Heilbronn

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Heilbronn; zu anderen Bedeutungen siehe Heilbronn (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Heilbronn
Heilbronn
Deutschlandkarte, Position der Stadt Heilbronn hervorgehoben
49.1416666666679.2222222222222157Koordinaten: 49° 9′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 157 m ü. NHN
Fläche: 99,88 km²
Einwohner: 117.531 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1177 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 74072–74081
Vorwahlen: 07131,
07066 (Kirchhausen, Biberach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 21 000
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 7
74072 Heilbronn
Webpräsenz: www.heilbronn.de
Oberbürgermeister: Harry Mergel (SPD)
Lage der Stadt Heilbronn in Baden-Württemberg
Frankreich Schweiz Österreich Bodensee Rheinland-Pfalz Hessen Freistaat Bayern Alb-Donau-Kreis Baden-Baden Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Bodenseekreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Enzkreis Landkreis Esslingen Freiburg im Breisgau Landkreis Freudenstadt Landkreis Göppingen Heidelberg Landkreis Heidenheim Landkreis Heilbronn Heilbronn Hohenlohekreis Landkreis Karlsruhe Karlsruhe Landkreis Konstanz Landkreis Lörrach Landkreis Ludwigsburg Main-Tauber-Kreis Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Ortenaukreis Ostalbkreis Pforzheim Landkreis Rastatt Landkreis Ravensburg Rems-Murr-Kreis Landkreis Reutlingen Rhein-Neckar-Kreis Landkreis Rottweil Landkreis Schwäbisch Hall Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Sigmaringen Stuttgart Landkreis Tübingen Landkreis Tuttlingen Ulm Landkreis Waldshut ZollernalbkreisKarte
Über dieses Bild
Blick über die Heilbronner Innenstadt in Richtung Wartberg

Heilbronn [haɪ̯lˈbrɔn] ist eine Großstadt im Norden Baden-Württembergs und mit über 117.000 Einwohnern die siebtgrößte Stadt des Bundeslandes. Die Stadt liegt am Neckar, etwa 50 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Stuttgart, ist ein eigener Stadtkreis und darüber hinaus Sitz des Landkreises Heilbronn, der sie vollständig umgibt. Außerdem ist Heilbronn Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken, die den Nordosten Baden-Württembergs umfasst. Die Gegend um Heilbronn wird in der weiteren Region meistens das Unterland genannt.

Erstmals 741 erwähnt, erlangte Heilbronn 1341 den Status der Reichsstadt und entwickelte sich aufgrund seiner Lage am Neckar ab dem späten Mittelalter zu einem bedeutenden Handelsplatz. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Heilbronn eines der Zentren der frühen Industrialisierung in Württemberg. Die Heilbronner Altstadt wurde beim Luftangriff vom 4. Dezember 1944 vollständig zerstört und in den 1950er Jahren wieder errichtet. Aus dieser Zeit stammen heute die meisten Bauwerke der Innenstadt.

Heilbronn ist wegen seiner ausgedehnten Rebflächen bekannt als Stadt des Weins. Die Stadt wird auch Käthchenstadt genannt, nach dem Namen der Titelperson in Heinrich von Kleists Schauspiel Das Käthchen von Heilbronn.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Heilbronn und seine Nachbarorte

Geographische Lage[Bearbeiten]

Heilbronn liegt im nördlichen Baden-Württemberg in der vom Neckar geschaffenen, fruchtbaren Talfläche des Heilbronner Beckens, einem nördlichen Ausläufer des Neckarbeckens. Im Westen schließt sich das vergleichsweise wenig hügelige Gartacher Feld an. Im Osten umschließen von Norden nach Süden als Ausläufer der Löwensteiner Berge die Heilbronner Berge[2] die Stadt, an deren Hängen sich ausgedehnte Weinberglandschaften befinden; dazu gehören unter anderem die Erhebungen Büchelberg, Galgenberg, Gaffenberg, Hintersberg, Reisberg, Schweinsberg und Wartberg. Nördlich davon liegt die Sulmer Bergebene.

Der höchste Punkt des Stadtgebiets liegt auf dem in der äußersten südöstlichen Spitze des Stadtwaldes gelegenen, 378 m ü. NN hohen Reisberg, die zweithöchste Erhebung ist mit 372,8 m der Schweinsberg. Ihren tiefsten Punkt erreicht die Gemarkung mit 151 m am Neckar an der Gemarkungsgrenze zu Neckarsulm. Das Stadtgebiet dehnt sich in Nord-Süd-Richtung über 13 Kilometer, in Ost-West-Richtung über 19 Kilometer aus.[3] Heilbronn hat Anteil an den drei Naturräumen Neckarbecken, Kraichgau und Schwäbisch-Fränkische Waldberge.[4]

Der Heilbronner Dialekt ist eine Variante des südfränkischen Dialekts in der Übergangszone von der Alemannischen Dialektgruppe zur Fränkischen Dialektgruppe.

Geologie[Bearbeiten]

Übergangszone zwischen Gipskeuper und Schilfsandstein im früheren Heilbronner Steinbruch beim Jägerhaus

Heilbronn liegt im nördlichen Teil des vielfältig zergliederten Südwestdeutschen Schichtstufenlandes. Eine Tiefbohrung, die 1912/13 im Heilbronner Nachbarort Erlenbach auf 163,68 m ü. NN bis in 856 m Tiefe niedergebracht und 1954/56 durch seismische Untersuchungen ergänzt wurde, erbrachte Aufschluss über die Gesteinszusammensetzung im Raum Heilbronn. Die Oberfläche des ursprünglichen, aus Gneisen und Graniten zusammengesetzten variszischen Grundgebirges liegt demnach in 1.080 bis 1100 m unter NN. Darüber liegen mehrere hundert Meter dicke Schichten von Sedimentgesteinen, zuunterst die des Perm (rund 390 m Rotliegend, 23,6 m Zechstein), gefolgt von denen der Trias: 517,2 m Buntsandstein (rund 80 m Unterer Buntsandstein, 370 m Mittlerer Buntsandstein, 67 m Oberer Buntsandstein), rund 238 m Muschelkalk (72,7 m Unterer Muschelkalk, 86,1 m Mittlerer Muschelkalk, 78,7 m Oberer Muschelkalk) und schließlich Keuper (27,5 m Unterer Keuper, 25,7 m Mittlerer Keuper). Im mittleren Muschelkalk ist im Norden der Kernstadt und im Nordwesten des Stadtgebietes ein bis zu 45 m mächtiges Steinsalz-Vorkommen abgelagert, das bergmännisch ausgebeutet wird.

Mit dem Mittleren Keuper ist fast das Niveau des Neckars erreicht, der das Stadtgebiet von Süden nach Norden teilt. In der Flussaue, die große Teile des Heilbronner Industriegebietes und den westlichen Stadtteil zwischen Altneckar und Neckarkanal umfasst, wird er von einer rund drei Meter hohen Decke des vom Neckar abgelagerten Talaueschotters überlagert, auf der wiederum rund drei Meter angeschwemmte Lehme liegen. Weiter entfernt vom Fluss befinden sich Schotterschichten, die unter der Kernstadt nur 5 bis 10 Meter mächtig sind, aber im Westen des Stadtgebietes zwischen Böckingen, Frankenbach und Neckargartach bis zu 35 m erreichen. Fast überall liegt auf ihnen noch eine 6 bis 13 Meter dicke Schicht aus angewehtem, fruchtbarem Löss und Lösslehm.

Die nicht von Flussablagerungen bedeckten Heilbronner Berge im Osten des Stadtgebietes spiegeln die weitere geologische Schichtenabfolge wider, die im übrigen Stadtgebiet durch Erosion abgetragen wurde. Auf 28 bis 29 Metern Unterer Keuper folgen 130 bis 150 Meter Gipskeuper (Grabfeld-Formation) und eine etwa 20 bis 45 Meter mächtige Schilfsandstein-Schicht, die früher in Steinbrüchen ausgebeutet wurde und deren braungelbe Heilbronner Sandsteine ehedem das Heilbronner Stadtbild prägten. Die drei höchsten Berge im Südosten des Stadtgebietes, der Reisberg (378 m ü. NN), der Schweinsberg (372,8 m ü. NN) und der Hintersberg (364,8 m ü. NN), tragen darüber noch die höheren Schichten der Unteren Bunten Mergel und der Lehrbergschichten (zusammen rund 32 bis 35 Meter) sowie Kieselsandstein (5 bis 16 Meter).[5]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Norden beginnend und im Uhrzeigersinn aufgeführt grenzen die Städte Bad Wimpfen und Neckarsulm, die Gemeinde Erlenbach, die Stadt Weinsberg, die Gemeinden Lehrensteinsfeld, Untergruppenbach, Flein und Talheim, die Stadt Lauffen am Neckar, die Gemeinden Nordheim und Leingarten, die Stadt Schwaigern, die Gemeinde Massenbachhausen und die Stadt Bad Rappenau an Heilbronn. Alle Nachbarstädte und -gemeinden liegen im Landkreis Heilbronn. Mit Neckarsulm ist Heilbronn zu einer geschlossenen Siedlungsfläche zusammengewachsen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtteil Eingemeindung Einwohner[6] Fläche[7]
Heilbronn 54.909 31,334 km²
Biberach 1. Januar 1974 05.022 10,582 km²
Böckingen 1. Juni 1933 21.289 11,353 km²
Frankenbach 1. April 1974 05.528 8,889 km²
Horkheim 1. April 1974 04.063 4,852 km²
Kirchhausen 1. Juli 1972 03.729 11,471 km²
Klingenberg 1. Januar 1970 02.209 2,721 km²
Neckargartach 1. Oktober 1938 09.273 11,249 km²
Sontheim 1. Oktober 1938 11.491 7,400 km²
Heilbronn Biberach Böckingen Frankenbach Horkheim Kirchhausen Klingenberg Neckargartach Sontheim
Heilbronner Stadtteile (anklickbare Karte)

Das Stadtgebiet von Heilbronn ist in neun Stadtteile gegliedert. Neben Heilbronn selbst sind dies die ehemals selbstständigen Gemeinden Biberach, Böckingen, Frankenbach, Horkheim, Kirchhausen, Klingenberg, Neckargartach und Sontheim.

Zu manchen Stadtteilen gehören noch weitere Orte im geographischen Sinne wie Einzelhöfe und Wohnplätze. Im Einzelnen sind dies zu Biberach die Höfe Konradsberg, zu Frankenbach der Hipfelhof und zu Neckargartach der Altböllinger Hof, Neckarau und der Neuböllinger Hof.

Abgegangene, heute nicht mehr bestehende Orte sind Hetensbach und Rühlingshausen auf Markung Böckingen, Utenhusa auf Markung Biberach, Altböckingen, Hanbach und Rappach auf Markung Heilbronn, Böllingen und Trapphof auf Markung Neckargartach sowie Ascheim und Widegavenhusa auf Markung Kirchhausen.

Böckingen, Frankenbach und Neckargartach gehörten bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts schon als reichsstädtische Dörfer zu Heilbronn. Böckingen und Neckargartach wurden 1933 bzw. 1938 wieder eingemeindet; das einstige Deutschordens-Dorf Sontheim kam ebenfalls 1938 zu Heilbronn. Die restlichen Stadtteile folgten mit der Gebietsreform in den 1970er Jahren: 1970 Klingenberg, 1972 Kirchhausen, 1974 Biberach, Frankenbach und Horkheim. Abgesehen von den relativ weit von der Kernstadt entfernten Stadtteilen Biberach und Kirchhausen, die vollständig von landwirtschaftlichen Flächen umgeben sind, ist Heilbronn mit seinen Stadtteilen zu einem nahezu geschlossenen Siedlungsgebiet verwachsen.[8]

Klima[Bearbeiten]

Das Neckartal bei Heilbronn gehört zu den wärmsten Gegenden Baden-Württembergs. Es herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima mit milden Wintern und warmen bis heißen Sommern vor, das den ausgiebig betriebenen Weinbau begünstigt.[9] Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag lt. Daten des Deutschen Wetterdienstes in der Normalperiode 1961–1990 bei 9,8 °C, der jährliche Niederschlag bei 758,1 mm.[10]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Heilbronn
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 1,0 2,3 5,7 9,6 14,0 17,1 18,9 18,1 14,7 10,0 5,1 2,0 Ø 9,9
Niederschlag (mm) 56,9 50,1 54,6 58,2 79,2 83,3 67,5 75,1 55,0 53,5 62,5 62,1 Σ 758
T
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m
p
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r
a
t
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Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
e
r
s
c
h
l
a
g
56,9
50,1
54,6
58,2
79,2
83,3
67,5
75,1
55,0
53,5
62,5
62,1
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD-Daten für die Normalperiode 1961–1990

Raumplanung[Bearbeiten]

Heilbronn gehört mit dem Umland zum nördlichen Bereich des Verdichtungsraums Stuttgart. Die Stadt ist Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken und damit eines von insgesamt 14 im Rahmen des Landesentwicklungsplans 2002 des Landes Baden-Württemberg ausgewiesenen Oberzentren. Dieses übernimmt auch die Aufgaben des Mittelbereichs für den kompletten Landkreis Heilbronn außer dessen Nordosten, der den Mittelbereich der Stadt Neckarsulm bildet. Im Einzelnen sind dies die Städte und Gemeinden Abstatt, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Beilstein, Brackenheim, Cleebronn, Eberstadt, Ellhofen, Eppingen, Flein, Gemmingen, Güglingen, Ilsfeld, Ittlingen, Kirchardt, Lauffen am Neckar, Lehrensteinsfeld, Leingarten, Löwenstein, Massenbachhausen, Neckarwestheim, Nordheim, Obersulm, Pfaffenhofen an der Zaber, Schwaigern, Siegelsbach, Talheim, Untergruppenbach, Weinsberg, Wüstenrot und Zaberfeld.

Raumbedeutsame Maßnahmen werden für die Region Heilbronn-Franken durch den Regionalverband Heilbronn-Franken erarbeitet.

Geschichte[Bearbeiten]

Stadtrecht 1281

Besiedlung und Stadtgründung[Bearbeiten]

Die ältesten menschlichen Spuren in den fruchtbaren Neckarauen des Heilbronner Beckens datieren aus der Altsteinzeit (30.000 v. Chr.). Bei Heilbronn trafen sich bereits in der Vorzeit uralte Fernwege, die dort den Neckar überquerten. Die Römer sicherten im 1. Jahrhundert n. Chr. ihre Grenze längs des Neckarlimes mit Kastellen, darunter das Kastell Heilbronn-Böckingen, wo sich insgesamt acht Römerstraßen trafen. Nach den Römern herrschten ab Mitte des 3. Jahrhunderts die Alamannen im Neckarraum und wurden um 500 durch die Franken verdrängt, die ihre östlichen Provinzen mit Königshöfen besiedelten. Auf einen solchen Königshof geht vermutlich die erste größere Siedlung im Bereich der heutigen Kernstadt zurück.

Der Ort wird erstmals als villa Helibrunna in einer auf das Jahr 741 datierten Schenkung erwähnt. Der Name deutet auf einen Brunnen bzw. eine Quelle hin. Ein Markt wurde um 1050, ein Hafen um 1140 erstmals genannt. Der Ort entwickelte sich früh zum bedeutenden Handelszentrum und ging nach dem Ende der Karolinger auf deren Regionalfürsten, die Grafen von Calw, über. Der einstige fränkische Fürstenhof zersplitterte in Herrschaftshöfe, und diese wiederum zerfielen in kleinere Anteile. Neben verschiedenen Grafen, Klöstern mit ihren Heilbronner Pfleghöfen und dem ab um 1225 auftretenden Deutschen Orden, der den Deutschhof als Kommende errichtete und den Nachbarort Sontheim besaß, gelangten Besitzrechte in Heilbronn auch in die Hände des immer einflussreicher werdenden Patriziats, zu dessen frühen Vertretern unter anderem die Erer und die Lutwin zählten. 1225 wurde die Stadt erstmals als oppidum (befestigte Stadt) bezeichnet und als Lehen des Stauferkönigs Heinrich (VII.) an Württemberg verliehen.

1281 verlieh König Rudolf I. von Habsburg Heilbronn das Stadtrecht, wobei auch erstmals ein Rat der Stadt erwähnt wurde, der sich aus dem Patriziat bildete. Um 1300 wurde die Kilianskirche erstmals namentlich genannt sowie ein Marktplatz mit Rathaus. Mit der Stiftung des Katharinenspitals 1306 bildete sich ein städtisches Gesundheits- und Fürsorgewesen. 1322 verlieh König Ludwig der Bayer der Stadt die hohe Gerichtsbarkeit.

Der Hafen und die durch Wasserkraft betriebenen Mühlen am Neckar, der ab 1333 dank des Neckarprivilegs zum Nutzen der Stadt aufgestaut und umgeleitet werden konnte, ließen den Handel in Heilbronn erblühen. Heilbronn wurde aufgrund des Umschlagsmonopols zum „Klein-Venedig“[11] der Binnenschifffahrt. 1360 konnte die Bürgerschaft das Schultheißenamt vom vorigen Lehensträger Württemberg erwerben.

Reichsstadt ab 1371[Bearbeiten]

Ansicht der Reichsstadt von 1617
Heilbronn mit Bollwerk (1643)

Am 28. Dezember 1371 wurde die Stadt durch eine Verfassung Kaiser Karls IV. zur Reichsstadt. Ein äußerst enges Verhältnis zum Kaiser sowie ein Bündnis mit der Kurpfalz von 1417 bis 1622 festigten die Stellung gegenüber Württemberg.

Ab 1500 gehörte Heilbronn als Reichsstadt zum Schwäbischen Reichskreis, während die Gebiete des Deutschen Ordens, Ballei Franken, zum Fränkischen Reichskreis zählten.

Im Jahr 1519 war Götz von Berlichingen als Gefangener des Schwäbischen Bundes in Heilbronn inhaftiert. Im Bauernkrieg trat Jäcklein Rohrbach als rebellischer Bauernführer in Heilbronn in Erscheinung. Er beging mit dem Neckar-Odenwälder Bauernhaufen um Ostern 1525 die Weinsberger Bluttat und plünderte anschließend das außerhalb der Stadtmauern gelegene Heilbronner Karmeliterkloster. In der Stadt selbst richtete sich der Zorn der Bauern lediglich gegen den Deutschen Orden im Deutschhof.

Die Stadt Heilbronn, die das Patronatsrecht über die Predigerstelle in der Kilianskirche besaß, schloss sich früh der Reformation an. Der vom Kilianskirchprediger Johann Lachmann verfasste Heilbronner Katechismus von 1528 ist einer der frühesten protestantischen Katechismen. Der erste protestantische Bürgermeister Hans Riesser nahm 1529 an der Protestation zu Speyer teil. Die wirtschaftliche Stabilität im weiteren Verlauf des 16. Jahrhunderts führte zu einer weiteren Blüte der Stadt, in der damals etwa 4000 Menschen lebten. Zahlreiche historische Bauten gehen auf diese Periode zurück, darunter der schmuckvolle Westturm der Kilianskirche, das Fleischhaus und das Heilbronner Rathaus.

Während des Dreißigjährigen Kriegs litten die Stadt und die umliegenden reichsstädtischen Dörfer sehr. Nach der Schlacht bei Wimpfen wurde 1622 Neckargartach niedergebrannt. 1633 schlossen die Schweden im Deutschhof den Heilbronner Bund mit den protestantischen süddeutschen Reichsstädten. Zu jener Zeit wurde die Stadt von einem Bollwerk umgeben. 1634 bis 1647 war die Stadt wieder in der Hand kaiserlicher Truppen, danach zogen französische und anschließend kurpfälzische Truppen ein. Die Stadt blieb aber auch nach dem Westfälischen Frieden 1648 Aufmarschplatz und evangelische Kreisfestung des Schwäbischen Reichskreises. Im Spätjahr 1688 wurde Heilbronn im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den Franzosen unter Ezéchiel de Mélac besetzt, die bei ihrem Abzug vor anrückenden kursächsischen Truppen im Dezember 1688 neun Mitglieder der Patrizierfamilien für teilweise über ein Jahr als Geiseln verschleppten. 1694 fand der letzte Hexenprozess in der Reichsstadt statt.

Nach der politischen Stabilisierung entstanden um 1750 prachtvolle Bauten im Rokokostil, wie der städtische Archivbau, das Waisen-, Zucht- und Arbeitshaus, das Kraichgauarchiv und das Schießhaus. Ab 1770 wurde Heilbronn durch den Vieh- und Pferdemarkt für über ein Jahrhundert einer der größten südwestdeutschen Umschlagplätze für Schlachtvieh.

Württembergische Oberamtsstadt ab 1802[Bearbeiten]

Heilbronn 1858
Heilbronner Marktplatz in den 1920er Jahren

Heilbronn kam infolge der Mediatisierung im September 1802 mit anderen Reichsstädten an Württemberg und wurde Sitz des Oberamts Heilbronn. Zwei der Oberamtmänner des 19. Jahrhunderts, nämlich Joseph Christian Schliz und Friedrich Mugler, wurden die beiden ersten Ehrenbürger der Stadt.

Ab 1815 machte man den Neckar wieder schiffbar, der seit dem hohen Mittelalter durch unzählige Wehre und Mühlen versperrt gewesen war. Zu diesem Zweck wurde von 1819 bis 1821 der Wilhelmskanal gebaut. Die Industrialisierung wurde in Heilbronn durch die Heilbronner Papiermühlen am Neckar vorangetrieben, die um 1820 mit der Installation von großen Papiermaschinen zur fabrikartigen Produktion übergingen und sich zu großen Betrieben entwickelten, denen wiederum nachgeordnete Verarbeitungsbetriebe folgten. 1832 war Heilbronn die württembergische Stadt mit den meisten Fabriken, man nannte es das schwäbische Liverpool.[12]

Im Lauf des 19. Jahrhunderts hat sich die Einwohnerzahl der Stadt etwa versechsfacht, so dass man rasch die über Jahrhunderte nahezu unveränderten mittelalterlichen Stadtgrenzen überwandt. Die alten Stadttore und Stadtmauern wurden abgerissen. Neue Straßen- und Brückenbauten entstanden. Ab 1839 erschloss man planmäßig Vorstädte, nun auch westlich des Neckars, wo ab 1848 der Alte Bahnhof stand. Heilbronn war anfangs Endbahnhof der Württembergischen Nordbahn, bis 1880 entstanden dann Eisenbahnverbindungen nach allen wichtigen süddeutschen Städten.

Heilbronn galt 1848 als württembergisches Zentrum der Märzrevolution. Bis zum Sommer 1849 kam es oftmals zu Unruhen in der Stadt, die mehrfach nur durch die Entsendung königlichen Militärs aus Stuttgart unterdrückt werden konnten.

Mit dem stetigen weiteren Wachstum der Stadt wurde 1873 ein neuer Generalbauplan von Reinhard Baumeister erstellt, an den man sich bis etwa um 1900 beim weiteren Städtebau hielt. Die Kaiserstraße wurde dabei zu einer wichtigen Ost-West-Verkehrsachse. 1875 wurde der Floßhafen errichtet, 1886 folgte der Salzhafen und 1888 der Karlshafen. Am 16. Januar 1892 nahm Heilbronn mit dem Anschluss an das Stromnetz des Elektrizitätswerks in Lauffen als erste Stadt der Welt die Fernversorgung mit Strom auf. Mit dem Südbahnhof entstand im Jahr 1900 ein wichtiger weiterer Güterumschlagplatz.

Zu den bedeutendsten Heilbronner Unternehmen jener Zeit gehörten die Silberwarenfabrik Peter Bruckmann & Söhne, die Heilbronner Zuckerfabrik, die Brauerei Cluss, die Suppenfabrik Knorr und die Maschinenbau-Gesellschaft Heilbronn.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in der ausgeprägten Industrie- und Arbeiterstadt zahlreiche Arbeiter- und Sportvereine und eine liberale Presselandschaft. Der spätere Bundespräsident Theodor Heuss war von 1912 bis 1917 Chefredakteur der Neckar-Zeitung, die damals überregionale Beachtung genoss. Die Stadt galt als „rote Hochburg“. Bei der Novemberrevolution 1918/19 kam es zu keinen größeren revolutionären Handlungen.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Heilbronn 1945

Die 1923 gegründete Ortsgruppe der NSDAP war bis zur „Machtergreifung“ bedeutungslos, schaltete dann aber ab 1933 unter Kreisleiter Richard Drauz die örtlichen Vereine und die örtliche Presse energisch gleich. 1933 errichtete die Württembergische Politische Polizei, die ab 1936 als „Geheime Staatspolizei - Stapoleitstelle Stuttgart“ firmierte, eine Außendienststelle in Heilbronn, die bis Kriegsende politische Gegner, Juden und Zwangsarbeitskräfte observierte und verfolgte.[13]

1935 wurden mit der Kanalisierung des Neckars die Großschifffahrtsstraße Heilbronn-Mannheim und der Heilbronner Kanalhafen eröffnet, der gemeinsam mit den übrigen Heilbronner Häfen bis heute ein wichtiger Umschlagplatz am Neckar und einer der zehn größten deutschen Binnenhäfen ist. 1936 wurde die Autobahn nach Stuttgart fertig.

Die ehemalige Stadt Böckingen wurde 1933 nach Heilbronn eingemeindet. Im Zuge einer Verwaltungsreform kamen am 1. Oktober 1938 auch noch die zuvor selbstständigen Gemeinden Sontheim und Neckargartach zu Heilbronn, das Stadtkreis wurde und zugleich Sitz des neuen Landkreises Heilbronn. Mit 72.000 Einwohnern war die Stadt nun die zweitgrößte in Württemberg nach Stuttgart.

Am 10. November 1938 wurde die Heilbronner Synagoge durch Brandstiftung zerstört. Im Laufe des Jahres 1939 wurde die traditionsreiche jüdische Gemeinde in Heilbronn fast gänzlich ausgelöscht.

Im September 1944 errichtete die SS im Stadtteil Neckargartach das Konzentrationslager Neckargartach, ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof, in dem zeitweise über 1.000 Häftlinge zusammengezogen wurden, die in der Rüstungsindustrie und anderswo im gesamten Stadtgebiet durch Zwangsarbeit ausgebeutet wurden (Juli 1944 bis April 1945, Teil der Neckarlager). Es wurde zeitgenössisch als SS-Arbeitslager Steinbock geführt. 246 der dabei Umgekommenen liegen auf dem KZ-Friedhof an der Böllinger Straße begraben.[14]

Im Zweiten Weltkrieg war Heilbronn ab Dezember 1940 vielfach Ziel von Luftangriffen. Der Luftangriff vom 4. Dezember 1944, bei dem die Altstadt völlig zerstört wurde und über 6500 Menschen ihr Leben verloren, wurde zur Katastrophe für die Stadt. Als amerikanische Truppen am 12. April 1945 Heilbronn besetzten, hatte die Stadt nur noch 46.350 Einwohner.

Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Die Heilbronner Allee, Bauarbeiten für den Nordast der Stadtbahn, März 2012
Gedenktafel an den Polizistenmord auf der Theresienwiese 2007

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Heilbronn zur amerikanischen Besatzungszone und bis 1952 zum Land Württemberg-Baden. In einer gewaltigen Kraftanstrengung gelang in nur wenigen Jahren der Wiederaufbau der völlig zerstörten Stadt. Nur wenige bedeutende Einzelbauwerke wurden in historischer Gestalt wiederaufgebaut, die meisten Quartiere überbaute man mit zeitgenössischer Architektur der 1950er Jahre. Ab 1951 waren US-Truppen dauerhaft in Heilbronn stationiert.

Nachdem im Jahr 1968 die Bundesautobahn 6 von Heilbronn nach Mannheim mit der monumentalen Neckartalbrücke für den Verkehr eröffnet wurde und die A 81 nach Würzburg 1974, die A 6 nach Nürnberg 1979 folgten, nahm die regionale Wirtschaft durch verbesserte Verkehrserschließung einen starken Aufschwung. Zahlreiche Großbetriebe siedelten sich in neu entstandenen Industrie- und Gewerbegebieten entlang der neuen Verkehrsadern an und die Wirtschaftsregion in ihrer heutigen Ausprägung entstand.

Durch die Eingemeindung von Klingenberg 1970 überschritt Heilbronn die Zahl von 100.000 Einwohnern und wurde damit Großstadt. 1972 und 1974 kamen noch Kirchhausen, Biberach, Frankenbach und Horkheim hinzu. Bei der Kreisreform Baden-Württemberg 1973 blieb Heilbronn kreisfreie Stadt und Sitz des nunmehr vergrößerten Landkreises Heilbronn. Die Stadt wurde Sitz des Regionalverbandes Franken, aus dem der heutige Regionalverband Heilbronn-Franken entstand.

Die Fleiner Straße und die Sülmerstraße, die vor dem Krieg die zentrale Nord-Süd-Achse der Stadt bildeten und beim Wiederaufbau als Durchgangsstraßen beibehalten wurden, gestaltete man in den 1970er Jahren zu Fußgängerzonen um und beruhigte in den umgebenden Bereichen den Verkehr. Die parallel verlaufende Allee wurde stattdessen zur wichtigsten innerstädtischen Nord-Süd-Achse, an ihr entstanden Unterführungen und Bauwerke im zeitgenössischen Stil wie das 14-stöckige Shoppinghaus von 1971, das 1974 erbaute Wollhauszentrum und das 1982 eröffnete Theater Heilbronn.

1977 stationierten die USA auf der Heilbronner Waldheide nuklear bestückte Kurzstreckenraketen des Typs Pershing IA, die im Rahmen des NATO-Doppelbeschlusses 1984–1985 durch Pershing-II-Mittelstreckenraketen ersetzt wurden. Die Bevölkerung wurde darüber nicht informiert, ab Juli 1984 waren die Raketen auf öffentlichen Druck hin dann Thema im Gemeinderat und in der regionalen Presse. Ein Raketenunglück auf dem Gelände im Jahr 1985 erregte die Öffentlichkeit, es kam zu Protestkundgebungen und einer Blockade des Geländes. Nach Unterzeichnung der INF-Verträge zog die US-Armee 1987 die Raketen und 1992 die letzten Einheiten ab. Seitdem gibt es in Heilbronn keine militärischen Einrichtungen mehr.

Ab 1998 wurde die Stadt ans Nahverkehrs-Netz der Stadtbahn Karlsruhe angeschlossen, dafür wurden bis 2005 große Flächen der Heilbronner Innenstadt abermals umgebaut.

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Die Stadtbahn Heilbronn wurde bis 2005 abschnittsweise bis nach Öhringen verlängert und durchquert Heilbronn nun von Westen nach Osten. Von dieser Strecke zweigt mittlerweile ein weiterer Streckenast nach Neckarsulm ab, der von 2011 bis 2013 gebaut wurde. Weitere in den letzten Jahren neu entstandene Großbauten im Stadtbereich sind zwei Neckarbrücken und die beiden Einkaufszentren Stadtgalerie und Klosterhof. Außerdem wurden die Nord- und die Südstadt im Rahmen des Bund-Länder-Förderprogramms „Soziale Stadt“ begrünt und bebaut.

In den Jahren 2005 und 2006 war Heilbronn erste UNICEF-Kinderstadt Deutschlands.

Die Tötung einer Polizistin in Heilbronn im Frühsommer 2007 erregte großes Aufsehen und brachte die Stadt in die internationale Berichterstattung. Die mutmaßliche Täterin, das „Heilbronner Phantom“, erwies sich im März 2009 aber als bloßes Konstrukt aufgrund eines Ermittlungsfehlers. Seit dem 7. November 2011 wird das Verbrechen aufgrund von Waffenfunden in Zwickau der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund zugeordnet. Der NSU-Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

2007 erhielt die Stadt den Zuschlag für die Bundesgartenschau 2019. Als Veranstaltungsgelände wurde ein 30 Hektar großes früheres Gewerbeareal unmittelbar nördlich des Hauptbahnhofes ausgewählt, das mittlerweile brach liegt. Im Anschluss an die Bundesgartenschau soll dort das neue Stadtviertel Neckarbogen entstehen.

Religionen[Bearbeiten]

Protestanten[Bearbeiten]

Heilbronn war seit der Reformation durch Johann Lachmann 1528 eine nahezu rein evangelische Stadt mit der Kilianskirche als geistigem Zentrum. Der Rat und die Bürgerschaft bekannten sich 1530 geschlossen zur Augsburger Konfession, Bürgermeister Johann Spölin unterzeichnete für den Rat der Stadt Heilbronn die lutherische Konkordienformel von 1577.[15] Katholiken waren unerwünscht, Juden war es verboten, sich in Heilbronn niederzulassen. Nach dem Übergang an Württemberg wurde die Stadt 1803 Sitz eines Dekanats, des heutigen Kirchenbezirks Heilbronn. 1823 wurde ein Generalat eingerichtet, aus dem die heutige Prälatur Heilbronn der Evangelischen Landeskirche in Württemberg hervorgegangen ist. Protestanten stellen bis heute in Heilbronn mit rund 38 Prozent der Bevölkerung die Mehrheit, gefolgt von Katholiken mit 24 Prozent.

Katholiken[Bearbeiten]

Die katholische Gemeinde der Stadt hatte ihre Mutterkirche in dem vom Deutschen Orden erbauten Deutschordensmünster St. Peter und Paul, das auch für die wenigen Katholiken in den historisch zur Stadt gehörenden Stadtteilen zuständig war. Die Stadtteile Biberach, Kirchhausen und Sontheim sind traditionell katholisch geprägt, da sie einst zum Deutschen Orden zählten und daher auch während der Reformation katholisch geblieben waren. Die katholischen Gemeinden gehören heute zum Dekanat Heilbronn der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Juden[Bearbeiten]

Die ehemalige Heilbronner Synagoge um 1900

Die Existenz von Juden in Heilbronn ist seit 1050 belegt, diese hatten jedoch von 1438 bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts Aufenthalts- bzw. Ansiedlungsverbot. In den 1860er Jahren wurden Juden rechtlich anderen Bürgern gleichgestellt. Im Jahr 1877 wurde die Heilbronner Synagoge eingeweiht, das Bauwerk wurde in der Reichspogromnacht 1938 zerstört. Die Nationalsozialisten löschten die jüdische Gemeinde bis 1939 fast vollständig aus. In den 1980er Jahren gab es nur sechs Familien jüdischen Glaubens in Heilbronn. Insbesondere durch den Zuzug aus Osteuropa wuchs die Gemeinde danach auf über 150 Mitglieder an. 2006 wurde das neue Jüdische Zentrum Heilbronn eingeweiht. Die jüdische Gemeinde Heilbronn ist eine Filialgemeinde der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Württemberg mit Sitz in Stuttgart.

Muslime[Bearbeiten]

Im Stadt- und Landkreis Heilbronn haben sich nach 1960 zahlreiche Gastarbeiter angesiedelt. Die Zahl der gemeldeten Ausländer stieg von rund 2500 Personen im Jahr 1961 auf 13.700 im Jahr 1974 (12 % der Wohnbevölkerung). Für die Muslime unter diesen Personen entstanden die ersten islamischen Gotteshäuser, zunächst provisorisch in kleinen Räumlichkeiten. Nach und nach wurden im Stadt- und Landkreis Heilbronn dann mehrere Moscheen erbaut, die im Stadtgebiet u. a. in der Goppeltstraße, Hans-Seyfer-Straße, Salzstraße, Weinsberger Straße und in der Böckinger Straße zu finden sind.

Die Zahl der Muslime im Stadtkreis Heilbronn wird auf über 10.000 Personen geschätzt. Den Großteil davon stellen Muslime türkischer Abstammung, die zum Teil von einer Heilbronner Niederlassung der DITIB vertreten werden; daneben gibt es Muslime bosnischer, kurdischer, arabischer und deutscher Abstammung.

Sonstige[Bearbeiten]

Die Neuapostolische Kirche hatte ab 1896 Gemeinden in Heilbronn und Umgebung, die zunächst von Frankfurt am Main aus verwaltet wurden. In den 1920er Jahren bildeten sie dann den eigenen Bereich Heilbronn, der am 1. Januar 1926 zu einem eigenständigen Verwaltungsbezirk mit 212 Gemeinden in Württemberg und Bayern wurde; der Sitz des Bezirks befand sich in der Lerchenstraße 8 in Heilbronn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Bezirk Heilbronn bis 1953 der Bezirk Stuttgart, mit Sitz dort.

Zeugen Jehovas sind für Heilbronn schon seit dem Jahr 1920 belegt, ihre ersten Gruppen sammelten sich in Heilbronn aus den „Ernsten Bibelforschern“. Die recht kleine Gemeinde wurde während des Nationalsozialismus angefeindet und verfolgt, zahlreiche Gemeindemitglieder starben in Konzentrationslagern. Die Zeugen Jehovas errichteten 1953 in Heilbronn wieder einen ersten Königreichssaal, dem zahlreiche weitere Säle bis in die Gegenwart folgten.

Sonstige in Heilbronn vertretene Glaubensrichtungen sind die Griechisch-Orthodoxe Gemeinde in der Aukirche, die Syrisch-Orthodoxe Gemeinde in der Mor-Ephräm-Kirche, die Adventgemeinde, die Gemeinde entschiedener Christen, die Evangelisch-Methodistische Gemeinde mit der Pauluskirche, die Freie evangelische Gemeinde Heilbronn, die Freien Reformierten Baptisten sowie die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemals selbstständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Heilbronn eingegliedert wurden:

Jahr Orte Zuwachs in ha Quelle
1. Juni 1933 Böckingen, Stadt (seit 1919) 1135
1. Oktober 1938 Neckargartach 1125
1. Oktober 1938 Sontheim 740
1. Januar 1970 Klingenberg 272
1. Juli 1972 Kirchhausen 1147 [16]
1. Januar 1974 Biberach 1058 [17]
1. April 1974 Frankenbach 889 [17]
1. April 1974 Horkheim 486 [17]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung

Im 15. Jahrhundert lebten etwa 4.000 Menschen innerhalb der Stadtbefestigung. 1840 wurden 11.300 Einwohner gezählt, 1890 hatte Heilbronn 30.000 Einwohner. Bis zum 1. Juni 1933 verdoppelte sich diese Zahl, unter anderem durch die Eingemeindung der Stadt Böckingen (11.593 Einwohner 1925), auf 60.000 Einwohner. Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg verlor Heilbronn rund 40 Prozent seiner Bevölkerung, von 77.000 Einwohnern 1939 blieben 1945 nur 47.000.

1956 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht, am 1. Januar 1970 überschritt sie durch die Eingemeindung von Klingenberg die Grenze von 100.000 Einwohnern, wodurch sie Großstadt wurde. In den 1980er Jahren hatte die Stadt durchweg rund 112.000 Einwohner. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1989 und der Öffnung der osteuropäischen Staaten erreichte die Einwohnerzahl 1993 mit etwa 122.000 Einwohnern einen vorläufigen Höchststand, danach war die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2000 vor allem durch die Rückkehr jugoslawischer Bürgerkriegsflüchtlinge wieder rückläufig. Seitdem wird wieder ein kontinuierliches Wachstum verzeichnet. Heilbronn rangierte zum 31. Dezember 2007 mit seinem Einwohnerstand auf Platz 59 der Liste der Groß- und Mittelstädte in Deutschland. Zum 30. September 2012 wurden mit 125.129 Einwohnern erstmals über 125.000 Einwohner gezählt.[18] Ende Mai 2013 zeigte sich aber durch Bekanntwerden der Zahlen des Zensus 2011, dass diese auf jahrzehntelanger Fortschreibung alter Daten beruhenden Einwohnerzahlen angeblich zu hoch waren und Heilbronn zum Stichtag 9. Mai 2011 vielmehr 116.059 Einwohner hatte.[19] Die Stadt Heilbronn erhebt dagegen Klage vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart.[20]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.

Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt. Die Angaben nennen ab 1843 die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 die Wohnbevölkerung und seit 1987 die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.

Jahr Einwohner
1399 5.500
1501 6.168
1618 6.000
1769 6.077
1803 5.692
1818 7.200
1830 10.703
1. Dezember 1840 ¹ 11.311
3. Dezember 1849 ¹ 12.377
3. Dezember 1852 ¹ 13.687
3. Dezember 1858 ¹ 14.029
3. Dezember 1861 ¹ 14.333
3. Dezember 1864 ¹ 16.400
3. Dezember 1867 ¹ 16.700
1. Dezember 1871 ¹ 18.955
1. Dezember 1875 ¹ 21.200
Jahr Einwohner
1. Dezember 1880 ¹ 24.446
1. Dezember 1885 ¹ 28.038
1. Dezember 1890 ¹ 29.941
2. Dezember 1895 ¹ 33.461
1. Dezember 1900 ¹ 37.891
1. Dezember 1905 ¹ 40.004
1. Dezember 1910 ¹ 42.688
1. Dezember 1916 ¹ 38.104
5. Dezember 1917 ¹ 37.331
8. Oktober 1919 ¹ 44.012
16. Juni 1925 ¹ 45.520
16. Juni 1933 ¹ 60.308
17. Mai 1939 ¹ 77.569
31. Dezember 1945 47.474
29. Oktober 1946 ¹ 52.745
13. September 1950 ¹ 64.643
Jahr Einwohner
25. September 1956 ¹ 79.458
6. Juni 1961 ¹ 89.100
31. Dezember 1965 95.348
27. Mai 1970 ¹ 101.660
31. Dezember 1975 113.177
31. Dezember 1980 111.938
31. Dezember 1985 111.338
25. Mai 1987 ¹ 110.970
31. Dezember 1990 115.843
31. Dezember 1995 121.509
31. Dezember 2000 119.305
31. Dezember 2005 121.613
31. Dezember 2010 122.879
9. Mai 2011 ¹ 116.059

¹ Volkszählungsergebnis

Unter den über 25.000 Ausländern[21] in der Stadt bilden Türken die größte Volksgruppe. Bereits 1999 lag der Ausländeranteil bei 20,5 %.[22] Diese Quote wurde auch 2011 knapp erreicht.[23] Gemäß Zensus 2011 haben 46,1 % der Einwohner Heilbronns einen Migrationshintergrund. Heilbronn ist damit nach Offenbach am Main und Pforzheim in Deutschland die Stadt mit dem dritthöchsten Migrantenanteil.[24] Rund 63 % aller Kinder und Jugendlichen stammen aus Migrantenfamilien.[25]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
30,7
27,0
12,6
9,0
7,6
4,1
3,7
3,1
2,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,6
+1,7
+2,2
-4,6
-0,9
+4,1
-1,1
+0,2
+2,1
Sitzverteilung im Gemeinderat
1
11
5
1
3
4
12
2
1
11 12 
Von 40 Sitzen entfallen auf:

Seit der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 hat der Gemeinderat 40 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,9 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

CDU 12 Sitze (− 2) 30,7 % (− 1,6)
SPD 11 Sitze (− 1) 27,0 % (+ 1,7)
GRÜNE 5 Sitze (+ 1) 12,6 % (+ 2,2)
FDP/DVP 4 Sitze (- 1) 9,0 % (- 4,6)
FWV 3 Sitze (0) 7,6 % (- 0,9)
AfD 2 Sitze (+ 2) 4,1 % (+ 4,1)
Pro Heilbronn 1 Sitz (- 1) 3,7 % (- 1,1)
Die Linke 1 Sitz (0) 3,1 % (+ 0,2)
Bunte Liste 1 Sitz (+ 1) 2,1 % (+ 2,1)
Andere 0 Sitze (− 3) 0,0 % (− 2,3)

Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Oberbürgermeister.

In den fünf Stadtteilen, die in den 1970er Jahren nach Heilbronn eingegliedert wurden (1970 Klingenberg, 1972 Kirchhausen, 1974 Biberach, Frankenbach und Horkheim), bestehen Bezirksbeiräte, da sie entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Heilbronn Stadtbezirke im Sinne von § 64 Abs. 1 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg bilden. Diese Gremien sind zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann allerdings dem Gemeinderat der Gesamtstadt Heilbronn.

Ergebnisse der Kommunalwahlen in Heilbronn

Stadtoberhaupt[Bearbeiten]

Der Oberbürgermeister von Heilbronn wird für eine Amtszeit von acht Jahren von den Bürgern Heilbronns (einschließlich der EU-Ausländer) gewählt. Der derzeitige Amtsinhaber Harry Mergel ist seit 1. Mai 2014 im Amt.

Für eine ausführliche Darstellung der Stadtverwaltung siehe Geschichte der Stadt Heilbronn. Die Amtsträger bis 1945 werden in der Liste der Bürgermeister von Heilbronn behandelt.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Heilbronner Wappens lautet: In Gold der rot bewehrte und rot bezungte schwarze Reichsadler mit einem von Rot, Silber und Blau geteilten Brustschild. Die Stadtflagge ist Rot-Weiß-Blau.

Der Reichsadler als Symbol der Reichsunmittelbarkeit Heilbronns ist in den Siegeln der Stadt seit 1265 belegt. In der Stadt Heilbronn erschien er bei farbiger Darstellung immer auf goldenem Schildgrund (zuerst nachweisbar in einem Wappenfenster von 1487 in der Kilianskirche), während er im Hauptbanner der Reichsstädte von 1462, in Siebmachers Wappenbuch von 1605 und in Wappenbüchern des 18. Jahrhunderts auf silbernem Grund dargestellt wird.

Zur Unterscheidung vom Reichs- und von anderen Adlerwappen trat seit 1556 in Wappenzeichnungen, seit dem 18. Jahrhundert auch in Siegeln der Brustschild auf. Im Planprospekt J. S. Schlehenrieds von 1658 steht er sogar gleichberechtigt neben dem Schild mit dem Adlerwappen. Die Herkunft der Farben des Brustschildes konnte bis heute nicht sicher geklärt werden. 1556, 1581 und 1681 kamen sie auch in der Reihenfolge Blau-Silber-Rot vor; die heute übliche Reihenfolge Rot-Silber-Blau, die auch in die rot-weiß-blaue Stadtflagge Eingang gefunden hat, ist erstmals 1560 nachgewiesen. In manchen Siegeln des 17. und 18. Jahrhunderts enthielt der Brustschild nur die auf den Stadtnamen hinweisenden Großbuchstaben HB.[26] Den Entwurf für die gegenwärtig verwendete Wappengrafik lieferte 1948 der Stuttgarter Heraldiker Alfred Dochtermann, der Heilbronner Gemeinderat beschloss am 14. Juli 1949 darüber. Die endgültige grafische Gestaltung übernahm der Heilbronner Grafiker A. W. Sauter.[27]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Mosaik im Boden vor dem Rathaus. Dargestellt sind die Partnerstädte Heilbronns mit Flaggen von deren Ländern, Entfernungen dorthin und dem Heilbronner Stadtwappen

Heilbronn unterhält zu sechs Städten in fünf Ländern eine Städtepartnerschaft oder -freundschaft:

Abgeordnete aus Heilbronn[Bearbeiten]

Die Stadt Heilbronn bildet zusammen mit nördlichen Gemeinden und Städten des Landkreises den Wahlkreis Heilbronn für die Wahlen zum Deutschen Bundestag. Mit Direktmandat wurde bei den Wahlen 1998, 2002, 2005, 2009 und 2013 der Kandidat der CDU, Thomas Strobl gewählt. Der 2013 unterlegene Mitbewerber Josip Juratović (SPD) zog ebenso wie 2005 und 2009 über die Landesliste in den Bundestag ein. Bei den Wahlen 2005 und 2009 war zudem Michael Georg Link für die FDP sowie seit Dezember 2011 Ulrich Schneider für Bündnis 90/Die Grünen jeweils über die Landesliste in den Bundestag eingezogen. 2002 zog kein Mitbewerber in den Bundestag ein, bei den Wahlen 1998 kam nur der SPD-Mitbewerber Harald Friese über die Landesliste in den Bundestag.

Für die Wahlen zum Landtag von Baden-Württemberg liegt die Stadt Heilbronn, seit 2006 mit anderen Gemeinden, im Wahlkreis 18 (Heilbronn). Bei der Landtagswahl 2011 wurden zwei Abgeordnete aus dem Wahlkreis 18 in den Landtag entsandt: Alexander Throm (CDU) und Rainer Hinderer (SPD).[28]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Die Kilianskirche vom Marktplatz aus gesehen

Das bekannteste Kirchenbauwerk in Heilbronn ist die evangelische Kilianskirche, deren 1529 vollendeter Westturm mit seinem reformatorischen Bildschmuck als erstes bedeutendes Renaissance-Bauwerk nördlich der Alpen gilt. Auch der in der Kilianskirche befindliche geschnitzte Marienaltar von Hans Seyfer aus dem 15. Jahrhundert gilt als bedeutender Kunstschatz. Das katholische Deutschordensmünster und die evangelische Nikolaikirche bestehen ebenfalls schon seit dem Mittelalter. In der überwiegend protestantischen Stadt gibt es darüber hinaus noch mit Wichernkirche (ev.), Aukirche (griech-orth.), Martin-Luther-Kirche (ev.), Kreuzkirche (ev.), Christuskirche (ev.), Wartbergkirche (ev.), Mor-Ephräm-Kirche (syr.-orth.) und Augustinuskirche (kath.) zahlreiche neuere Kirchenbauten.

Die Filiale Heilbronn der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) betreibt das Jüdische Zentrum Heilbronn.

Historische Gebäude der Innenstadt[Bearbeiten]

Heilbronner Marktplatz mit Käthchenhaus (links) und Rathaus (rechts)

Am Marktplatz befinden sich neben der Kilianskirche das auf das 16. Jahrhundert zurückgehende Heilbronner Rathaus mit seiner schmuckvollen Kunstuhr und der Ehrenhalle im Innenhof, das historische Käthchenhaus mit markantem Erker, das barock anmutende Geschäftsgebäude Haus Zehender und die bis auf das 14. Jahrhundert zurückgehende Sicherer’sche Apotheke. Der nur wenig entfernt liegende Deutschhof am Deutschordensmünster war eine seit dem Mittelalter bestehende Hauskommende des Deutschen Ordens und erhielt im 18. Jahrhundert im Wesentlichen seine heutige Gestalt. Heute sind dort unter anderem das Stadtarchiv Heilbronn mit dem Haus der Stadtgeschichte sowie die Städtischen Museen Heilbronn untergebracht. Das zeitweilig ebenfalls als Museum genutzte, um 1600 erbaute Fleischhaus hat seinen Namen von der einstigen Bestimmung als städtischer Gerichtsbau mit Fleischhalle. Die Fassaden der historischen Steinbauten bestehen üblicherweise aus Heilbronner Sandstein.

Sämtliche heute noch bestehenden historischen Gebäude der Innenstadt wurden beim Luftangriff auf Heilbronn am 4. Dezember 1944 schwer beschädigt oder zerstört und nach Kriegsende wieder aufgebaut.

Historische Gebäude außerhalb der Innenstadt[Bearbeiten]

Das Trappenseeschlösschen ist ein kleines Wasserschlösschen im Osten der Stadt. Das Schießhaus in der Bahnhofsvorstadt westlich des Neckars, das im Stil des Rokoko erbaut und auch als Veranstaltungssaal des Heilbronner Pferdemarktes genutzt wurde, weist ebenso wie der Alte Heilbronner Bahnhof von 1848 und das ehemalige Postamt No. 2 von 1906 auf Epochen wirtschaftlicher Prosperität hin.

Türme[Bearbeiten]

Der Bollwerksturm und der Götzenturm am Neckar sind Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Der Hafenmarktturm in der Sülmerstraße war Teil der Klosterkirche des ehemaligen Heilbronner Franziskanerklosters, von der nach Zerstörung 1688 nur noch der Turm erneuert wurde. Der weithin sichtbare Turm auf dem Wartberg wurde im 12. Jahrhundert als Wachturm oberhalb der Stadt angelegt. Der Aussichtsturm auf dem Schweinsberg wurde 1886 im Stil des Historismus erbaut. Der General-Wever-Turm auf der Theresienwiese ist ein Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Brunnen und Denkmäler[Bearbeiten]

Siebenröhrenbrunnen bei der Kilianskirche

Heilbronn hat viele historische Brunnen, um 1960 waren es noch 50 an der Zahl. Der Siebenröhrenbrunnen von 1541 bei der Kilianskirche geht vermutlich auf die Quelle zurück, die der Stadt den Namen gab, er wurde bereits mehrfach erneuert. In der Stadtmitte stehen außerdem der nach dem Zweiten Weltkrieg zeitgenössisch erneuerte Hafenmarktbrunnen von 1593 und der Fleinertorbrunnen von 1601. Ein großer Teil des Heilbronner Wassers floss durch das im Südosten der Stadt liegende Cäcilienbrunnenhaus aus dem 16. Jahrhundert und von dort über eine Leitung in die Stadt. Die Köpferbrunnenanlage im Tal des Köpfers dient seit dem 19. Jahrhundert der Naherholung. Der Theaterbrunnen von 1983 am Stadttheater und der Komödiantenbrunnen von 1996 am Kiliansplatz wurden In jüngerer Zeit in Heilbronn errichtet.

Hauptartikel: Brunnen in Heilbronn

Die markanten Denkmäler in der Heilbronner Innenstadt sind das Denkmal für Robert Mayer auf dem Marktplatz und das Synagogen-Mahnmal an der Allee. Im und am Hafenmarktturm sind mehrere Krieger- und Vertriebenen-Ehrenmale. Gedenksteine im Stadtgebiet erinnern außerdem u. a. an das frühere KZ Steinbock, an Euthanasie-Opfer sowie an den Raketenunfall von 1985 auf der Waldheide.

Hauptartikel: Denkmäler in Heilbronn

Villen[Bearbeiten]

Im Gegensatz zur Innenstadt haben die weiter östlich und südlich gelegenen alten Heilbronner Villenviertel den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden. Aus diesem Grund machen repräsentative Bürgerhäuser verschiedener Epochen einen Großteil des Heilbronner Denkmalbestands aus. Die ältesten Heilbronner Villen sind die klassizistische Villa Rauch beim Wollhausplatz und die Villa Mertz am Rosenberg beim Götzenturm, beide von 1811. Im ab 1840 angelegten Bereich Wilhelmstraße/Cäcilienstraße befinden sich neben dem klassizistischen Wilhelmsbau (1845), der Villa Faißt (1875) und der Villa Link (1871) mehrere weitere stattliche Bauten. Im östlich gelegenen Villenviertel um Dittmar- und Alexanderstraße liegen die Villa Schliz (Jugendstil, 1901), die Villa Hagenmeyer (Historismus, 1899), die Villa Pielenz (Neue Sachlichkeit, 1905) und zahlreiche weitere Villen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Kultur[Bearbeiten]

Die Kunsthalle Vogelmann ist Teil des Konzert- und Kongresszentrums Harmonie
Stadttheater Heilbronn

Das Konzert- und Kongresszentrum Harmonie ist ein bedeutender Veranstaltungsort in Heilbronn. Die Anlage wurde von 1999 bis 2001 zu ihrer heutigen Gestalt ausgebaut und in den Jahren 2009/10 um die Kunsthalle Vogelmann erweitert. Jährlich werden etwa 170.000 Besucher gezählt.[29]

Die bedeutendsten Kunstvereine der Stadt sind der mit zwei Neugründungen seit 1879 bestehende Kunstverein Heilbronn, der seit 1956 rund 400 Veranstaltungen durchgeführt hat,[30] und der Künstlerbund Heilbronn, der zwei Galerien in Heilbronn betreibt.

Die Stadtbibliothek Heilbronn hat einen Bestand von über 293.000 Medien an ihrem Hauptsitz im Theaterforum K3 sowie in den beiden Zweigstellen in Böckingen und Biberach. Außerdem gibt es eine Fahrbücherei.

Die Stadt Heilbronn fördert verschiedene kulturelle Projekte, darunter das Kunst- und Kulturwerkhaus Zigarre sowie Kommunales Kino im Theaterforum K3.

Museen[Bearbeiten]

Die Experimenta im Hagenbucher-Gebäude ist das größte Science Center in Süddeutschland
Historisches Wengerterhäuschen vom Wartberg im Botanischen Obstgarten Heilbronn

Die Städtischen Museen Heilbronn im Deutschhof zeigen neben ihrer Kunst- und Skulpturensammlung auch stadtgeschichtliche, archäologische und erdgeschichtliche Exponate. Die städtische Kunstsammlung hat ihren Schwerpunkt auf Werken regionaler Künstler, darunter Maler des 18. und 19. Jahrhunderts wie Heinrich Friedrich Füger und Carl Doerr sowie Künstler des 20. Jahrhunderts wie Heinrich Altherr und Hal Busse. Außerdem pflegt man einen Sondersammelbereich mit Kleinplastiken und Bozzetti internationaler Bildhauer wie Wilhelm Lehmbruck und Henry Moore. Die Archäologie-Sammlung steht in der Tradition der von Alfred Schliz (1849–1915) begründeten und im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörten früheren städtischen Sammlung von Bodenfunden. Um die Erforschung der Erdgeschichte hat sich in und um Heilbronn vor allem Friedrich von Alberti (1795–1878) verdient gemacht hat, auf den die Benennung Trias der Abfolge von Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper zurückgeht.

Im Deutschhof befindet sich außerdem das Haus der Stadtgeschichte, wo eine Dauerausstellung des Heilbronner Stadtarchivs zur Stadtgeschichte zu sehen ist. Der Eintritt zu den Dauerausstellungen der Städtischen Museen und des Stadtarchivs ist frei, die Ausstellungsräume sind baulich miteinander verbunden. Die Städtischen Museen betreiben darüber hinaus gemeinsam mit dem Kunstverein die Kunsthalle Vogelmann.

Das Kleist-Archiv Sembdner ist aus der Sammlung des Kleist-Forschers Helmut Sembdner hervorgegangen, die 1990 von der Stadt Heilbronn angekauft wurde.

Museale Angebote zur Technikgeschichte in Heilbronn sind der Historische Industriepark Neckargartach der Stadtwerke Heilbronn, der aus einem historischen Pumpwerk im Gebäude der ehemaligen Widmann’schen Papierfabrik und einer historischen Hammermühle im Stadtteil Neckargartach besteht, sowie das Süddeutsche Eisenbahnmuseum Heilbronn auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks im Stadtteil Böckingen.

2009 eröffnete im umgebauten Hagenbucher-Gebäude die Experimenta, das größte Science Center in Süddeutschland.

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Skulpturen in Heilbronn

Mehrere größere Ausstellungen und Projekte in Heilbronn hatten Skulpturen zum Gegenstand, so u. a. das vom Kunstverein ausgerufene Jahr der Plastiken 1978, die Skulpturenallee 1985 oder die Skulpturenstadt 1996, von denen zahlreiche Arbeiten in Heilbronn verblieben sind. Im öffentlichen Raum befinden sich über 50 solcher Arbeiten. Dem Motto der Ausstellung von 1996 folgend findet die Präsentation der Objekte auch weiterhin unter dem Motto Skulpturenstadt Heilbronn statt.

Theater[Bearbeiten]

Das städtische Theater Heilbronn am Berliner Platz wurde von 1979 bis 1982 für insgesamt rund 55 Mio. DM erbaut und führt die Tradition des dort einst befindlichen Stadttheaters fort. Zusammen mit dem angrenzenden, 2001 fertiggestellten Logentheater des Theaterforums K3 bietet das Theater Heilbronn Schauspiel-, Musical- und Opernaufführungen. Speziell im Bereich der Musicals wurden von 1989 bis 2003 rund 20 Ur- und Erstaufführungen dargeboten. Neben dem Stadttheater bietet auch das Theaterschiff Heilbronn wechselnde Darbietungen.

Musik[Bearbeiten]

Das 1960 von Jörg Faerber gegründete Württembergische Kammerorchester Heilbronn spielt hauptsächlich Musik des Barock und der Klassik. Die städtische Musikschule Heilbronn ist im Theaterforum K3 untergebracht.

Parks und Grünanlagen[Bearbeiten]

Größere Parks sind der vom Pfühlbach durchflossene, 1926/27 neu gestaltete Pfühlpark im Heilbronner Osten und der aus der baden-württembergischen Landesgartenschau 1985 hervorgegangene Wertwiesenpark am Neckar im Süden der Stadt. Die Bundesgartenschau 2019 soll Heilbronn ein neues Parkgelände im ehemaligen Industriegebiet am Neckarbogen bringen. Der unterhalb des Wartbergs gelegene Botanische Obstgarten Heilbronn bietet neben einem Arboretum sowie Schul- und Schaugärten eine Sammlung historischer Gartenhäuschen. Der Wartberg und das Jägerhaus sind beliebte Ausflugsziele auf den Bergen östlich der Stadt. Unweit des Jägerhauses liegt im Stadtwald zudem die als Naherholungsgebiet genutzte Waldheide. Die Gesamtfläche der öffentlichen Grünanlagen in Heilbronn beträgt 414 Hektar.[31]

Unter den Heilbronner Friedhöfen sind der Hauptfriedhof mit einem der frühesten Krematoriumsbauten von 1905, der Ehrenfriedhof für die Opfer des Luftangriffs auf Heilbronn, der Alte Friedhof mit zahlreichen historischen Grabmalen und Denkmälern sowie der 1867 angelegte Jüdische Friedhof geschichtlich bedeutsam.

Natur[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet von Heilbronn finden sich folgende Naturschutzgebiete:[32]

  • Altneckar Horkheim: 43,2 ha; Gemarkungen Lauffen am Neckar, Nordheim und Heilbronn
  • Frankenbacher Schotter: 14,4 ha
  • Köpfertal: 32 ha; Gemarkung Heilbronn
  • Prallhang des Neckars bei Lauffen: 2,96 ha; Gemarkungen Lauffen am Neckar, Talheim und Horkheim
  • Schilfsandsteinbruch beim Jägerhaus mit Umgebung: 29,6 ha; Gemarkung Heilbronn

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Heilbronner Weihnachtsmarkt, 2009
Unterländer Volksfest, 2006

Sport[Bearbeiten]

Wichtige Heilbronner Sportvereine sind der Fußballverein FC Union Heilbronn, der Heilbronner Eishockey Club (HEC) mit der Profimannschaft Heilbronner Falken und der Handballverein TSB Heilbronn-Horkheim.

Der FC Union Heilbronn ging aus den Vereinen FC Heilbronn und Union Böckingen hervor, bestreitet seine Heimspiele im gut 17.000 Zuschauer fassenden Frankenstadion[33] und im Stadion am See[34] und ist derzeit (Saison 2014/15) in der achtklassigen Bezirksliga Unterland beheimatet. Der HEC ging aus dem 1934 gegründeten Rollschuh- und Eislaufverein Heilbronn hervor, der in den 1970er Jahren große Erfolge bei Deutschen und Internationalen Meisterschaften verbuchen konnte und 1976 die Deutsche und im Folgejahr die Europäische Rollkunstmeisterschaft austrug.[35] Die Heilbronner Falken bestreiten ihre Heimspiele in der 4000 Zuschauer fassenden Kolbenschmidt Arena neben dem älteren Rollsportstadion.

Im Motorsport ist das Heilbronner Team Live-Strip.com Racing aktiv. Das nach Heilbronn benannte ATP-Challenger-Tennisturnier Heilbronn Open findet jährlich im Januar im benachbarten Talheim statt.

Für den Breiten- und Schulsport stehen in der Stadt 49 städtische Turn- und Sporthallen zur Verfügung, außerdem gibt es 37 Sportplätze, 34 Bolzplätze und 68 Tennisplätze sowie weitere Reitsportanlagen, Schießstände, Klettereinrichtungen, Squash-Courts, Wassersportmöglichkeiten und Skate-Anlagen. Die insgesamt 67 Sportvereine der Stadt haben rund 29.000 Mitglieder.[36]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Kraftwerk Heilbronn ist die bedeutendste Landmarke der Stadt
die Südwestdeutschen Salzwerke zählen zu den größten Arbeitgebern in Heilbronn

Die Heilbronner Gewerbestruktur hat sich beständig gewandelt. Dominierten zu Beginn der Industrialisierung Betriebe der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der chemischen sowie der Papier- und der Silberwarenindustrie, so gesellten sich diesen bald die Branchen Steine und Erden sowie Textil hinzu. Manche Industriezweige wie etwa die Textil- und die Silberwarenindustrie sind heute vollkommen verschwunden, während sich andere neu angesiedelt haben, etwa die holz- und die metallverarbeitende Industrie.[37] Heute haben vor allem die Metallindustrie (Kraftfahrzeugzubehör und Werkzeugbau), die Elektroindustrie, die Nahrungs- und Genussmittelbranche, die Papier- und Druckindustrie, die chemische Industrie sowie der Salzbergbau Bedeutung.

Gegenwärtig (Stand 2010) bietet der Wirtschaftsstandort Heilbronn rund 92.000 Arbeitsplätze. Die zehn größten Arbeitgeber sind: Campina, Heilbronner Stimme, Illig Maschinenbau, Kaufland (und Kaufland-Stiftung), Kreissparkasse Heilbronn, Landratsamt Heilbronn, SLK-Kliniken, Südwestdeutsche Salzwerke, Unilever und die Stadt Heilbronn selbst.[38]

Unter den rund 61.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten arbeiten rund 30 % im produzierenden Gewerbe, 24 % in Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie 46 % in sonstigen Dienstleistungsbetrieben. In Heilbronn gibt es außerdem rund 1500 Handwerksbetriebe. Der Einzelhandelsumsatz betrug im Jahr 2010 rund 950 Mio. Euro.[39]

Industrie[Bearbeiten]

Die Industrialisierung in Heilbronn ging von der Heilbronner Papierindustrie aus. Während die Papierherstellung der Gebrüder Rauch und von Gustav Schaeuffelen bereits bis zum Zweiten Weltkrieg einging, haben Papierverarbeiter und -großhändler wie Baier & Schneider (Markenname Brunnen), Berberich Papier, Mayer-Kuvert und Kilian-Verpackung bis heute Bedeutung.

Das Unternehmen Wolffkran, im Jahr 1854 von Friedrich August Wolff in Heilbronn als Eisengießerei gegründet, ist einer der ältesten Kranhersteller in Deutschland. Heute sitzt die Firmenzentrale des inzwischen internationalen Kranherstellers in Zug in der Schweiz. Wolffkran produziert nach wie vor Baukrane in Heilbronn, seit 2008 auch in Luckau.

Das Chemieunternehmen Brüggemann wurde 1868 in Heilbronn gegründet. Das Unternehmen stellt hauptsächlich Alkohole, Kunststoffadditive, Reduktionsmittel und Zinkverbindungen her.

Das Unternehmen „Schill + Seilacher“ (Chemikalien für die Lederherstellung) wurde 1877 von Christoph Seilacher und seinem Schwager Karl Schill in Heilbronn gegründet, aber bereits 1881 nach Stuttgart-Feuerbach verlegt. Heute ist der Firmensitz in Böblingen.

Seit 1914/15 besteht das Unternehmen KACO, ein weltweit tätiger Hersteller von Spezial-Dichtungen und Wechselrichtern, der inzwischen zur brasilianischen Sabó-Gruppe gehört.

Ab 1925 bestand in Heilbronn ein Automobilwerk des Neckarsulmer Unternehmens NSU, das 1928 von Fiat übernommen wurde und fortan NSU-Fiat-Pkws baute. In den Jahren 1952 bis 1955 wurde dort ein Modell des Fiat 500 gefertigt, 1960 das Modell 1100 D. Ab 1973 war Fiat Deutschland eine bloße Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Heilbronn, die Zentrale wurde 1996 nach Frankfurt am Main verlegt. In Heilbronn sind weitere Unternehmen des Konzerns wie die Fiat Bank GmbH ansässig.

Das Maschinenbauunternehmen Illig wurde 1946 in Heilbronn gegründet und ist spezialisiert auf Form- und Stanzmaschinen, vor allem auf Thermoformmaschinen. Das Unternehmen zählt inzwischen zu den zehn größten Arbeitgebern in der Stadt.

Die seit 1950 in Heilbronn ansässige Läpple-Gruppe, ein Automobilzulieferer und Werkzeugbauer, beschäftigt (Stand 2012) über 2100 Mitarbeiter, einen Großteil davon in Heilbronn.[40]

Handel[Bearbeiten]

Das in Ulm gegründete Handelsunternehmen Pflanzen-Kölle hat seit 1890 seinen Hauptsitz in Heilbronn und gegenwärtig etwa 1200 Beschäftigte. Die von 1904 bis 1980 in Heilbronn bestehende Gustav Lichdi AG gehörte ab 1950 zu den ersten Handelsketten mit Selbstbedienungsläden. Das im benachbarten Neckarsulm ansässige Unternehmen Kaufland und die zugehörige Kaufland-Stiftung haben auch in Heilbronn Filialen und Verwaltungseinrichtungen, so dass das zur Unternehmensgruppe des Heilbronner Ehrenbürgers Dieter Schwarz zählende Unternehmen zu den zehn größten Arbeitgebern in Heilbronn zählt.

Banken und Versicherungen[Bearbeiten]

Dresdner Bank

Annähernd 30 Banken sind im Stadtkreis Heilbronn vertreten, und das Bankgeschäft blickt am Ort auf eine lange Tradition zurück. Schon im 11. Jahrhundert sollen sich in Heilbronn Bankiers aufgehalten haben, die südfranzösischen sog. „Kawerschen“.[41] Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Heilbronn ein wichtiger Bankenstandort. Die erste Bank am Ort war die Privatbank Rümelin & Co, die gute Verbindungen zu Instituten in Frankfurt (Rothschild) hielt und einst die einzige Bank in Württemberg außerhalb Stuttgarts war.[42] Heute stehen auf drei der vier Blöcken an den Ecken der zentralen Innenstadtkreuzung von Allee und Kaiser-/Moltkestraße Bankgebäude.

Das größte Institut der Stadt ist die aus der 1856 gegründeten Oberamtssparkasse entstandene Kreissparkasse Heilbronn mit einem Geschäftsvolumen von 7,5 Milliarden Euro, etwa 100 Filialen und über 1.500 Mitarbeitern. Die Heilbronner Filiale der ehemaligen Dresdner Bank, heute Commerzbank, ist die zweitälteste. Sie geht auf das 1860 gegründete Bankgeschäft Max Gumbel-Kiefe zurück, das 1918 von der Darmstädter Bank übernommen wurde[43], die dann 1930 mit der Dresdner Bank fusionierte. Die Volksbank Heilbronn geht auf den Heilbronner Bankier Abraham Gumbel zurück, der im Jahre 1909 den Heilbronner Bankverein gründete. 1956 nahm das Haus die genossenschaftliche Rechtsform an, seit 1982 heißt es Volksbank Heilbronn. Sie ist heute mit einer Bilanzsumme von knapp 1,6 Milliarden Euro die größte Kreditgenossenschaft der Region.

In Heilbronn sind außer diesen noch vertreten: die Südwestbank, die Sparda-Bank, die Norisbank, die Targobank, die Santander Consumer Bank (Deutschland), die Baden-Württembergische Bank, die BBBank, die Hoerner Bank, die GE Money Bank, die HypoVereinsbank, die SEB AG, die Fürstlich Castell’sche Bank und die Fiat Bank.[44]

Die Württembergische und Badische Versicherungs-Aktiengesellschaft (Wüba) wurde 1837 als Württembergische Schiffahrts-Assecuranz-Gesellschaft zu Heilbronn gegründet. Nach mehrfachen Verkäufen wurde die Wüba zum 1. Dezember 2009 mit damals rund 300 Mitarbeitern eine Marke des Versicherungsunternehmens Chartis Europe S.A.[45]

Bergbau[Bearbeiten]

Heilbronn ist Sitz der Südwestdeutsche Salzwerke AG, die in der Stadt seit 1883 ein Salzbergwerk betreibt, das mit dem 1994 stillgelegten Bergwerk in Bad Friedrichshall-Kochendorf durch einen Stollen verbunden ist. Für das Heilbronner Bergwerk, dessen Salzabbau im Laufe der Zeit weit nach Westen fortgeschritten ist, wurde 2004 der neue Schacht „Konradsberg“ beim Heilbronner Ortsteil Biberach fertiggestellt. Das Heilbronner Steinsalzbergwerk ist nach Unternehmensangaben das größte in Westeuropa.[46]

Lebensmittel[Bearbeiten]

Knorr-Koch-Centrum in Heilbronn

Der 1838 in Heilbronn gegründete, lebensmittelverarbeitende Betrieb Knorr wurde inzwischen nach mehrmaligem Verkauf zu einer Marke des internationalen Unilever-Konzerns, der in Heilbronn weiterhin produziert und forscht.

Das milchverarbeitende Unternehmen FrieslandCampina Germany (ehemals Südmilch), eine Tochter der niederländischen Firma FrieslandCampina, hat seinen Sitz ebenfalls in Heilbronn.

Die Stadt war lange Zeit auch ein bedeutender Brauereien-Standort. 1816 zählte man bereits sechs Betriebe dieser Branche in der Stadt. Zur bekanntesten und langlebigsten Marke wurde die 1865 gegründete Brauerei Cluss, die 1982 an Dinkelacker verkauft wurde. Im heutigen Stadtteil Böckingen hatte um 1900 die Schuchmann’sche Brauerei Bedeutung. Heute existieren in Heilbronn nur noch einige wenige Hausbrauereien.

Weinbau[Bearbeiten]

Weinberge im Heilbronner Osten

Der Weinbau hat in Heilbronn eine lange Tradition und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Stadt. Mit 514 ha (davon ca. zwei Drittel für rote Rebsorten) hat die Stadt Heilbronn nach Brackenheim und Lauffen am Neckar die drittgrößte Rebfläche im Weinbaugebiet Württemberg. Überwiegend werden Trollinger, Schwarzriesling, Lemberger, Riesling und Kerner angebaut. Die Hochschule Heilbronn bietet einen Studiengang für Weinbetriebswirtschaft an.

Den 1146 erstmals urkundlich erwähnten Weinbau in Heilbronn gab es wohl schon zur Zeit der Römer. Der Stadt flossen starke Einnahmen zu durch die von den örtlichen Wengertern erhobenen Steuern auf die Produktionserträge, aber auch durch die Abgaben der für den Weinbau tätigen Handwerker und der mit Wein handelnden Kaufleute. Die Weinbüchlein aus der städtischen Steuerstube zählen zu den wichtigsten Quellen der Stadtgeschichte. In reichsstädtischer Zeit legte der Rat durch Verordnungen die Jahresarbeit der Weingärtner genauestens fest. 1556 gab es 170 Privatkeltern und Trotten. Goethe nannte 1797 die Zahl von 12.000 Morgen Weinbergen um die Stadt. Der junge Theodor Heuss verfasste 1905 seine Doktorarbeit über „Weinbau und Weingärtnerstand in Heilbronn am Neckar“. Die erste Reichstagung des deutschen Weinbaus fand 1937 in Heilbronn statt.[47]

1888 schlossen sich Heilbronner Weingärtner zur Weingärtnergesellschaft Heilbronn zusammen, die schon früh mit den Winzergesellschaften in Weinsberg und Neckarsulm kooperierte und 1933 mit der 1919 gegründeten Winzergenossenschaft Heilbronn verschmolz. Am 14. Juli 1972 schloss sie sich weiter mit den Weingärtnergenossenschaften aus Erlenbach und Weinsberg zur Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg zusammen; diese sitzt seit 1973 knapp jenseits der Heilbronner Stadtgrenze auf der Gemarkung von Erlenbach. In ihr sind mehrere hundert Winzer zusammengeschlossen. Auch zahlreiche private Weingüter haben ihren Sitz in Heilbronn.

Gastgewerbe[Bearbeiten]

In Heilbronn gibt es über 550 gastronomische Betriebe und rund 1700 Gästebetten. Jährlich werden etwa 250.000 Übernachtungen gezählt.[48]

ZEAG-Wasserkraftwerk in Heilbronn

Ver- und Entsorgung[Bearbeiten]

Im Industriegebiet von Heilbronn betreibt die EnBW AG das Kraftwerk Heilbronn. Von den insgesamt sieben Blöcken sind noch drei in Betrieb. Befeuert werden diese mit Steinkohle, Block 7 hat auch noch die Möglichkeit, Klärschlamm mitzuverbrennen.[49] Das Kraftwerk ist durch seine beiden 250 Meter hohen Kamine, die zu den höchsten freistehenden Bauwerken Baden-Württembergs zählen, und seinen 140 Meter hohen Kühlturm weithin sichtbar. In einem stillgelegten Block des Kraftwerks befindet sich seit 1998 das Veranstaltungszentrum Block E.

Die ZEAG Energie AG ist einer der ältesten deutschen Energieversorger. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Heilbronn und betreibt das Wasserkraftwerk Heilbronn.

Medien[Bearbeiten]

Heilbronn ist Sitz eines Studios des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird das Regionalprogramm Frankenradio bei SWR4 Baden-Württemberg ausgestrahlt. Der Privatsender L-TV produziert ein regionales Nachrichtenfenster für den Großraum Heilbronn/Ludwigsburg. Der private Rundfunksender Radio Ton hat seinen Sitz in Heilbronn; außerdem verfügt der private Radiosender Antenne 1 über ein Studio in Heilbronn.

Als Tageszeitung erscheint in Heilbronn seit 1946 die Heilbronner Stimme. Kostenlos wird zweimal pro Woche das Anzeigenblatt echo verteilt. Außerdem gibt es die monatlichen Stadtmagazine Freizeit Journal, Moritz und Phonk.

Seit September 2011 erschein zehnmal jährlich das unabhängige, multimediale Gesellschaftsmagazin HANIX. Es erscheint kostenlos unter www.hanix-magazin.de und ist über die »keosk.«-App ebenfalls kostenlos für Tablets und Smartphones von Apple abrufbar.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Im etwa 6 km ostnordöstlich des Stadtzentrums auf dem Gebiet der Nachbarstadt Weinsberg gelegenen Autobahnkreuz Weinsberg schneiden sich die Bundesautobahnen 81 (WürzburgStuttgart) und 6 (MannheimNürnberg), die auf Teilstrecken durch die Markung der Stadt verlaufen. Durch die Stadt selbst führen die Bundesstraßen 27 (MosbachStuttgart), 39 (MainhardtSinsheim) und 293 (nach Karlsruhe). Eine wichtige Entlastungsstraße, die die A 6 im Norden bei Obereisesheim quer durch das Stadtgebiet mit der B 27 im Süden bei Sontheim verbindet, ist die Neckartalstraße. Innerstädtische Hauptstraße ist die Allee.

Heilbronn hat sich in einem für die Alten Bundesländer außergewöhnlichen Maß um die Förderung des Grünpfeils eingesetzt. An 52 Straßenkreuzungen im Stadtgebiet wurde seit 1996 dieses Verkehrszeichen angebracht, außerdem ging von der Stadt eine bundesweite Informationskampagne aus.[50]

Bahnanlagen in Heilbronn (Blick nach Südwesten). In der Bildmitte der Hauptbahnhof
Stadtbahn überquert von der Kaiserstraße kommend die Allee

Eisenbahn[Bearbeiten]

Heilbronn wird als eine von wenigen deutschen Großstädten nicht vom Fernzugnetz der Deutschen Bahn AG bedient, trotzdem ist die Stadt ein Bahnknotenpunkt: Die Frankenbahn verbindet Stuttgart mit Würzburg, die in Bad Friedrichshall-Jagstfeld abzweigenden Neckar- und Elsenztalbahnen führen nach Heidelberg und Mannheim, die Bahnstrecke Heilbronn–Crailsheim erreicht über Öhringen Schwäbisch Hall und schafft Verbindung nach Nürnberg.

Neben dem Heilbronner Hauptbahnhof gibt es für Regionalbahn-Züge in der Stadt an der Frankenbahn den weiteren Haltepunkt Sülmertor. Der Heilbronner Güterbahnhof liegt im Stadtteil Böckingen.

Auf der Kraichgaubahn verkehrt von Karlsruhe kommend die Stadtbahn Heilbronn, die von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft betrieben wird. Die Linie S4 führt derzeit über mehrere Halte in Böckingen, den Hauptbahnhof, die Heilbronner Innenstadt und weiter über die Bahnstrecke Heilbronn–Crailsheim bis zum Öhringer Teilort Cappel. Weil es beim Neubau der Strecke durch das Heilbronner Stadtgebiet und bei der Sanierung und Elektrifizierung der bestehenden Strecke von Heilbronn nach Öhringen lange Verzögerungen gab, wurde die offizielle Eröffnung mehrmals verschoben und fand erst am 10. Dezember 2005 statt. Seit Dezember 2013 zweigt an der Allee in der Innenstadt von der bestehenden Trasse eine neue Strecke nach Neckarsulm ab, die von der Linie S42 bedient wird. Ab 2014 führt die Linie auf Bahngleisen nach Sinsheim und nach Mosbach-Neckarelz. In Untersuchung ist zudem eine weitere Stadtbahnlinie nach Zaberfeld.

Mehrere alte Bahnhöfe in Heilbronn werden heute nicht mehr bedient. Am Heilbronner Südbahnhof begann früher die Bottwartalbahn, eine Schmalspurbahn nach Marbach am Neckar, deren Betrieb ab 1966 sukzessive eingestellt wurde. Der verbliebene Güterverkehr zum Südbahnhof endete im Jahr 2000. Ebenfalls aufgelassen wurden inzwischen der Haltepunkt in Klingenberg und der Böckinger Bahnhof an der Frankenbahn, mit dem Ausbau der Stadtbahn Richtung Öhringen ebenfalls der Haltepunkt Karlstor an der Bahnstrecke Heilbronn–Crailsheim.

Durch das Industriegebiet am Neckar und den Heilbronner Kanalhafen führt das Schienennetz der Industrie- und Hafenbahn, betrieben von den Stadtwerken Heilbronn.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet besorgen Busse der Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Heilbronn und einiger anderer Verkehrsunternehmen. Darüber hinaus verkehrt die Stadtbahn (siehe oben) nach dem Karlsruher Modell. Von 1897 bis 1955 verkehrte in der Stadt die Straßenbahn Heilbronn, diese wiederum wurde durch den von 1951 bis 1960 bestehenden Oberleitungsbus Heilbronn ersetzt.

Die Stadt gehört dem Tarifgebiet des Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehrs an, das außerdem den Landkreis Heilbronn sowie den Hohenlohekreis und Teile benachbarter Kreise umfasst.

Der Heilbronner Kanalhafen
Der Osthafen im Industriegebiet

Schifffahrt[Bearbeiten]

Mit dem Neckarprivileg von 1333 leitete man den Hauptarm des Neckars längs der Stadtmauer um. Durch entstehende Wehre und Mühlen wurde die Durchfahrt auf dem Fluss versperrt, so dass bis ins 19. Jahrhundert die vom Rhein kommende Schifffahrt hier endete und allein Flöße den Neckar bei Heilbronn passieren konnten. Zur Umgehung dieses für Württemberg ungünstigen Engpasses wurde in württembergischer Zeit der Wilhelmskanal erbaut und am 17. Juli 1821 eröffnet. Im Zuge der Industrialisierung erweiterte man ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die Hafenanlagen entlang des Flusses. Seit 1875 gab es den Floßhafen. Dort wurde per Eisenbahn aus dem Schwarzwald angeliefertes Holz zu Floßverbänden zusammengestellt, um es von hier auf dem Wasserweg in Richtung Rhein weiterzutransportieren. Der Holzumschlag in Heilbronn begründete die Heilbronner Sortierung, eine heute noch in Bayern und Rheinland-Pfalz übliche Klassifizierungsmethode für Stammholz.

Ab 1878 betrieb die Schleppschifffahrt auf dem Neckar AG zwischen Mannheim und Heilbronn auf dem Neckar Kettenschifffahrt. 1886 wurde als Umschlagzentrum für das Heilbronner Bergwerk der Salzhafen erbaut, 1888 der Karlshafen. Die 1921 begonnene und 1935 vollendete Kanalisierung des Neckars von Mannheim bis herauf nach Heilbronn förderte die weitere Entwicklung der Neckarschifffahrt. Die Kettenschifffahrt stellte man danach ein. Zur vollendeten Kanalisierung des Neckars bis Heilbronn eröffnete man 1935 den Heilbronner Kanalhafen. 1952 erreichte der Flussausbau flussaufwärts Stuttgart, 1968 Plochingen.

Mit einem Umschlag von 3,6 Mio. t ist der Hafen Heilbronn heute (Stand 2012) der achtgrößte deutsche Binnenhafen und der wichtigste deutsche Binnenhafen jenseits des Rheins. Im Heilbronner Neckarhafen fallen 50 % des Gesamtumschlags am Neckar an. Alle Heilbronner Häfen zusammen (Kanalhafen, Osthafen, Salzhafen, Ostseite des alten Neckars) umfassen eine Gesamtfläche von ca. 78 ha und Kaianlagen einer Länge von ca. 7,2 km. Seit 2012 befindet sich am alten Neckar auf Höhe des Salzhafens ein 2,2 ha großes Containerterminal. Die Industrie- und Hafenbahn Heilbronn verkehrt auf ca. 18 km Schienen, 38 Krananlagen bewältigen den Umschlag, der zu 80 % aus Salz aus dem Bergwerk, Kohle fürs Kraftwerk und Baustoffen besteht. Teil der Hafenanlagen sind auch ein Containerterminal und der zuletzt 2003 erweiterte Schwergutkai, auf dem Einzellasten von bis zu 350 t Gewicht umgeschlagen werden können.[51] Der Heilbronner Hafen ist Ausgangs- und Zielpunkt von Schwertransporten der Augsburger Luftfahrtindustrie und des dortigen Schiffsmotorenherstellers MAN Diesel.

Luftfahrt[Bearbeiten]

Einen Flugplatz gibt es in Heilbronn nicht, der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Stuttgart. Es existiert ein Hubschrauberlandeplatz beim Klinikum am Gesundbrunnen. Ein weiterer, auch geschäftlich nutzbarer Hubschrauberlandeplatz im Gewerbegebiet Böllinger Höfe war seit April 2010 im Probebetrieb und ging 2011 für zunächst zwei Jahre in den Regelbetrieb.[52]

Behörden, Gerichte und Einrichtungen[Bearbeiten]

Portal des Heilbronner Landgerichts
Das Klinikum am Gesundbrunnen

Heilbronn ist Sitz des Regionalverbands Heilbronn-Franken, des Landratsamts Heilbronn sowie der Handwerkskammer Heilbronn-Franken und der IHK Heilbronn-Franken, deren Kammerbezirk jeweils die Region Heilbronn-Franken ist. Ferner gibt es eine Agentur für Arbeit, ein Finanzamt und ein Hauptzollamt. Das Klinikum am Gesundbrunnen in Heilbronn ist mit 850 Betten das größte der vier Krankenhäuser der regionalen Krankenhaus-Holding Stadt- und Landkreis Kliniken Heilbronn GmbH (SLK-Kliniken).

Die Polizei verfügt in Heilbronn über ein Polizeirevier und fünf Polizeiposten; die Polizeidirektion Heilbronn ist für die Stadt Heilbronn und den Landkreis zuständig.[53] Nach der Umsetzung einer Polizeireform soll Heilbronn ab 2013 oder 2014 Sitz eines Polizeipräsidiums und einer Kriminalpolizeidirektion sein, die beide für Stadt und Landkreis Heilbronn, den Hohenlohekreis, den Main-Tauber-Kreis und den Neckar-Odenwald-Kreis zuständig sein werden.[54][55] Die Feuerwehr Heilbronn wurde 1847 gegründet. Sie besteht (Stand 2012) aus der 1971 eingerichteten Berufsfeuerwehr mit 79 Einsatzbeamten und neun aktiven Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr mit zusammen rund 300 Angehörigen.[56][57]

Die Stadt ist Sitz des Amtsgerichts Heilbronn und des Landgerichts Heilbronn, die beide zum Oberlandesgerichts-Bezirk Stuttgart gehören. Ferner gibt es das Arbeitsgericht Heilbronn (mit Kammern in Crailsheim) und das Sozialgericht Heilbronn, dessen Gerichtsbezirk den Stadtkreis Heilbronn, die Landkreise Heilbronn, Ludwigsburg und Schwäbisch Hall sowie den Hohenlohekreis und den Main-Tauber-Kreis umfasst. Die Justizvollzugsanstalt Heilbronn, das Heilbronner Gefängnis, befindet sich in 1867 bis 1870 errichteten Gebäuden auf einem 3,5 Hektar großen Gelände am Rande der Innenstadt. Außerdem gibt es eine Außenstelle der JVA in Talheim, die Staatsdomäne Hohrainhof, wo im offenen Vollzug neben Ackerbau und Viehzucht auch Weinbau betrieben wird. Das Heilbronner Gefängnis war 2012 mit durchschnittlich knapp über 280 Gefangenen belegt.[58]

Die Stadt ist auch Sitz der Prälatur Heilbronn und des Kirchenbezirks Heilbronn der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie des Dekanats Heilbronn-Neckarsulm der römisch-katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart.

In Heilbronn befindet sich ebenfalls eine Betriebsstätte der Kommunalen Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF), die als Systemhaus für den kommunalen Bereich den westlichen und nördlichen Teil Baden-Württembergs abdeckt.

Bildung[Bearbeiten]

Hochschulen[Bearbeiten]

Die Hochschule Heilbronn wurde im April 1961 als Staatliche Ingenieurschule gegründet und bietet Technik-, Wirtschafts- und Informatik-Studiengänge an.

Das Studienangebot der 2005 gegründeten, privat getragenen Stiftungshochschule German Graduate School of Management and Law (GGS) umfasst verschiedene betriebswirtschaftliche und juristische Studiengänge. Seit im Oktober 2010 eine Außenstelle der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (DHBW) in Heilbronn ihren Betrieb aufnahm, ist die Stadt auch ein Standort der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.[59] Sowohl die GGS als auch die DHBW haben ihren Standort auf dem Bildungscampus Heilbronn, der von der Dieter-Schwarz-Stiftung finanziert wurde. Seit dem Wintersemester 2011/12 befindet sich auch ein Studienzentrum der privaten Fernhochschule DIPLOMA – FH Nordhessen in Heilbronn.

Neben diesen Hochschulen gibt es noch zwei Staatliche Seminare für Didaktik und Lehrerbildung, an denen angehende Lehrer an Grundschulen, Hauptschulen und Gymnasien die zweite Phase der Lehrerausbildung absolvieren.

Schulen[Bearbeiten]

Die Stadt Heilbronn unterhält als Schulträger 35 Schulen an 36 Standorten, in denen im Schuljahr 2007/2008 insgesamt 20.882 Schüler in 939 Klassen unterrichtet wurden.[60]

Allgemeinbildende Schulen

Mensa des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums (erbaut 2007)
Turnhalle der Gerhart-Hauptmann-Schule (erbaut 2003)
Gustav-von-Schmoller-Schule, Erweiterungsbau (2003)

In Heilbronn gibt es fünf Gymnasien: neben dem Theodor-Heuss-Gymnasium, das auf die alte Lateinschule der Stadt zurückgeht, entstanden das Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium, das Justinus-Kerner-Gymnasium, das Mönchsee-Gymnasium und das Robert-Mayer-Gymnasium mit der Robert-Mayer-Volks- und Schulsternwarte. Das Katholische Freie Bildungszentrum St. Kilian Heilbronn unterhält auch einen gymnasialen Zug.

In der Stadt bestehen außerdem vier Realschulen: die Dammrealschule, die Helene-Lange-Realschule, die Heinrich-von-Kleist-Realschule Böckingen und die Mörike-Realschule. Außerdem gibt es einen Realschulzug am Katholischen Freien Bildungszentrum St. Kilian Heilbronn.

Im Stadtgebiet befinden sich zudem sechs Sonderschulen. Die Stadt ist Träger vier dieser Schulen, nämlich der Neckartalschule, der Pestalozzi-Förderschule, der Paul-Meyle-Schule für Geistig- und Körperbehinderte sowie der Gebrüder-Grimm-Schule für Sprachbehinderte. Träger der Hermann-Herzog-Schule für Sehbehinderte ist der Landkreis Heilbronn, und Träger der Lindenparkschule Heilbronn – Staatliche Schule für Hörgeschädigte und Sprachbehinderte mit Internat und Beratungszentrum ist das Land Baden-Württemberg.

Grundschulen sind die Dammgrundschule, die Deutschorden-Grundschule Kirchhausen, die Grundschule Horkheim, die Grundschule Klingenberg, die Grünewaldschule Grundschule Böckingen, die Grundschule Alt-Böckingen, die Silcherschule Grundschule und die Uhlandschule Grundschule Sontheim. Grund- und Hauptschulen (teilweise mit Werkrealschule) sind die Albrecht-Dürer-Schule Neckargartach, die Elly-Heuss-Knapp-Schule Böckingen, die Fritz-Ulrich-Schule Böckingen, die Gerhart-Hauptmann-Schule, die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Biberach, die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Frankenbach, die Ludwig-Pfau-Schule, die Rosenauschule, die Staufenbergschule Sontheim, die Wartbergschule und die Wilhelm-Hauff-Schule. Das Katholische Freie Bildungszentrum St. Kilian Heilbronn hat auch Grund- und Hauptschulklassen.

Berufsbildende Schulen
Berufsschulen in der Trägerschaft der Stadt Heilbronn sind die Gustav-von-Schmoller-Schule (Kaufmännische Schule mit Wirtschaftsgymnasium) sowie das Technische Schulzentrum Heilbronn, bestehend aus der Johann-Jakob-Widmann-Schule und der Wilhelm-Maybach-Schule (jeweils mit Technischem Gymnasium). Der Landkreis Heilbronn ist Träger der Andreas-Schneider-Schule (Kaufmännische Schule mit Wirtschaftsgymnasium) und der Christiane-Herzog-Schule (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule mit Ernährungswissenschaftlichem Gymnasium und Biotechnologischem Gymnasium). Seit Herbst 2005 gibt es eine weitere Berufliche Schule, die Peter-Bruckmann-Schule (für die Berufsfelder Gesundheit, Hauswirtschaft, Nahrung und Pflege), und im Oktober 2009 eröffnete das Heilbronner Kolpingbildungszentrum ein Sozialwissenschaftliches Gymnasium.[61]

Privatschulen
In Heilbronn besteht ein großes Angebot an privaten Schulen, u. a.:

  • Abendrealschule Heilbronn e. V.
  • Alice-Salomon-Schule für Erziehungshilfe (Träger ist die Diakonische Jugendhilfe Region Heilbronn e. V., ehemals Kleingartacher e. V.)
  • Berufskolleg für Grafik Heilbronn
  • Diakonisches Institut für Soziale Berufe – Berufsfachschule für Altenpflege, Fortbildung, Weiterbildung
  • Freie Waldorfschule Heilbronn (Träger ist der Verein für Waldorfpädagogik Unterland e. V.)
  • Internationaler Bund e. V. Bildungszentrum Heilbronn
  • Katholisches Bildungszentrum St. Kilian Heilbronn (Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium, Träger ist die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart)
  • Kolping-Bildungszentrum Heilbronn – Berufskolleg für Grafik-Design, Kolping-Abendgymnasium und Kolping-Akademie für Betriebswirtschaft
  • Akademie für Kommunikation in der Innovationsfabrik mit den Berufskollegs für Grafik-Design, Mode und Design und Technik und Medien
  • Paracelsus-Schule für Heilpraktiker
  • Bernd-Blindow-Schule (berufliche Ausbildung und Weiterbildung, Fachhochschulreife, Abitur und Studium)

Kindergärten[Bearbeiten]

In Heilbronn gibt es insgesamt 87 Kindergärten und Kindertageseinrichtungen, 34 davon haben als Träger die Stadt Heilbronn.[62] Seit Januar 2008 ist in Heilbronn der Kindergartenbesuch kostenlos. Dies gilt für alle Kinder vom dritten Geburtstag bis zur Einschulung und in allen Kindergärten aller Träger.[63]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger der Stadt Heilbronn[Bearbeiten]

Das Ehrenbürgerrecht in Heilbronn wurde durch das Württembergische Gesetz betreffend die Gemeindeangehörigkeit vom 16. Juni 1885 eingeführt und von späteren ähnlichen Gesetzen fortgeführt. Vor 1885 gab es in Heilbronn den Begriff des „ehrenhalber verliehenen Bürgerrechts“. Die bisherigen Ehrenbürger der Stadt Heilbronn sind:[64]

Ehrenringträger[Bearbeiten]

Als zweithöchste städtische Auszeichnung wird seit 1959/60 der Ehrenring der Stadt Heilbronn vergeben. Unter den bisher rund 30 Trägern befinden sich sowohl Persönlichkeiten, die durch kulturelle Verdienste hervorgetreten sind, darunter der Heimatforscher und Museumsförderer Wilhelm Mattes (1884–1960), der langjährige Vorsitzende des Heilbronner Kulturrings Carl Robert Frühsorger (1915–2006) und der langjährige Leiter des Württembergischen Kammerorchesters Jörg Faerber (* 1929), aber auch mehrere langjährige Stadträte und frühere Oberbürgermeister.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Zu den in Heilbronn geborenen und besonders bekannt gewordenen Persönlichkeiten zählen unter anderem der Dichter Wilhelm Waiblinger (1804–1830), der Physiker Robert Mayer (1814–1878), der Architekt Adolf Cluss (1825–1905), der Automobilpionier Wilhelm Maybach (1846–1929), der frühere Generalbundesanwalt Kurt Rebmann (1924–2005) und die Schauspielerin Sibel Kekilli (* 1980).


Literatur[Bearbeiten]

  • Chronik der Stadt Heilbronn. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1895–2004, bislang erschienen sind die Bände I – VII (741 bis 1957) und X (1970 bis 1974)
  • Marianne Dumitrache, Simon M. Haag: Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg. Bd. 8.: Heilbronn. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2001, ISBN 3-927714-51-8.
  • Julius Fekete: Kunst- und Kulturdenkmale im Stadt- und Landkreis Heilbronn. Theiss, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1662-2.
  • Helmut Schmolz, Hubert Weckbach: Heilbronn. Geschichte und Leben einer Stadt. 2. Auflage. Konrad, Weißenhorn 1973, ISBN 3-87437-062-3.
  • Christhard Schrenk, Hubert Weckbach, Susanne Schlösser: Von Helibrunna nach Heilbronn. Eine Stadtgeschichte. (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn; Bd. 36). Theiss, Stuttgart 1998, ISBN 3-8062-1333-X.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Heilbronn – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Heilbronn

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heilbronn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Heilbronn – Reiseführer
 Wikinews: Heilbronn – in den Nachrichten
 Wikisource: Heilbronn – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Quellen für die geographische Lage:
    Topographische Karte 1:25 000. Blatt 6821 Heilbronn. 3. Auflage. Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2001, ISBN 3-89021-059-7
    Geologische Karte von Baden-Württemberg. 1:25 000. 3. Auflage. Geologisches Landesamt Baden-Württemberg, [Freiburg] 1986
    Horst Brunner: Geologische Karte 1:25 000 von Baden-Württemberg. Erläuterungen zu Blatt 6821 Heilbronn. Unveränderter Nachdruck der 3. Auflage von 1986. Geologisches Landesamt Baden-Württemberg, Freiburg 1995. S. 4
  3. Quelle für Höhenlagen sowie Ausdehnung: Amtlicher Stadtplan Heilbronn. Maßstab 1: 15.000. 40. Auflage, Ausgabe 2007. Stadt Heilbronn, Vermessungs- und Katasteramt, Heilbronn 2007. Karte sowie Beilage S. 2
  4. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  5. Quellen für den Abschnitt Geologie:
    Otto Linck und Helmut Wild: Geologischer Aufbau und erdgeschichtliche Entwicklung. In: Stadt- und Landkreis Heilbronn. Theiss, Stuttgart und Aalen 1974, ISBN 3-8062-0121-8. S. 91–117
    Geologische Karte von Baden-Württemberg. 1:25 000. 3. Auflage. Geologisches Landesamt Baden-Württemberg, [Freiburg] 1986
    Horst Brunner: Geologische Karte 1:25 000 von Baden-Württemberg. Erläuterungen zu Blatt 6821 Heilbronn. Unveränderter Nachdruck der 3. Auflage von 1986. Geologisches Landesamt Baden-Württemberg, Freiburg 1995. S. 4–76, 188
  6. Stand 30. September 2009. Gem. Beilage zum Amtlichen Stadtplan 1 : 15 000. 41. Auflage. Stadt Heilbronn, Heilbronn 2010, S. 2
  7. Gem. Adressbuch Stadt Heilbronn 2009/2010. Bleicher, Gerlingen 2009, ISBN 3-921097-84-3, S. 30
  8. Quellen für den Abschnitt Stadtgliederung:
    Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 1–19
    Hauptsatzung der Stadt Heilbronn vom 15. Juni 2000 (PDF; abgerufen 23. Dezember 2007; 191 kB)
    Werner Heim: Die Ortswüstungen des Kreises Heilbronn. In: Historischer Verein Heilbronn. 22. Veröffentlichung. Heilbronn 1957. S. 72
  9. Otto Linck: Natur und Landschaft in Wandlung und Bewahrung. In: Stadt- und Landkreis Heilbronn. Theiss, Stuttgart und Aalen 1974, ISBN 3-8062-0121-8, S. 118–128
  10. Quelle: Deutscher Wetterdienst, Mittelwerte der Periode 1961 bis 1990 (abgerufen am 24. Oktober 2012)
  11. Uwe Jacobi: Heilbronn so wie es war. Droste, Düsseldorf 1987, ISBN 3-7700-0746-8, S. 12 und S. 72
  12. Uwe Jacobi: Heilbronn so wie es war. Droste, Düsseldorf 1987, ISBN 3-7700-0746-8, S. 72
  13. Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier: Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Stuttgart Schmetterling-Verlag 2013, S. 84ff.
  14. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0. S. 47
  15. Vgl. BSLK, S. 765; vgl. S. 17.
  16.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 445.
  17. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 464.
  18. Heilbronn knackt 125.000-Einwohner-Marke. In: Heilbronner Stimme, 4. Februar 2013.
  19. Heilbronn hat weniger Einwohner als angenommen. stimme.de, 31. Mai 2013 (abgerufen am 1. Juni 2013)
  20. https://www.heilbronn.de/bue_rat/presse/&ID=2083389
  21. Kommunales Melderegister, Stand 30. September 2011: 25.338 Ausländer, zitiert nach Infobroschüre Heilbronn in Stichworten 2012/13, Stadt Heilbronn 2012.
  22. http://www.lpb-bw.de/publikationen/politischelandeskunde/99/bevoelkerung.htm
  23. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/SRDB/Tabelle.asp?H=BevoelkGebiet&U=99&T=99025010&E=GE&K=121&R=GE121000
  24. Bärbel Kistner: Kaum eine Stadt ist bunter. stimme.de, 6. Juni 2013
  25. Bärbel Kistner: Lebensverhältnisse von Migranten werden sich angleichen. stimme.de, 14. Juni 2011
  26. Quellen für den Abschnitt Wappen und Flagge:
    Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg, 1). S. 21
    Eberhard Gönner: Wappenbuch des Stadt- und des Landkreises Heilbronn mit einer Territorialgeschichte dieses Raumes. Archivdirektion Stuttgart, Stuttgart 1965 (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, 9). S. 45ff.
  27. Stadtarchiv Heilbronn, Archivalien, Datenbank HEUSS, Signatur B040A-97
  28. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Endgültige Ergebnisse der Landtagswahl am 27. März 2011
  29. http://www.heilbronn.de/index.php?f=cont_bild_text_mittig.htm&d=/kul_frei/kultureinrichtungen/harmonie/&s=& Besucherzahl lt. www.heilbronn.de
  30. http://www.kunstverein-heilbronn.de/cms/front_content.php?idcat=53 Daten zum Kunstverein lt. www.kunstverein-heilbronn.de
  31. Infobroschüre Heilbronn in Stichworten 2012/13, Stadt Heilbronn 2012
  32. Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart. Hrsg. von Reinhard Wolf. Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2002. ISBN 3-7995-5173-5
  33. FC Union Heilbronn: Frankenstation, abgerufen am 22. Mai 2013
  34. FC Union Heilbronn: Stadion am See, abgerufen am 22. Mai 2013
  35. Verwaltungsbericht Stadt Heilbronn 1975–78, S. 54 ff.
  36. Infobroschüre Heilbronn in Stichworten 2012/13, Stadt Heilbronn 2012.
  37. Ernst Schmid: Die gewerbliche Entwicklung in der Stadt Heilbronn seit Beginn der Industrialisierung. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1993, ISBN 3-928990-39-X (Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Heilbronn. Band 3), S. 106.
  38. Heilbronn in Stichworten, Stadt Heilbronn 2012
  39. Heilbronn in Stichworten, Stadt Heilbronn 2012
  40.  Jürgen Paul: Läpple mit starkem Jahr. In: Heilbronner Stimme. 15. August 2012 (bei stimme.de, abgerufen am 12. November 2012).
  41. http://www.stadtarchiv-heilbronn.de/ dort: Geschichte im Archiv – Geschichte der Stadt Heilbronn – Stadtgeschichte Teil 1: 741 bis etwa 1200, von Christhard Schrenk
  42. Festschrift zum 100 jährigen Bestehen der Industrie und Handelskammern Stuttgart Heilbronn Reutlingen und Ulm 1855–1955
  43. Hans Franke: Geschichte und Schicksal der Juden in Heilbronn. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1963 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn, 11) (hier als PDF mit 1,2 MB)
  44. Gelbe Seiten regional, Ausgabe 2010
  45.  wet: Wüba ist integriert. In: Heilbronner Stimme. 2. Dezember 2009 (bei stimme.de, abgerufen am 6. Dezember 2009).
  46. Selbstdarstellung des Unternehmens Südsalz (abgerufen am 23. April 2008)
  47. Hartmut Keil: Der deutsche Wein 1930 bis 1945, Dienheim 2010, S. 176–184.
  48. Infobroschüre Heilbronn in Stichworten 2012/13, Stadt Heilbronn 2012
  49. Darstellung auf der Homepage des Betreibers (abgerufen 18. November 2010)
  50. http://www.heilbronn.de/umwelt_klima/mobilitaet/gruener_pfeil/
  51. Christof Krämer: Regionales Entwicklungskonzept Verkehr. Regionalverband Heilbronn-Franken, Heilbronn 2004
  52.  Manfred Stockburger: Hubschrauber fliegen Böllinger Höfe an. In: Heilbronner Stimme. 4. November 2010 (bei stimme.de, abgerufen am 7. November 2010).
  53. Polizeidirektion Heilbronn: Wir über uns (abgerufen am 31. August 2012)
  54.  Ralf Reichert: Diesch: 18 Kripo-Beamte in Hohenlohe. In: Hohenloher Zeitung. 22. August 2012 (bei stimme.de, abgerufen am 31. August 2012).
  55.  red: Polizei-Umbau nimmt Form an. In: Heilbronner Stimme. 24. August 2012 (bei stimme.de, abgerufen am 31. August 2012).
  56. Feuerwehr Heilbronn: Wir über uns (abgerufen am 31. August 2012)
  57. Feuerwehr Heilbronn: Geschichte (abgerufen am 31. August 2012)
  58. Geschichte und Gebäude auf jva-heilbronn.de (abgerufen am 25. Juli 2013)
  59.  Iris Baars-Werner: Schwarz-Stiftung setzt 70 Millionen Euro. In: Heilbronner Stimme. 4. Februar 2009 (bei stimme.de, abgerufen am 4. Februar 2009).
  60. Schulbericht der Stadt Heilbronn 2007/2008, Seite 6 (PDF; 897 kB)
  61.  Gertrud Schubert: Abitur im Klosterhof. In: Heilbronner Stimme. 24. Oktober 2009 (bei stimme.de, abgerufen am 25. Oktober 2009).
  62. Datenbank der Stadt Heilbronn zu Betreuungsangeboten für Kinder
  63. Angelika Dietrich: »Was nix kostet, ist nix«. In: Die Zeit vom 27. Dezember 2007
  64. Homepage der Stadt Heilbronn