Heiner Bremer

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Heiner Bremer (* 11. Juli 1941 in Pinneberg) ist ein deutscher Journalist, Fernsehmoderator und ehemaliger Politiker der FDP.

Leben[Bearbeiten]

Heiner Bremer war bis 1971 FDP-Kreisvorsitzender im Kreis Pinneberg, anschließend bis zu seinem Parteiaustritt 1982 Mitglied des FDP-Landesvorstands Schleswig-Holstein. 1970 war er Bundesvorsitzender der Jungdemokraten, der damaligen Jugendorganisation der FDP. Er galt wie die gesamte Organisation als links, so dass der spätere bayerische FDP-Vorsitzende Josef Ertl 1970 aufgrund des Berliner Manifests der Jungdemokraten, das Übereinstimmungen zwischen Sozialismus und Liberalismus feststellte, den Ausschluss Heiner Bremers aus der FDP forderte. Er bezeichnete ihn als Adept sozialistischer Ideen“.

Bremer studierte Rechts- und Politikwissenschaften und absolvierte 1970 sein zweites juristisches Staatsexamen. Anschließend arbeitete er 19 Jahre für die Zeitschrift Stern und war von 1986 bis 1989 als einer von drei Chefredakteuren tätig. Danach wechselte er zum Axel Springer Verlag als Unternehmenssprecher. 1981 veröffentlichte er mit Wolf Perdelwitz beim Berliner Verlag Olle & Wolter das Buch Geisel Europa mit der Lagekarte von Tausenden von Atomwaffen auf deutschem Boden, das großes Aufsehen erregte und die Debatte um Auf- und Abrüstungsbemühungen nachhaltig bereicherte. Im Fernsehen bekannt wurde er durch die mitternächtliche Nachrichtensendung RTL Nachtjournal auf dem Privatsender RTL, die er ab Ende 1993 entwickelte und vom 3. Januar 1994 bis zum 6. Januar 2004 leitete und moderierte. Seit 2004 präsentiert er beim Nachrichtensender n-tv die Talkshow „Das Duell bei n-tv“.

Bremer war Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz und beteiligte sich an der I. Allchristlichen Friedensversammlung 1961 in Prag.

Seit 1969 ist er mit Christl Rehmenklau-Bremer verheiratet und hat zwei Kinder.

Auszeichnung[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]