Heeresversuchsanstalt

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Mit Heeresversuchsanstalt wurden in Deutschland Versuchsstellen des Heeres zur Erforschung und Erprobung neuer Waffentechnik bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Heeresversuchsanstalt Peenemünde

Die Heeresversuchsanstalt Peenemünde, 1936 auf der Insel Usedom eingerichtet, diente der Entwicklung von Raketentechnik. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände erst von der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) und später von der NVA genutzt.

[Bearbeiten] Heeresversuchstelle Munster-Nord

Diese häufig als Heeresversuchsanstalt Raubkammer bezeichnete Anlage auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in der Lüneburger Heide wurde bereits seit 1892 militärisch genutzt. Seit 1916 wurden chemische Kampfstoffe erprobt.

Heute ist Munster der größte Standort der Bundeswehr. Hier befindet sich neben anderen Einrichtungen das Wehrwissenschaftliche Institut für Schutztechnologien (ABC-Schutz).

[Bearbeiten] Heeresversuchsanstalt Hillersleben

In der Colbitz-Letzlinger Heide bei Hillersleben in Sachsen-Anhalt wurden seit 1936 von der Wehrmacht Artilleriewaffen und später auch schwere Waffen wie das Dora (Geschütz) getestet. Von 1945 bis 1994 nutzte die Sowjetarmee das Gelände. Heute befindet sich hier ein Truppenübungsplatz mit dem Gefechtsübungszentrum Heer der Bundeswehr.

[Bearbeiten] Heeresversuchsanstalt Kummersdorf-Gut

In Kummersdorf-Gut bei Luckenwalde in Brandenburg befand sich bis 1945 das Heereswaffenamt. Vor der Einrichtung der Versuchsanstalt in Peenemünde wurden hier erste Forschungen an Raketentechnik betrieben. Auch Atomenergieforschungen wurden hier betrieben.

[Bearbeiten] Heeresversuchsstelle Mittersill

In Mittersill (Österreich) wurde kurz nach dem Anschluss Österreichs eine Heeresversuchsanstalt errichtet, zur Erprobung von Seilbahnen. Hierzu wurde eine eigene Anschlussbahn errichtet. Die Anlage wurde nach 1945 abgebaut. [1]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gerald Breitfuss: "Die Pinzgauer Lokalbahn"

[Bearbeiten] Weblinks

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