Heidi und Peter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Heidi und Peter
Originaltitel Heidi und Peter
Produktionsland Schweiz
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Franz Schnyder
Drehbuch Richard Schweizer,
Max Haufler,
Paul Ruffy,
David Wechsler
Produktion Peter Riethof,
Lazar Wechsler
Musik Robert Blum
Kamera Emil Berna
Schnitt Hermann Haller
Besetzung

Heidi und Peter des Regisseurs Franz Schnyder ist ein Schweizer Film aus dem Jahr 1955. Der Film basiert frei auf dem Roman Heidi kann brauchen, was es gelernt hat (1881) von Johanna Spyri.

Handlung[Bearbeiten]

Zwei Jahre sind vergangen, seit Heidi und Klara sich getrennt haben. Immer wieder scheiterte Klaras Plan, Heidi zu besuchen. Klara hat inzwischen einen Rückfall erlitten und muss teilweise wieder im Rollstuhl sitzen.

Heidi ist recht fleissig in der Schule. Nur Peter verbringt seine Zeit lieber mit Schlittenfahren als zur Schule zu gehen. Da ersinnt der Alpöhi eine List. Als Nikolaus verkleidet jagt er am 6. Dezember Peter so viel Angst ein, dass dieser sich mehr auf die Schule konzentrieren will. Doch das Lesenlernen will nicht so recht klappen. Heidi hilft ihm fleissig, und was der Lehrer nicht geschafft hat, schafft sie: Peter lernt fliessend lesen.

Klara kann schliesslich doch noch in die Schweiz reisen. Den Brief, in dem sie ihre Ankunft mitteilt, hat Peter verbummelt, sodass Heidi erst im letzten Augenblick von Klaras Ankunft erfährt. Natürlich muss Heidi sich um ihren Gast kümmern. Da Klara nicht gut laufen kann, kann Heidi Peter nicht mehr auf die Alp begleiten. Darüber ist Peter sehr verärgert. Schliesslich hat er eigens für Heidi einen Unterstand gebaut und ist auch schon etwas verliebt in sie. Auf der Alp trifft Peter auf Geometer, die die Berge vermessen. Nach dem Gespräch mit den Landvermessern will Peter diesen Beruf auch ergreifen, weil man dann in den Bergen bleiben kann. Die Ausbildung kostet viel Geld, welches die arme Familie nicht hat.

Peter wird immer wortkarger gegenüber Heidi und Klara. Er entdeckt den abgestellten Rollstuhl und wutentbrannt lässt er ihn den Berg runterrollen, sodass er zerschellt. Sein Plan ist, dass Klara abreisen muss, wenn sie keinen Rollstuhl mehr hat. In der Nacht plagen Peter Albträume wegen seiner schlechten Tat. Der Alpöhi kommt schnell dahinter, wer den Rollstuhl weggestossen hat. Er verrät aber nichts, weil Klara durch das Fehlen des Rollstuhls ermutigt wird, wieder mehr auf ihren eigenen Füssen zu stehen.

In einer stürmischen Nacht fürchtet sich Klara schrecklich vor dem Gewitter. Als der Alpöhi ins Dorf muss, weil der Gebirgsbach das Dorf zu überfluten droht, folgt sie ihm voller Panik in die Nacht, noch bevor Heidi sie aufhalten kann. Schliesslich finden Heidi und der Alpöhi Klara im Wald.

Der Gebirgsbach hat das Dorf überflutet. Es kommt zwar niemand zu Tode, aber grosser Sachschaden ist entstanden. Wie selbstverständlich hilft Klara bei den Aufräumarbeiten mit. Damit eine derartige Tragödie in Zukunft nicht mehr passiert, soll der Bach eingedolt werden. Um das benötigte Geld aufzutreiben, wird ein Volksfest veranstaltet. Auf diesem erfährt Herr Sesemann davon, dass Peter Geometer werden möchte. Er beschliesst, Peter diese Ausbildung zu bezahlen.

Besonderheiten[Bearbeiten]

  • Es ist die Fortsetzung des Films Heidi von 1952.
  • Theo Lingen spielt die Rolle des Dieners im Hause Sesemann, eine Rolle, die er zu jener Zeit in mehreren Filmen verkörperte.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein vor allem an der Potenz des Regisseurs gemessen erschreckend anspruchsloser Kinder- und Heimatfilm. Was ihn sympathisch macht, sind vor allem die frischen und natürlichen Kinderszenen.“

Lexikon des Internationalen Films

„Inhaltlich und technisch wenig befriedigend und von beängstigender geistiger Armut.“

Evangelischer Filmbeobachter (Kritik Nr. 331/1955)

Literatur[Bearbeiten]

  • Johanna Spyri: Heidi kann brauchen, was es gelernt hat. Mit Bildern von Hans G. Schellenberger. (Ungekürzte Fassung des Original-Textes von 1881.) Arena, Würzburg 2004, ISBN 3-401-05601-8

Weblinks[Bearbeiten]