Heinrich Gätke

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Heinrich Gätke
Ein Gemälde Gätkes aus dem Jahr 1838

Heinrich Gätke (* 19. Mai oder 19. März 1814 in Pritzwalk; † 1. Januar 1897 auf Helgoland) war ein deutscher Ornithologe und Maler.

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Leben[Bearbeiten]

Der Sohn eines Bäckers und Brauers wurde zur kaufmännischen Ausbildung nach Berlin geschickt, änderte dort aber seine Berufspläne und wurde Kunstmaler. 1837 reiste er zum ersten Mal nach Helgoland; die Insel blieb ab 1841 sein ständiger Wohnsitz. Ab 1843 galt sein Interesse vorrangig der Vogelkunde. Etwa zehn Jahre später begann der Autodidakt, der bis dahin eine umfangreiche Vogelbalg-Sammlung zusammengetragen und Kontakte mit zahlreichen deutschen und englischen Ornithologen gepflegt hatte, wissenschaftliche Arbeiten zu publizieren.

1891 erschien sein Werk Die Vogelwarte Helgoland. Im gleichen Jahr erwarb die preußische Regierung seine Sammlung für das Nordsee-Museum der Biologischen Anstalt Helgoland. Der größte Teil dieser Sammlung fiel 1944 den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer, die erhaltenen Stücke sind im Wattenmeerhaus des Instituts für Vogelforschung in Wilhelmshaven zu besichtigen. 1895 erschien eine englische Übersetzung seines Buches, 1900 posthum eine zweite deutsche Auflage.

Theodor Fontane, der seinen Verwandten Heinrich Gätke in seiner Jugend zuletzt gesehen hatte, bezeichnete Gätke 1891 in einem Brief, der ein Wiedersehen nach über sechzig Jahren in Aussicht stellte, als Inselkönig. Nach Heinrich Gätke ist eine Straße in Pritzwalk und die Heinrich-Gätke-Halle im Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven benannt. Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation bewahrt Briefmarkenentwürfe Gätkes, die dieser um 1874/75 für die Reichsdruckerei in Berlin herstellte und mit Angaben zum Druck versah, auf.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]