Heike Makatsch

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Heike Makatsch (2012)

Heike Makatsch (* 13. August 1971 in Düsseldorf) ist eine deutsche Schauspielerin, Sängerin, Autorin und Fernsehmoderatorin. Nach einer erfolgreichen Laufbahn als Moderatorin für Jugendsendungen konnte sie sich als mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin etablieren.

Biografie[Bearbeiten]

Heike Makatsch 2009 mit Schauspieler Dan Stevens (li.) und Hilde-Regisseur Kai Wessel (re.)

Heike Makatsch ist die Tochter einer Grundschullehrerin und des ehemaligen deutschen Eishockey-Nationaltorwarts Rainer Makatsch. Sie besuchte die Montessori-Grundschule am Farnweg, später das Max-Planck-Gymnasium in Düsseldorf-Stockum und studierte bis 1994 vier Semester Politik und Soziologie an der Universität Düsseldorf. Es folgte eine nicht abgeschlossene Ausbildung zur Schneiderin.

Ihre Fernsehkarriere begann 1993 beim Musiksender VIVA, bei dem sie unter anderem die Sendungen Interaktiv und Heikes Hausbesuche moderierte. Von August 1995 bis zum Sommer 1996 war sie Moderatorin von Bravo TV bei RTL II. 1997 wurde die wöchentliche Heike Makatsch Show im Spätprogramm von RTL II wegen geringer Einschaltquoten nach acht Folgen abgesetzt.

Makatschs Karriere als Schauspielerin begann 1996 mit dem Film Männerpension von Detlev Buck. Für ihre Rolle in diesem Film wurde sie mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Für den Film nahm sie eine Neuinterpretation von Tammy Wynettes Stand by Your Man auf.

2009 war sie in Hilde, einer Verfilmung von Hildegard Knefs Autobiografie Der geschenkte Gaul, in der Titelrolle zu sehen und verkörperte im Fernsehzweiteiler Dr. Hope Adams Bridges Lehmann – Hoffnung kann nicht sterben die Ärztin Hope Bridges Adams Lehmann.

Privates[Bearbeiten]

Von 1996 bis 2004 war Makatsch die Lebensgefährtin von Daniel Craig. Heute ist sie mit dem Musiker Max Schröder (u. a. von der Band Tomte) liiert, den sie bei den Dreharbeiten zu Keine Lieder über Liebe kennenlernte. Sie haben zwei Töchter.[1]

Soziales Engagement[Bearbeiten]

2006 unternahm Heike Makatsch mit der Entwicklungshilfsorganisation Oxfam eine Reise nach Ghana[2] und ist seitdem Oxfam-Botschafterin. Sie war Amnesty-International-Jurymitglied bei der Berlinale 2008 und sagte: „Ein Film, der mir die Augen für Ungerechtigkeiten öffnet, im politischen sowie im privaten Sinn, ist für mich relevant. Ich wünsche mir sehr viel häufiger solche Filmerlebnisse. Dann kann niemand mehr sagen, er habe von alldem nichts gewusst.“[3]

Außerdem unterstützt Heike Makatsch die Kampagne Steuer gegen Armut, die sich für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer einsetzt. Zu diesem Thema spielte sie zusammen mit Jan Josef Liefers die Hauptrolle in dem Kurzfilm Steuer gegen Armut. Eine gute Idee?.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Stand by Your Man
  DE 11 11.03.1996 (16 Wo.) [4]
[4]

Alben[Bearbeiten]

  • 1997: Obsession (Musik zum Film Obsession)
  • 2005: Almost Heaven (zum Film Almost Heaven)
  • 2009: Hilde (Musik zum Film Hilde)
  • 2009: Die schönsten Kinderlieder (mit Max Schröder an den Instrumenten)

Singles[Bearbeiten]

  • 1996: Stand By Your Man (zum Film Männerpension)
  • 1997: This Girl Was Made for Loving (zum Film Obsession)
  • 1999: Fifty Ways to Leave Your Lover (zum Film Die Häupter meiner Lieben)

Hörbücher (Auswahl)[Bearbeiten]

gelesen von Heike Makatsch:

Literatur[Bearbeiten]

  • Heike Makatsch: Keine Lieder über Liebe – Ellens Tagebuch. Kiepenheuer & Witsch (KiWi), Köln 2005, ISBN 3-462-03602-5.

Moderation[Bearbeiten]

  • 1993: VIVA (Sendungen: Interaktiv, Heikes Hausbesuch)
  • 1995: Bravo TV
  • 1997: Heike Makatsch Show

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2006: Emmy für die Darstellung der Margarete Steiff

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heike Makatsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heike Makatsch ist Mutter. AFP-Meldung vom 5. Februar 2007.
  2. Oxfam 2006: Heike Makatsch in Ghana.
  3. Amnesty 2008: Heike Makatsch auf der Berlinale.
  4. a b Hit-Bilanz, deutsche Chart-Singles auf CD-Rom, Taurus Press