Heiner Koch

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Bischof Heiner Koch (2013)

Heiner Koch (* 13. Juni 1954 in Düsseldorf-Eller[1]) ist Bischof von Dresden-Meißen.

Leben[Bearbeiten]

Koch wuchs als Sohn eines Justizamtsrats im Düsseldorfer Stadtteil Eller in der Gemeinde St. Gertrud auf und war dort KJG- und Ministrantenleiter. Nach dem Abitur am Düsseldorfer Geschwister-Scholl-Gymnasium studierte er Katholische Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaft an der Universität Bonn und beendete das Studium mit dem Staatsexamen in Erziehungswissenschaft und der Promotion zum Dr. theol. mit einer Dissertation über Befreiung zum Sein als Grundperspektive christlicher Religionspädagogik. Er ist als Magistal Caplan Mitglied des Malteserordens.

Am 13. Juni 1980, seinem 26. Geburtstag, empfing er in Köln das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend war er bis Ende 1983 Kaplan an St. Martinus in Kaarst. In den folgenden sechs Jahren bildete die Jugendseelsorge den zentralen Schwerpunkt seiner Arbeit. So war er zunächst Stadtjugendseelsorger und BDKJ-Präses im Stadtdekanat Neuss. Ab dem 1. April 1984 war Koch als Hochschulpfarrer an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig und gleichzeitig Subsidiar an St. Paulus in Düsseldorf.

Auf Bistumsebene trug Koch seit 1989 Verantwortung: 1989 wurde ihm die Leitung der Abteilung Erwachsenenseelsorge im Kölner Generalvikariat übertragen. Zugleich war er Diözesan-Frauen- und Männerseelsorger und kfd-Diözesanpräses. Am 1. November 1992 übernahm Koch die Leitung der Hauptabteilung Seelsorge im Generalvikariat. Im Oktober 2002 wurde er zum stellvertretenden Generalvikar ernannt.

Von 1989 bis August 2006 war Koch auch Rector ecclesiae der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in der Kölner Marzellenstraße, von 1993 bis 1998 war er zudem Subsidiar an der Hohen Domkirche zu Köln, und seit dem 1. August 1998 gehörte er als Residierender Domkapitular dem Kölner Metropolitankapitel an. Papst Johannes Paul II. ernannte Koch am 19. September 1993 zum Kaplan Seiner Heiligkeit und am 10. Februar 1996 zum Päpstlichen Ehrenprälaten. Für den Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften ist Koch seit 1995 als Bundespräses zuständig. An Vorbereitung und Durchführung des XX. Weltjugendtags in Köln war er von 2002 bis 2005 als dessen Generalsekretär führend beteiligt.

Weihbischof in Köln[Bearbeiten]

Pontifikalamt mit Edwin Frederick O'Brien, Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab, im Quirinus-Münster in Neuss (2012).
Wappen des Weihbischofs

Am 17. März 2006 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Titularbischof von Ros Cré und zum Weihbischof in Köln.[2] Am 7. Mai 2006 empfing Heiner Koch durch den Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, im Kölner Dom die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren die Kölner Weihbischöfe Manfred Melzer und Rainer Maria Woelki. Sein Wahlspruch Gaudete semper. Dominus prope („Freut euch allezeit, der Herr ist nahe“) entstammt dem Philipperbrief (Phil 4,4-5 EU EU). Als Weihbischof war Heiner Koch im Erzbistum Köln Bischofsvikar für den Pastoralbezirk Süd mit über 600.000 Katholiken[3], der die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis, den Rheinisch-Bergischen Kreis, den Kreis Euskirchen und die zum Erzbistum Köln gehörenden Pfarrgemeinden des Kreises Altenkirchen (Rheinland-Pfalz) umfasst. Ferner war er Bischofsvikar für die Seelsorge an fremdsprachigen Katholiken im Erzbistum Köln und Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die deutschsprachige Seelsorge im Ausland und seit dem 25. April 2012 Vorstandsvorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln e.V.

Bischof von Dresden-Meißen[Bearbeiten]

Bischofswappen Heiner Kochs

Am 18. Januar 2013 ernannte ihn Benedikt XVI. zum Bischof von Dresden-Meißen.[4] Die feierliche Amtseinführung (Inthronisation) durch den Metropoliten der Berliner Kirchenprovinz, Rainer Maria Kardinal Woelki, fand am 16. März jenen Jahres in der Dresdener Hofkirche statt.[5]

Deutsche Bischofskonferenz[Bearbeiten]

Heiner Koch wurde auf der Herbst-Vollversammlung 2014 der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie berufen.[6] Des Weiteren wurde er zum Mitglied der Gemeinsamen Konferenz der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken bestellt.[6]

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heiner Koch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weihbischof Dr. Heinrich Koch im Gespräch (PDF; 68 kB)
  2. Nomina di Ausiliare di Köln (Germania), in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 17. März 2006.
  3. Erzbistum Köln, Institutionsschematismus (PDF; 935 kB)
  4. Nomina del Vescovo di Dresden-Meissen (Germania), in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 18. Januar 2013.
  5. Habemus episcopum, Pressemeldung des Bistums Dresden-Meißen vom 18. Januar 2013.
  6. a b Abschlusspressekonferenz der Herbst-Vollversammlung 2014 der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda, Pressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz vom 26. September 2014
Vorgänger Amt Nachfolger
Joachim Reinelt Bischof von Dresden-Meißen
seit 2013