Heiligenbrunner Kellerviertel

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Das Heiligenbrunner Kellerviertel in Heiligenbrunn im Burgenland ist eine zwei Kilometer lange Kellergasse.

Das Kellerviertel beginnt an einer Straßenbiegung oberhalb der Ortes und nördlich längs des Stifterberges. Weinkeller und Speicher, im 18. und 19. Jahrhundert errichtet, stehen locker zwischen Obstbäumen. Die niedrigen Holzblockbauten zeigen lehmverschmierte weißgekalkte Wände unter gewalmten Satteldächer, teils mit Strohdeckung. Es gibt altertümlich verzapfte und verriegelte Eichentüren, teils mit Schnitzereien und Jahresbezeichnungen. Die Keller sind zumeist zweiräumig, vorne mit Holzbalkendecke, Sitzgruppe und Weinfässern, hinten mit offenem Dachstuhl und Weinpressen. Speicher sind kleiner, zumeist quadratisch, mit Zeltdach.

Seit dem Jahre 1963 wird umfassend an der Erhaltung des Kellerviertels gearbeitet, welches seit dem Jahre 1969 unter Landschaftsschutz steht.

Kellerviertel Heiligenbrunn im Frühjahr

Literatur[Bearbeiten]

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Burgenland. Heiligenbrunn. Kellerviertel. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1976, ISBN 3-7031-0401-5, S. 129f.

47.029916.415556Koordinaten: 47° 1′ 48″ N, 16° 24′ 56″ O