Heimweh (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Heimweh
Originaltitel Lassie Come Home
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1943
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Fred M. Wilcox
Drehbuch Hugo Butler
Produktion Samuel Marx,
Harry Rapf,
Dore Schary
Musik Daniele Amfitheatrof,
Erich Zeisl
Kamera Leonard Smith,
Charles P. Boyle
Schnitt Ben Lewis
Besetzung

Heimweh ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1943. Es handelt sich um den ersten Kinofilm mit dem Filmcollie Lassie als Hauptfigur.

Der Film beruht auf einer literarischen Vorlage des britisch-US-amerikanischen Schriftstellers Eric Knight. Am 17. Dezember 1938 erschien dessen Kurzgeschichte Lassie Come Home in der Saturday Evening Post; 1940 erfolgte die Veröffentlichung des Stoffes als Roman.

Im Jahr 2005 wurde der Film unter dem Titel Lassie kehrt zurück neu verfilmt.

Handlung[Bearbeiten]

Die Colliehündin Lassie ist die beste Freundin des im englischen Yorkshire lebenden Jungen Joe. Jeden Tag holt Lassie den Jungen um vier Uhr nachmittags von der Schule ab. Da die Familie große Not leidet, verkaufen Joes Eltern Lassie eines Tages an den Herzog von Rudling, dessen Enkelin Priscilla sich über den Collie freut. Aber Lassie läuft davon und kehrt zu der Familie zurück, wird jedoch von einem Assistenten des Herzogs zurückgeholt. Als Lassie erneut beim Herzog ausreißt und Joe mit ihr fliehen will, bringt sein Vater den Hund ein weiteres Mal zurück. Joes Mutter zeigt sich froh darüber, dass Lassie aus dem Haus ist.

Eines Tages reißt Lassie beim Spaziergang mit dem Hundewärter des Herzogs abermals aus; es beginnt eine langwierige Flucht durch Wind und Wetter, während der sie beinahe Opfer von Jägern wird, die sie für einen wildernden Hund halten. Als die erschöpfte Lassie einen Bauernhof erreicht, wird sie von den Bauersleuten aufgepäppelt. Als die Farmersfrau bemerkt, dass Lassie jeden Tag um vier Uhr unruhig wird, lässt das Ehepaar Lassie ziehen. Lassie lernt den Zigeuner Rowlie kennen, der sie ein Stück auf seiner Reise mitnimmt, auf der sie ihn eines Tages vor Dieben verteidigt. Während ihrer weiteren Reise schafft sie es, zwei Hundefängern zu entkommen.

Erschöpft kehrt Lassie von der weiten Reise nach Hause zurück. Die Familie leidet immer noch Not. Joes Mutter ist jedoch inzwischen erleichtert, dass Lassie wieder da ist, weil ihr Sohn Joe ohne sie sehr traurig war. Da bekommt die Familie Besuch vom Herzog. Dieser bietet Joes Vater Arbeit als Wärter für seine Hunde an. Als er Lassie sieht, gibt er vor, sie nicht wiederzuerkennen. Als es vier Uhr wird, bricht Lassie trotz ihrer Erschöpfung auf, um ihren Freund Joe wie gewohnt von der Schule abzuholen.

Joe und Priscilla freunden sich an und verbringen ihre Zeit gemeinsam mit Lassie und deren Nachwuchs.

Hintergrund[Bearbeiten]

Filme wie Heimweh galten seinerzeit als die ideale Ablenkungsunterhaltung in den kriegserschütterten USA. Für die Auswahl des passenden Collie wurde auf dem Gelände der MGM-Studios ein großes Casting veranstaltet, auf dem die Züchter ihre Hunde einer Jury vorführen mussten.

Heimweh war Elizabeth Taylors zweiter Film, und der erste Film, in dem sie für Metro-Goldwyn-Mayer mitwirkte. MGM gab ihr anschließend einen der damals branchenüblichen siebenjährigen Studioverträge. Taylor hatte in dem Film nur vier Szenen und ist insgesamt weniger als 10 Minuten zu sehen. Die wirkliche Hauptfigur des Filmes ist der Hund.

Für die Rolle der Priscilla hatte das Studio zunächst Maria Flynn vorgesehen, die sich nach Beginn der Dreharbeiten (im September 1942) jedoch als zu groß erwies, nämlich als einen Kopf größer als ihr Leinwandpartner Roddy McDowall. Ein Mädchen, das größer war als ein Junge, wollten die Produzenten dem Publikum in dieser Zeit nicht zumuten, darum erhielt Taylor die Rolle.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

„Erster Film einer sechsteiligen Serie über die Collie-Hündin Lassie (1943–1951), die später als Star einer TV-Serie Weltruhm erlangte. Unterhaltsam für Alt und Jung.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brenda Maddox: Who’s Afraid of Elizabeth Taylor? A Myth of Our Time. Evans, 1977, ISBN 0-87131-243-3, S. 26
  2. Heimweh im Lexikon des Internationalen Films