Heinrich Holtzmann

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Heinrich Julius Holtzmann (* 17. Mai 1832 in Karlsruhe; † 4. August 1910 in Baden-Baden-Lichtental) war ein protestantischer Theologe und Sohn des Theologen Karl Julius Holtzmann.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Heinrich Holtzmann begann im Jahre 1851 in Berlin das Studium der Theologie, das er im Jahre 1852 in Heidelberg fortsetzte. Er war Mitglied des Berliner und Heidelberger Wingolf.

1861 wurde er außerordentlicher, 1865 ordentlicher Professor für Theologie in Heidelberg. 1874 ging er in dieser Funktion nach Straßburg. Holtzmann gilt als Hauptvertreter der kirchlichen Richtung des Protestantenvereins. In seinen Schriften vereinigt er eine strenge, kritische Auffassung mit der Erfassung menschlicher, christlich-religiöser Probleme.

Holtzmann war einer der bedeutendsten Vertreter der Historisch-Kritischen Exegese und beschäftigte sich vor allem mit dem Neuen Testament. Schon in seinem frühen Werk Die synoptischen Evangelien, ihr Ursprung und geschichtlicher Charakter (1863) entwickelte er überzeugend die Zweiquellentheorie.

Seine Ehefrau war die Tochter des Historikers Georg Weber. Die Frauenrechtlerin und Politikerin Adelheid Steinmann war ihre Tochter, ihre Söhne waren der Historiker Robert Holtzmann und der Hygieniker Friedrich Holtzmann.

[Bearbeiten] Werke

  • Kanon und Tradition. Ein Beitrag zur neueren Dogmengeschichte und Symbolik. Ludwigsburg 1859
  • Die synoptischen Evangelien, ihr Ursprung und geschichtlicher Charakter. 1863
  • Die Pastoralbriefe, kritisch und exegetisch behandelt. Leipzig 1880
  • Lehrbuch der historisch-kritischen Einleitung in das Neue Testament. 1885, 3. Aufl. 1892
  • Lehrbuch der neutestamentlichen Theologie. 2 Bde. Freiburg i. Br. 1897
  • Richard Rothe’s speculatives System. Freiburg i. Br. / Leipzig / Tübingen 1899
  • Die Synoptiker. Dritte, gänzlich umgearbeitete Auflage. Hand-Commentar zum Neuen Testament I/1. Tübingen / Leipzig 1901
  • Die Entstehung des Neuen Testaments. 1904 (2. Aufl. 1911)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Wikisource: Heinrich Holtzmann – Quellen und Volltexte
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