Heinrich Koller (Historiker)

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Heinrich Koller (* 24. Juli 1924 in Wien; † 21. Dezember 2013 in Salzburg) war ein österreichischer Historiker.

Heinrich Koller machte 1942 die Matura in Wien. Von 1945 bis 1949 studierte er Geschichte und Geographie an der Universität Wien, wo er 1949 promoviert wurde. Im selben Jahr wurde er wissenschaftliche Hilfskraft. 1952 wurde er Mitglied des Wiener Corps Symposion.[1] Beim Kösener Congress 1969 hielt er die Festansprache über Die Persönlichkeit im modernen Staat.[2]

Seit 1953 war er als Assistent am Institut für Österreichische Geschichtsforschung tätig. 1961 erfolgte seine Habilitation in Wien. 1964 wurde er außerordentlicher und 1965 ordentlicher Professor für mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Salzburg. 1970 war er Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Salzburg. 1991 wurde er emeritiert.

Seine Forschungsschwerpunkte waren die Geschichte des Spätmittelalters, dabei insbesondere die Quelleneditionen, die Habsburger, sowie die Geschichte Südosteuropas. Er galt neben Paul-Joachim Heinig als führender Experte für den römisch-deutschen Kaiser Friedrich III. Seit 1977 leitete er für die Regesta Imperii das Unternehmen der „Regesten Kaiser Friedrichs III.“ Zu Friedrich III. legte er 2005 eine neue Biografie vor. Koller war Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur (seit 1989) und Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte.

Schriften[Bearbeiten]

Monografien

Herausgeberschaften

  • Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440–1493). Nach Archiven und Bibliotheken geordnet. (mehrteiliges Werk)

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Koller. In: Jürgen Petersohn (Hrsg.): Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation. Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5, S. 231–237.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 164, 128
  2. Deutsche Corpszeitung, 70. Jg., Juni 1969, S. 105–110