Heiligenblut (Raxendorf)

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Heiligenblut (Dorf)
Ortschaft Mannersdorf
Katastralgemeinde Mannersdorf bei Heiligenblut
Heiligenblut (Raxendorf) (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Melk (ME), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Melk
Pol. Gemeinde Raxendorf
Koordinaten 48° 19′ 27″ N, 15° 16′ 30″ O48.32416666666715.275418Koordinaten: 48° 19′ 27″ N, 15° 16′ 30″ Of1
Höhe 418 m ü. A.
Fläche d. KG 2,33 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04828
Katastralgemeindenummer 14328
Zählsprengel/ -bezirk Mannersdorf (31535 002)
Bild
Ortskern von Heiligenblut mit dem Pfarrhof, der Wallfahrts- bzw. Pfarrkirche sowie der Ursprungskapelle
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Heiligenblut ist ein Kirchort in der Gemeinde Raxendorf im Bezirk Melk in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Heiligenblut liegt im Wehrbachtal südwestlich des Jauerlings auf einer Seehöhe von ca. 418 Meter.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Ort ist für seine kleine spätgotische, dem hl. Andreas geweihte Pfarrkirche bekannt, welche laut Gründungslegende aufgrund eines Hostienwunders erbaut wurde. Die Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert weist drei schlanke Schiffe auf, wobei das mittlere mit längsgezogenen Netzrippen verziert ist während die Seitenschiffe Kreuzrippengewölbe besitzen. Im spätgotischen Chor befindet sich das berühmte steinerne und mit filigranem Maßwerk versehene acht Meter hohe Sakramentshäuschen (spätes 15. Jahrhundert). Im Inneren desselben befinden sich Heiligenfiguren und oben ein Schmerzensmann, weiters ist das Werk mit drei bemerkenswerten spätgotischen Eisentürchen ausgestattet. Das Bild des Hochaltars stellt die Kreuzigung Christi mit Heiligenblut-Engel dar. Weiters bemerkenswert sind die herrlichen spätgotischen Glasfenster an der Südseite, auf denen verschiedenen Heiligenszenen sowie Wappenmedaillons dargestellt sind.

Südlich der Pfarrkirche befindet sich die urkundlich 1411 genannte Ursprungskapelle. Dieser kleine Rechteckbau mit halbrunder Apsis im Süden hat ein abgerundetes Dach mit Dachreiter gegen Süden sowie rundbogige Tür- und Fensteröffnungen. Im flach gedeckten Innenraum ist ein von Volutenpilastern eingefasster Glasschrein aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]