Heilbad Heiligenstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Heilbad Heiligenstadt
Heilbad Heiligenstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Heilbad Heiligenstadt hervorgehoben
51.37738055555610.134458333333255Koordinaten: 51° 23′ N, 10° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Höhe: 255 m ü. NHN
Fläche: 61,57 km²
Einwohner: 16.197 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 263 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37308
Vorwahl: 03606
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 045
Stadtgliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Aegidienstraße 20
37308 Heilbad Heiligenstadt
Webpräsenz: www.heilbad-heiligenstadt.de
Bürgermeister: Thomas Spielmann (BI Menschen für Heiligenstadt)
Lage der Stadt Heilbad Heiligenstadt im Landkreis Eichsfeld
Niedersachsen Hessen Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Am Ohmberg Am Ohmberg Am Ohmberg Arenshausen Asbach-Sickenberg Berlingerode Bernterode (bei Heilbad Heiligenstadt) Birkenfelde Bodenrode-Westhausen Bornhagen Brehme Breitenworbis Büttstedt Buhla Burgwalde Deuna Dieterode Dietzenrode-Vatterode Dingelstädt Ecklingerode Effelder Eichstruth Ferna Freienhagen (Eichsfeld) Fretterode Geisleden Geismar Gerbershausen Gernrode (Eichsfeld) Gerterode Glasehausen Großbartloff Hausen (Eichsfeld) Haynrode Heilbad Heiligenstadt Helmsdorf (Eichsfeld) Heuthen Hohengandern Hohes Kreuz Hundeshagen Kallmerode Kefferhausen Kella Kella Kirchgandern Kirchworbis Kleinbartloff Kreuzebra Krombach (Eichsfeld) Küllstedt Leinefelde-Worbis Lenterode Lindewerra Lutter (Eichsfeld) Mackenrode (Landkreis Eichsfeld) Marth Niederorschel Pfaffschwende Reinholterode Röhrig Rohrberg (Eichsfeld) Rustenfelde Schachtebich Schimberg Schönhagen (Eichsfeld) Schwobfeld Steinbach (Eichsfeld) Sonnenstein (Gemeinde) Steinheuterode Tastungen Teistungen Thalwenden Uder Volkerode Deuna Wachstedt Wahlhausen Wehnde Wiesenfeld (Eichsfeld) Wingerode WüstheuterodeKarte
Über dieses Bild

Heilbad Heiligenstadt ist die Kreisstadt des Landkreises Eichsfeld in Thüringen (Deutschland) und ein anerkanntes Sole-Heilbad.

Geografie[Bearbeiten]

Ortslage[Bearbeiten]

Heiligenstadt liegt im Obereichsfeld, etwa 14 km (Luftlinie) östlich des Dreiländerecks von HessenNiedersachsen−Thüringen im Westen des Landkreises Eichsfeld. Die Stadt wird in Ost-West-Richtung von der Leine durchflossen, in die in Innenstadtnähe die von Südosten kommende Geislede mündet.

Südlich von Heiligenstadt erhebt sich im bis 467,2 m hohen Heiligenstädter Stadtwald, der zum Nordteil des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal gehört, der Iberg (453,2 m ü. NN). Im Stadtwald liegt auf der Elisabethhöhe eine frühmittelalterliche, drei Hektar große Wallanlage, die wahrscheinlich als Fluchtburg für den Königshof diente. Ein Wall mit vier Metern Höhenunterschied ist noch vorhanden.[2]

Je nach Berechnungsmethode befindet sich auch ein Mittelpunkt Deutschlands auf dem Gebiet der Stadt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtgliederung (2010)

Heiligenstadt hat 4 Stadtteile:

Nördlich der Altstadt entstand in der DDR-Zeit die Plattenbausiedlung Liethen, sie zählt zur Kernstadt.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name Heiligenstadt wird erstmals mit dem um 960 errichteten St. Martinsstift in Verbindung gebracht. Der Ort wurde als Heilige Stätte angesehen, weil dort nach glaubwürdiger örtlicher Tradition der Ort zunächst den Namen „Zuenchen“ (zum Hænchen = zum Hain, Hagen) trägt, also eine vorchristliche Kultstätte war, was die frühen Christen in aller Regel bewog, durch eigene Glaubensdenkmäler und Kirchen die Orte zu „entdämonisieren“ und sich anzueignen. Im Jahre 973 scheint die Umbenennung in „Stätte der Heiligen“ = „Heiligenstadt“ erfolgt zu sein, weil dort die Reliquien der Heiligen Sergius und Bacchus aufbewahrt wurden. Später kamen noch die Reliquien der Heiligen Aureus und Justinus hinzu. Der Name der Heiligen Stätte wurde dann auch auf die angrenzende Siedlung und spätere Stadt übertragen.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter und Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

In fränkischer Zeit hatte der Ort eine Bedeutung als Herrenhof. Das Gebiet um Heiligenstadt wurde sehr früh an den Erzbischof von Mainz übereignet. Die Königspfalz wird urkundlich 973 und 990 mit Kaiser Otto II. und Otto III. sowie 1153 und 1169 mit Friedrich I., Barbarossa in Zusammenhang gebracht.[4] Die erste urkundliche Erwähnung von Heiligenstadt ist der 23. November 973.[5] Im Jahre 1227 verlieh der Mainzer Erzbischof Siegfried II. Heiligenstadt das Stadtrecht. 1335 wurde die „Willkür“ erlassen, das 160 Artikel umfassende Stadtrecht.[6]

Heilbad Heiligenstadt - Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian dem Jüngeren 1655 (gesüdet)

Die Statthalterschaft über das Eichsfeld wurde von den Herren auf Rusteberg ausgeübt, bis sie 1540 vom Rusteberg nach Heiligenstadt rückübertragen wurde.[7] Im Bauernkrieg wollte ein Haufen aufständischer Bauern den Heiligenstädter Rat zum Beitritt in den revolutionären Bund auffordern, wurde aber nicht in die Stadt eingelassen. Lediglich Thomas Müntzer und Heinrich Pfeiffer konnten vor dem Rat ihre Forderungen vorbringen und erreichten, dass keine römisch-katholischen Priester mehr die Messe halten, sondern künftig protestantische Pfarrer das Wort Gottes predigen sollten. Nach dem Scheitern des Bauernkrieges wurden diese Zugeständnisse rückgängig gemacht.[8] Die katholische Kirche gewann, gestützt auf die Erzbischöflich-Mainzer Besitzungen im Eichsfeld, ihren religiösen und politischen Einfluss zurück. Ausschlaggebend für die Wiedergewinnung der Bevölkerung für den katholischen Glauben war die Seelsorge der Jesuiten, die 1574 nach Heiligenstadt kamen und u.a. ein Kolleg gründeten.[9] Im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 wurde die Stadt mehrfach verwüstet.

Das Mainzer Schloss - Sitz des Mainzer Statthalters für das Eichsfeld

Heiligenstadt war 1700 von Hexenverfolgung betroffen. Das Mädchen Anna Margaretha Sieborgk geriet in einen Hexenprozess, da sie ein Hexengebet gewusst haben soll, und sollte an einen geistlichen Ort gebracht werden, damit die anderen Kinder keinen Schaden nehmen.[10]

1736 erfolgte der Neubau des Mainzer Schlosses.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im Zuge der Säkularisation wurde 1802 die Landesherrschaft der Mainzer Erzbischöfe über das Eichsfeld (und damit auch Heiligenstadt) beendet. Heiligenstadt wurde preußisch, gehörte von 1807 bis 1813 kurzzeitig zum Königreich Westphalen und wurde infolge des Wiener Kongresses 1815 erneut preußisch. Die Stadt wurde Kreisstadt des Landkreises Heiligenstadt im Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz Sachsen. 1929 wurde das Kneippbad errichtet.

Heiligenstadt um 1840

Bis 1933 fand der Nationalsozialismus im fast geschlossen katholischen Milieu Heiligenstadts kaum Anhänger. Selbst nach der „Machtergreifung“ erhielt die NSDAP bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 nur 19 % der Stimmen (gegenüber 66 % für das Zentrum),[11] eines ihrer schlechtesten Ergebnisse reichsweit. Am 9. November 1938 wurde die Synagoge geschändet. Eine Gedenktafel an dem bis 2011 als Wohnhaus genutzten Gebäude erinnerte daran. Am 7. September 2011 wurde die ehemalige Synagoge abgerissen, um einem Einkaufszentrum Platz zu machen.[12]

Am 5. April 1945 erfolgte ein US-amerikanischer Jagdbomberangriff mit fünf zivilen Todesopfern und Gebäudeschäden. Am 9. April wurde Heiligenstadt kampflos übergeben.[13] In der Stadt lagen 3000 deutsche Verwundete in acht Lazaretten.[14] Der jetzige Ortsteil Günterode wurde ebenfalls am 9. April 1945 besetzt. Vorausgegangen war Artillerie-Beschuss mit Schäden an Wohnhäusern und Kirche.

Den Beschlüssen der Konferenz von Jalta gemäß zogen die US-Truppen am 1./2. Juli 1945 aus Heiligenstadt ab; an ihrer Stelle rückte die Rote Armee ein. Heiligenstadt wurde Teil der Sowjetischen Besatzungszone.[15]

Im nach wie vor stark katholisch geprägten Milieu Heiligenstadts fand zu DDR-Zeiten die SED zunächst kaum Anhänger.[16] In der Absicht, Heiligenstadt wie das Eichsfeld insgesamt zu „proletarisieren“, sah der Eichsfeldplan den Zuzug von Menschen aus anderen Teilen der DDR im Zuge der Industrialisierung vor.[17] Der VEB Nortak Tabakfabriken Nordhausen errichtete und unterhielt das Betriebs-Ferienlager "Alte Burg" für die Kinder seiner Betriebsangehörigen.

Im Oktober 1989 begannen in Heiligenstadt Demonstrationen im Rahmen der Friedlichen Revolution in der DDR. 1994 wurde Heiligenstadt zur Kreisstadt des Landkreises Eichsfeld (hervorgegangen aus der Fusion der Kreise Heiligenstadt und Worbis).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1825: 4.637
  • 1875: 5.193
  • 1890: 6.183
  • 1910: 8.229
  • 1925: 8.641
  • 1939: 9.973
  • 1950: 12.444
  • 1960: 12.500
  • 1971: 13.646
  • 1981: 15.524
  • 1988: 16.527
  • 1994: 17.379
  • 1995: 17.239
  • 1996: 17.170
  • 1997: 17.133
  • 1998: 17.077
  • 1999: 17.126
  • 2000: 17.291
  • 2001: 17.392
  • 2002: 17.283
  • 2003: 17.260
  • 2004: 17.151
  • 2005: 17.153
  • 2006: 17.103
  • 2007: 17.032
  • 2008: 16.856
  • 2009: 16.765
  • 2011: 16.603
  • 2012: 16.188
  • 2013: 16.197
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Name der Stadt[Bearbeiten]

Auch wenn bereits 1929 der Titel Kneippbad verliehen wurde und 1950 die Umbenennung zu „Heilbad Heiligenstadt“ erfolgte, hieß die Stadt während der DDR-Zeit verwaltungsamtlich nur Heiligenstadt. Die für ein solches Heilbad übliche Voranstellung des Titels Bad vor dem offiziellen Ortsnamen unterblieb. Noch 1990 lautete die Bezeichnung im offiziellen Stempel der Stadtverwaltung auf „Rat der Stadt Heiligenstadt“.

Dadurch aber, dass die offizielle postalische Bezeichnung der Stadt Heilbad Heiligenstadt lautete [18] oder auch z. B. Postkartenverlage oder die Kreissparkasse den Titel Heilbad nutzten, verfügte die Stadt in der Zeit von 1950 bis 1990 über die Besonderheit von drei verschiedenen Städtenamen: Heiligenstadt ohne jeden Zusatz, mit vorangestelltem Heilbad oder mit nachfolgendem (Eichsf.).

1990 begann die Stadtverwaltung und voran ihr Bürgermeister damit, den Kurbetrieb auszubauen. Der Bad-Status gewann an Bedeutung. Zudem kamen durch die Wiedervereinigung nun auch mehrere Orte mit dem Namen Heiligenstadt in den Blick, die Verwechslungen ermöglichten. Ein Unterscheidungsmerkmal wurde benötigt.

Zunächst wurde der Stadt der offizielle Status eines Kurortes mangels vorhandener Einrichtungen versagt. Gegen diesen Bescheid legte die Stadt Widerspruch ein. Sie nutzte die Zeit der Bearbeitung und den relativ rechtlosen Raum kurz nach der Deutschen Wiedervereinigung und schuf Tatsachen. So wurden Bäderabteilungen und ähnliches gebaut und vor allem der Titel Heilbad offiziell in den Ortsnamen integriert. Als eineinhalb Jahre später eine Ortsbegehung stattfand, wurde ein Ort präsentiert, der Heilbad Heiligenstadt hieß und ein Kurort war. Die Zulassung wurde erteilt.

Religionen[Bearbeiten]

Das Eichsfeld und damit auch Heiligenstadt ist römisch-katholisch geprägt. Hieraus resultiert auch die traditionelle Palmsonntagsprozession (Sonntag vor Ostern) mit lebensgroßen Passionsfiguren durch die Heiligenstädter Altstadt, die stets viele Gläubige aus der Umgebung und bundesweit anzieht.[19] 1862 wurde in Heiligenstadt der deutsche Zweig der Ordensgemeinschaft der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel gegründet, auch als Heiligenstädter Schulschwestern bekannt.

Die älteste Jüdische Gemeinde Heiligenstadt lässt sich nach den ältesten erhaltenen Urkunden auf die Zeit um 1212 datieren. Nach mittelalterlicher Verfolgung und Pogromen in der Stadt entstand Mitte des 19. Jahrhunderts eine neue Gemeinde von etwa 80 jüdischen zugewanderten Bürgern. Sie erwarb 1870 in der Stubenstraße ein Gebäude für den Umbau zur neuen Synagoge, diese konnte am 10. September 1873 feierlich geweiht werden. 1882 war die Israelitische Gemeinde auf 107 Mitglieder angewachsen und hatte noch eine eigene Schule einrichten dürfen. In zeitgenössischen Heiligenstädter Bürgerverzeichnissen lassen sich die jüdischen Familiennamen Oppenheim, Loewenthal, Katz und Grunsfeld über längere Zeit nachweisen, bei Berufsangaben werden sie meist als selbständige Kaufleute verzeichnet. Auch die blühende jüdische Gemeinschaft Heiligenstadts ging durch die rassistische Verfolgung in den 1930er Jahren zu Grunde, hierbei wurden die Verhältnisse nach der Welle der Novemberpogrome 1938 unerträglich, die Gemeinde war dann bis 1940 auf 14 Personen geschrumpft und galt seit September 1942 als völlig ausgelöscht.[20]

Die Evangelische Kirchgemeinde „St. Martin“ in Heiligenstadt blickt bereits auf eine zweihundertjährige Geschichte zurück, sie wurde mit einem Gottesdienst am 1. Januar 1804 in der ehemaligen Stiftskirche begründet. Heute ist die Heiligenstädter Evangelische Kirchgemeinde auf etwa 1600 Mitglieder angewachsen und bildet somit die zweitgrößte Religionsgemeinschaft der Stadt. Die Gemeinde gehört zum Evangelischen Kirchenkreis Mühlhausen/Thüringen.[21]

Als neuere christliche Denomination existiert seit dem 6. Juli 1986 auch eine freikirchliche Pfingstgemeinde in Heilbad Heiligenstadt. Zunächst als Freie-Elim-Gemeinde gegründet, wurde seit 2002 mit dem Erwerb des Gemeindezentrums „Alte Bibliothek“ an der Ecke Ägidienstraße/Windische Gasse der Name auf „Christengemeinde Elim“, wie es sie in vielen Orten Deutschlands gibt, geändert. Gläubige und Zugehörige aus verschiedenen Orten des Landkreises Eichsfeld kommen regelmäßig zu Gottesdiensten, Bibelgesprächsabenden und sozialem Engagement zusammen. Obwohl als Ortsgemeinde souverän, zählt die Gemeinde zur Region Thüringen des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 sind die 24 Abgeordnetensitze wie folgt verteilt:

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2014
Sitze
2014
 %
2009
Sitze
2009
 %
2004
Sitze
2004
 %
1999
Sitze
1999
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 41,2 10 42,7 10 64,0 17 57,6 15
Menschen Menschen für Heiligenstadt 27,3 6 22,5 5 - - - -
SPD/Grüne Sozialdemokratische Partei Deutschlands/Bündnis 90/Die Grünen - - 15,6 4 - - - -
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 9,6 2 - - 12,8 3 20,9 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 3,3 1 - - 3,4 - 1,5 -
Die Linke (bis 2005 PDS) Die Linke 11,0 3 11,8 3 15,8 4 13,3 4
FDP Freie Demokratische Partei 4,4 1 7,4 2 4,1 - 3,6 -
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 3,2 1 - - - - - -
MC Motorsportclub - - - - - - 1,6 -
FWG Freie Wählergemeinschaft - - - - - - 1,5 -
Gesamt 100,0 24 100,0 24 100,0 24 100,0 24
Wahlbeteiligung in % 53,9 59,7 48,8 60,3

Quelle: Homepage des Thüringer Landeswahlleiters

Am 24. August 2010 hat die Stadt außerdem ein Jugendparlament einberufen. Dieses besteht aus Jugendlichen im Alter von 16 bis 27 Jahren. Sie fungieren als Vertreter verschiedenster Institutionen, beispielsweise der städtischen Jugendfeuerwehr, dem Karnevalsverein, den Regelschulen und Gymnasien, dem Jugendrotkreuz und den Pfarrgemeinden. Das Parlament tagt jedes Quartal mindestens einmal, auf der Tagesordnung stehen jugendbetreffende Themen. Weiterhin sind Vertreter des Parlaments in verschiedenen Gremien der Stadt tätig.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Stichwahl im Rahmen der Kommunalwahlen in Thüringen 2012 gewann am 6. Mai 2012 der Kandidat der Bürgerinitiative Menschen für Heiligenstadt, Thomas Spielmann. Erstmals seit 1946 stellt damit nicht mehr die CDU den Bürgermeister. Spielmann trat sein Amt am 1. Juli 2012 an.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein reitender silberner Bischof mit rotem Schild und roter Fahne, beides belegt mit einem sechsspeichigen silbernen Rad, in der linken oberen Ecke schwebend ein Stück silbernes Zinnenmauerwerk.“

Der Mainzer Erzbischof Siegfried II. verlieh 1227 das Stadtrecht und das Stadtsiegel an den Ort Heiligenstadt. Das Siegel und das Wappen der Stadt zeigen diesen Bischof als Reiter auf blauem Grund. Der rechte Arm führt eine rote Fahne, auf der das Mainzer Rad zu sehen ist. Das gleiche Symbol schmückt den Schild am linken Arm. In der rechten oberen Ecke weist eine zinnenbewehrte Mauer mit Turm sinnbildlich auf das neu verliehene Stadtrecht hin.

Siegel und Wappen unterscheiden sich nur darin, dass das Siegel noch eine Umschrift "Sigillum Burgensium Heiligenstat" trägt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften bestehen mit Heiden im Münsterland und der Hafenstadt Husum in Nordfriesland. Letzteres ist darauf zurückzuführen, dass der gebürtige Husumer Theodor Storm Kreisrichter in Heiligenstadt war. Rheda-Wiedenbrück war zeitweilig Partnerstadt von Heiligenstadt, ebenso Hennef (Sieg).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theodor-Storm-Museum

Theater[Bearbeiten]

  • Eichsfelder Kulturhaus

Museen[Bearbeiten]

Bauwerke und Denkmäler[Bearbeiten]

Völkerschlachtdenkmal
  • Mainzer Schloss
  • Klausmühle (Fachwerkbau 1748, an dieser Stelle stand das Geburtshaus von Tilman Riemenschneider)
  • Einheitsdenkmal von 2009 auf dem Friedensplatz vor dem Landratsamt zum Gedenken an Friedliche Revolution 1989/90 und Wiedervereinigung 1990.
  • Denkmal (von 1815) im Heinrich-Heine-Kurpark, errichtet von Teilnehmern an den Befreiungskriegen zur Erinnerung an die Siege über Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 und der Schlacht bei Waterloo (Belle Alliance) 1815. Inschrift an der neogotischen Stele: "Gott war mit uns, ihm sey die Ehre".[22]

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten]

St. Marien

Friedhöfe[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

Wasserfall im Kurpark
Möhrenkönig auf dem Rathausbalkon
  • Heinrich-Heine-Kurpark

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Heimensteiner Kirmes (Pfingsten)
  • Fest der Heiligenstädter Möhrenkönige (Stadtfest, Anfang September), an eine Sage[24] anknüpfend
  • Palmsonntagsprozession
  • Bahnhofsfest am Heiligenstädter Ostbahnhof (April, September)

Ibergrennen[Bearbeiten]

Auf der Landesstraße 2022 (Holzweg genannt), die über die Westausläufer des Ibergs verläuft, wird seit 1994 alljährlich am letzten Wochenende im Juni das Ibergrennen veranstaltet, ein Lauf des Deutschen Bergpokals und der Deutschen Bergmeisterschaft für Touren- und seit 1998 Sportwagen. 1998 wurde der Streckenbelag erneuert und die Leitplanken verstärkt. Seitdem nehmen auch Rennsportfahrzeuge teil. 2000 wurde die Streckenlänge von 1,96 auf 2,05 km verlängert, bei unverändert 200 m Höhenunterschied. Der Parcours zählt damit zu den kürzesten Bergrennstrecken in Deutschland, ist aber fahrerisch nicht anspruchslos.

Das Fahrerlager befindet sich traditionell in den Straßen im zentrumsnahen Bereich von Heiligenstadt, was dieses Rennen zu einem besonderen macht. Eine Tankstelle ist unmittelbar ans Fahrerlager angeschlossen. Ein Supermarkt, der auch am Sonntag öffnet, bildet das Zentrum des Fahrerlagers.

Die ersten Rennen wurden hier bereits 1925 gefahren, damals jedoch noch auf Motorrädern.

Heiligenstädter Kolloquium „Technische Systeme für die Lebenswissenschaften“[Bearbeiten]

Seit 1982 findet im Zweijahresrhythmus jeweils im September das Heiligenstädter Kolloquium "Technische Systeme für die Lebenswissenschaften" statt. Diese wissenschaftliche Konferenz wird vom Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V., einer außeruniversitären Forschungseinrichtung des Freistaates Thüringen und An-Institut der Technischen Universität Ilmenau, ausgerichtet. Im Rahmen dieser Tagung treffen sich regelmäßig rund 200 Wissenschaftler aus Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten und der Industrie aus der Bundesrepublik Deutschland und benachbarten europäischen Staaten. Der Schwerpunkt liegt auf der Präsentation von interdisziplinären, vorwiegend anwendungsorientierten Forschungsthemen. Die Tagung wird von einer Geräteausstellung begleitet. Zahlreiche namhafte Referenten haben bereits auf dieser Tagung vorgetragen, so z.B. im Jahr 2014 der Nobelpreisträger Erwin Neher (Nobelpreis für Medizin 1991).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Heiligenstadt

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Heiligenstadt ist gut über die A 38 (Göttingen-Leipzig) erreichbar, außerdem über die L 3080 (früher B 80), welche die Stadt mit Witzenhausen im Westen und Leinefelde im Osten verbindet. Heiligenstadt liegt zudem an der Deutschen Märchenstraße.

Bahnverkehr[Bearbeiten]

Heiligenstadt liegt an der RE-Strecke GöttingenErfurt bzw. KasselErfurt/Halle (Halle-Kasseler Eisenbahn). Seit dem 13. Dezember 2009 hält freitags (zurück sonntags) der IC Frankfurt am Main-Leipzig in Heilbad Heiligenstadt

Busverkehr[Bearbeiten]

Busbahnhof

Der innerstädtische und regionale Busverkehr wird von den Eichsfeldwerken gefahren.

Flugzeughalle auf dem Flugplatz Günterode/Heiligenstadt

Flugverkehr[Bearbeiten]

In der Nähe des Ortsteils Günterode, ca. drei Kilometer nördlich des Stadtzentrums, befindet sich der Flugplatz Heilbad Heiligenstadt. Er wurde 2005 mit einer 750 m langen Asphaltbahn ausgestattet, die auch größeren Privatflugzeugen eine Landung ermöglicht. Der nächste Passagierflughafen ist der Flughafen Erfurt.

Radverkehr[Bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet führen auch der Leine-Heide-Radweg und der Pilgerweg Loccum–Volkenroda.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Solidor-Gebäude

Die heimische Wirtschaft wird bestimmt durch das produzierende Gewerbe, aber auch von Druckereien und Logistik-Dienstleistern. Die wichtigsten Unternehmen sind sicher die Firmen Magna International Stanztechnik GmbH, Kaufland Fleischwaren sowie SIM Automation, eine Firma für Fabrikautomation.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte die Produktion von Kleinmetall- und Hartkurzwaren die Industrie der Stadt. Daraus entstand 1973 das Kombinat Solidor Heiligenstadt, das in seinem Heiligenstädter Stammbetrieb in den 1980er Jahren bis zu 2200 Mitarbeiter beschäftigte. Nach 1990 wurde das Kombinat privatisiert und in einzelne Betriebe aufgelöst. Die Tradition der Kleinmetallverarbeitung wird heute von der Solidor Heuer GmbH fortgeführt.

Die Stadtverwaltung legt viel Kraft in die Entwicklung des Kurbetriebes. Ein weiteres Kurhotel mit 130 Zimmern (Best Western Hotel am Vitalpark) wurde im August 2008 eröffnet. Eigentümer ist die Klinikgesellschaft Heilbad Heiligenstadt mbH, ein städtisches Unternehmen. Als Betreibergesellschaft fungiert die Hotelgesellschaft KGHH Heilbad Heiligenstadt mbH, die eine Tochtergesellschaft der Klinikgesellschaft ist.

Medien[Bearbeiten]

In Heiligenstadt gibt es Lokalredaktionen der Tageszeitungen Thüringer Allgemeine (TA) und der Thüringischen Landeszeitung (TLZ). Beide gehören der Zeitungsgruppe Thüringen (WAZ-Konzern) an.

Zudem befindet sich in der Stadt ein Regionalstudio von MDR1 Radio Thüringen, das aus dem Eichsfeld, dem Unstrut-Hainich-Kreis und dem Kreis Nordhausen berichtet.

Amtsgericht

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Amtsgericht ist eines von vier Thüringer Amtsgerichten im im Landgerichtsbezirk Mühlhausen.[25]

Ein Kino hat Heiligenstadt seit 2005 nicht mehr, wohl aber ein Kulturhaus (Träger Landkreis Eichsfeld), in dem regelmäßig Konzerte u. ä. stattfinden. Erwähnenswert sind im Sommer ebenfalls die Konzerte im Barockgarten (privat veranstaltet) und im Kurpark (veranstaltet von der Klinikgesellschaft). In Heiligenstadt befindet sich der Sitz des Landratsamtes Eichsfeld.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Kurparkklinik

Das Eichsfeld Klinikum bildet mit 373 Planbetten und weiteren Häusern in Worbis und Reifenstein das Zentrum der stationären Versorgung im Eichsfeldkreis.

Die Kurparkklinik, eine Rehabilitationsklinik für Orthopädie und Innere Medizin, hat die Klinikgesellschaft als Träger.

Der Vitalpark, offiziell ein Kurhaus, jedoch mit Spaßbad-Charakter, wurde nach der deutschen Wiedervereinigung gebaut und befindet sich ebenfalls im Besitz der Klinikgesellschaft.

Bildung[Bearbeiten]

Bergschule St. Elisabeth
Johann-Georg-Lingemann-Gymnasium

Die Grund- und Regelschulen sind staatlich, genauso wie das von 1926-29 erbaute Johann-Georg-Lingemann-Gymnasium. Einige Kindergärten sowie das Gymnasium Bergschule St. Elisabeth befinden sich in kirchlicher Trägerschaft. Die Gesellschafter sind der Orden der Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel, die katholischen Pfarrgemeinden der Stadt Heiligenstadt und das Bistum Erfurt.

Forschung[Bearbeiten]

Luftaufnahme des iba e.V.

In Heiligenstadt ist das Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.(iba) ansässig. Das Institut wurde 1992 als außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Freistaates Thüringen gegründet. Die dort durchgeführte anwendungsorientierte Untersuchung und Veränderung von Grenzflächen zwischen organisch/biologischen und anorganisch/technischen Komponenten zielt auf funktionsoptimierte technische Systeme für die Biowissenschaften ab.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Tilman Riemenschneider, mutmaßliches Selbstporträt

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Heinrich-Heine-Denkmal im Kurpark
Storm-Bronzestatue vor dem Literaturmuseum
  • Aureus von Mainz (5. Jahrhundert), Bischof von Mainz, Teile seiner Gebeine wurden nach Heiligenstadt umgebettet, er ist auch der Schutzpatron der Stadt
  • Burchard von Worms (* um 965; † 20. August 1025) war Bischof von Worms und ein führender Kirchenrechtler, in Heiligenstadt im Jahre 1000 durch Erzbischof Willigis zum Bischof geweiht
  • Adolf I. von Nassau (1353–1390), Erzbischof von Mainz, starb in Heiligenstadt
  • Leopold von Stralendorf (* um 1540–1626), Reichsvizekanzler, war Oberamtmann für das Eichsfeld mit Sitz in Heiligenstadt und starb in Heiligenstadt
  • Athanasius Kircher (1602–1680), Jesuitengelehrter, arbeitete als Lehrer in Heiligenstadt
  • Hadrian Daude (1704–1755), Jesuit, Theologe und Historiker, arbeitete als Lehrer in Heiligenstadt
  • Friedrich Christian Adolf von Motz (1775–1830), preußischer Staatsmann, Finanzdirektor in Heiligenstadt
  • Heinrich Heine (1797–1856), Dichter und Journalist, ließ sich im Juni 1825 in Heiligenstadt protestantisch taufen
  • Johann Carl Fuhlrott (1803–1877), Naturforscher, zeitweise Lehrer in Heiligenstadt
  • Heinrich Maria Waldmann (1811–1896), Theologe, Lehrer am katholischen Gymnasium in Heiligenstadt, Heimatforscher und Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung (23. Wahlkreis: Provinz Sachsen, Preußen), Fraktion Casino
  • Theodor Storm (1817–1888), Schriftsteller, war von 1856 bis 1864 Kreisrichter in Heiligenstadt
  • Friedrich Wilhelm Grimme (1827–1887), Schriftsteller, Leiter des kath. Gymnasiums in Heiligenstadt
  • Werner Hagedorn (1831–1894), Chirurg, ging in Heiligenstadt zur Schule
  • Anton Thraen (1843–1902), Astronom, ging in Heiligenstadt zur Schule
  • Karl Wisniewski (1844–1904), Komponist, war ab 1885 in Heiligenstadt tätig
  • Hermann Iseke (1856–1907), Heimatdichter aus Heiligenstadt
  • Martin Weinrich (1865–1925), katholischer Lehrer und Autor, ging in Heiligenstadt zur Schule
  • Andreas Huke (1876–1962), Politiker (Zentrum), Stadtrat in Heiligenstadt, starb in Heilbad Heiligenstadt
  • Walter Möllenberg (1879–1951), Historiker, starb in Heiligenstadt
  • Ludolf Hermann Müller (1882–1959), Bischof der evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, vorher Pfarrer in Heiligenstadt
  • Karl Paul Haendly (1891–1965), Schriftsteller und Politiker, starb in Heiligenstadt
  • Karl Hackethal (1901–1990), Politiker (CDU), ging in Heiligenstadt zur Schule
  • Herbert Haselwander (1910–1940), Politiker (NSDAP), Kreisleiter in Heiligenstadt
  • Erich Gerberding (1921–1986), Schauspieler, war zeitweise am Theater Heiligenstadt tätig
  • Horst Keitel (* 1928), Schauspieler, zwischen 1946 und 1951 am Theater Heiligenstadt tätig
  • Rudolf Richwien (* 1928), Neurologe der Martin-Luther-Universität, verbringt seinen Ruhestand in Heiligenstadt
  • Johannes Dyba (1929–2000), Bischof von Fulda, ging in Heiligenstadt zur Schule
  • Joachim Meisner (* 1933), Erzbischof von Köln, früher Kaplan in Heiligenstadt (St. Ägidien)
  • Georg Sterzinsky (1936–2011), Erzbischof von Berlin, früher Kaplan in Heiligenstadt (St. Marien)
  • Wolfgang Thonke (* 1938), Offizier der NVA bis 1990, dann freier Journalist, wohnte in Heiligenstadt und ging dort zur Schule
  • Heinz-Josef Durstewitz (* 1945), Priester, katholischer Oppositioneller während der DDR-Zeit, war bis 2011 Propst in Heiligenstadt
  • Reinhard Hauke (* 1953), Weihbischof in Erfurt, früher Kaplan in Heiligenstadt (St. Ägidien)
  • Manfred Grund (* 1955), Politiker (CDU), ist in Heiligenstadt tätig

Literatur[Bearbeiten]

  •  Johann Vinzenz Wolf: Geschichte und Beschreibung der Stadt Heiligenstadt mit Urkunden. Beyersche Universitätsdruckerei, Göttingen 1800. Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek
  •  Hans Patze (Hrsg.): «Heiligenstadt». In: Thüringen. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Bd. 9, Alfred-Kröner-Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-520-31302-2, S. 186–190.
  •  Carl Duval: «Heiligenstadt». In: Das Eichsfeld. (Reprint), Harro von Hirschheydt Verlag, Hannover-Dören 1979, ISBN 3-7777-0002-9, S. 422–489.
  •  Karl Josef Hüther: Vom Jesuitenkolleg zum Staatlichen Gymnasium in Heiligenstadt. F.W. Cordier, Heiligenstadt 1995, ISBN 3-929413-25-6.
  •  Enno Bünz: Heiligenstadt als geistliches Zentrum des Eichsfeldes. Das Kollegiatstift St. Martin und seine Kanoniker. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte. 62, 2008, S. 9–48.
  •  Bernhard Opfermann: Gestalten des Eichsfeldes. Ein biographisches Lexikon. 2. erweiterte und bearbeitete Auflage. F.W. Cordier, Heiligenstadt 1999, ISBN 3-929413-37-X, S. 350.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 93/94
  3. Rudolf Linge: Alt Heiligenstadt und seine Kirchen. St. Benno Verlag Leipzig und Cordier-Verlag, Heiligenstadt 1974, S. 16.
  4. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 38.
  5. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. 5. verb. Auflage, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010. ISBN 978-3-86777-202-0. S. 115.
  6. Heilbad Heiligenstadt. Sehenswürdigkeiten. GVB-Verlag, Bielefeld 1991, S. 7.
  7. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 38.
  8. Ludwig Rommel (Hg.): Reisen zu Müntzer. Erinnerungsstätten in der DDR. Tourist-Verlag, Berlin und Leipzig 1989. ISBN 3-350-00302-8. S. 43ff.
  9. Karl Josef Hüther: Vom Jesuitenkolleg zum Staatlichen Gymnasium in Heiligenstadt. F.W. Cordier, Heiligenstadt 1995. ISBN 3-929413-25-6.
  10. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 251; Philipp Knieb: Zur Geschichte der Hexenprozesse auf dem Eichsfeld. In: Unser Eichsfeld, Zeitschrift des Vereins für Eichsfeldische Heimatkunde, Jg. 10 (1915), S. 75.
  11. Thomas Sauer: Die CDU. In: Karl Schmitt, Thorsten Oppelland (Hg.): Parteien in Thüringen. Ein Handbuch. Droste, Düsseldorf 2008. ISBN 978-3-7700-5292-9 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 16). S. 118.
  12. Thüringer Allgemeine, 8. September 2011
  13. Jürgen Möller: Der Kampf um Nordthüringen im April 1945. Die Kampfhandlungen im Raum nördlich Mühlhausen-Langensalza und der Vorstoß des V. US Corps von der Werra durch die Landkreise Heiligenstadt, Worbis und Sondershausen zur Unstrut und weiter zur Saale. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010. ISBN 978-3-86777-146-7. S. 23–185.
  14. Eduard Fritze: Die letzten Kriegstage im Eichsfeld. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2002. ISBN 3-936030-06-5. S. 100, 190.
  15. Heinz Siebert: Das Eichsfeld unter dem Sowjetstern. Ergänzte Ausgabe, bearbeitet von Bernhard Opfermann. Mecke, Duderstadt 1992. ISBN 3-923453-47-7. S. 11 ff.
  16. Dietmar Klenke: Überlebenstechniken des Eichsfelder Katholizismus unter den deutschen Diktaturen: Identitätssicherung oder Selbstaufgabe? In: Tobias Dürr, Franz Walter (Hg.): Solidargemeinschaft und fragmentierte Gesellschaft. Parteien, Milieus und Verbände im Vergleich. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1999. ISBN 978-3-322-99788-3. S. 89–110.
  17. Petra Behrens: Regionale Identität und Regionalkultur in Demokratie und Diktatur. Heimatpropaganda, regionalkulturelle Aktivitäten und die Konstruktion der Region Eichsfeld zwischen 1918 und 1961. Nomos VG, Baden-Baden 2012. ISBN 978-3-8329-7655-2. Dort S. 232–241: Der Eichsfeldplan als Mittel der sozialistischen Umgestaltung der Region.
  18. Postleitzahlenbücher 1964 und 1979
  19. Hansheinrich Hettenhausen: Eine Palmsonntagsprozession. In: York-Egbert König, Thomas Müller (Hg.): Heiligenstadt. Ein Lesebuch. Husum-Verlag, Husum 2009. ISBN 978-3-89876-246-5. S. 139–141.
  20.  Rolf Barthel: Zur Geschichte der jüdischen Gemeinden auf dem Eichsfeld und in Mühlhausen (II). In: Pädagogisches Kreiskabinett Worbis (Hrsg.): Eichsfelder Heimathefte. Heft 3, Worbis 1988, ISBN 3-910141-43-9, S. 195–203.
  21.  Evangelischer Kirchenkreis Mühlhausen (Hrsg.): Der evangelische Kirchenkreis Mühlhausen. Mühlhausen/Thr. 2005, S. 20.
  22. Jürgen Backhaus, Fabian Klaus: Mahnmal mitten im Park ist fast 200 Jahre alt. Thüringische Landeszeitung, 19. Oktober 2013.
  23. Thomas Müller (Hg.): Die St.-Martins-Kirche zu Heiligenstadt. Heiligenstädter Schriften. Band 2, Heiligenstadt 2003.
  24. Möhrenkönig-Sage
  25. Landgerichtsbezirk Mühlhausen
  26.  H. Scholle: Ein Denkmal für den Ehrenbürger der Stadt Heiligenstadt Johann Wolf in Kreuzebra. In: Heimat- und Verkehrsverband Eichsfeld e.V (Hrsg.): Eichsfeld. Heft 9, Mecke, Duderstadt 1997, S. 336.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heilbad Heiligenstadt – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Heiligenstadt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen