 2012: H&K spendete 3000 Euro an Thüringer SPD-Abgeordnete
  115. Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 339f.
  116. Jürgen Grässlin: Versteck dich, wenn sie schießen. München 2003, S. 353–356. – Grässlin errechnet seine Schätzung aus einer Angabe von UNICEF, wonach fast 10 Millionen G3-Gewehre (8 Prozent von 125 Mio. Sturmgewehren insgesamt) in Umlauf seien, und aus Schätzungen des Roten Kreuzes, wonach 63 Prozent (18,9 Mio.) der Todesopfer in bewaffneten Konflikten seit 1961 durch solche Waffen getötet wurden. 8 Prozent davon entsprächen also 1.512.000 Todesopfern.
  117. Aus: Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung: Jahresbericht zu Waffenexporten (Januar 2012) (PDF; 172 kB)
  118. Jürgen Grässlin, 7. März 2009: 60 Jahre Heckler & Koch: Kein Grund zum Feiern. Abgerufen 15. August 2012.
  119. Heckler & Koch, 31. August 2012: Beitrag zur Friedenssicherung in Freiheit
  120. Matthias John: Werkzeuge für Menschenrechtsverletzungen. Kleinwaffen und Repressionstechnologie. In: Anne Jenichen, Natascha Marks, Tome Sandevski (Hrsg.): Rüstungstransfers und Menschenrechte. Geschäfte mit dem Tod. Münster 2002, S. 86f.
  121. Zeit/Reich des Guten Michael Naumann (Die Zeit, 7. November 2002): Das Reich des Guten
  122. Hauke Friedrichs (Die Zeit, 14. März 2011): Deutsche Waffen für die Welt
  123. Deutscher Bundestag, Drucksache 17/4677, 17. Wahlperiode, 8. Februar 2011: Alle Waffenexporte des Oberndorfer Kleinwaffenherstellers verbieten (PDF; 144 kB)
  124. Amnesty.de, 23. März 2012: Amnesty startet Kampagne für effektive Kontrolle des internationalen Waffenhandels
  125. Tagblatt, 3. September 2012: Konzert gegen Kriegswaffen: Protest bei Heckler & Koch in Oberndorf; TAZ, 3. September 2012: Waffenschmiede in Oberndorf blockiert: Alle 14 Minuten ein Toter; TAZ, 3. September 2012: Protest gegen Heckler & Koch: „Erst der Ungehorsam, dann die Musik“
  126. Kirk Douglas (Ceasefire, 9. Januar 2009): The gun-maker next door; Shut Down H&K, 27. Mai 2010: Nottingham’s fight against the arms trade
  127.  Rückspiegel. Zitate, Der Spiegel berichtete …. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1989, S. 78 (27. Februar 1989, online).
  128. FTD, 20. März 2010: David gegen Goliath: Kartellamt durchsucht Waffenfirmen
  129. Jürgen Grässlin: Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient. Heyne, München 2013, S. 455ff.
  130. Der Spiegel, 21. Dezember 2010: Waffenexport: Ermittler durchsuchen Büros von Heckler & Koch
  131. Lars Winkelsdorf (Tagesspiegel, 6. April 2011): Politik: In der Schusslinie
  132. Christoph Reisinger, Franz Feyder (Stuttgarter Nachrichten, 1. September 2011): Waffen nach Libyen: Strafanzeigen wegen Gewehr-Lieferung
  133. Der Spiegel, 23. Oktober 2011: Deutsche Waffen in Libyen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Heckler & Koch. Abgerufen 15. August 2012.
  134. Der Spiegel, 10. November 2011: Verdacht auf illegale Geschäfte: Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch
  135. Rüdiger Soldt (FAZ, 16. November 2011): Heckler & Koch: Bestechungsverdacht bei Waffenhersteller; BMJ: § 334 Bestechung
  136. Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt in zwei Verfahren gegen Schusswaffen-Produzenten Heckler & Koch. In: Focus 39 (2012).
  137. n-tv: Heckler & Koch lieferte illegal Waffen
  138. Franz Schmider: Arbeitsgericht verwirft Kündigungen. Waffenkonzern Heckler & Koch muss zwei gefeuerte Mitarbeiter wieder einstellen / nur ein Bauernopfer im Exportskandal? In: Badische Zeitung, 16. Januar 2014; Max Hägler: Von Platzhirschen und Sündenböcken. Der Rüstungskonzern Heckler & Koch hat Sturmgewehre in Unruhegebiete geliefert. Die Staatsanwälte ermitteln, und die Firma hat zwei Angestellte entlassen. Die klagen dagegen – und bekommen recht. In: Süddeutsche Zeitung, 16. Januar 2014, S. 2.

48.29068.5524Koordinaten: 48° 17′ 26″ N, 8° 33′ 9″ O