Heinrich Benckert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heinrich Reinhold Hugo Max Benckert (* 5. September 1907 in Berlin; † 13. Mai 1968 in Rostock) war ein deutscher evangelischer Theologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Heinrich Benckert wurde am 5. September 1907 in Berlin als Sohn des Reichsbankdirektors Max Benckert (1876–1941) und dessen Frau Elisabeth Koch (1877–1964) geboren. Dort legte er 1925 sein Abitur ab. Die folgenden vier Jahre studierte er Theologie an den Universitäten Tübingen, Erlangen, Greifswald und Berlin. Seine erste theologische Prüfung absolvierte er 1930. 1931 wurde Benckert zum Doktor der Philosophie promoviert und war bis 1932 Vikar. Dann legte er seine zweite theologische Prüfung ab und wurde ordiniert. Seit 1932 Pfarrer in Schönow, wurde er 1935 zum Doktor der Theologie promoviert. 1934 trat er auch dem Pfarrernotbund bei. Als Folge des Kirchenkampfes wurde er 1935 verhaftet, erhielt in den Jahren 1936 und 1937 Aufenthaltsverbot in der Provinz Schlesien. 1935 bis 1940 wirkte er als Pfarrer in St. Salvator in Breslau. 1937 jedoch wieder verhaftet, musste er in Schneidemühl seine Gefängnisstrafe absitzen. In den Jahren 1940 bis 1945 fungierte Benckert in der Wehrmacht,im Fernmeldedienst, zuletzt als Wachtmeister, war anschließend jedoch für kurze Zeit in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Die nächsten zehn Jahre war Benckert Pfarrer in Erfurt. Einen Lehrauftrag in Halle erhielt er 1949. 1954 war er Dozent an der Universität Greifswald und ab 1955 wirkte er als Professor für systematische Theologie in Rostock. Benckert war ein Mitglied des Ökumenischen Studienausschusses. Von der Universität Göttingen wurde ihm 1961, sieben Jahre vor seinem Tod, die Ehrendoktorwürde der Theologie verliehen. Außerdem erhielt er 1965 die Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus.

Werke[Bearbeiten]

  • Ernst Troeltsch und das ethische Problem, 1930
  • Der Begriff der Entscheidung bei Ernst Troeltsch, 1932
  • Der Begriff des Glaubensaktes, 1935
  • Das Gebet als Gegenstand der Dogmatik, 1954
  • Die Stofflichkeit der Abendmahlsgabe, 1961
  • Theologische Bagatellen : Gesammelte Aufsätze. Hrsg. von Gottfried Holtz u. Martin Kuske. Berlin : Evangelische Verlagsanst. 1970

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]