Heinrich Charasky

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Die böotische Atalante

Heinrich Charasky (* 1656 in Ungarn; † 1710) war ein aus Ungarn stammender Bildhauer des 17. und 18. Jahrhunderts. Ab 1690 war er in Heidelberg ansässig und wurde 1692 in die Dienste des Kurfürsten Johann Wilhelm berufen, für den er zunächst im bergisch-jülischen Landesteil, so 1707 am Schloss Bensberg tätig war.[1][2] Ihm sind auch die (heute vergoldete) böotische und die arkadische Atalante im Schwetzinger Schlossgarten zuzuschreiben. 1710 erfolgte an ihn der Auftrag zu Ausgestaltung des kurfürstlichen Wappens am Heidelberger Rathaus. Stilistisch stehen die Werke Charaskys in Abhängigkeit vom in Düsseldorf tätigen Bildhauer Gabriel de Grupello.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Udo Kultermann: Gabriel Grupello. Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 1968, S. 181–182.
  2. Richard Klapheck: Die Baukunst am Nieder-Rhein. Düsseldorf 1916, S. 39.

Literatur[Bearbeiten]

  • Udo Kultermann: Der Bildhauer Heinrich Charasky, in: Schwetzinger Zeitung 9. Juli 1955.
  • Karl Lohmeyer: Die Meister der Heidelberger Jesuitenkirche, in: Neues Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg, 11. Bd. 1924, S. 153-159

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinrich Charasky – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien