Heilig-Kreuz-Kirche (Bludenz)

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Hl. Kreuz Kirche

Die Stadtpfarrkirche Hl. Kreuz ist eine römisch-katholische Kirche in der Stadt Bludenz in Vorarlberg. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte[Bearbeiten]

Am heutigen Kirchenplatz wurde 1887 ein Friedhof aufgelassen. Eine kleine Hl.-Kreuz-Kirche wurde 1932 abgetragen. Von 1932 bis 1934 wurde eine Kirche nach den Plänen des Architekten Albert Otto Linder errichtet und 1934 geweiht. Die Kirche wurde 1939 zur Stadtpfarrkirche erhoben.

Architektur[Bearbeiten]

Der Zentralbau mit dem Grundriss einer Ellipse und einer Flachkuppel wurde mit Kalk- und Quarzsteinen aus dem Steinbruch in Lorüns errichtet. Die gebrochenen beschlagenen Steine zeigen sich unverputzt als Sichtmauerwerk. Der quadratische Turm im Norden mit einem Flachdach hat auf jeder Seite sechs halbkreisförmige Schallöffnungen. Der Turm ist über die Sakristei mit dem Chor verbunden. Am Chor ist weiters eine Kapelle angebaut.

Der Zentralraum mit Rundbogenfenstern hat ein mit 18 strahlenartig angeordneten Rippen gegliedertes Flachkuppelgewölbe. Der Zentralraum hat einen niedrigeren Seitenumgang mit Rundbogenarkaden zur Mitte hin. Der Umgang hat eine Flachbalkendecke und Kreisfenster. Vor dem Chorrundbogen ist ein Zwischenraum mit einem Tonnengewölbe. Der quadratische Chor mit erhöhtem Fussboden und einem geraden Schluss ist mit einer flachen Kuppel überwölbt und hat seitlich Arkaden mit drei Bögen. Südlich des Chor ist die Theresienkapelle. Im Westen ist eine segmentbogenförmige Empore. Links des Einganges ist die Taufkapelle und rechts die Beichtkapelle. Im Untergeschoß ist eine Unterkirche und eine Pfarrbibliothek.

Die Glasgemälde schuf der Glasmaler Carl Rieder und zeigen in den Rundbogenfenstern vier Engel und Symbole der acht Seligkeiten, in den Kreisfenstern des Umganges die 12 Apostel, in der Theresienkapelle ein fünfteiliges Fenster mit Jesus und Maria, Josef, Kolping und die hl. Hildegard, über der Empore Papst Gregor der Große, Papst Pius XI. und Landesbischof, in der Taufkapelle den hl. Christophorus, in der Beichtkapelle den verlorenen Sohn, in der Sakristei die Heiligen Jean-Marie Vianney, Don Bosco und Tharcisius.

Ausstattung[Bearbeiten]

Der Volksaltar schuf 1976 der Bildhauer Herbert Albrecht. Die Figuren an der Chorbogenwand, links Immaculata, rechts hl. Josef, beide nach einem Entwurf von Carl Rieder, schufen Franz Albertani und Johann Buchgschendtner. Die Kreuzwegreliefs schuf der Bildhauer Emil Suthar.

Die erste Orgel bauten 1935 die Gebrüder Mayer. Die heutige Orgel ist ein 1992 errichtetes Werk von Martin Pflüger und umfasst 44 Register auf drei Manualen und Pedal.[1] Die vier Glocken goss die Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr.

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Vorarlberg 1983, Bludenz, Stadtpfarrkirche Hl. Kreuz, S. 30-31.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heilig-Kreuz-Kirche (Bludenz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roman Summereder: Aufbruch der Klänge. Materialien, Bilder, Dokumente zu Orgelreform und Orgelkultur im 20. Jahrhundert. Edition Helbling, Innsbruck 1995, ISBN 3-900590-55-9, S. 318.

47.1533888888899.8220833333333Koordinaten: 47° 9′ 12″ N, 9° 49′ 19″ O