Heiße Zelle

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Heiße Zelle in der Nuklearmedizin
Heiße Zellen am Glenn Research Center der NASA in den späten 1960er Jahren

Eine Heiße Zelle (englisch hot cell) ist ein stark abgeschirmter Raum zur Handhabung und kurzfristigen Lagerung von hochradioaktiven Substanzen.

Die Abschirmung besteht meist aus zentimeterdicken Bleiblöcken, um die hochenergetische Gammastrahlung abzuschirmen. Um den Austritt von radioaktiven Gasen oder Stäuben zu verhindern, sind Heiße Zellen zudem gasdicht. Zur Handhabung der Radionuklide werden meist fernbediente Manipulatoren verwendet. Lediglich bei schwächer radioaktiven Materialien kommen auch mit Blei oder Wolfram geschützte Handschuhe zum Einsatz. Dicke Bleiglasfenster oder innerhalb der heißen Zellen installierte Kamerasysteme ermöglichen die Beobachtung der Tätigkeiten innerhalb der heißen Zelle.

Heiße Zellen werden unter anderem in der Nuklearmedizin und bei der Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen verwendet.

In Deutschland regelt die DIN 25407, wie heiße Zellen auszulegen sind.

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