Heinrich LXVII. (Reuß jüngere Linie)

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Heinrich LXVII. in einem Münzporträt, 1858

Heinrich LXVII. Reuß jüngere Linie (* 20. Oktober 1789 in Schleiz; † 11. Juli 1867 in Gera) war vom 19. Juni 1854 bis 11. Juli 1867 regierender Fürst des Fürstentums Reuß jüngerer Linie.

Leben[Bearbeiten]

Er war der zweite Sohn von Fürst Heinrich XLII. (1752-1818) und Karoline zu Hohenlohe-Kirchberg (1761-1849) und Bruder seines Vorgängers Heinrich LXII., dem er 1854 als souveräner Fürst folgte.

Unter seiner Regierung setzte sein Minister Eduard Heinrich von Geldern-Crispendorf 1856 eine Änderung der Verfassung im reaktionären Sinn beim Landtag durch. 1866 trat sein Land durch Vertrag mit Preußen dem Norddeutschen Bund bei.

Der königlich-preußische General der Kavallerie à la suite galt als Mann von Begabung, Kenntnis und Geschäftserfahrung und war in seinem Land sehr beliebt. Als Fürst war er ein enger Verbündeter Preußens. Er veranlasste nach der 1848 erfolgten Verlegung der Residenz von Schleiz nach Gera, in den Jahren 1859 bis 1863 den repräsentativen Umbau von Schloss Osterstein.

Fürst Heinrich LXVII. stiftete am 20. Oktober 1857 das Goldene und silberne Verdienstkreuz, als „Zivilehrenkreuz“ bezeichnet (zur Unterscheidung des 1869 durch Fürst Heinrich XIV. gestifteten „Ehrenkreuzes“).

Verheiratet war Heinrich LXVII. seit 1820 mit Prinzessin Adelheid Reuß zu Ebersdorf (1800-1880). Die Fürstin war im Gegensatz zu ihrem Ehemann nicht sehr populär. Sie neigte zu Standeshochmut und stand im Ruf, geizig zu sein.[1]

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor, von denen sechs im Kindesalter starben.

  • Heinrich V. (1821–1834)
  • Anna (1822–1902) ∞ 1843 Prinz Adolf zu Bentheim-Tecklenburg (1804–1874) Sohn von Emil Friedrich I.
  • Elisabeth (1824–1833)
  • Heinrich VIII. (1827–1828)
  • Heinrich XI. (1828–1830)
  • Heinrich XIV. (1832–1913), Fürst Reuß jüngerer Linie
  • Heinrich XVI. (1835–1836)
  • Marie (1837–1840)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carl Eduard Vehse: Die Höfe zu Thüringen, Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig 1994, S. 222


Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich LXII. Fürst Reuß jüngerer Linie
1854–1867
Heinrich XIV.