Heiligengrabe

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heiligengrabe
Heiligengrabe
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heiligengrabe hervorgehoben
53.1512.3575Koordinaten: 53° 9′ N, 12° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Höhe: 75 m ü. NHN
Fläche: 206,31 km²
Einwohner: 4505 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 16909 (Blandikow, Blesendorf, Glienicke, Grabow, Heiligengrabe, Herzsprung, Jabel, Königsberg, Liebenthal, Maulbeerwalde, Papenbruch, Wernikow, Zaatzke),
16928 (Blumenthal, Buchhorst, Dahlhausen, Horst, Rosenwinkel)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 033962
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 181
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Birkenwäldchen 1a
16909 Heiligengrabe
Webpräsenz: www.heiligengrabe.de
Bürgermeister: Holger Kippenhahn (WG Heiligengraber Land)
Lage der Gemeinde Heiligengrabe im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/Dosse Heiligengrabe Rheinsberg Neuruppin Lindow (Mark) Vielitzsee Herzberg (Mark) Rüthnick Fehrbellin Kyritz Breddin Stüdenitz-Schönermark Zernitz-Lohm Neustadt (Dosse) Sieversdorf-Hohenofen Dreetz Walsleben Dabergotz Storbeck-Frankendorf Temnitzquell Temnitztal Märkisch Linden Wusterhausen/Dosse Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Heiligengrabe ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten]

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Zu DDR-Zeiten wurde im Ort ein FDJ-Ferienlager errichtet. Am 26. Oktober 2003 wurden die Orte Blandikow, Blesendorf, Blumenthal, Grabow bei Blumenthal, Jabel, Liebenthal, Maulbeerwalde, Papenbruch, Rosenwinkel, Wernikow und Zaatzke nach Heiligengrabe eingemeindet.[2] Am 31. Dezember 2004 kamen Herzsprung und Königsberg, die sich gerichtlich erfolgreich gegen eine Eingemeindung nach Wittstock/Dosse gewehrt haben, hinzu.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Heiligengrabe:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)[3]
Jahr Einwohner
1875 6 413
1890 6 295
1910 6 135
1925 6 314
1933 6 291
1939 6 029
1946 9 890
1950 9 659
1964 7 201
1971 6 783
Jahr Einwohner
1981 5 817
1985 5 624
1989 5 585
1990 5 534
1991 5 414
1992 5 310
1993 5 279
1994 5 346
1995 5 245
1996 5 251
Jahr Einwohner
1997 5 306
1998 5 348
1999 5 349
2000 5 335
2001 5 295
2002 5 283
2003
2004 5 190
2005 5 087
2006 5 046
Jahr Einwohner
2007 4 968
2008 4 862
2009 4 756
2010 4 693
2011 4 603
2012 4 510
Bevölkerungsentwicklung im aktuellen Gebietsstand und Prognosen[3]
Bevölkerungsentwicklung Heiligengrabe.pdf
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Bevölkerungsprognosen Heiligengrabe.pdf
Prognosen der Bevölkerungsentwicklung
Altersstrukturentwicklung Heiligengrabe.pdf
Prognose der Altersstruktur


Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Osten der Prignitz, unmittelbar an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer Fläche von 206,31 km² gehört sie zu den flächengrößten Gemeinden Deutschlands.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Rundling Jabel
Rundling Glienicke

Zur Gemeinde Heiligengrabe gehören folgende Ortsteile, bewohnte Gemeindeteile sowie Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete[4]:

Ortsteile[Bearbeiten]

Blandikow, Blesendorf, Blumenthal, Grabow bei Blumenthal, Heiligengrabe, Herzsprung, Jabel, Königsberg, Liebenthal, Maulbeerwalde, Papenbruch, Rosenwinkel, Wernikow, Zaatzke

Bewohnte Gemeindeteile[Bearbeiten]

Dahlhausen, Glienicke, Horst

Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete[Bearbeiten]

Buchhorst, Friesenhof, Ganzow, Hoheheide, Kattenstiegmühle, Kuckucksmühle, Natteheide, Techow, Volkwig, Waldhof, Wernikow Ausbau, Wüsten-Barenthin

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Heiligengrabe besteht seit der Kommunalwahl vom 28. September 2008 aus 24 Gemeindevertretern[5]:

Gruppierung Sitze
Wählergemeinschaft Heiligengraber Land 11
Bürgerliste Blumenthal-Grabow-Rosenwinkel 5
WIR – Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin e.V 5
Wählergruppe Lebens(t)raum Dorf zwischen Jäglitz und Glinze 2
Die Linke 1

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 5. September 2006 genehmigt.

Blasonierung:

„In Grün über einer silbernen Spitze zum Schildhaupt, belegt mit einem gemauerten roten Treppengiebel, in dessen rundem Mauerdurchbruch ein rotes Jerusalemkreuz schwebt, oben rechts ein silbernes Steingrab und oben links schräggekreuzt silbern eine Axt und ein Hammer.“

Das Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg[6]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Partnergemeinde ist Fahrenbach in Baden-Württemberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Kloster Stift zum Heiligengrabe aus dem 13. Jahrhundert gilt als besterhaltene Klosteranlage in Brandenburg und ist seit 1998 als Denkmal nationaler Bedeutung eingestuft. Es erfuhr unter Kaiser Wilhelm II. besondere Förderung, unter anderem wurde die Grabkapelle neugotisch ausgemalt und der Kaiser stiftete ein großes farbiges Kirchenfenster. Dieses Kaiser-Fenster stammt von dem Kirchenmaler und Mosaizisten August Oetken (1868–1951). Es zeigt die Äbtissin Adolphine von Rohr und den Kaiser bei der Übergabe des vom letzteren neugestifteten prunkvollen Äbstissinnen-Stabes.

Im Ortsteil Jabel befindet sich eine Dorfkirche im Stil der Preußischen Landbauschule mit einer bemerkenswerten Bohlenbinderkonstruktion.

Im Ortsteil Blumenthal befindet sich der von 2003 bis 2004 erbaute Aussichtsturm Blumenthal. Er ist der höchste Holzaussichtsturm in Deutschland.

In Blumenthal-Horst befindet sich auf dem Gelände des Gutes Burghof der ruinöse Nordflügel und ein polygonaler Treppenturm des um 1534 erbauten Renaissance-Schlosses, das seit dem 17. Jahrhundert verfiel. Erhalten ist das 1752 erbaute barocke Gutshaus, das restaurierte Inspektorenhaus sowie Reste des um 1860 entstandenen Landschaftsparks. Im Inneren der 1688 erbauten Gutskapelle befindet sich das Grabmal des Hans Carl Montang von Blumenthal, ein Werk Johann Gottfried Schadows von 1794. Die Gebäude der in den 1950ern errichteten Landwirtschaftsschule werden teilweise vom Gut Burghof genutzt. Der „Förderverein Burgbau im Landschaftspark zu Horst e. V.“ bemüht sich um den Erhalt des aus fünf Jahrhunderten stammenden Ensembles.

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten]

  • Gedenktafel für die Opfer des Todesmarsches von KZ-Häftlingen an der Gabelung Dorfstraße/Fretzdorfer Straße im Ortsteil Herzsprung
  • Gedenkstein für antifaschistische Widerstandskämpfer (Sammelgräber für zehn und sieben Häftlinge des KZ Sachsenhausen) auf dem Friedhof im Ortsteil Herzsprung
  • Gedenkstein von 1985 auf dem Friedhof von Herzsprung für drei alliierte Fallschirmspringer, die nach dem Abschuss ihres Flugzeugs in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges von Volkssturm-Männern erschossen wurden.

Sport[Bearbeiten]

Im Mai 2008 wurde Heiligengrabe von der Landesregierung Brandenburg als Brandenburgs «Sportlichste Gemeinde» ausgezeichnet, da jeder fünfte Einwohner in einem Sportverein aktiv ist.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Heiligengrabe ist über die Anschlussstellen Herzsprung und Pritzwalk der A 24 (Hamburg–Berlin) erreichbar. In den Ortsteilen Rosenwinkel und Blumenthal gibt es Bahnhöfe an der Bahnstrecke Meyenburg–Neustadt (Dosse), die werktags im Zweistundentakt und vereinzelt am Wochenende von der Linie RB73 der Eisenbahngesellschaft Potsdam, sowie in den Ortsteilen Heiligengrabe und Liebenthal Bahnhöfe des Prignitz-Expresses, die im Stundentakt von der Linie RE6 der DB Regio bedient werden.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Kronotex, Hersteller für MDF-Platten und Laminatböden.
  • Claas Vertriebsgesellschaft, Gebietsersatzteillager.

Schulen[Bearbeiten]

In Heiligengrabe gibt es drei Grundschulen und eine Oberschule:[8]

Staatliche Schulen[Bearbeiten]

  • Nadelbach-Grundschule
  • Grundschule Blumenthal

Schulen in freier Trägerschaft[Bearbeiten]

  • Gemeinschaftsschule im Kloster Stift zum Heiligengrabe – Grundschule und Oberschule (anerkannte Ersatzschule)

In Heiligengrabe geboren[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003 und 2004
  3. a b Die Quellen der Daten, die Grundlage der Darstellungen sind, finden sich detailliert in den Wikimedia Commons.
  4. Dienstleistungsangebot der Landesverwaltung
  5. Amtsblatt 11/08 der Gemeinde Heiligengrabe
  6. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  7. Heiligengrabe ist „Sportlichste Gemeinde" im Land
  8. Liste aller Schulen im Schulporträt Brandenburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heiligengrabe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien