Heinrich Lübbe

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Heinrich Lübbe (* 12. Januar 1884 in Nienburg a. d. Weser; † 14. März 1940 in Berlin) war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Erfinder.

Biographie[Bearbeiten]

Heinrich Lübbe trat nach seinem Maschinenbaustudium der Marine bei, ein Unfall beendete jedoch seine militärische Laufbahn. 1911 erwarb Lübbe auf einem Etrich-Rumpler-Eindecker das Flugzeugführerzeugnis. Ende 1912 brach er den Geschwindigkeitsweltrekord für die rund 250 Kilometer lange Strecke zwischen Montevideo und Buenos Aires. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete Lübbe als Waffenfachmann mit dem niederländischen Flugzeugbauer Fokker zusammen. Dabei entwickelte er einen Mechanismus, mit dem man mit einem Maschinengewehr durch den Propellerkreis schießen konnte, das sogenannte Unterbrechergetriebe. Nach dem Krieg, 1926, gründete er die Arado Flugzeugwerke in Berlin. Im Frühjahr 1936 musste er sein Unternehmen an das Reich verkaufen[1], nachdem sich Heinrich Lübbe geweigert hatte, der NSDAP beizutreten. Nach seiner Enteignung war Lübbe auf die bescheidenen Einkünfte seiner privaten Patenttätigkeit angewiesen und hoffte vergebens auf eine angemessene Entschädigung.

Nachdem Lübbe schon länger unter einem Lungenleiden gelitten hatte, starb er am Morgen des 14. März 1940 im Alter von 56 Jahren an einer Lungenentzündung, die er sich auf einer Geschäftsreise zugezogen hatte. Heinrich Lübbe wurde auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf beigesetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johannes Bähr: Die Luftfahrtkredite und die Beziehungen zum Junckers-Konzern. In: Klaus-Dietmar Henke ( Hrsg.): Die Dresdner Bank in der Wirtschaft des Dritten Reichs. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2006, ISBN 3-486-57780-8, S.391