Heinrich II. (HRR)

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Das Krönungsbild aus dem Regensburger Sakramentar: Die heiliggesprochenen Bischöfe Ulrich von Augsburg und Emmeram von Regensburg haben Heinrich vor den Thron des Höchsten geleitet. Die hohe Gestalt des Herrschers reicht bis in die Mandorla hinein, in der Christus auf dem Weltenbogen thront. Der Herr setzt ihm die Krone auf. Zwei Engel überreichen Heinrich mit der Heiligen Lanze und dem Reichsschwert die Herrscherinsignien. Das Regensburger Sakramentar stiftete Heinrich II. dem Bamberger Dom.
Miniatur aus dem Sakramentar Heinrichs II., heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München (Clm 4456, fol. 11r)

Heinrich II. (* 6. Mai 973 oder 978 in Bad Abbach oder Hildesheim; † 13. Juli 1024 in Grone, heute Göttingen), Heiliger (seit 1146), aus dem Adelsgeschlecht der Ottonen, war als Heinrich IV. von 995 bis 1004 und wieder von 1009 bis 1017 Herzog von Bayern, von 1002 bis 1024 König des Ostfrankenreiches (regnum francorum orientalium), von 1004 bis 1024 König von Italien und von 1014 bis 1024 römisch-deutscher Kaiser.

Als Sohn des bayerischen Herzogs Heinrich II., genannt „der Zänker“, und dessen Frau Gisela von Burgund war er Urenkel Heinrichs I. und stammte somit aus der bayerischen Nebenlinie der Ottonen. Am 7. Juni 1002 wurde er zum ostfränkischen König gekrönt, am 14. Februar 1014 krönte ihn Papst Benedikt VIII. zum Kaiser. Heinrich II. war mit Kunigunde von Luxemburg verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos, Heinrich II. war damit der letzte Kaiser aus dem Geschlecht der Ottonen. Papst Eugen III. sprach ihn 1146 heilig, einige spätere Geschichtsschreiber bedachten ihn daher mit dem Beinamen „der Heilige“. Sein Gedenktag ist der Todestag, der 13. Juli.

Anders als sein Vorgänger Otto III. konzentrierte sich Heinrich auf das Reichsgebiet nördlich der Alpen. Sein Hauptaugenmerk galt den Kriegen gegen den polnischen Herrscher Bolesław I. Chrobry. Die drei Italienzüge dienten primär dem Erwerb der Kaiserwürde sowie der Etablierung seiner Herrschaft in diesem Teil des Imperiums. Heinrichs Regierung gilt als eine Zeit der Intensivierung und der Zentralisierung der Königsherrschaft. Er festigte das Reich durch noch engere personelle und politische Verflechtungen mit der Kirche. Durch Schenkungen und Neugründungen wurden insbesondere die Bistümer im Reich als Stützen der königlichen Herrschaft gestärkt. 1007 gründete Heinrich das Bistum Bamberg. Der König beanspruchte in zunehmendem Maße Dienstleistungen der Kirchen (servitium regis). Zudem förderte er die beginnende Klosterreform.

Die Chronik des Thietmar von Merseburg, der 1009 von Heinrich zum Bischof von Merseburg ernannt wurde, gilt als eine der wichtigsten Quellen zu Heinrich II. und wird geradezu als Leitüberlieferung angesehen.

Leben[Bearbeiten]

Heinrich der Zänker im fränkischen Gewand, Miniatur aus dem Regelbuch von Niedermünster. Staatsbibliothek Bamberg, Msc.Lit.142, fol. 4v

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Unter Heinrichs II. Urgroßvater Heinrich I. aus dem Geschlecht der Liudolfinger wurden anders als noch bei den Karolingern im 9. Jahrhundert nicht mehr alle Söhne zu Königen erhoben, sondern nur noch der älteste Sohn Otto I. Der jüngere gleichnamige Sohn, also der Großvater Heinrichs II., hatte spätestens 936 auf die Königsherrschaft verzichten müssen und sich später mit dem Herzogtum Bayern begnügt. Die bayerische Linie der Liudolfinger wurde dadurch von der Herrschaft ausgeschlossen. Heinrich der Zänker, der Vater des späteren Kaisers Heinrichs II., versuchte eine königsgleiche Stellung einzunehmen. Nach langjährigen Auseinandersetzungen mit Kaiser Otto II. wurde er zunächst in Ingelheim und ab April 978 dann in Utrecht auf unbegrenzte Zeit inhaftiert. Während der Verbannung seines Vaters lebte Heinrich in Hildesheim. Als Kind wurde er zur Erziehung in die Hände des Bischofs Abraham von Freising gegeben und anschließend in der Hildesheimer Domschule für den geistlichen Stand ausgebildet. Dies geschah vielleicht auf Anweisung Ottos II., der auf diese Weise den Sohn seines Gegners von jeder Teilhabe an der Königsgewalt ausgeschaltet wissen wollte.[1] An einer der besten Schulen des Reiches lernte Heinrich Lesen, Schreiben und die lateinische Sprache. In Regensburg beendete Heinrich unter Bischof Wolfgang seine Ausbildung. Beeinflusst wurde er in dieser Zeit auch von Abt Ramwold von St. Emmeram, der, wie der Bischof selbst, ein Befürworter der Klosterreform von Gorze war.

Nach dem Tod Ottos II. wurde Heinrich der Zänker aus der Haft entlassen. Seine Bemühungen um die Königskrone scheiterten, die Herrschaft im Herzogtum Bayern jedoch konnte er 985 erneut erlangen. Sein Sohn wurde in einer Urkunde Ottos III. aus dem Jahr 994 als Mitherzog (condux)[2] bezeichnet. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 995 soll Heinrich vom bayerischen Adel zum Herzog gewählt worden sein.

Im Jahr 1000 oder kurz vorher heiratete Heinrich Kunigunde aus der Herrscherfamilie der Grafen von Luxemburg.[3] Dadurch fand er Aufnahme in ein umfassendes Verwandtschaftsnetz im Westen des Reiches, auch wenn Kunigundes Verwandtschaft zu dieser Zeit noch nicht zu den bedeutenden Familien der Region gehörte.

König[Bearbeiten]

Wahl zum König (1002)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Königswahl von 1002

Trotz seiner Herkunft war Heinrichs Anwartschaft auf den Thron nach dem Tod Ottos III. in Italien im Januar 1002 umstritten. Der jung verstorbene König hatte keine Anweisungen für den Fall seines Todes hinterlassen, und Regelungen zum Thronerbe durch eine Seitenlinie des Herrscherhauses, zu der Heinrich II. gehörte, gab es nicht. Neben Herzog Heinrich von Bayern erhoben Markgraf Ekkehard von Meißen und Hermann von Schwaben Ansprüche auf die Nachfolge. Ekkehard konnte bei seiner Kandidatur in Sachsen nicht mit ungeteilter Unterstützung rechnen; er beabsichtigte, in Lothringen weitere Zustimmung für seine Kandidatur zu gewinnen, wurde jedoch noch in der Pfalz Pöhlde im April 1002 durch den Grafen Siegfried von Northeim erschlagen.

Um seine Ansprüche zu untermauern, empfing Heinrich den Tross des über die Alpen geführten Leichnams Ottos III. in Polling bei Weilheim in Oberbayern und ließ dessen Eingeweide im Kloster St. Afra in Augsburg beisetzen. Anschließend zwang er Erzbischof Heribert von Köln, ihm die Reichskleinodien zu übergeben. Es fehlte jedoch die Heilige Lanze, die damals wichtigste Reliquie des Reiches. Heribert hatte diese vorausgesandt, wohl aus Misstrauen, da er seinen Verwandten, den Herzog von Schwaben Hermann II., zum König wählen lassen wollte. Um die Herausgabe der Lanze zu erzwingen, inhaftierte Heinrich den Erzbischof und später auch dessen Bruder, den Würzburger Bischof Heinrich. Fast alle Begleiter des Leichenzuges, bei denen es sich wohl um die Vertrauten Ottos III. handelte, waren nicht für die Nachfolge des bayerischen Herzogs zu gewinnen gewesen. Wenige Wochen später, bei der feierlichen Bestattung des Kaisers im Kaiserdom zu Aachen, bekräftigten diese Männer ihre Ablehnung, wobei sie die Ansicht vertraten, Heinrich sei aus vielerlei Gründen für das Königtum nicht geeignet.[4] Die konkreten Vorbehalte sind unbekannt. Sie dürften mit den Auseinandersetzungen zusammenhängen, die die Vorfahren Heinrichs mit den Mitgliedern der regierenden Linie der Ottonen geführt hatten.[5]

Heinrich entschloss sich zu einem ungewöhnlichen Schritt: Er ließ sich in Mainz von seinen bayerischen und fränkischen Anhängern zum König wählen und am 7. Juni 1002 durch den Mainzer Erzbischof Willigis im Mainzer Dom salben und krönen. Dieser war der richtige Koronator („Königskröner“), alle anderen Begleitumstände aber wichen von den üblichen Gewohnheiten (consuetudines) ab: Der Ort der Wahl war unüblich, die Inthronisation auf den Aachener Stuhl Karls des Großen unterblieb und von einer „Wahl aller Großen des Reiches“ konnte zunächst auch keine Rede sein. Die Entscheidung fiel letztendlich Ende Juli durch die sogenannte Nachwahl in Merseburg, bei der sich Heinrich bei den Sachsen dafür zu rechtfertigen hatte, dass er bereits in königlichem Ornat und Auftreten erschien. Erst nachdem er das alte sächsische Recht zu achten versprach, überreichte ihm der sächsische Herzog Bernhard die Heilige Lanze und betraute ihn so mit der Sorge um das Reich. Einen Monate später krönte der gleiche Bischof Willigis in Paderborn Heinrichs Gemahlin Kunigunde zur Königin.[6]

Die Königswahl von 1002 wurde in der Mediävistik seit den 1970er Jahren häufig und kontrovers diskutiert. Gestritten wird über die Frage, ob es sich um eine freie Wahl der Großen handelt (so (Walter Schlesinger[7]) oder ob alle Kandidaten mit Otto III. verwandt waren und für die Thronfolge das Erbrecht des Kandidaten (so Armin Wolf und Eduard Hlawitschka[8]) ausschlaggebend war. Nach Steffen Patzold gehe die Diskussion über abstrakte Rechtsnormen von den falschen Voraussetzungen aus. Nicht die Art der Abstammung, sondern Charakterzüge wie Frömmigkeit, Demut, Weisheit und Gerechtigkeit qualifizierten Heinrich als Königskandidaten. In einer weitgehend auf Mündlichkeit geprägten Gesellschaft fehlten schriftlich fixierte Normen über den rechtmäßigen Ablauf der Königswahl. Die einzig denkbare Norm, die Gewohnheit, war nicht anwendbar gewesen, denn der letzte vergleichbare Fall eines kinderlos verstorbenen Königs lag über 80 Jahre zurück. Die Anerkennung Heinrichs war das Ergebnis einer Vielzahl an unorganisierten Gesprächen und Versammlungen.[9] In Erwiderung zu Patzold hat Hlawitschka erneut das Erbrecht als den Maßstab für die Beurteilung der Thronansprüche in den Quellen ausgemacht.[10]

Regierungsantritt[Bearbeiten]

Route von Heinrichs Königsumritt

Heinrich selbst hat in einer Königsurkunde für Straßburg[11] seine verwandtschaftliche Nähe zu Otto III. und ihre von Kindheit an gepflegte Vertrautheit (familiaritas) als den Grund angegeben, der die meisten Fürsten überzeugt habe, ihm die Wahl (electio) und die erbliche Nachfolge (hereditaria successio) ohne irgendeine Teilung zukommen zu lassen. Den nachfolgenden monatelangen Königsumritt durch weite Teile des Reiches kann man deshalb als den Versuch ansehen, eine allgemeine Bestätigung der Wahl zu erhalten. Solch ein Umritt war bei den Merowingern üblich gewesen, danach aber aus dem Brauch gekommen. Heinrichs Umritt führte über Thüringen, Sachsen, Niederlothringen, Schwaben und Bayern nach Oberlothringen. Mit der Wiederbelebung dieses Brauchs sollte die königliche Autorität über das gesamte Reich ausgebreitet werden.[12]

Bereits während dieses Umritts musste Heinrich erste kriegerische Auseinandersetzungen mit einigen Reichsfürsten bestehen. So begann kurz nach Beginn seiner Herrschaft ein Krieg mit dem Herzog von Schwaben, Hermann II., der sich ebenfalls Hoffnungen auf den Thron gemacht hatte. Dabei kam es nicht zu direkten Kämpfen zwischen dem Herzog und dem neuen König; allerdings verwüstete Heinrich die Besitzungen Hermanns, der wiederum die Unterstützer Heinrichs im schwäbischen Adel bekämpfte. Als sich kein militärischer Erfolg abzeichnete, begab sich Heinrich nach Sachsen, wo er sich in Merseburg von den Großen huldigen ließ. Anschließend zog er nach Paderborn, wo seine Gemahlin von Erzbischof Willigis zur Königin geweiht wurde. In Duisburg huldigten die lothringischen Bischöfe dem neuen König. Vor allem aber erlangte er auch die Anerkennung des Kölner Erzbischofs Heribert. Am 8. September, dem Fest Mariä Geburt, wurde Heinrich in Aachen die Huldigung der weltlichen Großen Lotharingiens zuteil, die ihn auf den Thron Karls des Großen und Ottos des Großen setzten und damit seine Herrschaftsübernahme symbolisch abschlossen. Sein Umritt endete im lothringischen Diedenhofen, wo am 15. Januar 1003 der erste große Hoftag stattfand.

Hermann II. unterwarf sich am 1. Oktober 1002 in Bruchsal. Er durfte sein Herzogtum behalten, musste aber seinen Hauptort Straßburg aufgeben und seine dortigen Güter und Stützpunkte dem Bischof übertragen. Nach dem Tod Hermanns im Mai 1003 übernahm der König für den noch unmündigen Sohn des Herzogs die Regierung des Herzogtums Schwaben.

Heinrich musste sich auch gegen Markgraf Heinrich von Schweinfurt durchsetzen, dem er für die Unterstützung bei der Königswahl das Herzogtum Bayern zugesagt hatte. Nach der Wahl soll Heinrich II. dieses Versprechen mit dem Hinweis gebrochen haben, er könne der freien Wahl in Bayern nicht vorgreifen.[13] Nach dem Wortbruch des Königs verbündete sich der Markgraf mit Bolesław I. Chrobry und mit Heinrichs Bruder Brun. Im Sommer 1003 erhoben sich diese gemeinsam gegen Heinrich. Nach schweren und blutigen Kämpfen, bei denen der Markgraf fast seine gesamten Besitzungen verlor, schlug Heinrich auch diesen Aufstand nieder. Heinrich vergab das Herzogtum Bayern 1004 an seinen Schwager Heinrich V. aus dem Geschlecht der Lützelburger. Damit erlangte zum ersten Mal ein landfremdes Geschlecht ohne eigenen dortigen Grundbesitz das bayerische Herzogtum.[14] Als sich Herzog Heinrich V. einige Jahre später wegen der Beschneidung seiner Machtgrundlagen zusammen mit seinen Brüdern gegen den König erhob, versammelte Heinrich II. den Adel Bayerns in Regensburg und brachte ihn „teils durch Versprechungen, teils durch Drohungen“[15] dazu, ihre Unterstützung für den Herzog aufzugeben. Herzog Heinrich V. wurde 1009 abgesetzt.

Heinrich wird König von Italien (1004)[Bearbeiten]

Darstellung Heinrichs II. im Evangelistar aus Seeon. Bamberg, Staatsbibliothek, Msc. Bibl.95, fol. 7v

1004 führte Heinrich einen Feldzug gegen den Markgrafen Arduin von Ivrea. Dieser hatte einen Bischof ermordet und war im Jahr 999 durch eine Synode im Beisein von Papst und Kaiser exkommuniziert worden. Trotzdem war er am 15. Februar 1002, nur drei Wochen nach dem Tode Ottos III., zum König von Italien (rex italiae) erhoben worden. Mehrere italienische Bischöfe, unter anderen die von Asti, Como, Cremona, Mailand, Brescia und Piacenza, waren dem neuen König entweder ergeben oder stützten ihn.

Andere lombardische Bischöfe, unter ihnen Otbert von Verona, riefen dagegen Heinrich II. um Hilfe. Sie waren von Arduin mehrfach in ihrer Verfügungsgewalt über das Kirchengut beschnitten worden. Nach anfänglichem Zögern rüstete Heinrich 1004 zu seinem ersten Italienzug. Zuvor hatte bereits ein Heer unter Otto von Worms, dem Herzog von Kärnten, im Januar 1003 bei Verona eine schwere Niederlage erlitten. Das Eingreifen in Italien war für Heinrich II. keineswegs so naheliegend wie für seine Vorgänger. Diese hatten durch die Verwandtschaft mit Adelheid von Burgund, der Frau Ottos I., auch erbrechtliche Ansprüche geltend machen können; Heinrich dagegen konnte als Enkel Heinrichs I. von Bayern nicht an solche Vorstellungen anknüpfen. Außerdem lässt sich für das 10. Jahrhundert unter den italienischen Großen, ähnlich wie in den deutschen Herzogtümern, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit ausmachen, das sich gezielt von den nordalpinen „Deutschen“ absetzte. Dennoch führte Heinrich während seiner Herrschaft drei kurze Feldzüge in Italien.

Das Heer des ersten Italienzuges bestand fast ausschließlich aus Truppen des bayerischen Klerus und Adels. Es sammelte seine Truppen in Augsburg und zog über den Brenner nach Trient. Nach ersten Erfolgen wechselten ein Großteil des italienischen Klerus und einige Adelsfamilien in Heinrichs Lager, darunter auch der Mailänder Erzbischof Arnulf II. Er war zunächst Parteigänger Ottos III. und anschließend Arduins gewesen. Der Erzbischof kam Heinrich in Bergamo entgegen und krönte ihn am 14. Mai 1004 in Pavia zum König von Italien (rex langobardorum). Die Zeremonie wurde in der Kirche San Michele vollzogen, in der zwei Jahre zuvor Arduin zum König gekrönt worden war. Anders als seine Vorgänger trug Heinrich ab diesem Zeitpunkt zwei Kronen und nicht eine gemeinsam für beide Reiche. In der folgenden Nacht kam es zu einem grausamen Massaker an der Bevölkerung Pavias, nachdem diese sich gegen den neuen König erhoben hatte. Heinrich ließ seine vor den Toren lagernden Truppen die Stadt stürmen. Dabei wurde der größte Teil Pavias eingeäschert. Viele Bewohner wurden getötet, die Leichen geplündert.

Nachdem Heinrich die Huldigung der restlichen Lombarden auf einem Hoftag in Pontelugo entgegengenommen hatte, zog er sich im Frühsommer des Jahres nach Norden zurück, ohne die Kaiserkrone erlangt zu haben. Vermutlich versuchte er dies auch gar nicht ernsthaft, da Johannes XVIII. ein entschiedener Gegner des Königs war. Italien blieb nun für ein ganzes Jahrzehnt sich selbst überlassen. Allerdings sind für diesen Zeitraum Zeugnisse auch rar, die über herrscherliche Aktivitäten Arduins berichten.

Ausbruch des Konfliktes mit Bolesław Chrobry[Bearbeiten]

Der Tod Ottos III. und die Ermordung des Thronkandidaten Markgraf Ekkehard von Meißen sowie die Königsherrschaft Heinrichs führten zu einer Veränderung des Herrschaftsverbandes. Otto III. hatte Bolesław in Gnesen im Jahre 1000 noch besonders geehrt. Ob es sich dabei um eine Königserhebung (Johannes Fried)[16] oder aber um ein Freundschaftsbündnis (Gerd Althoff) handelt,[17] ist in der neueren Forschung umstritten. Durch die Rangerhöhung in Gnesen dürfte sich Bolesław dem Bayernherzog Heinrich zumindest gleichgestellt, wenn nicht gar übergeordnet gefühlt haben.[18] Unter dem neuen Herrscher Heinrich II. verlor Boleslaw an Einfluss. Künftige Einigungen zwischen den beiden Herrschern sollten immer wieder am Verhältnis von Gleich- oder Unterordnung scheitern.[19]

Bei der Neuwahl Heinrichs II. im Jahr 1002 in Merseburg konnte Bolesław seinen Anspruch auf die ganze Mark Meißen nicht durchsetzen, obwohl er Heinrich als Gegenleistung viel Geld bot. Er erhielt lediglich die Lausitz und das Milsenerland.[20] Bolesław verließ enttäuscht Merseburg. Der Kern des Konflikts bestand jedoch nicht allein in territorialpolitischen Streitigkeiten über das Erbe Markgrafs Ekkehard von Meißen. Knut Görich erklärt den Konflikt „mit politischen Bindungen und Traditionen aus seiner Zeit als Bayernherzog“, indem Heinrich sich auf die Gegner Bolesławs im sächsischen Adel stützte, und mit dem Zwang, den königlichen honor (Ehre) durchzusetzen.[21] Stefan Weinfurter sieht den Antrieb für die langen kriegerischen Auseinandersetzungen in ähnlichen Herrschaftsauffassungen begründet. Beide verfolgten „die Idee eines Kirchenreiches auf Erden“.[22] Beide Herrscher sahen sich von Gott auserwählt; sie wollten ihre Herrschaft auf die Gebote Gottes ausrichten und ihrem Volk diese vermitteln.[23] Joachim Henning erkennt aus archäologischer Sicht die Motivation für die politisch-militärischen Konflikte zwischen Heinrich II. und Bolesław im „Bestreben nach Neuverteilung des Zugriffs auf die sich entfaltende Wirtschafts- und Handelsszene im Osten“.[24] Beide Herrscher beanspruchten den Zugriff auf die vom Rheinland über Erfurt, Meißen, Krakau nach Kiew und weiter nach Mittelasien verlaufende Handelsroute, deren Bedeutung stark gewonnen hatte. Als wichtigsten Beleg für seine These führt Henning das Aufkommen eines neuen Burgentyps an. Damit sollten wichtige Punkte des überregionalen Fernhandels besetzt werden.

Bolesław wurde beim Verlassen Merseburgs überfallen. Nur durch das Eingreifen Herzog Bernhards von Sachsen und Markgraf Heinrichs von Schweinfurt konnte Schlimmeres verhindert werden. Nach Thietmar geschah der Überfall, weil Bolesławs Begleitung bewaffnet den Königshof betreten hatte. Möglicherweise sahen aber andere Adlige durch Bolesławs Gefolge den honor (Ehre) des Königs verletzt.[25] Thietmar sagt zwar, dass der Überfall „ohne des Königs Weisung und Wissen“ erfolgt sei,[26] gibt damit aber zu erkennen, dass nicht alle Zeitgenossen dieser Meinung waren.[27] Für den Überfall erhielt Bolesław von Heinrich keine Genugtuung. Auf dem Rückweg ließ der Pole die Burg Strehla niederbrennen und eröffnete damit die Fehde gegen den König. Bolesław fand Unterstützung beim Markgrafen Heinrich von Schweinfurt, dem der König das bayerische Herzogtum trotz Zusage verweigerte. Heinrich schloss zu Ostern 1003 in Quedlinburg ein Bündnis mit den heidnischen Liutizen und Redariern. Dieses Bündnis mit den heidnischen Feinden gegen die christlichen Polen rief bei den Sachsen heftigste Empörung hervor. Bolesław erhielt für seinen Konflikt erhebliche Unterstützung im sächsischen Adel. Mehrfach unterstützten die sächsischen Adeligen Heinrich nur zögernd und während der königlichen Abwesenheit waren militärischen Aktionen gegen den Polen gar nicht durchzusetzen.[28]

Der Merseburger Chronist Thietmar von Merseburg nahm in dem Konflikt einseitig für Heinrich gegen Bolesław Stellung. Die Parteinahmen der sächsischen Adligen für Bolesław führt der Merseburger Chronist fast durchweg auf Bestechung zurück.[29] Das Ausmaß der Hilfeleistungen machen die Maßnahmen Heinrichs gegen vermeintliche oder tatsächliche Unterstützer Bolesławs deutlich. Den Markgrafen Gunzelin von Meißen hielt Heinrich über sieben Jahre in Haft.[30] Andere sächsische Große wurden durch Güterkonfiskation und Entzug der königlichen Huld bestraft. Heinrich versuchte seinen Handlungsspielraum bei Streitigkeiten innerhalb des Adels zu erweitern, indem er durch die Vergabe von Ämtern und Lehen sich zuverlässige Gefolgsleute verschaffte oder Anhänger Bolesławs schwächte.[31] Seinen Handlungsspielraum versuchte Heinrich auch durch die Heranziehung des Episkopats zu vergrößern. Durch die Gebetsverbrüderung im Dortmunder Totenbund 1005 wollte er sich die Unterstützung der Bischöfe für den bevorstehenden Zug gegen Bolesław sichern. Bei den Besetzungen der Bischofssitze wurden mit Thietmar in Merseburg, Wigger in Verden oder Eilward in Meißen Vertraute des Königs bevorzugt. Im Gegenzug wurden die sächsischen Bischöfe für die Heeresfolge gegen Bolesław intensiv herangezogen.[32]

Frieden von Posen (1005)[Bearbeiten]

Bolesław hatte die Lehnsnahme Böhmens verweigert und den Rebellen Heinrich von Schweinfurt unterstützt. Nach der Niederschlagung Arduins 1004 in Norditalien wollte Heinrich die von Bolesław erlittene Schmach gerächt wissen. Er zog 1005 bis vor Posen. Durch Vermittler wurde der Konflikt beigelegt. Markgraf Heinrich musste sich barfuß und im ärmlichen Gewand einem Unterwerfungsritual (deditio) unterziehen und wurde für kurze Zeit in Haft genommen. Bolesław leistete diese demonstrative Unterordnung nicht. Nach Konflikten war ein Treffen nur möglich, wenn der Unterlegene für den verletzten honor (Ehre) des Königs durch eine öffentlich Unterwerfung Genugtuung leistete.[33] Eine persönliche Begegnung zwischen Heinrich und Bolesław blieb daher aus. Vielmehr schworen Vermittler, darunter der Erzbischof Tagino von Magdeburg, vor Posen mit Bolesław und in Abwesenheit des Königs den Frieden. Für Heinrich war dieser Frieden keine öffentliche Genugtuung für den zuvor durch Bolesław verletzten honor (Ehre).

Frieden von Merseburg (1013)[Bearbeiten]

Für die geplante Romfahrt zur Kaiserkrönung benötigte Heinrich Ruhe im nördlichen Reichsteil. Bolesław kam der angestrebte Ausgleich nicht ungelegen, denn er hatte mit Problemen in der Kiewer Rus zu kämpfen. Im Jahr 1013 setzten Friedensverhandlungen auf einem Hoftag in Merseburg ein. Bolesław leistete den Treueid und erhielt die Lausitz und das Milsenerland. Bolesław trug das Schwert, als Heinrich unter der Krone zur Merseburger Kirche ging. Ob es sich beim Schwertträgerdienst um eine besondere Ehrung (Knut Görich) oder um ein Zeichen demonstrativer Unterordnung (Gerd Althoff) handelt, ist in der neueren Forschung umstritten.[34] In Merseburg wurde auch die schon in Gnesen zwischen Otto III. und Bolesław verabredete Ehe vollzogen. Richeza, eine Verwandte Heinrichs aus der Familie der Ezzonen, heiratete Mieszko II., den Sohn Bolesławs. Die Ortswahl mit Merseburg sollte wohl auch symbolisch die Beleidigungen in der historischen Erinnerung tilgen, die Bolesław 1002 an diesem Ort erlitten hatte. Zugleich sollte mit der Ortswahl die Anerkennung der übergeordneten Stellung Heinrichs deutlich gemacht werden.[35] Eine rituelle Unterwerfung (deditio) unter Heinrich II. musste Bolesław anscheinend aber nicht leisten.[36]

Kaiser[Bearbeiten]

Kaiserkrönung in Rom (1014)[Bearbeiten]

Heinrich II. und Kunigunde werden von Christus gekrönt, Personifikationen reichen huldigend Gaben dar. Aus dem Perikopenbuch Heinrichs II. München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 4452, fol. 2r

Ähnlich wie bei seinen Vorgängern konnten sich kaisertreue Päpste in Rom nicht halten und wurden durch Kandidaten stadtrömischer Adelsgruppen verdrängt; so 1003 Johannes XVII., von 1003 bis 1009 Johannes XVIII. und von 1009 bis 1012 Sergius IV., die entweder Verwandte des römischen Patriziers Johannes II. Crescentius waren oder zumindest stark von ihm beeinflusst wurden. Johannes II. Crescentius verhinderte mehrfach Treffen zwischen dem jeweiligen Papst und dem König.[37]

Nachdem kurz hintereinander im Mai 1012 Papst Sergius IV. und der ihn stützende Johannes gestorben waren, hatten die Tuskulaner Grafen, die Rivalen der Crescentier, ihr Familienoberhaupt Benedikt VIII. auf den päpstlichen Thron gesetzt. Das folgende kurze Schisma mit dem Gegenpapst Gregor (VI.) entschied Benedikt für sich, indem er die Gründung des Bistums Bamberg bestätigte und Heinrich die Kaiserwürde anbot.

Im Oktober 1013 machte sich Heinrich mit einem Heer von Augsburg aus auf den Weg nach Italien, nachdem er sich durch den Frieden von Merseburg den nötigen Freiraum verschafft hatte. Ihn begleiteten seine Gattin und eine Reihe von Klerikern, wobei in Pavia weitere Bischöfe und Äbte zu ihm stießen. Arduin, der immer noch in Teilen Oberitaliens herrschte, wich ins Bergland von Ivrea aus und bot dem König die Anerkennung der ostfränkischen Oberhoheit sowie die Niederlegung seiner Krone und seine Söhne als Geiseln an, wenn ihm nur eine Grafschaft belassen würde. Heinrich lehnte ab, da er in Pavia und Ravenna unbestritten als König herrschte, und setzte seinen Zug nach Rom fort.

In Rom wurde er von Papst, Geistlichkeit und Volk festlich begrüßt. Am 14. Februar 1014 krönte ihn Benedikt VIII. in der Basilika St. Peter zum Kaiser und seine Gattin zur Kaiserin. Dabei überreichte ihm der Papst eine mit einem Kreuz gezierte goldene Kugel. Dies ist der erste Beleg für die Verwendung eines Reichsapfels. Solch ein Reichsapfel wurde später ein fester Bestandteil der Reichsinsignien. Davon abgesehen unterschied sich diese Kaiserkrönung durch die verstärkte Verwendung religiöser Symbole von den vorherigen.

Anschließend fand unter dem Vorsitz von Kaiser und Papst in Rom eine Synode statt, auf der insgesamt fünf Bischöfe abgesetzt, Verfügungen gegen die Simonie und für die Keuschheit von Klerikern erlassen und die Rückgabe von entfremdetem Kirchengut gefordert wurde. Kurz darauf zog der Kaiser wieder nach Norden, wobei er ein Bistum in Bobbio stiftete, und kehrte Mitte Mai 1014 wieder in das nördlich der Alpen gelegene Reichsgebiet zurück. Rom überließ er der Herrschaft des Papstes bzw. den diesen stützenden Adelsgeschlechtern; von königlichen Eingriffen in die Politik Italiens und des Kirchenstaates ist wenig überliefert. Vielmehr feierte er Ostern bereits in Pavia und Pfingsten in Bamberg. Selbst die Konflikte mit Arduin wurden nicht gelöst. Doch Arduin erkrankte bald schwer und zog sich wohl angesichts des Todes in das Kloster Fruttuaria zurück. Er starb am 14. Dezember 1015 und war der letzte Nationalkönig Italiens vor Viktor Emanuel II., der 1861 italienischer König wurde.

Frieden von Bautzen (1018)[Bearbeiten]

Im Jahr 1014 hatte Bolesław nicht die zugesagte Unterstützung bei Heinrichs Romzug geleistet. Dies hätte zugleich eine demonstrative Unterordnung unter den künftigen Kaiser sinnfällig gemacht. Heinrich verlangte, dass Bolesław auf einem Hoftag in Merseburg für die nicht erwiesene Hilfe sich rechtfertigen sollte. Dabei sollte Bolesław wohl barfuß erscheinen, sich zu Boden werfen und demütig um die Huld des Herrschers bitten.[38] Heinrich nahm Bolesławs Sohn Mieszko II. als Geisel und ließ ihn lange Zeit in Haft halten, um Bolesławs Erscheinen zu erzwingen. Er lieferte Mieszko erst nach eindringlichen Forderungen der sächsischen Adligen im November 1014 an Bolesław aus. Die lange Haft deutete Bolesław als Demonstration der Feindseligkeit Heinrichs und weigerte sich der Ladung auf einen Hoftag vor den Kaiser nachzukommen.[39] Heinrich führte im Sommer 1015 und ein letztes Mal im Sommer 1017 vergeblich Kriegszüge gegen den Polen. Die kaiserlichen Truppen mussten dabei hohe Verluste hinnehmen und umkehren. Zu keinem Zeitpunkt der Auseinandersetzungen mit Bolesław verlor Heinrich mehr sächsische Adlige im Kampf als im Jahr 1015.[40] Der Erfolg der Feldzüge Heinrichs wurde durch den sächsischen Adel verhindert, der durch mangelnden Einsatz die militärischen Unternehmungen des Königs zum Scheitern brachte.[41] Die sächsischen Fürsten leiteten Friedensverhandlungen ein. Für Bolesław waren die Verhältnisse in der Kiewer Rus erneut für einen Friedensschluss entscheidend. Am 30. Januar 1018 wurde von Erzbischof Gero von Magdeburg, Bischof Arnulf von Halberstadt, Markgraf Hermann von Meißen, dem Wettiner Graf Dietrich und dem kaiserlichen Kämmerer in Bautzen ein dauerhafter Frieden zwischen Bolesław und Heinrich beschworen, ohne dass sich die beiden Herrscher persönlich begegneten und den Frieden demonstrativ bestätigten. Beide Seiten stellten Geiseln, so dass die Gleichrangigkeit der Parteien deutlich wurde.[42]

Feldzug gegen Byzanz[Bearbeiten]

Sternenmantel Heinrichs II., 1020 als Gastgeschenk des Meles von Bari aus Anlass des Treffens zwischen dem Kaiser und Papst Benedikt VIII. nach Bamberg gebracht, Diözesanmuseum Bamberg

Heinrichs Engagement in Italien und seine Krönung zum Kaiser brachten ihn unweigerlich in Konflikt mit Byzanz, das zu dieser Zeit in Süditalien Fuß gefasst hatte und bestrebt war, seine alten Machtansprüche auf diese Region wieder stärker zur Geltung zu bringen. So ließ Kaiser Basileios II. systematisch das Verwaltungssystem ausbauen und verstärkte Festungen und Burgen.

Angesichts der byzantinischen Erfolge in Unteritalien, die zur Restauration der byzantinischen Herrschaft bis nach Mittelitalien führten, entschloss sich Papst Benedikt VIII. im Jahr 1020 zu einem ungewöhnlichen Schritt: Er suchte den Kaiser nördlich der Alpen auf und beriet mit ihm in Bamberg und Fulda. Seit 833 hatte kein Papst den Kaiser mehr nördlich der Alpen aufgesucht.[43] In Bamberg waren neben dem Papst und einer großen Zahl von weltlichen und geistlichen Reichsfürsten auch Meles von Bari, der Anführer des apulischen Aufstandes gegen die byzantinische Herrschaft, und sein normannischer Kampfgefährte Rudolf anwesend. Gemeinsam feierten sie das Osterfest. Meles überreichte dem Kaiser ein kostbares Geschenk, einen Sternenmantel, als Symbol für den allumfassenden Anspruch des Kaisers auf die Herrschaft über die Welt. Heinrich verlieh Meles daraufhin die Würde eines Herzogs von Apulien. Doch ist Meles schon wenige Tage später, am 23. April 1020, gestorben.

Durch die bedrohliche Lage erreichte der Papst, dass Heinrich im Herbst 1021 noch einmal zu einem Italienzug aufbrach. Noch vor seinem dritten Italienzug besetzte er die beiden wichtigsten Bischofssitze im Reich durch Aribo für Mainz und Pilgrim für Köln mit Klerikern bayerischer Herkunft. Drei Heeresgruppen, die neben dem Kaiser die Bischöfe Pilgrim von Köln und Poppo von Aquileia befehligten, zogen nach Süditalien. Pilgrim unterwarfen sich dabei Pandulf von Capua, Waimar von Salerno und andere italienische Fürsten. Pandulf wurde von einem Fürstengericht zum Tode verurteilt, jedoch auf Fürsprache Erzbischof Pilgrims ordnete Heinrich die Verbannung in Ketten ins Reich an. In Ketten wurden Adlige in der Ottonenzeit gewöhnlicherweise nicht gelegt.[44]

Mit einem Heer zog Heinrich nach Nordapulien und belagerte lange ohne Erfolg die byzantinische Festung Troia. Die Bewohner der Stadt schickten zweimal ihre Kinder mit einem Priester zur Vergebung zu Heinrich. Erst beim zweiten Mal ließ Heinrich Milde walten. Die Einwohner mussten die Mauern ihrer Stadt ein Stück weit niederreißen und durften sie nach einem Treueid und nach Geiselstellung wieder aufbauen. Die byzantinischen Truppen konnten jedoch nicht zu einer Schlacht gezwungen werden. Heinrich musste umkehren, wobei sein durch Krankheiten geschwächtes Heer große Verluste erlitt. Aber auch Basileios II. konnte keinen Nutzen aus dem Rückzug Heinrichs ziehen: Er starb bereits 1025.

Heinrichsgrab im Bamberger Kaiserdom (Heinrichsfest am 13. Juli 2010)

Tod und Nachfolge[Bearbeiten]

Heinrichsgrab Bamberg

Zu Beginn des Jahres 1024 musste Heinrich wegen einer Krankheit in Bamberg eine fast dreimonatige Pause einlegen. In Magdeburg konnte er im April 1024 noch einmal das Osterfest feiern. Nach den Osterfeierlichkeiten in Magdeburg brach Heinrich auf. Durch eine schwere Erkrankung musste er jedoch in Goslar zwei Monate sich aufhalten. Ein heftiger Rückfall zwang zu einem Aufenthalt in der Pfalz Grona bei Göttingen, wo er schließlich am 13. Juli 1024 an einem chronischen schmerzhaften Steinleiden starb. Heinrich hinterließ ein Reich ohne größere ungelöste Probleme. Sein Grab fand er im Bamberger Dom, wo er das von Tilman Riemenschneider um 1500 geschaffene Hochgrab möglicherweise mit Kaiserin Kunigunde teilt. Da die Ehe kinderlos blieb, endete mit Heinrichs II. Tod die Herrschaftszeit der Ottonen.

Anfang September versammelten sich die Großen des Reiches in Kamba, um in Verhandlungen einen möglichst großen Konsens für einen neuen König herbeizuführen. Als neuer Herrscher setzte sich schließlich der Salier Konrad II. durch. Von seinem Vorgänger versuchte Konrad sich entschieden abzugrenzen. An keiner Stelle leitete er sein Königtum von seinem Vorgänger Heinrich ab.[45] Doch orientierte sich Konrad II. in vielen Bereichen der königlichen Herrschaftsführung an Heinrich II. Der erste Salier übernahm das Personal der Hofkapelle und der Königskanzlei, führte die Grundsätze der Kirchenpolitik ebenso wie der Italienpolitik und des Kaisergedankens fort und vollendete den von Heinrich II. eingeleiteten Erwerb Burgunds.

Politik Heinrichs[Bearbeiten]

Eine von Heinrich II. im Januar 1003 ausgestellte Urkunde mit dem Bleisiegel „Renovatio regni Francorum“

Lange Zeit galt Heinrich als zäher Realpolitiker, der in der königlichen Metallbulle die Devise seines Vorgängers Otto III. „Wiederherstellung des römischen Reiches“ (Renovatio imperii Romanorum) durch den Wahlspruch „Wiederherstellung der fränkischen Königsherrschaft“ (Renovatio regni Francorum) ersetzte und die romzentrierte Kaiserideologie aufgab. Heinrich habe sich von den idealistischen Projekten seines Vorgängers Otto III. in Italien abgewandt und eine den deutschen Interessen im Osten dienenden Realpolitik verfolgt. An die Stelle der Freundschaft und Kooperation mit Bolesław Chrobry sei Feindschaft getreten – konkretisiert in den langwierigen sogenannten Polenkriegen. Die älteren Forschungsmeinungen meinten in den Aktivitäten Heinrichs II. erstmals „den Eiseshauch nationaler Interessenpolitik“[46] zu spüren.

Dagegen hat Knut Görich (1993) auf das Zahlenverhältnis der Urkunden Ottos III. und Heinrichs II., genauer der Bullen, hingewiesen. 23 Bullen Ottos stehen hier nur vier Bullen Heinrichs gegenüber. Die Frankenbulle wurde nur zu aktuellen Anlässen nach erfolgreicher Durchsetzung im Reich im Januar und Februar 1003 eingesetzt und neben den überkommenen Wachssiegeln benutzt. Schon kurze Zeit später wurde die Verwendung der Frankenbulle aufgegeben.[47]

Hof und Herrschaftspraxis[Bearbeiten]

Bis weit in das 14. Jahrhundert wurde mittelalterliche Königsherrschaft im Reich durch ambulante Herrschaftspraxis ausgeübt.[48] Heinrich musste durch das Reich reisen und dadurch seiner Herrschaft Geltung und Autorität verschaffen. Am häufigsten hielt sich Heinrich in Merseburg (26), Magdeburg (18) und Bamberg (16) auf.[49] Hagen Keller (1982) hat, aufbauend auf den grundlegenden Studien von Roderich Schmidt und Eckhard Müller-Mertens,[50] eine wesentliche Änderung konstatiert: Anders als bei den drei Ottonen habe sich die Herrschaft des Königs seit der Zeit um 1000 durch „die periodische Präsenz des Hofes in allen Teilen des Reiches“ zur Darstellung gebracht.[51] In der jüngeren Mediävistik wurden längerfristige raumpolitische Konzepte für Könige im 10. und 11. Jahrhundert bezweifelt.[52] Die Diskussion dazu ist noch nicht abgeschlossen. Steffen Patzold (2012) hat im Gegensatz zu der Studie von Keller über die Integration der süddeutschen Herzogtümer auch unter Heinrich II. Schwaben als Randzone des Reiches angesehen.[53]

Der Begriff „ Hof“ kann als „Präsenz beim Herrscher“ aufgefasst werden.[54] Die wichtigsten Bestandteile des Hofes waren Kanzlei und Hofkapelle. Die Kanzlei war für die Ausstellung der Urkunden zuständig. Insgesamt sind 509 Urkunden aus Heinrichs 22-jähriger Herrschaftszeit erhalten. Als einer der wenigen Herrscher seiner Zeit hat Heinrich Urkunden als König selbst diktiert.[55] Gerd Althoff hat bei einer Fülle von Urkunden der Ottonen „als Motiv der Schenkung das eigene Seelenheil oder das einer anderen Person“ registriert.[56] Nach Michael Borgolte beträgt der Anteil mit der Hoffnung auf Seelenheil „mehr als zwei Drittel des Gesamtbestandes“ bei den Diplomen Heinrichs II.[57] Die Hofkapelle war am Königshof für die Seelsorge und für die Abhaltung von Gottesdiensten zuständig, zugleich hatte sie aber auch Anteil an der Herrschaftsausübung. Von den 64 Bischöfen, die Heinrich erhoben hat, waren 24 zuvor in der Hofkapelle tätig gewesen.[58]

Italienpolitik[Bearbeiten]

Heinrich führte die Italienpolitik seiner ottonischen Vorgänger nicht fort. Verglichen mit seinen Vorgängern hielt Heinrich sich nur kurze Zeit in Italien auf. Er ließ sich sogar mehr als ein Jahrzehnt Zeit, ehe er den italienischen Gegenkönig Arduin von Ivrea aus seiner Herrschaft vertrieb. Die Gründe dafür sind bislang nicht geklärt. Nach Stephan Freund verfügte Heinrich über ein gut funktionierendes Informationsnetz, das ihn mit Nachrichten aus Rom und Italien versorgte. Auch angesichts der Probleme seiner ottonischen Vorgänger in Italien ließ Heinrich ein längerfristiges Engagement südlich der Alpen als wenig aussichtsreich erscheinen.[59] Nach Stefan Weinfurter könnte die von Heinrich vorgenommene „stärkere Durchdringung nach innen [...] auch das Bestreben nach einer schärferen Abgrenzung nach außen“ zur Folge gehabt haben.[60] Nach Weinfurter könnte auch Heinrichs Idee vom Moses-Königtum entscheidend gewesen sein. Für die Legitimation von Heinrichs Herrschaftsverständnis, das vom biblisch-mosaischen Königtum sich herleitete, war das Kaisertum von geringerer Bedeutung.[61]

Kirchenpolitik[Bearbeiten]

Insbesondere beim Verhältnis Heinrichs zur Kirche differieren die Urteile in der modernen Forschung. Nicht sicher zu entscheiden ist, ob religiös-kirchenreformerische Züge oder politisches Machtkalkül das königliche Handeln bestimmten.[62]

Als ungelöste kirchliche Probleme übernahm Heinrich von Otto III. die Frage der Wiedereinrichtung des Bistums Merseburg und den sogenannten „Gandersheimer Streit“, der um die Frage geführt wurde, ob Gandersheim zur Hildesheimer oder Mainzer Diözese gehöre, woraus sich die Rechte der jeweiligen Bischöfe ableiteten.

In der Merseburg-Frage hatte Erzbischof Giselher von Magdeburg zuvor über mehrere Jahre Bemühungen Ottos III. und zahlreicher Synoden zunichtegemacht, die ihn zur Wiederherstellung des Merseburger Bischofssitzes veranlassen sollten. Als der Magdeburger Erzbischof Giselher im Jahr 1004 starb, setzte Heinrich als neuen Erzbischof seinen Kandidaten Tagino durch und errichtete das Bistum Merseburg von neuem. Ähnliche Konsequenz zeigte Heinrich bei der Beilegung des Gandersheimer Streites, indem er Willigis von Mainz und Bernward von Hildesheim dazu brachte, den Spruch einer Weihnachtssynode in Pöhlde im Jahr 1006 zu akzeptieren. Diese Entscheidung fiel zugunsten Bernwards aus und beendete den Streit zumindest für die Regierungszeit Heinrichs II.

Im Frühjahr 1017 erkrankte Kunigunde schwer. Daraufhin bemühte sich das Herrscherpaar intensiv um die Pflege ihrer Memoria. Das vor allem in Gandersheim und Quedlinburg gepflegte Totengedenken der Ottonen verlagerte Heinrich nach Merseburg, wo 1017/18 Thietmar von Merseburg die Namen Verstorbener in eine heute noch erhaltene liturgische Handschrift eintragen ließ. In der gleichen Zeit gründete Heinrich das Frauenkloster Kaufungen. In Bamberg, Magdeburg und Paderborn ließ sich Heinrich in einzelne Domkapitel aufnehmen, um dort Anteil an den Gebeten zu erhalten.[63]

Die Nahehen bekämpfte Heinrich über die gesamte Herrschaftszeit.[64] Bereits bei der ersten großen Reichssynode in Diedenhofen am 15. Januar 1003 kritisierte Heinrich die Ehe des Saliers Konrad mit der Konradinerin Mathilde als Nahehe. Im März 1018 hatte eine Synode unter Vorsitz des Mainzer Erzbischofs Erkanbald den Grafen Otto von Hammerstein wegen seiner kanonisch nicht erlaubten Ehe gebannt. Der Graf begann gegen den Erzbischof eine Fehde und provozierte das Eingreifen Heinrichs. Im September 1020 belagerte Heinrich die Burg Hammerstein. Graf Otto musste sich ergeben. Das Paar lebte aber weiterhin zusammen und wurde deswegen erneut exkommuniziert. Ottos Gemahlin Irmingard wandte sich an Papst Benedikt VIII., um ihre Ehe fortsetzen zu können. Erst Heinrichs königlicher Nachfolger Konrad II. untersagte dem Mainzer Erzbischof eine weitere Verfolgung der Angelegenheit. Laut Hein H. Jongbloed betrieb Heinrich den Hammersteiner Eheprozess aus politischen Gründen. Heinrich habe in intriganter und rachsüchtiger Weise durch den Eheprozess mögliche Nachfolgeansprüche des Ezzonen und Kaiserenkels Liudolf vereiteln wollen, weil er die Nachkommenschaft Ottos II. nicht an die Herrschaft kommen lassen wollte.[65] Hingegen war nach Eduard Hlawitschka Heinrich nicht die maßgebliche Kraft im Kampf gegen die Hammersteiner Ehe. Die Ezzonen seien auch nicht im besonderen Maße benachteiligt worden.[66]

Verhältnis zu den Bischöfen und Bischofskirchen[Bearbeiten]

Eine zeitgenössische Miniatur aus einem Seeoner Pontifikale zeigt Heinrich vor goldenem Hintergrund beim Betreten einer Kirche. Heinrich überragt die beiden Bischöfe an seiner Seite deutlich und trägt eine prächtige Krone mit edelsteinbesetzten Pendilien im byzantinischen Stil. Die Bischöfe stützen seine Arme, als wäre er nicht nur Kaiser, sondern auch ein Moses, dem sie wie Aaron und Hur helfen, die zum Gebet erhobenen Arme hochzuhalten. Staatsbibliothek Bamberg, Msc.Lit.53, fol. 2v[67]

Unter Heinrich II. wurden vermehrt Grafschaften an Bischöfe übertragen. Er machte große Schenkungen aus dem Reichsgut an die Klöster und deren Äbte sowie die Bistümer und Bischöfe des Reiches. So schenkte er noch in seinem Todesjahr dem Kloster Fulda die Grafschaft Stodenstadt im Maingau. Trotz der umfangreichen Schenkungen und der erweiterten Macht wuchs die Selbstständigkeit der Kirche gegenüber dem Reich jedoch nicht an. Im Gegenteil: Die besondere Förderung der Kirche, sowohl der Klöster wie der Bischofskirchen, erlaubte Heinrich auch, von diesen besondere Leistungen zu fordern. In manchen seiner Urkunden wird dieser Anspruch unmittelbar zum Ausdruck gebracht: „Wem mehr gegeben wird, von dem wird auch mehr gefordert.“[68] Die Klöster sollten durch die zahlreichen Schenkungen und Privilegien stärker für den Reichsdienst herangezogen werden. Doch er regierte nicht nur die Kirche, er regierte das Reich auch durch die Kirche. In Sachsen versuchte Heinrich durch Heranziehung und Unterstützung des Episkopats seinen Handlungsspielraum zu erweitern. Er regierte vor allem mit Hilfe der Bischöfe. In seiner Chronik umschreibt Thietmar mit den Begriffen simpnista (Amtskollege) und coepiscopus (Mitbischof) das ganz besondere Vertrauensverhältnis Heinrichs zu den Bischöfen, die es in dieser Intensität bei keinem anderen Herrscher im Mittelalter gibt.[69] Für die enge Zusammenarbeit zwischen König und Bischof waren die Synoden von besonderer Bedeutung, die Heinrich häufiger als seine Vorgänger einberief. Die Synoden gaben Heinrich die Möglichkeit, „seine eigene, herausgehobene Stellung als Gesalbter des Herrn und damit seine Nähe zu den höchsten Geistlichen augenfällig zu demonstrieren.“[70] 15 Versammlungen sind nachgewiesen, auf denen der König sich mit seinen Reichsbischöfen beriet.[71] Weltliche und kirchliche Angelegenheiten wurden im Grunde genommen nicht unterschieden und gleichermaßen auf Synoden verhandelt.

Heinrich stärkte dadurch einerseits die Rolle des hohen Klerus als Stütze des Reiches und verschaffte sich andererseits einen größeren Einfluss auf die kirchliche Politik. Als Gegenleistung mussten die Klöster und Bischofskirchen, da die Pfalzen dazu nicht mehr in der Lage waren, den Kaiser und dessen Gefolge bei seinen Reisen, den so genannten Königsgastungen, unterhalten. Außerdem hatten die kirchlichen Herrscher einen Großteil des Reichsheeres zu stellen. Bei den meisten von Heinrichs Feldzügen stellten die geistlichen Fürsten das größte Truppenkontingent. Ein persönlicher Grund für die Bevorzugung der Kirche und die Schenkungen mag die Kinderlosigkeit Heinrichs und seiner Frau Kunigunde gewesen sein. Da mit keinem leiblichen Erben zu rechnen war, bot sich die Kirche als Garant für das Fortbestehen des Reiches an.

Heinrich hielt, wie seine Vorgänger, am kaiserlichen Einsetzungsrecht (Investitur) der Bischöfe fest und setzte sich dabei auch über die verbrieften Rechte des Klerus hinweg. Bei Widerspruch setzte er seinen Willen auch mit Gewalt durch. Die meisten der während seiner Regierungszeit entstandenen Vakanzen besetzte er mit Klerikern aus seiner engsten Umgebung. Alle seine Kanzler bekamen von ihm ein Bistum. Es waren reichs- und königstreue Männer, denen er die Bistümer und Abteien anvertraute. Seine personalpolitischen Entscheidungen brachten bedeutende Persönlichkeiten wie die Erzbischöfe Aribo von Mainz, Pilgrim von Köln, Poppo von Trier und Unwan von Bremen oder die Bischöfe Godehard von Hildesheim, Meinwerk von Paderborn, aber auch den Chronisten Thietmar von Merseburg hervor.

Gründung des Bistums Bamberg (1007)[Bearbeiten]

Urkunde Heinrichs über die Schenkung des Ortes Berga an das Bistum Bamberg vom 10. Mai 1019
Kaiser Heinrich und Kaiserin Kunigunde als Stifter des Bamberger Domes (Hertnid-Altar, St.-Lorenz-Kirche in Hof)

Zur Sicherung seiner Memoria gründete Heinrich 1007 das Bistum Bamberg.[72] Heinrich soll die Burg Bamberg seit seiner Kindheit in so einzigartiger Weise geliebt haben, dass er sie seiner Gemahlin Kunigunde als Morgengabe (dos) übertrug.[73] Vom ersten Tag seines Königtums arbeitete Heinrich auf die Errichtung eines Bistums in Bamberg hin und begann sogleich mit dem Bau einer neuen Kirche, die zwei Krypten hatte und bald vollendet werden konnte. Bei der eigentlichen Bistumsgründung waren beträchtliche Widerstände des Bistums Würzburg zu überwinden, da die neue Diözese etwa ein Viertel dieses Bistums und seit 1016 nördliche Teile des Eichstätter Sprengels umfasste.

Nach langem Streit wurde auf einer Synode in Frankfurt am 1. November 1007 ein Konsens zwischen den Bischöfen gefunden. Heinrich konnte durch wiederholte Prostratio vor den versammelten Bischöfen die Gründung des Bistums Bamberg durchsetzen. Jedes Mal, wenn Heinrich ein Urteil zu seinen Ungunsten befürchtete, warf er sich mit dem ganzen Körper zu Boden und demütigte sich öffentlich. Dadurch willigten die Bischöfe in die Gründung ein.[74] Heinrich von Würzburg, der sich durch die Abtretung der Gebiete an das neue Bistum die Erhebung zum Erzbischof erhofft hatte, erschien nicht auf der Synode und wurde von seinem Kapellan Berengar vertreten. Die Intention des Königs, „Gott zu seinem Erben“ zu machen und das Bistum seiner Memoria zu widmen, ist hinreichend bezeugt. Er habe „Gott zu seinem Erben eingesetzt“ (ut deum sibi heredem eligeret), wird im Frankfurter Synodalbeschluss über die Errichtung des Bistums dem Kaiser als Motiv zugeschrieben.[75] Als weitere Beweggründe fügte das Protokoll Heinrichs Frömmigkeit und sein Pflichtbewusstsein gegenüber den Menschen (ut in deum erat credulus et in homines pius) und die Bekehrung der Slawen (ut et paganismus Sclauorum destrueretur) hinzu. Mit der Slawenmission wird zwar ein klassisches Motiv ottonischer Politik angesprochen, doch kann ihm angesichts der verhältnismäßigen kleinen heidnischen Volksgruppe der Regnitzslawen keine wirkliche Antriebskraft zuerkannt werden.[76]

Das Motiv, „Gott zu seinem Erben“ zu machen, wird auch einige Jahre später von Thietmar berichtet. Heinrich gestand auf der Synode im Jahre 1007, dass er die Hoffnung auf Kinder aufgegeben habe: „Um der künftigen Wiedervergeltung willen habe ich Christus zu meinem Erben erwählt, denn auf Nachkommen kann ich nicht mehr hoffen.“[77] Nach Heinrichs Verständnis galt, dass er sein Königtum mit allem, was dazugehörte, von Gott unmittelbar erhalten hatte. Das Königtum hätte er nur an einen Sohn übertragen können. Da dieser Erbe fehlte, ging dieses Königtum zu Ende und fiel an den himmlischen König Christus zurück.[78] Die Kinderlosigkeit des Königs machte aber auch besondere Anstrengungen Heinrichs und Kunigundes zur Sicherung ihrer Memoria notwendig, die das Königspaar nicht nur mit der Gründung Bambergs, sondern auch durch zahlreiche andere Memorialstiftungen zu erreichen suchte. Heinrich wird als Herrscher daher auch mit weitem Abstand am häufigsten in Memorialzeugnissen genannt.[79] Auch die Herrscherbilder wurden von Ludger Körntgen als Ausdruck seiner Sorge um Memoria angesehen und weniger als königliche Propaganda eines sakralen Königtums.[80]

Zahlreiche reichsweite Schenkungen durch den König sicherten dem neuen Bistum von Anbeginn einen reichen Besitz. So erhielt das Bistum Grafschaften in Franken, viele Orte in Sachsen, Kärnten und Schwaben, dazu das schwäbische Herzogskloster Stein am Rhein, das Pfalzstift Alte Kapelle in Regensburg, Frauenklöster wie Kitzingen und Haslach im Elsass und wichtige königliche Orte aus karolingischer Zeit wie Hallstadt und Forchheim. Insgesamt sind 83 Schenkungsurkunden bekannt. Heinrichs bisheriges Zentrum Regensburg trat fortan in den Hintergrund. Nach 1007 ist sein Aufenthalt dort nur noch ein Mal nachweisbar.[81]

Als ersten Bischof von Bamberg bestimmte Heinrich seinen Kanzler Eberhard, der von 1013 bis 1024 auch Erzkanzler von Italien war. Er wurde noch am selben Tag zum Bischof von Bamberg geweiht.

Adelspolitik[Bearbeiten]

Ein Herrscherwechsel im 10. Jahrhundert war zugleich eine „Herausforderung an die bisherige Rangordnung“[82] und vielfach ein Auslöser für Konflikte. Die Rangordnung unter den mächtigsten Adligen musste vom Herrscher so austariert werden, dass es nicht zu Konflikten kam. Heinrich hat die „Spielregeln“[83], also die ungeschriebenen sozialen Normen in einer ranggeordneten Gesellschaft, nicht genügend berücksichtigt. Die personal begründete ottonische Herrschaft basierte auf einem Zusammenwirken von Adel und Kirche und deren Einbindung in das Reich. In mündlich-persönlichen Beratungen wurde ein Ausgleich erzielt und Konsens hergestellt (sogenannte Konsensuale Herrschaft).[84] Uneinig ist sich die Forschung, ob die daraus entstandenen Konflikte strukturelle Gründe hatten oder ob Heinrichs neuartige Auffassung vom Königsamt dafür entscheidend war.[85]

Durch die zahlreichen Konflikte mit den Adelsfamilien wurde Heinrich II. von Stefan Weinfurter als „König der Konflikte“ bezeichnet.[86] Gerd Althoff hat als auffallenden Unterschied zwischen Heinrich II. und dessen Vorgängern herausgearbeitet, dass Heinrich nicht in gleichem Maße zur herrscherlichen clementia (Milde) bereit war, wie es die ottonischen Herrscher gegenüber ihren Feinden anscheinend gewesen sind. Dadurch verminderten sich auch die Erfolgsaussichten von Vermittlern in Konflikten. Die Kompromissbereitschaft des Herrschers in späteren Herrschaftsjahren hat Althoff mit einer schweren Krankheit bei ihm und seiner Gemahlin begründet. Dadurch hatte sich sein Handeln als Herrscher vor allem auf die Sicherung seiner Memoria konzentriert.[87] Karl Ubl hat die zahlreichen Konflikte während seiner Herrschaftszeit auf seine Kinderlosigkeit zurückgeführt und weniger als Maßnahmen zur Stärkung der Zentralgewalt gedeutet. Heinrich hatte wegen seiner Kinderlosigkeit immer wieder mit Angriffen auf seine Autorität gegenüber den weltlichen Großen zu kämpfen[88] Stefan Weinfurter erklärt die Konflikte mit Heinrichs Herrschaftskonzeption. Nach dieser Auffassung war sein Reich ein „Haus Gottes“ und er selbst der Verwalter Gottes. Im Reich hatte die Königsgewalt die höchste Autorität inne. Dadurch ließen sich Heinrichs Kompromisslosigkeit und die autoritative Gehorsamsforderung erklären.[89]

Außer den langwierigen Konflikten mit dem Polenherrscher Bolesław Chrobry war vor allem Oberlothringen ein ständiger Konfliktherd. Selbst seine Verwandtschaft, die Brüder seiner Frau Kunigunde, führten Rebellionen gegen Heinrich. Als Angehörige des Luxemburger Grafenhauses versuchten sie 1008 auf dem Trierer Erzstuhl ihren Kandidaten gegen den König durchzusetzen. Heinrich führte sofort eine Fehde gegen seine Verwandten. Heinrichs Schwager Herzog Heinrich von Bayern hatte die Luxemburger Grafen als Vermittler vergünstigt. Heinrich setzte ihn daraufhin als Herzog von Bayern ab. Pfalzgraf Ezzo, der Ehemann der Schwester Ottos III., hatte in diesem Konflikt die Luxemburger unterstützt. Dem Pfalzgrafen Ezzo bestritt Heinrich seinen Anteil am ottonischen Erbe. Ende des Jahres 1012 schloss Heinrich in Mainz einen vorläufigen Frieden mit dem Luxemburger Grafenhaus. Pfalzgraf Ezzo wurde sein ottonisches Erbe bewilligt. Im Januar 1015 unterwarfen sich die Luxemburger Grafen. Sie traten barfuß und um Huld flehend vor den Kaiser und wurden von ihm in Gnade aufgenommen. Auf den Trierer Bischofsstuhl mussten die Luxemburger aber endgültig verzichten. Dafür konnten sie das Bistum Metz und das Herzogtum Bayern behalten.

Wirkung[Bearbeiten]

Zeitgenössische Urteile[Bearbeiten]

Die Urteile der Zeitgenossen über seine Herrschaft sind extrem unterschiedlich. Der Bischof Thietmar von Merseburg verfasste zwischen 1012 und 1018 eine Chronik und gilt als besonderer Kenner der Herrschaft Heinrichs II.[90] Thietmar, der die Herrscher an ihrer Stellung zu Merseburg bemisst, feierte Heinrich als Herrscher, der dem Reich Frieden und Recht zurückbrachte.[91] Durch die Wiedereinrichtung des von Otto II. 982 aufgehobenen Bistums Merseburg wurde Heinrich zum Retter der Merseburger Kirche.[92] Dennoch wird Heinrich II. auch bei Thietmar von deutlicher Kritik nicht verschont. In der Frage der Bischofserhebungen ist Heinrich häufig Gegenstand der Kritik. Auch die aus der Salbung abgeleitete Bezeichnung des Königs als christus Domini verwendet Thietmar nur im Zusammenhang einer äußerst harten Kritik. In einer Besitzstreitigkeit entschied Heinrich zugunsten eines Gefolgsmannes und gegen Angehörige von Thietmars Familie. Zwar versteckt Thietmar sich dabei hinter der überall verbreiteten Meinung (omnes populi mussant), kann es aber so wagen zu schreiben, „dass der Gesalbte des Herrn Sünde tue“ (Christum Domini peccare occulte clamant).[93]

Neben Trauer über den Verlust und Lob über seine Taten finden sich auch kritische Stimmen wie diejenige Bruns von Querfurt. In einem Brief aus dem Jahre 1008 äußerte er scharfe Kritik an Heinrichs Polenpolitik und mahnte Heinrich dazu, das als Sünde bezeichnete Bündnis mit den heidnischen Liutizen gegen den christlichen Herzog von Polen sofort zu beenden. Nach seiner Meinung sei Heinrich gar nicht um das Christentum besorgt, sondern um den honor secularis, die weltliche Ehre, und würde deshalb mit Hilfe von Heiden in das christliche Land einfallen. In den eindringlichen Mahnungen Bruns von Querfurt an Heinrich wird auch das Hauptproblem seiner Haltung angesprochen: „Sei auf der Hut, o König, wenn du immer alles mit Gewalt machen willst, niemals aber mit Barmherzigkeit“.[94]

Die Quedlinburger Annalen, die in der Zeit Heinrichs II. geschrieben wurden, in der Quedlinburg seine alte dominierende Stellung als königlicher Hauptort verlor, übten harsche Kritik an den Taten und Maßnahmen des Herrschers. Doch währte der Verlust der Königsnähe nicht die ganze Regierungszeit Heinrichs II. Im Jahr 1014 übertrug Heinrich der Äbtissin Adelheid von Quedlinburg auch die Leitung der Frauenkloster Gernrode und Vreden. 1021 besuchte Heinrich die Weihe der neuerbauten Quedlinburger Klosterkirche und machte dem Konvent eine reiche Schenkung. Ab 1014 hören in den Annalen die negativen Bemerkungen auf, und das Werk beginnt ab 1021 die Taten Heinrichs II. panegyrisch zu schildern.[95]

Heinrichs zahlreiche Schenkungen und kirchenpolitische Maßnahmen haben vor allem in den monastischen Quellen das Bild eines frommen und fürsorglichen Herrschers entstehen lassen. Im Widmungsgedicht Abt Gerhards von Seeon von 1012/14 wird Heinrich als glänzendes Kleinod des Reiches und Blüte des ganzen Mikrokosmos gerühmt, dem Gott die höchste Würde zur Verwaltung verliehen habe.[96]

Heiligsprechung (1146)[Bearbeiten]

Heiligsprechungsurkunde Eugens III. für Heinrich II.
Darstellung Heinrichs II. neben dem Hauptportal des Basler Münsters, um 1290

Nach seinem Tod wurde in Bamberg das Bild vom heiligen Kaiser aufgebaut. Unmittelbar anknüpfen konnte man an die Bezeichnung „der Fromme“. In einem Preislied von Abt Gerhard von Seeon wird Heinrich mit „Oh frommer König Heinrich“ (pie rex Heinrice)[97] angesprochen. Die eigentliche Verklärung Heinrichs II. durch eine besondere „Heiligkeit“ ist um die Mitte des 11. Jahrhunderts zu fassen. Adam von Bremen berichtete 1074 von der sanctitas des Kaiser.[98] Für seine Heiligsprechung wurde 1145/1146 von einem unbekannten Bamberger Verfasser ein Bericht über Leben und Wunder Heinrichs vorbereitet und 1147 zu einer Heiligenvita umgearbeitet. Die Bamberger Kirche, in der durch jährliche Totenmessen sein Andenken wachgehalten wurde, erreichte schließlich 1146 die Heiligsprechung. Die Voraussetzungen für die Heiligkeit wurden vor der Kanonisation einer genauen Prüfung unterzogen. Eine Ehe in Keuschheit hätten Heinrich und Kunigunde geführt, so das Ergebnis. Als heiligmäßige Taten galten außerdem mehrere Kirchengründungen, allen voran die der Bischofskirche von Bamberg.

Ein Jahr später, am 13. Juli 1147, erfolgte die feierliche Erhebung von Heinrichs Gebeinen zur Ehre der Altäre in Bamberg. Papst Innozenz III. bekräftigte dieses Idealbild, als er die Heiligsprechung Kunigundes 1200 aus ihrer beständigen Jungfräulichkeit, der mit dem Gemahl getätigten Bamberger Bistumsgründung und weiteren frommen Werken erklärte.

Kurz nach Heinrich wurden 1189 der Bamberger Bischof Otto I. und 1200 die Gattin Heinrichs, Kunigunde, heiliggesprochen. Kein anderer Ort in der Christenheit konnte damals in vergleichbarer Zeit drei neue eigene Heilige vorweisen. Das Bistum Bamberg verbuchte damit immerhin jedes neunte der zwischen 1100 und 1200 gelungenen Kanonisierungsverfahren.[99]

Ausgehend vom Bistum Bamberg verbreitete sich die Heinrichsverehrung in mehreren Bistümern des Reiches, vorwiegend in Bayern, aber auch im Elsass und im Bodenseegebiet. 1348 wurde der Heinrichstag (13. Juli) auch im Bistum Basel zum hohen Feiertag erklärt.[100]

In Rom pflegte man ein völlig anderes Bild Heinrichs, dem insbesondere seine Eingriffe in die Kirchenstruktur vorgeworfen wurden. Humbert von Silva Candida, einer der Wegbereiter der Kirchenreform, nannte Heinrich einen Simonisten und Kirchenräuber.[101] Miniaturen zum Werk Joachims von Fiore zeigen Heinrich als einen der sieben Köpfe des apokalyptischen Drachens nach Herodes, Nero, Konstantin II., Chosrau II. und vor Saladin und Friedrich II.[102] Diese Beurteilung hatte im Reich allerdings keine Chance. Durch Bestrebungen des ersten Stauferkönigs Konrad III. und des Bamberger Klerus setzte sich der heilige Heinrich durch.

Neben der Erinnerung an Heinrich und seine Gattin als Heilige und dem negativen Bild aus italienischer Sicht trat im Laufe der Zeit aber auch eine politische Komponente. Heinrich II. wurde als Schöpfer der mittelalterlichen Reichsverfassung angesehen. Spätmittelalterliche Chronisten maßen seinem Regierungsantritt im Jahr 1002 eine Gelenkfunktion für die Ordnung des Reichs zu. Heinrich galt als Begründer der freien Königswahl, als Schöpfer des Kurfürstenkollegs und des gesamten Verfassungsgefüges (Quaternionentheorie). So gründete sich das Heilige Reich auf seinem heiligen Kaiser.[103]

Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Die Heiligenaura, die Heinrich und seine Gemahlin umgab, veranlasste die Forschung, den „wirklichen Heinrich“ aufzuspüren. Im 19. Jahrhundert versuchte man dieses Ziel zu erreichen, indem man jedes Detail und Faktum über Heinrich sammelte und in den Jahrbüchern der deutschen Geschichte zusammenstellte.[104] Seit der Darstellung Wilhelm von Giesebrechts galt Heinrich als „politischer Kopf“.[105] Die „Herstellung des deutschen Reichs“ sowie die „Erhöhung des Königthums als schützende Macht über Alle und Alles“ war „der große politische Gedanke, der sich von seinem ersten bis zu seinem letzten Regierungsjahre verfolgen läßt“. Heinrichs Herrschaft blieb für Giesebrecht tragisch und unvollendet, da es „fast zwanzig Jahre bedurfte, um den Trotz der Großen zu brechen“. Erst seinen Nachfolgern gelang es, das Reich „zu einer Höhe“ zu bringen, „die es nie zuvor erreicht hatte und nie wieder erreichen sollte“.[106] Die einschlägigen Darstellungen von Karl Hampe (Das Hochmittelalter. Geschichte des Abendlandes von 900 bis 1250, 1932) und Robert Holtzmann (Geschichte der sächsischen Kaiserzeit, 1941) übernahmen in ihren Handbüchern die Charakterisierung Heinrichs als eines idealen, aber tragischen Staatsmannes.[107]

Heinrich blieb jahrzehntelang kein attraktiver Herrscher für eine biografische Untersuchung. Er fehlt in den mehrfach aufgelegten Werken zur großen Kaisergeschichte des Mittelalters, sowohl in Karl Hampes Herrschergestalten des deutschen Mittelalters aus den 1920er Jahren als auch in Helmut Beumanns Kaisergestalten des Mittelalters (1984). Aufgenommen wurde der Liudolfinger nur in den Handbüchern und Überblicksdarstellungen, wo er nicht übergangen werden konnte. Umgeben von zwei Lieblingsherrschern der Geschichtswissenschaft, Otto III. und Konrad II., gewann der heilige Kaiser keine klaren Konturen. Der Vorgänger Heinrichs II. wurde von Percy Ernst Schramm und dem George-Kreis zum tragischen Jüngling auf dem Kaiserthron stilisiert. Mit Heinrich hingegen sei ein kränklicher, ganz auf seine Geistlichkeit ausgerichteter Herrscher einem visionären Kaiser gefolgt. Heinrichs Nachfolger Konrad II. wurde von national gesinnten Historikern als vermeintlich unkirchlicher Herrscher zum „vollsaftigen Laien“[108] verklärt und so zum Dynastie- und Machtpolitiker.[109]

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich in den Arbeiten von Theodor Schieffer (1951) bis Hartmut Hoffmann (1993) der Vergleich Heinrichs II. mit seinem Nachfolger zu einem beliebten Thema der Mittelalterforschung.[110] Auch wenn Carlrichard Brühl 1972 Heinrich als ersten „deutschen König“[111] und Johannes Fried ihn 1994 als den „deutschesten aller frühmittelalterlicher Könige“[112] bezeichneten, wandelten sich durch die reichhaltigen Forschungen der letzten Jahrzehnte zur Nationsbildung solche ehemals als sicher geltenden Vorstellungen. Die Mediävistik sieht heute das Deutsche Reich in einem Prozess entstanden, der vom 9. bis zum 12. Jahrhundert andauerte.[113]

Stefan Weinfurter (1986) wandte sich der Herrschaftspraxis Heinrichs II. zu, sprach von der Zentralisierung der Herrschaftsgewalt und beobachtete bei Heinrich „in hohem Grade eine Weiterführung und Steigerung der in der Herzogsherrschaft entwickelten Elemente auf Königsebene“.[114]

Die modernen Bewertungen über Heinrich II. sind sehr unterschiedlich. Nach Hartmut Hoffmann (1993) war Heinrich die ideale Verkörperung des Herrschers im ottonisch-salischen Reichskirchensystem, ein „Mönchskönig“.[115] Hingegen habe sich nach Johannes Fried (1994) der Herrscher skrupellos aller Macht bedient, „von der List über den Verrat bis zur nackten Gewalt und mit besonderer Vorliebe des kanonischen Rechts“.[116] Weitgehend einig ist sich die moderne Mediävistik, dass der letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Ottonen mit seinen Handlungen eine Intensivierung der Königsherrschaft zu erreichen versuchte.[117]

Heinrichs Bild in der Geschichtswissenschaft wird heute durch die 1999 veröffentlichte Biografie und die begleitenden Studien von Stefan Weinfurter bestimmt.[118] Nach Weinfurters Biografie war Heinrichs Selbstverständnis seit 1002 vom Bewusstsein seiner Abstammung von König Heinrich I. bestimmt, dem nie aufgegebenen Anspruch auf Teilhabe an der Herrschaft und vor allem von den königsgleichen Rechten des bayerischen Herzogs. Ohne seine Herkunft sei Heinrichs Königsherrschaft „nicht zu deuten“.[119] Darauf verwiesen personelle Kontinuitäten, wenn „alte Freunde aus der Herzogszeit“[120] in Hofkapelle und Kanzlei wiederbegegnen, aber auch Heinrichs als persönliche Verpflichtung empfundene Verantwortung für die Kirche Gottes. Weinfurter stellte einen besonderen Bezug zum alttestamentarischen Moses fest und verstand Heinrichs Königtum als regelrechtes „Moseskönigtum“.[121] Heinrich hatte „wie ein neuer Moses dafür zu sorgen, daß die Gebote Gottes Grundlage und Inhalt des Lebens aller Menschen seines Volkes würden“.[122]

Zu Beginn des neuen Jahrtausends fanden eine Vielzahl an Ausstellungen und Tagungen zu Heinrich II. statt. Auf einer Bamberger Tagung im Juni 1996 wurden die Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Herrschaft Ottos III. und Heinrichs II. diskutiert. Konsens wurde in die Einsicht erzielt, dass „der Wechsel von Otto III. zu Heinrich II. nicht als programmatische Abkehr und konzeptioneller Neuansatz zu werten ist“. Ein Wandel wurde im Herrschaftsstil und im Verhältnis zur Reichskirche konstatiert.[123] Die Bayerische Landesausstellung in Bamberg im Jahr 2002 erinnerte an die Königswahl Heinrichs II. im Jahr 1002.[124] Größere Aufmerksamkeit erzeugte 2007 auch das Jahrtausendjubiläum der Bamberger Bistumsgründung.[125] Das Diözesanmuseum Bamberg veranstaltete vom 4. Juli bis 12. Oktober 2014 anlässlich des tausendjährigen Jubiläums der Kaiserkrönung die Ausstellung Gekrönt auf Erden und im Himmel. Das heilige Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde. Ein Katalog dazu wurde veröffentlicht.[126]

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Überblickswerke

Darstellungen

  • Siegfried Hirsch: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich II. 3 Bde., Duncker und Humblot, Berlin 1862–75.
  • Hartmut Hoffmann: Mönchskönig und „rex idiota“. Studien zur Kirchenpolitik Heinrichs II. und Konrads II. (= Monumenta Germaniae historica. Bd. 8). Hahn, Hannover 1993, ISBN 3-7752-5408-0.
  • Josef Kirmeier, Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter u.a. (Hrsg.): Heinrich II. 1002–1024. Begleitband zur Bayerischen Landesausstellung 2002 (Bamberg, 9. Juli bis 20. Oktober 2002). Theiss, Stuttgart 2002, ISBN 978-3-8062-1712-4 (Rezension).
  • Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? (= Mittelalter-Forschungen. Bd. 1). Thorbecke, Sigmaringen 1997, ISBN 3-7995-4251-5.
  • Stefan Weinfurter: Heinrich II. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters, Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I. Beck, München 2003, ISBN 3-534-17585-9, S. 97–118.
  • Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. 3. Auflage. Pustet, Regensburg 2002, ISBN 3-7917-1654-9.
  • Stefan Weinfurter: Die Zentralisierung der Herrschaftsgewalt im Reich durch Kaiser Heinrich II. In: Historisches Jahrbuch. Bd. 106, 1986, S. 241–297.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Heinrich II. (HRR) – Quellen und Volltexte
 Commons: Heinrich II. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

Karten Historische Karten im Haus der Bayerischen Geschichte:

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Hubertus Seibert: Eines großen Vaters glückloser Sohn? Die neue Politik Ottos II. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Ottonische Neuanfänge. Mainz 2001, S. 293–320, hier: S. 302.
  2. MGH DO III. 155. (994 Nov. 23)
  3. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 41 und 94.
  4. Thietmar IV., 54.
  5. Gerd Althoff, Hagen Keller: Spätantike bis zum Ende des Mittelalters. Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. Stuttgart 2008, S. 318f.
  6. Thietmar V, 15–18.
  7. Walter Schlesinger: Erbfolge und Wahl bei der Königserhebung Heinrichs II. 1002. In: Festschrift für Hermann Heimpel zum 70. Geburtstag. Bd. 3. Göttingen 1972, S. 1-36.
  8. Armin Wolf: ,Quasi hereditatem inter filios‘. Zur Kontroverse über das Königswahlrecht im Jahre 1002 und die Genealogie der Konradiner. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung. Bd. 112, 1995, S. 64–157. Eduard Hlawitschka: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“. Sigmaringen 1987. Zu den Argumenten gegen Eduard Hlawitschka Gerd Althoff: Die Thronbewerber von 1002 und ihre Verwandtschaft mit den Ottonen. Bemerkungen zu einem neuen Buch. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Bd. 137, 1989, S. 453–459.
  9. Steffen Patzold: Königserhebungen zwischen Erbrecht und Wahlrecht? Thronfolge und Rechtsmentalität um das Jahr 1000. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. Bd. 58, 2002, S. 467–507 (Digitalisat).
  10. Eduard Hlawitschka: Die Rechtsgrundlagen und Verhaltensweisen bei der Überwindung der Thronbesetzungskrise im Jahre 1002. In: Schriften der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste. Bd. 26, 2005, S. 43–70.
  11. D HII, 34. Ludger Körntgen: Inprimis Herimanni ducis assensu. Zur Funktion von D. H.II. 34 im Konflikt zwischen Heinrich II. und Hermann von Schwaben. In: Frühmittelalterliche Studien. Bd. 34, 2000, S. 159–185.
  12. Stefan Weinfurter: Die Zentralisierung der Herrschaftsgewalt im Reich durch Kaiser Heinrich II. In: Historisches Jahrbuch. Bd. 106, 1986, S. 241–297, hier: S. 286.
  13. Thietmar V., 14.
  14. Stefan Weinfurter: Die Zentralisierung der Herrschaftsgewalt im Reich durch Kaiser Heinrich II. In: Historisches Jahrbuch. Bd. 106, 1986, S. 241–297, hier: S. 275f.
  15. Thietmar VI., 41.
  16. Johannes Fried: Otto III. und Boleslaw. Das Widmungsbild des Aachener Evangeliars, der „Akt von Gnesen“ und das frühe polnische und ungarische Königtum. Eine Bildanalyse und ihre historischen Folgen. Wiesbaden 1989, S. 123–125.
  17. Gerd Althoff: Otto III. Darmstadt 1996, S. 144ff.
  18. Knut Görich: Die deutsch-polnischen Beziehungen im 10. Jahrhundert aus der Sicht sächsischer Quellen. In: Frühmittelalterliche Studien. Bd. 43, 2009, S. 315–325, hier: S. 322.
  19. Knut Görich: Die deutsch-polnischen Beziehungen im 10. Jahrhundert aus der Sicht sächsischer Quellen. In: Frühmittelalterliche Studien. Bd. 43, 2009, S. 315–325, hier: S. 323.
  20. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 112ff.
  21. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 112 und 165.
  22. Stefan Weinfurter: Kaiser Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. Herrscher mit ähnlichen Konzepten? In: Quaestiones Medii Aevi Novae. Bd. 9, 2004, S. 5–25, hier: S. 24.
  23. Stefan Weinfurter: Kaiser Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. Herrscher mit ähnlichen Konzepten? In: Quaestiones Medii Aevi Novae. Bd. 9, 2004, S. 5-25, hier: S. 18f.
  24. Joachim Henning: Neue Burgen im Osten. Handlungsorte und Ereignisgeschichte der Polenzüge Heinrichs II. im archäologischen und dendrochronologischen Befund. In: Achim Humbel, Bernd Schneidmüller (Hrsg.): Aufbruch ins zweite Jahrtausend. Ostfildern 2004, S. 151–181, hier: S. 181.
  25. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 119.
  26. Thietmar V., 18.
  27. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 120. Gerd Althoff, Hagen Keller: Spätantike bis zum Ende des Mittelalters. Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. (Gebhardt – Handbuch der deutschen Geschichte, 10. völlig neu bearbeitete Auflage), Stuttgart 2008, S. 323.
  28. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, 95–167, hier: S. 124.
  29. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, 95–167, hier: S. 136.
  30. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, 95–167, hier: S. 127.
  31. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 126 und 142.
  32. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, 95–167, hier: S. 128 und 142.
  33. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, 95–167, hier: S. 152.
  34. Gerd Althoff, Christiane Witthöft: Les services symboliques entre dignité et contrainte. In: Annales. Histoire, Sciences Sociales. Bd. 58, 2003, S. 1293–1318. Gerd Althoff: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter. Darmstadt 2003, S. 95f. Gerd Althoff: Symbolische Kommunikation zwischen Piasten und Ottonen. In: Michael Borgolte (Hrsg.): Polen und Deutschland vor 1000 Jahren. Berlin 2002, S. 293-308, hier: S. 296–299. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 159.
  35. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, 95–167, hier: S. 160.
  36. Gerd Althoff, Hagen Keller: Spätantike bis zum Ende des Mittelalters. Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. Stuttgart 2008, S. 325f. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 158.
  37. Sebastian Scholz: Politik – Selbstverständnis – Selbstdarstellung. Die Päpste in karolingischer und ottonischer Zeit. Stuttgart 2006, S. 396–404.
  38. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 160.
  39. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 137f.
  40. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 141.
  41. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 112–115; 124f.
  42. Knut Görich: Eine Wende im Osten: Heinrich II. und Boleslaw Chrobry. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 95–167, hier: S. 160–164.
  43. Gerd Althoff: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. 2. erweiterte Auflage, Stuttgart u. a. 2005, S. 226.
  44. Gerd Althoff, Hagen Keller: Spätantike bis zum Ende des Mittelalters. Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. Stuttgart 2008, S. 344.
  45. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 272.
  46. Carlrichard Brühl: Die Anfänge der deutschen Geschichte. Wiesbaden 1972, S. 177.
  47. Knut Görich: Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus. Kaiserliche Rompolitik und sächsische Historiographie. Sigmaringen 1993, S. 270ff.
  48. Rudolf Schieffer: Von Ort zu Ort. Aufgaben und Ergebnisse der Erforschung ambulanter Herrschaftspraxis. In: Caspar Ehlers (Hrsg.): Orte der Herrschaft. Mittelalterliche Königspfalzen. Göttingen 2002, S. 11–23.
  49. Thomas Zotz: Die Gegenwart des Königs. Zur Herrschaftspraxis Ottos III. und Heinrichs II. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 349-386, hier: S. 384f.
  50. Eckhard Müller-Mertens, Die Reichsstruktur im Spiegel der Herrschaftspraxis Ottos des Großen. Berlin 1980; Roderich Schmidt, Königsumritt und Huldigung in ottonisch-saischer Zeit. In: Vorträge und Forschungen. Bd. 6, 2. Auflage, Konstanz u.a. 1981, S. 96–233.
  51. Hagen Keller: Reichsstruktur und Herrschaftsauffassung in ottonisch-frühsalischer Zeit. In: Frühmittelalterliche Studien. Bd. 16, 1982, S. 74–128, hier: S. 90.
  52. Gerd Althoff: Otto III. Darmstadt 1996, bes. S. 21f., 30f. und 114–125.
  53. Steffen Patzold: Heinrich II. und der deutschsprachige Südwesten des Reiches. In: Sönke Lorenz, Peter Rückert (Hrsg.): Wirtschaft, Handel und Verkehr im Mittelalter. 1000 Jahre Markt- und Münzrecht in Marbach am Neckar. Ostfildern 2012, S. 1–18.
  54. Gert Melville: Um Welfen und Höfe. Streiflichter am Schluß einer Tagung. In: Bernd Schneidmüller (Hrsg.): Die Welfen und ihr Braunschweiger Hof im hohen Mittelalter. Wiesbaden 1995, S. 541–557, hier: S. 546.
  55. Hartmut Hoffmann: Eigendiktat in den Urkunden Ottos III. und Heinrichs II. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. Bd. 44, 1988, S. 390–423 (Digitalisat).
  56. Gerd Althoff: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. München 1984, S. 172f.
  57. Michael Borgolte: Die Stiftungsurkunden Heinrichs II. Eine Studie zum Handlungsspielraum des letzten Liudolfingers. In: Karl Rudolf Schnith, Roland Pauler (Hrsg.): Festschrift für Eduard Hlawitschka zum 65. Geburtstag. Kallmünz 1993, S. 231-250, hier: S. 239.
  58. Herbert Zielinski: Der Reichsepiskopat in spätottonischer und salischer Zeit (1002–1125). Teil I, Stuttgart u.a. 1984, S. 104. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 125.
  59. Stephan Freund: Kommunikation in der Herrschaft Heinrichs II. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, Bd. 66 (2003), S. 1–32, hier: S. 24. (online)
  60. Stefan Weinfurter: Otto III. und Heinrich II. im Vergleich. Ein Resümee. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. und Heinrich II. Eine Wende. Sigmaringen 1997, S. 387–413, hier: S. 406–409.
  61. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 232.
  62. Vgl. die unterschiedlichen Auffassungen bei Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024. Berlin 1994, S. 630f. Hartmut Hoffmann, Mönchskönig und „rex idiota“. Studien zur Kirchenpolitik Heinrichs II. und Konrads II., Hannover 1993, S. 99 ff.
  63. Stefan Weinfurter: Konfliktverhalten und Individualität des Herrschers am Beispiel Kaiser Heinrichs II. (1002–1024). In: Stefan Esders (Hrsg.): Rechtsverständnis und Konfliktbewältigung. Gerichtliche und außergerichtliche Strategien im Mittelalter. Köln u. a. 2007, S. 291–311, hier: S. 306f.
  64. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 200. Zu diesem Aspekt ausführlich: Karl Ubl: Inzestverbot und Gesetzgebung. Die Konstruktion eines Verbrechens (300–1100). Berlin u.a. 2008, S. 402–440.
  65. Hein H. Jongbloed: Wanburtich. Heinrichs II. Beteiligung an der Wahl von Kamba (1024). In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. Bd. 62, 2006, S. 1–63 (Digitalisat).
  66. Eduard Hlawitschka: Kaiser Heinrich II., der Hammersteinsche Eheprozess und die Ezzonen. In: Rheinische Vierteljahrsblätter. Bd. 76, 2012, S. 53–90.
  67. Bildbeschreibung: Henry Mayr-Harting: Herrschaftsrepräsentation der ottonischen Familie. In: Matthias Puhle (Hrsg.): Otto der Große, Magdeburg und Europa. Band 1 (Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg vom 27. August–2. Dezember 2001. Katalog der 27. Ausstellung des Europarates und Landesausstellung Sachsen-Anhalt). Zabern, Mainz 2001, S. 122–148, hier: S. 137.
  68. MGH D H II. 433: cui plus committitur, ab eo plus exigitur.
  69. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 127 und 145. Vgl. Thietmar VI., 18.
  70. Steffen Patzold: Heinrich II. und der deutschsprachige Südwesten des Reiches. In: Sönke Lorenz, Peter Rückert (Hrsg.): Wirtschaft, Handel und Verkehr im Mittelalter. 1000 Jahre Markt- und Münzrecht in Marbach am Neckar. Ostfildern 2012, S. 1–18, hier: S. 9.
  71. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 163–167.
  72. Zum Gründungsprozess: Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 250–265.
  73. Thietmar VI., 30.
  74. Stefan Weinfurter: Das Demutsritual als Mittel zur Macht. König Heinrich II. und seine Selbsterniedrigung 1007. In: Claus Ambos u.a. (Hrsg.): Die Welt der Rituale. Darmstadt 2005, S. 45–50. Gerd Althoff: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter. Darmstadt 2003, S. 123.
  75. MGH DD H II, Nr. 143, 170.
  76. Joachim Ehlers: Magdeburg - Rom - Aachen - Bamberg. Grablege des Königs und Herrschaftsverständnis in ottonischer Zeit. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 47–76, hier: S. 65. Hartmut Hoffmann: Mönchskönig und „rex idiota“. Studien zur Kirchenpolitik Heinrichs II. und Konrads II. Hannover 1993, S. 92–96.
  77. Thietmar VI., 31
  78. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 261.
  79. Gerd Althoff: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. München 1984, S. 115 und 244.
  80. Ludger Körntgen: Königsherrschaft und Gottes Gnade. Zu Kontext und Funktion sakraler Vorstellungen in Historiographie und Bildzeugnissen der ottonisch-frühsalischen Zeit. Berlin 2001. Vgl. dazu Karl Ubl: Der kinderlose König. Ein Testfall für die Ausdifferenzierung des Politischen im 11. Jahrhundert. In: Historische Zeitschrift. Bd. 292, 2011, S. 323–363, hier: S. 340.
  81. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 259.
  82. Knut Görich: Stefan Weinfurter, Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Rezension. In: Historische Zeitschrift. Bd. 275, 2002, S. 105–125, hier: S. 121.
  83. Gerd Althoff: Spielregeln der Politik im Mittelalter. Kommunikation in Frieden und Fehde. Darmstadt 1997.
  84. Bernd Schneidmüller: Konsensuale Herrschaft. Ein Essay über Formen und Konzepte politischer Ordnung im Mittelalter. In: Paul-Joachim Heinig u.a. (Hrsg.): Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für Peter Moraw. Berlin 2000, S. 53–87.
  85. Gerd Althoff, Hagen Keller: Spätantike bis zum Ende des Mittelalters. Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. (Gebhardt – Handbuch der deutschen Geschichte, 10. völlig neu bearbeitete Auflage), Stuttgart 2008, S. 320. Gerd Althoff: Otto III. und Heinrich II. in Konflikten. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 77–94, hier: S. 93.
  86. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 108.
  87. Gerd Althoff: Otto III. und Heinrich II. in Konflikten. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 77–94, bes. S. 80 und 94.
  88. Karl Ubl: Der kinderlose König. Ein Testfall für die Ausdifferenzierung des Politischen im 11. Jahrhundert. In: Historische Zeitschrift. Bd. 292, 2011, S. 323–363, bes. S. 363.
  89. Stefan Weinfurter: Konfliktverhalten und Individualität des Herrschers am Beispiel Kaiser Heinrichs II. (1002–1024). In: Stefan Esders (Hrsg.): Rechtsverständnis und Konfliktbewältigung. Gerichtliche und außergerichtliche Strategien im Mittelalter. Köln u. a. 2007, S. 291–311.
  90. Helmut Lippelt: Thietmar von Merseburg - Reichsbischof und Chronist. Köln 1973, S. 117.
  91. Thietmar V., prol.
  92. Thietmar VI., 1.
  93. Thietmar VII., 8
  94. Brun von Querfurt, Epistola ad Henricum regem, ed. Jadwiga Karwasińska (Monumenta Poloniae Historica IV/3), Warschau 1973, S. 102.
  95. Gerd Althoff: Gandersheim und Quedlinburg. Ottonische Frauenklöster als Herrschafts- und Überlieferungszentren. In: Frühmittelalterliche Studien. Bd. 25, 1991, S. 123–144, hier: S. 142ff.
  96. Hubertus Seibert: Herrscher und Mönchtum im spätottonischen Reich. Vorstellung - Funktion - Interaktion. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. – Heinrich II. Eine Wende? Sigmaringen 1997, S. 205–266, hier: S. 209. Vgl. die Quellenstelle Gerhard von Seeon an Heinrich II., MGH Poetae latini 5, Nr. 40, S. 397, Z. 1–3.
  97. MGH Poetae latini 5, S. 397.
  98. Adam von Bremen, Hamburgische Kirchengeschichte, lib. II, cap. 56.
  99. Bernd Schneidmüller: Die einzigartig geliebte Stadt – Heinrich II. und Bamberg. In: Josef Kirmeier, Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter, Evamaria Brockhoff (Hrsg.): Heinrich II. 1002–1024, Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2002. Augsburg 2002, S. 30–51, hier: S. 50.
  100. Carl Pfaff: Kaiser Heinrich II. Sein Nachleben und Kult im mittelalterlichen Basel. Basel u.a. 1963; Stefan Hess: Zwischen Verehrung und Versenkung. Zum Nachleben Kaiser Heinrichs II. in Basel. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde. Bd. 102, 2002, S. 83–143.
  101. Zitiert nach: Bernd Schneidmüller: Heinrich II. und Kunigunde. Das heilige Kaiserpaar des Mittelalters. In: Stefanie Dick, Jörg Jarnut, Matthias Wemhoff (Hrsg.): Kunigunde - consors regni. München 2004, S. 29–46, hier: S. 37.
  102. Bernd Schneidmüller: Die einzigartig geliebte Stadt – Heinrich II. und Bamberg. In: Josef Kirmeier, Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter, Evamaria Brockhoff (Hrsg.): Heinrich II. 1002–1024, Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2002. Augsburg 2002, S. 30–51, hier: S. 50. Vgl. ausführlich: Alexander Patschovsky: The Holy Emperor Henry „the First“ as One of the Dragon's Heads of the Apocalypse. On the Image of the Roman Empire under German Rule in the Tradition of Joachim of Fiore. In: Viator Bd. 29 (1998) S. 291–322 DOI:10.1484/J.VIATOR.2.300932.
  103. Bernd Schneidmüller: Heinrich II. und Kunigunde. Das heilige Kaiserpaar des Mittelalters. In: Stefanie Dick, Jörg Jarnut und Matthias Wemhoff (Hrsg.): Kunigunde - consors regni. München 2004, S. 29–46, hier: S. 41. Franz-Reiner Erkens: Kurfürsten und Königswahl. Zu neuen Theorien über den Königswahlparagraphen im Sachsenspiegel und die Entstehung des Kurfürstenkollegiums. Hannover 2002, S. 2.
  104. Siegfried Hirsch, Herrmann Papst, Harry Bresslau: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich II. 3 Bde., Berlin 1862–1875.
  105. Wilhelm von Giesebrecht: Geschichte der deutschen Kaiserzeit. Bd. 2: Blüthe des Kaiserthums. 3. Auflage. Braunschweig 1863, S. 95.
  106. Wilhelm von Giesebrecht: Geschichte der deutschen Kaiserzeit. Bd. 2: Blüthe des Kaiserthums. 3. Auflage. Braunschweig 1863, S. 65–68.
  107. Karl Hampe: Das Hochmittelalter. Geschichte des Abendlandes von 900 bis 1250. 6. Auflage Köln u.a. 1977, S. 64. Robert Holtzmann: Geschichte der sächsischen Kaiserzeit: 900–1024. 4. Auflage. München 1961, S. 376–379. Vgl. dazu Karl Ubl: Der kinderlose König. Ein Testfall für die Ausdifferenzierung des Politischen im 11. Jahrhundert. In: Historische Zeitschrift. Bd. 292, 2011, S. 323–363, hier: S. 338.
  108. Karl Hampe: Deutsche Kaisergeschichte in der Zeit der Ottonen und Salier. Darmstadt 1969, S. 7.
  109. Zu den älteren Forschungsmeinungen Bernd Schneidmüller: Neues über einen alten Kaiser? Heinrich II. in der Perspektive der modernen Forschung. In: Bericht des Historischen Vereins Bamberg. Bd. 133, 1997, S. 13–41 (PDF); Bernd Schneidmüller: Bayerns Triumph - Europas Zierde. Ortsbestimmungen Kaiser Heinrichs II. 1002-2002. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. Bd. 54, 2003, Heft 12, S. 716–730, hier: S. 724.
  110. Theodor Schieffer: Heinrich II. und Konrad II. Die Umprägung des Geschichtsbildes durch die Kirchenreform des 11. Jahrhunderts. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. Bd. 8, 1951, S. 384–437; Hartmut Hoffmann: Mönchskönig und „rex idiota“. Studien zur Kirchenpolitik Heinrichs II. und Konrads II. Hannover 1993.
  111. Carlrichard Brühl: Die Anfänge der deutschen Geschichte. Wiesbaden 1972.
  112. Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024. Berlin 1994, S. 629.
  113. Vgl. dazu: Joachim Ehlers: Die Entstehung des Deutschen Reiches. 4. Auflage, München 2012. Carlrichard Brühl: Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker. Köln u. a. 1990. Bernd Schneidmüller: Nomen patriae. Die Entstehung Frankreichs in der politisch-geographischen Terminologie (10.–13. Jahrhundert). Sigmaringen 1987. Bernd Schneidmüller: Reich – Volk – Nation: Die Entstehung des deutschen Reiches und der deutschen Nation im Mittelalter. In: Almut Bues, Rex Rexheuser (Hrsg.): Mittelalterliche nationes – neuzeitliche Nationen. Probleme der Nationenbildung in Europa. Wiesbaden 1995, S. 73–101.
  114. Stefan Weinfurter: Die Zentralisierung der Herrschaftsgewalt im Reich durch Kaiser Heinrich II. In: Historisches Jahrbuch. Bd. 106, 1986, S. 241–297, hier: S. 284f.
  115. Hartmut Hoffmann: Mönchskönig und „rex idiota“. Studien zur Kirchenpolitik Heinrichs II. und Konrads II. Hannover 1993, S. 99ff. und 115f.
  116. Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024. Berlin 1994, S. 623.
  117. Zu den Urteilen zusammenfassend Gerd Althoff, Hagen Keller: Spätantike bis zum Ende des Mittelalters. Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. Stuttgart 2008, S. 347.
  118. Zur Forschungsposition Weinfurters: Knut Görich: Stefan Weinfurter, Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Rezension. In: Historische Zeitschrift. Bd. 275, 2002, S. 105–125, hier: S. 109f.
  119. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 24.
  120. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 119f.
  121. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 46.
  122. Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. Regensburg 1999, S. 269.
  123. Stefan Weinfurter: Otto III. und Heinrich II. im Vergleich. Ein Resümee. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Otto III. und Heinrich II. Eine Wende. Sigmaringen 1997, S. 387–413, hier: S. 412.
  124. Josef Kirmeier: Vermittlungsstrategien mittelalterlicher Geschichte am Beispiel der Ausstellung „Kaiser Heinrich II.“ 2002 in Bamberg. In: Hubertus Seibert (Hrsg.) Von Sachsen bis Jerusalem. München 2004, S. 367-377.
  125. Vgl. u.a. Josef Urban (Hrsg.): Das Bistum Bamberg um 1007. Festgabe zum Millennium. Bamberg 2006.
  126. Norbert Jung, Holger Kempkens (Hrsg.): Gekrönt auf Erden und im Himmel. Das heilige Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde. Bamberg 2014.
Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich II., der Zänker Herzog von Bayern
995–1004
Heinrich V.
Heinrich V. Herzog von Bayern
1009–1017
Heinrich V.
Otto III. Römisch-deutscher König
1002–1024
Konrad II.
Arduin von Ivrea König von Italien
1004–1024
Konrad II.
Otto III. Römischer Kaiser
1014–1024
Konrad II.
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