Heiningen (Landkreis Göppingen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Göppingen | |
| Höhe: | 381 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,46 km² | |
| Einwohner: |
5.285 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 424 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 73092 | |
| Vorwahl: | 07161 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GP | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 17 030 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 30 73092 Heiningen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Norbert Aufrecht | |
| Lage der Gemeinde Heiningen im Landkreis Göppingen | ||
Heiningen ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg am Fuße der Schwäbischen Alb.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind Göppingen, Dürnau, Gammelshausen und Eschenbach.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zu Heiningen gehören das Dorf Heiningen, der Weiler Lotenberg (auch zur Gemeinde Eschenbach) und das Gehöft Eitleshof.[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung Heiningens stammt aus dem Jahr 1228, damals trug es noch den Namen Huningen. 1321 verkauften die Herzöge von Teck Heiningen an Eberhard I. von Württemberg, der es dem Amt Göppingen zuordnete. Seit 1466 ist eine Schule im Ort nachweisbar. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Heinigen 1634 von kaiserlichen Truppen geplündert und zerstört. Dadurch und aufgrund der Pest sank die Einwohnerzahl von knapp 1000 auf etwa 200 Bewohner ab.
Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich viele Heimatvertriebene in Heiningen an, was zu einem erheblichen Bevölkerungszuwachs führte.
[Bearbeiten] Religionen
Seit der Reformation ist Heiningen evangelisch geprägt. Der Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg führte aber auch zur Gründung einer römisch-katholischen Gemeinde, die auch für Eschenbach zuständig ist. Außerdem gab es in Heiningen bis 2008 eine neuapostolische Kirche.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2005.
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1837 | 1130 |
| 1907 | 1185 |
| 17. Mai 1939 | 1309 |
| 13. September 1950 | 1980 |
| 27. Mai 1970 | 3422 |
| 31. Dezember 1983 | 4877 |
| 31. Dezember 2005 | 5480 |
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Zum Bürgermeister wurde im Februar 2005 Norbert Aufrecht im ersten Wahlgang gewählt.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:
| FWG | 22,2 % | 4 Sitze | -4 |
| CDU | 22,2 % | 4 Sitze | -1 |
| Frauenliste | 16,6 % | 3 Sitze | ±0 |
| SPD | 16,6 % | 3 Sitze | +1 |
| FBL | 22,2% | 4 Sitze | +4 |
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: In Blau unter einer liegenden silbernen Hirschstange eine kreuzförmige silberne Schale mit Lappenrand, belegt mit einem getatzten roten Kreuz.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Heiningen ist über die Landesstraße L 1217 mit dem Ort Gammelshausen und der fünf Kilometer entfernten Stadt Göppingen verbunden. Über die Kreisstraße K 1425 gelangt man zur Gemeinde Eschenbach. Die Anschlussstelle Aichelberg der Autobahn A 8 ist etwa zehn Kilometer entfernt, die Anschlussstelle Göppingen der Bundesstraße 10 etwa vier Kilometer. Über den öffentlichen Nahverkehr mit dem Bus (Linien 31–33) ist Heiningen von Göppingen aus leicht erreichbar.
Der Bahnhof Heiningen lag an der Voralbbahn, auf der bis 1989 Personenverkehr stattfand. Inzwischen steht ein Dienstleistungszentrum mit Supermarkt auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs. Die Gleise wurden teilweise entfernt oder überteert.
[Bearbeiten] Wirtschaft
In Heiningen gibt es ein Industriegebiet mit mehreren mittelständischen Firmen. Außerdem ist Heiningen am Gewerbepark Voralb beteiligt, der sich auf der Gemarkung von Eschenbach befindet. Im Gewerbepark Voralb gibt es fast 1000 Arbeitsplätze.
[Bearbeiten] Bildung
Mit der Ernst-Weichel-Schule verfügt Heiningen über eine eigene Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Weitere weiterführende Schulen werden in den Nachbarorten besucht. Für die Kleinsten gibt es drei Kindergärten in der Gemeinde.
[Bearbeiten] Sport und Freizeit
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Weit über die Gemeindegrenzen hinaus ist Heiningen für den alljährlich in der kleinen Turnhalle stattfindenden Altweiberfasching bekannt. Außerdem findet am Ostermontag traditionell der Heininger Ostermarkt mit Jungrinderschau statt. Im Sommer findet jährlich das "Starenfest" genannte Dorffest in der Ortsmitte stand. Ferner gibt es viele weitere jährlich stattfindende Feste von verschiedenen Heininger Vereinen (z. B. Tanz in den Mai), die aber nicht überregional bekannt sind.
[Bearbeiten] Freizeit
Die Gemeinde bietet verschiedene Freizeiteinrichtungen für Jung und Alt. Die bekanntesten sind hierbei:
- Voralbbad Heiningen (Hallenbad mit Liegewiese, Sauna, Solarium, Kegelbahn)
- Minigolfanlage
- Nordic-Walking-Park
[Bearbeiten] Sportstätten
Heiningen verfügt über zwei Turnhallen, die TSV-Halle am alten Bahnübergang und die größere Voralbhalle am Ortsrand in Richtung Eschenbach. Außerdem gibt es zwei Sportplätze am Reuschwald, einen Kunstrasenplatz und eine Kleinfeldanlage neben der Voralbhalle.
[Bearbeiten] Vereine
- Turn- und Sportverein Heiningen (TSV); die Handballmannschaft der Herren spielte in der 1980er Jahren in der 2. Bundesliga. Außerdem wurde die männliche A-Jugend 1993 deutscher Meister.
- DLRG Stützpunkt Heiningen-Eschenbach; die Damenmannschaft sowie verschiedene Jugendmannschaften wurden mehrmals Bezirksmeister im Rettungsschwimmen und nahmen dadurch schon an württembergischen und deutschen Meisterschaften teil.
- Jugendfeuerwehr Heiningen; die Jugend der Freiwilligen Feuerwehr Heiningen wurde 1986 gegründet und besteht zurzeit aus acht aktiven Mitgliedern. Die Jugendfeuerwehr ist auf vielen Festivitäten in Heiningen und Umgebung präsent. Fast alle Jugendfeuerwehrler treten ab dem 18. Lebensjahr in den aktiven Dienst ein.
- Musikverein Heiningen-Eschenbach; der Musikverein besteht sowohl aus Heiningern als auch aus Personen der Nachbargemeinde Eschenbach. Er ist in eine Jugend- und eine Aktivenkapelle unterteilt.
- 1. FC Heiningen; der 1957 gegründete Fußballverein hat aktuell etwa 460 Mitglieder in den Bereichen Aktivfußball, Jugendfußball, AH-Fußball, Frauenfußball und Frauenturnen. In der Saison 2009/2010 errang die 1. Mannschaft die Meisterschaft in der Kreisliga A3 und stieg in die Bezirksliga auf.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- Hans-Joerg Schädler (seit 2007), langjähriger Bürgermeister von Heiningen
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Ernst Weichel (* 1922; † 1993), Pionier der ökologischen Landwirtschaft
- Helmut Friess (* 1962 in Göppingen), Leiter der Chirurgie des Universitätsklinikums München rechts der Isar, stammt aus einer alteingesessenen Heininger Bauernfamilie.
- Bov Bjerg (* 1965), Schriftsteller und Kabarettist
[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Andreas Engermann (* 1919), deutscher Pädagoge und Autor
[Bearbeiten] Trivia
Der trationelle regionale Spitzname der Heininger ist "Staren". So heißt es auf der Homepage der Gemeinde Heiningen, "Wir Heiningerinnen und Heininger tragen den Spitznamen „die Staren“, abgeleitet von dem intelligenten und gewitzten Vogel, der gerne auch als geselliges Multitalent bezeichnet wird." [3]
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 334–335
- ↑ http://www.heiningen-online.de/index.php?id=13
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