Hegi

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Quartier Hegi der Stadt Winterthur. Für weitere Bedeutungen von Hegi siehe Hegi (Begriffsklärung).
Wappen von Winterthur

Hegi
Quartier von Winterthur

Karte von Hegi
Koordinaten 700400 / 26279047.5081868.771379461Koordinaten: 47° 30′ 29″ N, 8° 46′ 17″ O; CH1903: 700400 / 262790
Höhe 461 m
Fläche 3.05 km²
Einwohner 3326 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte 1090 Einwohner/km²
BFS-Nr. 230-250
Postleitzahl 8409
Stadtkreis Oberwinterthur (Kreis 2)
Schloss Hegi
Die ehemalige Mühle Hegi
Schloss Hegi in einem Stich von 1740

Hegi ist ein Quartier der Stadt Winterthur. Zusammen mit den Quartieren Guggenbühl, Grüze, Hegmatten, Talacker, Zinzikon, Reutlingen, Stadel und Ricketwil bildet es den Kreis 2 (Oberwinterthur).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das historische Dorf Hegi breitete sich südlich von Schloss Hegi aus. Schloss Hegi wurde wahrscheinlich um das Jahr 1200 gebaut und wird 1225 erstmals urkundlich erwähnt. Besitzer des Schlosses war die Ministerialenfamilie von Hegi aus Konstanz. Hugo von Hegi (um 1410-1493) vermachte Schloss Hegi seiner Tochter Barbara, Frau des Jakob von Hohenlandenberg. Damit gingen um das Jahr 1460 das Schloss und die zugehörigen Herrschaftsgebiete an die Familie Hohenlandenberg über. Die Besitzer des Schlosses verwalteten Lehen in Wiesendangen, Gundetswil, Zünikon, Hegi und Oberwinterthur. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts erwarb die Stadt Zürich die Herrschaft und verwaltete sie bis 1798 als Obervogtei. Das Schloss war ursprünglich eine Wasserburg mit Wehrturm, Wohnturm und Wassergraben. Mehrmalige Umbauten gaben ihm die heutige Form. 1947 kaufte die Stadt Winterthur das Gebäude aus Privatbesitz.

Die Geschichte von Hegi ist mit bekannten Namen verbunden. Hugo von Hegi war 1342/43 Schultheiss der Stadt Winterthur. Hugo von Hohenlandenberg (1457 auf Schloss Hegi geboren) wurde im Jahr 1496 Bischof von Konstanz.

[Bearbeiten] Quartierstruktur

Das Quartier Hegi besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Quartierteilen, welche durch die Rümikerstrasse in west-östlicher Richtung getrennt werden. Im Norden liegt der Kern des ehemaligen Dorfes Hegi mit historischen Häusern und einem Wohnblock- und Einfamilienhausquartier aus dem Achtzigerjahren. Im Süden sind Gewerbebetriebe, ein Einkaufszentrum und ein grosses modernes Wohnblockquartier angesiedelt. Hegi ist auf Grund der grossen Wohnbautätigkeit eines der am stärksten wachsenden Quartiere in Winterthur. Zwischen 1980 und 2000 verdoppelte sich die Einwohnerzahl von 800 auf 1'612 Personen. Im Jahr 2010 lag die Zahl der Quartierbewohner bereits bei 3'279 Personen.

Zur Zeit weist Hegi trotz grossem Bevölkerungszuwachs noch eine unterdurchschnittliche Quartierinfrastruktur auf. Zwei Grossverteilerfilialen sorgen für den täglichen Grundbedarf. Ein Schulhaus und zwei Kindergärten liegen im Quartier. Ein neues grösseres Schulhaus wird geplant. Das Quartier wird sich auch weiterhin stark wandeln und bevölkerungsmässig wachsen. Ein Teil von Hegi gehört zum Stadtentwicklungsgebiet Neuhegi und liegt in einer Planungszone von kantonaler Bedeutung. Mit dem Wandel wird Schritt für Schritt auch die Quartierinfrastruktur erweitert.

[Bearbeiten] Verkehr

Vom öffentlichen Verkehr wird das Quartier mit der Linie 14 der Stadtbus Winterthur und der Postautolinie 680 erschlossen. Im Jahr 2006 wurde die S-Bahn-Haltestelle Winterthur-Hegi auf der Strecke Winterthur−Wil eröffnet.

[Bearbeiten] Historische Sehenswürdigkeiten

Das Schloss Hegi ist eine ehemalige Wasserburg (Gebäude) und früherer Wohnsitz adeliger Familien. Das Schloss beherbergt heute ein öffentliches Museum. Der Schlosspark ist frei zugänglich.

In historischer Zeit waren in Hegi mehrere Mühlen in Betrieb. Unter anderem die Obere Mühle im Gern, die Dorfmühle und die Reismühle. Die Strassenbezeichnungen «Im Oberen Gern» und «Reismühle», das Wasserrad der Dorfmühle und die im Jahr 1975 restaurierte Sagi Reismühle zeugen noch heute von dieser Vergangenheit.

Am Reismühleweg 75 befindet sich ein ehemaliges Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert. Das Haus war Teil einer Dreifach-Hofstätte, wurde im Jahr 2007 umgebaut und schonend restauriert. Ein weiteres historisches Bauernhaus (18. Jahrhundert) befindet sich am Reismühleweg 36 gegenüber der alten Sägerei am Reismühlekanal.

[Bearbeiten] Wappen

Hegi verfügt über ein eigenes Quartierwappen, welches sich vom Familienwappen des Adelsgeschlechtes «von Hegi» ableitet. Die Blasonierung des Familienwappens lautet: In Gold aufgerichteter rot bezungter schwarzer Löwe.[1] Der Löwe im aktuellen Quartierwappen verfügt in Abweichung zum Familienwappen über eine weisse Zunge. Der ortsansässige Sportclub Hegi verwendet eine Abwandlung des Quartierwappens mit Löwenkopf.[2]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.chgh.net/heraldik/h/he/hegi.htm
  2. http://www.sc-hegi.ch
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