Heinersbrück

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heinersbrück
Heinersbrück
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heinersbrück hervorgehoben
51.82361111111114.512562Koordinaten: 51° 49′ N, 14° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 23,69 km²
Einwohner: 608 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 176
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 6
03185 Peitz
Bürgermeister: Horst Gröschke
Lage der Gemeinde Heinersbrück im Landkreis Spree-Neiße
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Über dieses Bild

Heinersbrück, niedersorbisch Móst, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße im Süden des Landes Brandenburg und ist Teil des Amtes Peitz.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Das Gemeindegebiet umfasst insbesondere den Ortsteil Grötsch (niedersorbisch: Groźišćo) und die Wohnteile Radewiese (niedersorbisch: Radowiza) und Sawoda. Durch die Gemeinde fließt die Malxe.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

1411 wurde die Gemeinde als Henrichsbrugk („Siedlung eines Heinrich an der Brücke“) erstmals urkundlich erwähnt und gehört somit zu den ältesten Siedlungsgebieten der Niederlausitz. Der Ortsteil Grötsch wurde sogar 1344 als Grods (Burgstätte) urkundlich erwähnt.

Wie der Name bereits bezeugt, ist die Geschichte des Ortes untrennbar mit dem Flüsschen Malxe verbunden. Der sorbische Ortsname „Most“ bedeutet ins Deutsche übersetzt ebenfalls „Brücke“. Heinersbrück ist als typisches, lang gezogenes Straßendorf angelegt, wohingegen der ehemalige Ortskern des Dorfes Grötsch einem Angerdorf entspricht.

Jahrhundertelang war das Dorf durch große Bauernwirtschaften geprägt; heutzutage bestimmt der angrenzende Tagebau Jänschwalde das Bild der Umgebung.

Am 26. Oktober 2003 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Grötsch im Zuge der Gemeindegebietsreform Brandenburgs in die Gemeinde Heinersbrück als Ortsteil eingegliedert.[3] Der Ort Radewiese gehört seit dem 1. Juli 1950 zu Heinersbrück.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Heinersbrück:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 962
1890 1 034
1910 1 087
1925 1 050
1933 1 011
1939 1 124
1946 1 097
1950 1 122
1964 937
1971 910
Jahr Einwohner
1981 794
1985 768
1989 751
1990 746
1991 717
1992 689
1993 660
1994 656
1995 656
1996 655
Jahr Einwohner
1997 643
1998 696
1999 693
2000 707
2001 695
2002 716
2003 704
2004 691
2005 687
2006 683
Jahr Einwohner
2007 668
2008 652
2009 642
2010 632
2011 621
2012 621
2013 608

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[5].

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 7 Gemeindevertretern:

  • WG Feuerwehr: 3 Sitze
  • WG Heinersbrücker SV: 1 Sitz
  • Einzelmandatsträger: 4 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008[6])

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. Februar 2010 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot über erniedrigtem blauen Schildfuß eine goldene Bohlenbrücke, darauf auf einem golden-gesattelten und -gezäumten silbernen Pferd linkshin reitend ein golden-bekrönter und -gegürteter, hersehender silberner König mit einem aufgerichteten und golden-begrifften silbernen Schwert in der Rechten; im rechten Obereck begleitet von einem goldenen Hochkreuz.“[7]

Hintergrund: Der Ortssage nach geht die Bezeichnung des Ortsnamens auf Heinrich II. (HRR) zurück. Er ließ einen Knüppeldamm und eine Holzbrücke erbauen, um die Überquerung der morastigen Malxe und ihrer Uferregion zu erleichtern und auch mehrmals bei Feldzügen Heinrichs II. gegen Polen benutzt worden sind.[8]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist Rot - Weiß - Rot (1:4:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Heinersbrück stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Museen[Bearbeiten]

Museum Sorbische Bauernstube, mit dem Schwerpunkt die sorbisch/wendischen Handwerkstechniken zu erhalten.

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirche in Heinersbrück
  • Backsteinkirche, neu erbaut in den Jahren 1900/1901.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinersbrück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bundesamt für Naturschutz: Lage von Heinersbrück gem. Geodienste. Schutzgebiete in Deutschland. Abgerufen am 5. Mai 2013.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  6. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Wahlen zu den Gemeindevertretungen. Endgültiges Ergebnis. Statistischer Bericht B VII 3 - 5 – 5j/08, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, S. 135, abgerufen am 27. Juni 2011 (PDF; 2,4 MB)
  7. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  8. Informationen über die Gemeinde Heinersbrück auf den Seiten des Amtes Peitz (abgerufen am 6. Mai 2010)