Heinkel P.1077

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heinkel P 1077
<Bildbeschreibung>
Modell der He P.1077 „Julia“
Typ: Objektschutzjäger
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller: Heinkel
Erstflug:
Stückzahl: Bau abgebrochen

Heinkel P.1077 war ein deutsches Projekt eines raketengetriebenes Jagdflugzeuges in der Endphase des Zweiten Weltkrieges.

Entwicklung[Bearbeiten]

1944 entstand bei den Ernst-Heinkel-Flugzeugwerken in Wien im Rahmen des Jägernotprogramms das Projekt eines raketengetriebenen Objektschutzjägers – die P.1077 Julia. Der liegend im Cockpit untergebrachte Pilot sollte mit Hilfe von vier abwerfbaren Starthilfsraketen auf einem ebenfalls abwerfbarem Startschlitten starten und im fast senkrechten Steigflug schnell große Höhen erreichen; für die Gefechtshandlungen sollten dann fünf Minuten Flugzeit zur Verfügung stehen. Die Landung sollte im Gleitflug auf einer Kufe erfolgen. Es existierte auch eine Projektstudie mit sitzendem Piloten und dementsprechend gewölbter Kanzel.

Bis Kriegsende wurde nur noch eine Attrappe des Musters fertiggestellt, die allerdings im Dezember 1944 bei einem alliierten Bombenangriff auf Wien verbrannte. Der begonnene Bau von zwei motorlosen Prototypen wurde im fortgeschrittenen Baustadium (sie waren zu 90 % fertiggestellt) gestoppt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Modell der He P.1077 „Romeo“, einer Variante mit Pulsoschubrohr als Antrieb
  • Länge: 6,47 m
  • Spannweite: 4,60 m
  • Höhe: 1,00 m
  • Flügelfläche: 7,30 m²
  • Startmasse: 1.800 kg
  • Triebwerk: 1 Raketentriebwerk Walter HWK 109-509 A-2 mit 1.700 kp, 4 Starthilfsraketen mit je 1.200 kp
  • Höchstgeschwindigkeit: 1.000 km/h
  • Steigzeit auf 10.000 m: 52 s
  • Gipfelhöhe: 10.000 m
  • Bewaffnung: 2 Kanonen 30 mm (MK 108)
  • Besatzung: 1 Mann

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]