Roseline

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Die heilige Roseline (* 1263; † 17. Januar 1329) war die älteste Tochter von Graf Arnaud de Villeneuve und Sybille (de Burgolle) de Sabran. Ihr Bruder war der Großmeister des Johanniterordens, Helion de Villeneuve.

Geboren wurde sie auf Château d'Arcs. Der Legende nach hatte ihr Vater ihr verboten, den Armen, die vor dem Schloss bettelten, Nahrungsmittel zu schenken. Als sie in ihre Schürze Brot gesammelt hatte und sich im Dunkeln hinaus schleichen wollte, wurde sie von ihrem Vater ertappt. Auf seine Frage, was sie da herausschleppe, flunkerte sie: die Rosen, die sie gerade gepflückt hätte. Als sie die Schürze öffnete, befanden sich darin Rosen statt Brot.

Ihr Tante Jeanne de Villeneuve war Priorin der Kartause Celle-Roubaud in Les Arcs. Roseline wollte, wie diese, Kartäuser-Nonne werden. Um 1278 begann ihr erstes Noviziat am Saint-André-de-Ramières in der Provence. 1280 beendete sie ihr Noviziat im Kloster Bertaud (zwischen den Flüsschen Drac und Durance) als Sechzehnjährige.

Um 1285 kehrte sie nach Celle-Roubaud zurück und wurde ihrer Tante zur Seite gestellt. Nach deren Tod um 1300 wurde sie Priorin von Celle-Roubaud. Ihr Freund, der Bischof von Fréjus wurde 1316 Papst Johannes XXII.

Kurz nach ihrem Tod sollen Wunder geschehen sein. Als fünf Jahre später, am 11. Juni 1334 ihr Grab geöffnet wurde, fand man den Körper einschließlich der Augen unversehrt vor.

1851 wurde sie von Papst Pius IX. seliggesprochen.

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