Heiligengrabe
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Ostprignitz-Ruppin | |
| Höhe: | 75 m ü. NN | |
| Fläche: | 206,31 km² | |
| Einwohner: |
4603 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 22 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 16909, 16928 | |
| Vorwahl: | 033962 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OPR, KY, NP, WK | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 68 181 | |
| Gemeindegliederung: | 14 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Birkenwäldchen 1a 16909 Heiligengrabe |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Holger Kippenhahn (WG Heiligengraber Land) | |
| Lage der Gemeinde Heiligengrabe im Landkreis Ostprignitz-Ruppin | ||
Heiligengrabe ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt im Osten der Prignitz, unmittelbar an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer Fläche von 206,31 km² gehört sie zu den flächengrößten Gemeinden Deutschlands.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Am 26. Oktober 2003 wurden die Orte Blandikow, Blesendorf, Blumenthal, Grabow bei Blumenthal, Jabel, Liebenthal, Maulbeerwalde, Papenbruch, Rosenwinkel, Wernikow und Zaatzke nach Heiligengrabe eingemeindet.[2] Am 31. Dezember 2004 kamen Herzsprung und Königsberg, die sich gerichtlich erfolgreich gegen eine Eingemeindung nach Wittstock/Dosse gewehrt haben, hinzu.[2]
Zur Gemeinde Heiligengrabe gehören somit folgende Ortsteile, bewohnte Gemeindeteile sowie Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete[3]:
Ortsteile[Bearbeiten]
Blandikow, Blesendorf, Blumenthal, Grabow bei Blumenthal, Heiligengrabe, Herzsprung, Jabel, Königsberg, Liebenthal, Maulbeerwalde, Papenbruch, Rosenwinkel, Wernikow, Zaatzke
Bewohnte Gemeindeteile[Bearbeiten]
Dahlhausen, Glienicke, Horst
Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete[Bearbeiten]
Buchhorst, Friesenhof, Ganzow, Hoheheide, Kattenstiegmühle, Kuckucksmühle, Natteheide, Techow, Volkwig, Waldhof, Wernikow Ausbau, Wüsten-Barenthin
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
Politik[Bearbeiten]
Gemeindevertretung[Bearbeiten]
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Heiligengrabe besteht seit der Kommunalwahl vom 28. September 2008 aus 24 Gemeindevertretern[4]:
| Gruppierung | Sitze |
|---|---|
| Wählergemeinschaft Heiligengraber Land | 11 |
| Bürgerliste Blumenthal-Grabow-Rosenwinkel | 5 |
| WIR – Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin e.V | 5 |
| Wählergruppe Lebens(t)raum Dorf zwischen Jäglitz und Glinze | 2 |
| Die Linke | 1 |
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 5. September 2006 genehmigt.
„In Grün über einer silbernen Spitze zum Schildhaupt, belegt mit einem gemauerten roten Treppengiebel, in dessen rundem Mauerdurchbruch ein rotes Jerusalemkreuz schwebt, oben rechts ein silbernes Steingrab und oben links schräggekreuzt silbern eine Axt und ein Hammer.“
– Das Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg[5]
Städtepartnerschaft[Bearbeiten]
Partnergemeinde ist Fahrenbach in Baden-Württemberg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten]
Das Kloster Stift zum Heiligengrabe aus dem 13. Jahrhundert gilt als besterhaltene Klosteranlage in Brandenburg und ist seit 1998 als Denkmal nationaler Bedeutung eingestuft. Es erfuhr unter Kaiser Wilhelm II. besondere Förderung, unter anderem wurde die Grabkapelle neugotisch ausgemalt und der Kaiser stiftete ein großes farbiges Kirchenfenster. Dieses Kaiser-Fenster stammt von dem Kirchenmaler und Mosaizisten August Oetken (1868–1951). Es zeigt die Äbtissin Adolphine von Rohr und den Kaiser bei der Übergabe des vom letzteren neugestifteten prunkvollen Äbstissinnen-Stabes.
Im Ortsteil Jabel befindet sich eine Dorfkirche im Stil der Preußischen Landbauschule mit einer bemerkenswerten Bohlenbinderkonstruktion.
Im Ortsteil Blumenthal befindet sich der von 2003 bis 2004 erbaute Aussichtsturm Blumenthal. Er ist der höchste Holzaussichtsturm in Deutschland.
In Blumenthal-Horst befindet sich auf dem Gelände des Gutes Burghof der ruinöse Nordflügel und ein polygonaler Treppenturm des um 1534 erbauten Renaissance-Schlosses, das seit dem 17. Jahrhundert verfiel. Erhalten ist das 1752 erbaute barocke Gutshaus, das restaurierte Inspektorenhaus sowie Reste des um 1860 entstandenen Landschaftsparks. Im Inneren der 1688 erbauten Gutskapelle befindet sich das Grabmal des Hans Carl Montang von Blumenthal, ein Werk Johann Gottfried Schadows von 1794. Die Gebäude der in den 1950ern errichteten Landwirtschaftsschule werden teilweise vom Gut Burghof genutzt. Der „Förderverein Burgbau im Landschaftspark zu Horst e. V.“ bemüht sich um den Erhalt des aus fünf Jahrhunderten stammenden Ensembles.
- Bauwerke in Blumenthal-Horst
- Kirchen der Ortsteile
Geschichtsdenkmale[Bearbeiten]
- Gedenktafel für die Opfer des Todesmarsches von KZ-Häftlingen an der Gabelung Dorfstraße/Fretzdorfer Straße im Ortsteil Herzsprung
- Gedenkstein für antifaschistische Widerstandskämpfer (Sammelgräber für zehn und sieben Häftlinge des KZ Sachsenhausen) auf dem Friedhof im Ortsteil Herzsprung
- Gedenkstein von 1985 auf dem Friedhof von Herzsprung für drei alliierte Fallschirmspringer, die nach dem Abschuss ihres Flugzeugs in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges von Volkssturm-Männern erschossen wurden.
Sport[Bearbeiten]
Im Mai 2008 wurde Heiligengrabe von der Landesregierung Brandenburg als Brandenburgs «Sportlichste Gemeinde» ausgezeichnet, da jeder fünfte Einwohner in einem Sportverein aktiv ist.[6]
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Heiligengrabe ist über die Anschlussstellen Herzsprung und Pritzwalk der A 24 (Hamburg–Berlin) erreichbar. In den Ortsteilen Rosenwinkel und Blumenthal gibt es Bahnhöfe an der Bahnstrecke Meyenburg–Neustadt (Dosse), die werktags im Zweistundentakt und vereinzelt am Wochenende von der Linie RB73 der Eisenbahngesellschaft Potsdam, sowie in den Ortsteilen Heiligengrabe und Liebenthal Bahnhöfe des Prignitz-Expresses, die im Stundentakt von der Linie RE6 der DB Regio bedient werden.
Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]
- Kronotex, Hersteller für MDF-Platten und Laminatböden.
- Claas Vertriebsgesellschaft, Gebietsersatzteillager.
- BLT Brandenburger Landtechnik GmbH
Schulen[Bearbeiten]
In Heiligengrabe gibt es zwei Grundschulen und eine Oberschule:[7]
Staatliche Schulen[Bearbeiten]
- Nadelbach-Grundschule
- Grundschule Blumenthal
Schulen in freier Trägerschaft[Bearbeiten]
- Evangelische Gemeinschaftsschule im Kloster Stift zum Heiligengrabe - Oberschule (anerkannte Ersatzschule)
In Heiligengrabe geboren[Bearbeiten]
- Georg von Blumenthal (* 1490 in Horst; † 1550 in Lebus), Bischof
- Friedrich Hermann Lütkemüller (* 16. Februar 1815 in Papenbruch; † 19. Oktober 1897 in Wittstock/Dosse), Wittstocker Orgelbauer
- Wilhelm Lütgert (* 9. April 1867 in Heiligengrabe; † 21. Februar 1938 in Berlin), protestantischer Theologe
Bilder[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003 und 2004
- ↑ Dienstleistungsangebot der Landesverwaltung
- ↑ Amtsblatt 11/08 der Gemeinde Heiligengrabe
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
- ↑ Heiligengrabe ist „Sportlichste Gemeinde" im Land
- ↑ Liste aller Schulen im Schulporträt Brandenburg
Weblinks[Bearbeiten]
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