Heinrich Franke (Politiker)

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Heinrich Franke (* 26. Januar 1928 in Osnabrück; † 26. Juni 2004 in Nürnberg) war ein deutscher Politiker (CDU) und ehemaliger Präsident der Bundesanstalt für Arbeit.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Franke besuchte die Volksschule und machte 1942 an einer Hauptschule seinen Abschluss in Österreich. Er begann eine Lehre zum Flugmotorenschlosser, verunglückte jedoch 1943 schwer. Danach besuchte er die Ingenieurschule, musste sein Studium jedoch wegen seiner Einberufung in den Kriegsdienst im Februar 1945 aufgeben. Er geriet in sowjetische und später tschechoslowakische Kriegsgefangenschaft und machte nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft eine Ausbildung zum Techniker für Schwachstromtechnik. Im Jahr 1950 begann er seine Tätigkeit bei Siemens. Er wurde später von Siemens zum sogenannten „Siemensingenieur“ im Jahr 1962 ernannt. Er arbeitete bei Siemens in Osnabrück als Vertriebsmann und war Mitglied der Kolpingfamilie.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Vom 6. Mai 1955 bis 13. Oktober 1965 gehörte er in der 3. bis 5. Wahlperiode dem Niedersächsischen Landtag an. Er war vom 9. Mai 1955 bis 5. Mai 1959 Mitglied der DP/CDU-Fraktion. Nach der Bundestagswahl 1965 legte Franke sein Landtagsmandat nieder; für ihn rückte Carl Möller in den Landtag nach.

Von 1965 bis zu seiner Mandatsniederlegung am 9. April 1984 war Franke Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1976 bis 1980 Vorsitzender des Arbeitskreises Sozial- und Gesellschaftspolitik und von 1980 bis 1982 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Heinrich Franke ist stets über die Landesliste Niedersachsen in den Bundestag eingezogen.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Am 4. Oktober 1982 wurde Franke als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Am 30. März 1984 schied er aus dem Amt und war anschließend bis 1993 Präsident der Bundesanstalt für Arbeit.

Ehrungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. 1996, S. 104-105.

Weblinks[Bearbeiten]