Heinrich Casimir I. (Nassau-Dietz)

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Heinrich Casimir I., Kupferstich um 1640
Heinrich Casimir I., Gemälde um 1632

Heinrich Casimir I. (* 31. Januar 1612 in Arnheim; † 13. Juli 1640 in Hulst) war Graf von Nassau-Diez und Statthalter von Friesland, Groningen und Drenthe.

Heinrich Casimir war der älteste Sohn von Ernst Casimir von Nassau-Diez (1573–1632) und Sophie Hedwig von Braunschweig-Lüneburg (1592–1642).

Heinrich Casimir I. wurde am 3. August 1619 zum Koadjutor der Deutschordensballei Utrecht gewählt und 3. April 1620 zum Landkomtur ernannt. Zu diesem Zeitpunkt war Heinrich Casimir I. erst acht Jahre alt. Daher übernahm sein Vater und Vormund Ernst Casimir I. von Nassau-Dietz die Amtsgeschäfte bis zur Volljährigkeit des Sohnes. Seit dem 11. August 1630 trat Heinrich Casimir I. schließlich auch persönlich als Landkomtur in Erscheinung.

Nach dem Tod des Vater 1632 wurde Heinrich Casimir I. Graf von Nassau-Diez und folgte ihm auch als Statthalter von Friesland, Groningen und Drenthe nach. Nassau-Diez umfasste damals die Grafschaften Katzenelnbogen, Vianden, Diez und Spiegelberg, die Herrschaft Bielstein sowie die Baronie Liesveld.

Am 12. Juli 1640 wurde Heinrich Casimir I. in der Schlacht bei Hulst verwundet und erlag am folgenden Tag seinen Verletzungen. Er wurde in Leeuwarden begraben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Uwe Schögl (Red.): Oranien. 500 Jahre Bildnisse einer Dynastie aus der Porträtsammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien und der Niederländischen Königlichen Sammlung Den Haag. (Ausstellung vom 1. Februar bis 19. März 2002, Camineum der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien). Österreichische Nationalbibliothek u. a., Wien 2002, ISBN 3-01-000028-6, S. 87–88.
Vorgänger Amt Nachfolger
Ernst Casimir Graf von Nassau-Diez
1632–1640
Wilhelm Friedrich