Heeren (Stendal)

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52.54194444444411.88888888888946Koordinaten: 52° 32′ 31″ N, 11° 53′ 20″ O

Heeren
Stadt Stendal
Höhe: 46 m
Fläche: 13,54 km²
Einwohner: 583 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Eingemeindet nach: Hansestadt Stendal
Postleitzahl: 39576
Vorwahl: 03931
Heeren (Sachsen-Anhalt)
Heeren
Heeren
Lage in Sachsen-Anhalt

Heeren ist ein Ortsteil der Kreisstadt Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Das Dorf Heeren liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 39 Meter über NHN zwischen Uchte, Tanger und Elbe, nur jeweils fünf Kilometer von den Städten Stendal und Tangermünde entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name des Ortes lässt ist deutschen Ursprungs und könnte auf here zurückgehen, was so viel wie sandiger Höhenzug bedeuten würde. Der Ort wird erstmals 1203 urkundlich erwähnt. Die romanische Dorfkirche Heeren ist sogar noch etwas älter und stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Bis 1238 gehörte Heeren dem Grafen von Osterburg und Altenhausen. Vermutlich schon im 13. Jahrhundert war das Dorf jedoch in Ost- und Westheeren getrennt. Die Kirche wurde gemeinsam genutzt. In Ostheeren bestand ein Rittergut derer von Alvensleben. Während in Ostheeren der Bürgermeister später von den Bürgern gewählt wurde, wurde der in Westheeren bestehende Lehnschulz. Das Amt des Bürgermeisters wurde dort vererbt.

Am 24. April 1858 brach in Ostheeren auf dem Bauernhof Lühe ein Feuer aus. Aufgrund bestehenden Westwindes griff das Feuer auf weitere Bauernhöfe in Ostheeren über. Insgesamt brannten zwölf Höfe ab. Ostheeren war damit weitgehend zerstört. Der Bauernhof Lühe durfte zur Strafe nicht wieder am ursprünglichen Standort aufgebaut werden. So entstand im Dorf eine Freifläche, der heutige Denkmalplatz.

Anfang des 20. Jahrhunderts bestand in Heeren, bedingt durch gute Erfolge in der Tierzucht, eine Stammzuchtgenossenschaft.

Zum Gedenken an die Toten des Ersten Weltkriegs wurde auf dem jetzigen Denkmalplatz dann nach 1918 ein Kriegerdenkmal errichtet. Der dafür genutzte und zugehauene Findling stammte von Schernbeckhof und wiegt etwa 35 Tonnen. 1934 wurden dann Ost- und Westheeren zu Heeren vereint. 1937 wurde im Ort der Gemüsebaubetrieb von Friedrich Vinzelberg gegründet, der in der späteren Zeit der DDR dann von August 1952 bis Ende 1954 zunächst zum VEG Uenglingen gehörte und ab 1955 eigenständig als VEG-Gartenbau Heeren geführt wurde. Darüber hinaus bestand ab dem 13. April 1953 die LPG Freies Land. Die beiden Betriebe waren bis 1990 die bestimmenden Wirtschaftsfaktoren des Dorfes.[1]

Bis zum 31. Dezember 2009 war Heeren eine selbstständige Gemeinde.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Heeren am 18. Juni 2009, dass die Gemeinde Heeren in die Stadt Stendal eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[2]

Nach der Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Heeren wurde Heeren ein Ortsteil der Stadt Stendal. Für die eingemeindete Gemeinde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Heeren und der künftige Ortsteil Heeren wurde zur Ortschaft der aufnehmenden Stadt Stendal. In der eingemeindeten Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Heeren wurde ein Ortschaftsrat mit sechs Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Heeren war Wolfgang Eckhardt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Neben der Landwirtschaft prägt ein Betonsteinwerk das Bild von Heeren. Im Dorf besteht auch ein kleines Einzelhandelsgeschäft.

Von Heeren aus führen Landstraßen nach Stendal, Tangermünde und Tangerhütte. Die Kreuzung der Bundesstraßen 188 und 189 ist nur wenige Kilometer von Heeren entfernt. Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus.

Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Tangermünde, Stendal und Demker.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Angaben zur Ortsgeschichte stammen aus Auszügen der im Dorf aushängenden Ortschronik. Teile dieser finden sich auch in der neuen Webpräsenz Stendals (Ortsteil Heeren)
  2. Amtsblatt des Landkreises Nr. 20/2009 Seite 270-271 (PDF; 1,4 MB)