Heinrich Bukow (Theologe)

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Heinrich Bukow, genannt "der Ältere" († 1473) war ein deutscher katholischer Theologe und Rektor der Universität Greifswald.

[Bearbeiten] Leben

Heinrich Bukow entstammte einer einflussreichen Greifswalder Ratsfamilie. 1427 immatrikulierte er sich an der Universität Rostock. 1444 gehörte er dem Rat von Stralsund an. 1449 war er Propst der Greifswalder Nikolaikirche. Er setzte sich für die Einrichtung eines Kollegiatstiftes an der Kirche ein und stiftete 1457 eine Präbende, die dem jeweiligen Inhaber des theologischen Lehrstuhl zugute kommen sollte.[1]

Im Jahr 1457 wurde er, als Nachfolger von Heinrich Rubenow, zu dessen Gegnern er gezählt wurde, obwohl er keinen akademischen Grad hatte, zum zweiten Rektor der Universität Greifswald gewählt. Nachdem Rubenow die Jagdgesellschaft des Herzogs Erich II. festnehmen lassen hatte, die im Wald bei Horst unrechtmäßig gejagt hatte, nutzten Bukow und andere Gegner Rubenows die Gelegenheit, eine Kampagne gegen ihn auszulösen. Rubenow musste die Stadt verlassen, konnte jedoch nach einiger Zeit zurückkehren und seine Ämter wiedererlangen. Heinrich Bukow verließ darauf freiwillig die Stadt für einige Zeit, konnte jedoch sein Amt behalten.

Als nach der Ermordung Heinrich Rubenows dem Bürgermeister Dietrich Lange und dem Ratsherrn Nikolaus von der Osten der Prozess gemacht wurde, war Heinrich Bukow keine Schuld nachzuweisen. Obwohl er zum zweiten Mal zum Rektor der Universität Greifswald gewählt wurde, verließ er Greifswald um als Pleban an die Nikolaikirche in Gützkow zu gehen.[2]

Sein gleichnamiger Neffe Heinrich Bukow war als Rechtsgelehrter mehrmals Rektor der Universität Greifswald.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Teil 4, Bd. 1, Dietze, Anklam 1866, S. 474 (Digitalisat)
  2. Roderich Schmidt: Heinrich Rubenow und die Gründung der Universität Greifswald 1456. In: Sönke Lorenz: Attempto, oder wie stiftet man eine Universität? Die Universitätsgründungen der sogenannten zweiten Gründungswelle im Vergleich. Franz Steiner, 1999, ISBN 978-3-515-07525-1. S. 30
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