Hedersleben
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Harz | |
| Verbandsgemeinde: | Vorharz | |
| Höhe: | 101 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,47 km² | |
| Einwohner: |
1471 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06458 | |
| Vorwahl: | 039481 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HZ, HBS, QLB, WR | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 85 160 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Magdeburger Straße 3 06458 Hedersleben |
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| Bürgermeisterin: | Kornelia Bodenstein | |
| Lage der Gemeinde Hedersleben im Landkreis Harz | ||
Hedersleben ist eine Gemeinde im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vorharz an, die ihren Verwaltungssitz in Wegeleben hat.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt am Fluss Selke unmittelbar vor der Mündung in die Bode. Im Osten des Gemeindegebiets, das ansonsten hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt wird, die westlichen Ausläufer des unter Naturschutz stehenden großen Waldgebietes Hakel.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort wurde erstmals 978 in einer Urkunde Otto II. erwähnt.
Religion[Bearbeiten]
Das Zisterzienserinnenkloster St. Gertrud (Patrozinium: Gertrud von Nivelles) wurde 1253 errichtet, 1262 kamen Nonnen aus dem Kloster Helfta hinzu. Die ältere Marienkirche wurde nach der Reformation als Simultankirche genutzt. 1713 wurde auf dem Gelände des Klosters eine evangelische Pfarrkirche errichtet, während die katholische Gemeinde im Jahr 1717 eine neue barocke Kirche einweihte. Der bis heute erhaltene romanische Kirchturm der Vorgängerkirche wurde dabei in die neue katholische Kirche integriert. 1810 wurde das Kloster nach dem Reichsdeputationshauptschluss durch die westfälische Regierung aufgehoben. Letztendlich konnte 1841 die katholische Pfarrei neu errichtet werden, und 1845 wurde mit dem Wiederaufbau der mittlerweile teilweise stillgelegten und baufälligen Kirche begonnen. 1846 wurde sie eingeweiht, sie besteht bis heute als St.-Gertrud-Kirche. 2003 wurde zur 750-Jahr-Feier der Klostergründung ein Gedenkstein errichtet.[2] 2005 wurde eine umfassende Sanierung der St.-Gertrud-Kirche abgeschlossen.
Die katholische Gemeinde St. Gertrud gehört heute mit der Gemeinde Herz-Jesu in Thale und der Gemeinde St. Mathilde in Quedlinburg zur Pfarrei St. Mathilde mit Sitz in Quedlinburg.
Die evangelische Kirche gehört heute zum Kirchspiel Bode-Selke-Aue mit Sitz in Hausneindorf und zum Kirchenkreis Halberstadt.
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister[Bearbeiten]
Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Kornelia Bodenstein wurde zum ersten Mal am 10. Mai 1998 gewählt und am 24. April 2005 darin bestätigt.
Gemeinderat[Bearbeiten]
(laut amtlichem Endergebnis der Wahl zum Gemeinderat Hedersleben am 13. Juni 2004; Wahlbeteiligung: 38,8 %)
- CDU – 33,7 %, 4 Sitze
- SPD – 26,2 %, 3 Sitze
- Wählergruppen – 18,2 %, 2 Sitze
- Einzelbewerber – 15,6 %, 2 Sitze
- Die Linke – 6,3 %, 1 Sitz
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen wurde vom Heraldiker Karl-Heinz Fritze aus Niederorschel gestaltet.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Museum[Bearbeiten]
Im ehemaligen Kloster, dessen Hauptgebäude viele Jahre auch als Schule diente, ist ein Museumsbereich mit historischer Dorfschmiede, landtechnischen Geräten und Maschinen eingerichtet.
Bauwerke[Bearbeiten]
Das ehemalige Kloster St. Gertrudis wurde säkularisiert und 1811 vom Oberamtmann und Rittergutsbesitzer Johann Matthias Heyne erworben und verblieb bis zu Enteignung 1945 im Zuge der Bodenreform in der Hand seiner Nachkommen. Zu DDR-Zeiten wurde das Kloster Schule und beherbergt heute das Internationale Zentrum für Innovation, Qualifizierung und Gewerbeförderung e. V.
Denkmale[Bearbeiten]
Auf dem Ortsfriedhof befinden sich Grabstätten für sieben unbekannte KZ-Häftlinge, die im April 1945 auf einem Todesmarsch vom KZ Langenstein-Zwieberge, einem Außenlager des KZ Buchenwald, ermordet und begraben wurden.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Hedersleben wird von drei Buslinien (2, 3 und 217) der Harzer Verkehrsbetriebe angefahren. Es bestehen Verbindungen von und nach Quedlinburg, Heteborn, Gatersleben und Halberstadt. Des Weiteren halten Züge des Harz-Elbe-Expresses am Haltepunkt „Hedersleben-Wedderstedt“ der Linie Halberstadt - Aschersleben - Halle (Saale).
Medien[Bearbeiten]
Regionale Tageszeitung ist die Mitteldeutsche Zeitung.
Bildung[Bearbeiten]
In Hedersleben gab es zu DDR-Zeiten eine Grundschule und Sekundarschule im gleichen Gebäudekomplex. Die Sigmund Jähn Oberschule wurde später wegen Schülermangel geschlossen. Erhalten blieb die Grundschule, die nun den Namen "Grundschule am Hakel" trägt . Am 6. August 2010 wurde eine Sekundarschule in evangelischer Trägerschaft eingerichtet.[3] [4]
Literatur[Bearbeiten]
- Berent Schwineköper (Hrsg.): Provinz Sachsen Anhalt. In: Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands. Band 11. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1987, S. 203, ISBN 3-520-31402-9
Weblinks[Bearbeiten]
- Geschichte des Ortes und des Klosters auf den Seiten der kath. Kirche
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ St. Benno Verlag (Hrsg.): Kleine Gemeinde feierte große Tradition. 750 Jahre Zisterzienserinnenkloster und katholische Gemeinde Hedersleben. In: Tag des Herrn. 43, St. Benno Buch- und Zeitschriftenverlagsgesellschaft mbH, Leipzig, Magdeburg 26. Oktober 2003 (http://www.tdh-online.de/archiv_1996_bis_2007/artikel/1608.php, abgerufen am 26. Februar 2010).
- ↑ Petra Korn: Feilen am Konzept für neue Schule – Förderverein in Hedersleben erarbeitet auch eine Internetpräsenz. Mitteldeutsche Zeitung, 17. Juni 2009, abgerufen am 24. August 2009.
- ↑ glaube-und-heimat.de: Gnadau, Hedersleben, Johannes-Schulstiftung, 13. August 2010, Zugriff am 14. Februar 2011
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