Heimathafen

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Der Heimathafen, engl. home port oder port of registry, eines Schiffes ist der Ort, an dem das Schiff in einem dort geführten Schiffsregister registriert ist.

Ein Schiff muss diesen Hafen nicht zwingend irgendwann anlaufen. Insbesondere Schiffe, die die Flagge eines Binnenlandes führen, sind dazu oftmals überhaupt nicht in der Lage. Auch durch Ausflaggung gibt es Schiffe, die in ihrem Heimathafen noch nie gesehen wurden. Fischereifahrzeuge müssen jedoch in den Fischereikennzeichen einen Hinweis auf den Heimathafen tragen.

Beispiel[Bearbeiten]

Die Gorch Fock (Schiff, 1958) liegt vor der Marineschule Mürwik, deren Kommando sie untersteht.

Beispielsweise untersteht das Segelschulschiff der Deutschen Marine Gorch Fock als Militärschiff der Marineschule Mürwik bei Flensburg, Heimathafen hingegen ist die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel. Sie wird von der Gorch Fock nach mehrmonatigen Ausbildungstörns immer wieder zu turnusmäßigen Inspektionen und anfallenden Reparaturarbeiten angesteuert; zudem führt der Großsegler gelegentlich bei Windjammer-Treffen zur Kieler Woche die Segler-Parade im Heimathafen an und steht an bestimmten Besuchstagen der Bevölkerung zu einem Bordbesuch zur Verfügung. Durch solche Aktionen erhält der Begriff Heimathafen für Mannschaft, Besucher und Schiff eine weit über den reinen Verwaltungsakt der Registrierung hinausgehende Bedeutung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Prof. Dr. K. Schwitalla, Prof. Dr. U. Scharnow: Lexikon der Seefahrt. diverse Jahrgänge, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, ISBN 3-344-00190-6.