Heiligenkreuzerhof

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heiligenkreuzerhof
Der Heiligenkreuzerhof um 1900
Bernardikapelle um 1900, August Günther
Bernardikapelle, Schönlaterngasse

Der Heiligenkreuzerhof (selten Heiligenkreuzer Hof) ist ein Hofensemble in der Wiener Innenstadt. Er liegt zwischen Schönlaterngasse und Grashofgasse und ist heute von einem Komplex aus Stiftshof, Prälatur, Kapelle und Zinshaus umgeben.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Heiligenkreuzerhof wird vielfach als das älteste Zinshaus Wiens bezeichnet. Er wurde im 12./13. Jahrhundert errichtet und gehört seit dieser Zeit dem Zisterzienserstift Heiligenkreuz. Aus dieser Zeit stammen noch die mittelalterlichen Kellergewölbe. 1587 erfolgten Steinmetzarbeiten durch italienische Meister, die Brüder Elias- und Alexius Payos aus den stiftseigenen Brüchen zu Kaisersteinbruch.[1]

Ein Großteil des Hofs, die Kapelle und der Prälatenhof wurden jedoch im Barock demoliert und im Auftrag der Äbte des Klosters Heiligenkreuz von 1659 bis 1676 neu errichtet. Sein heutiges Aussehen erhielt der Hof erst nach weiteren Umbauten im 18. Jahrhundert.

Bernardikapelle[Bearbeiten]

Die Bernhardskapelle liegt neben der Prälatur direkt an der Schönlaterngasse. Sie wurde im Jahre 1679 von Bischof Felix Breuner geweiht und ist vor allem ob ihrer hochbarocken Innenausstattung bekannt. Diese stammt von Martino Altomonte, der selbst bis zu seinem Tode im Heiligenkreuzerhof lebte, und von Giovanni Giuliani, dem Lehrer Georg Raphael Donners. In den Jahren 2001 bis 2003 wurde die Kapelle um etwa 460.000 Euro aufwendig renoviert. Heute wird sie gerne für Hochzeiten benutzt. [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Archiv Stift Heiligenkreuz Rubr. 51/IV/14
  2. Lange Nacht der Kirchen 2009 Eine normalerweise nicht zugängliche Kapelle, abgerufen am 22. Mai 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heiligenkreuzerhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.20972222222216.376666666667Koordinaten: 48° 12′ 35″ N, 16° 22′ 36″ O