Heinrich Weitz
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Heinrich Weitz (* 11. August 1890 in Linnich; † 30. Oktober 1962 in Duisburg) war ein deutscher Politiker (ZENTRUM, CDU), Oberbürgermeister, Landesminister und Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.
Nach seinem Studium in Bonn und Eintritt in den K.St.V. Arminia war er von 1918 bis 1920 Stadtassessor in Aachen, anschließend bis 1927 Beigeordneter der Stadt Duisburg, hatte dann von 1927 bis 1933 Oberbürgermeisteramt der Stadt Trier inne. Von 1930 bis 1933 war er Mitglied des Provinziallandtags Rheinland, dann bis 1945 als freiberuflicher Rechtsanwalt in Duisburg tätig. 1945 bis 1947 war Weitz Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, ab 1946 bis 1950 Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen, 1947 bis 1952 Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen und 1950 war er auch noch geschäftsführender Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen. 1952 bis 1958 hatte Weitz das Amt des Präsident des Rheinischen Sparkassenverbandes inne, war ab 1952 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und ab seit 1961 Ehrenpräsident. 1957 wurde Weitz für seine Verdienste um die Stadt Trier, insbesondere dem Wohnungsbau für den einkommensschwachen Bevölkerungsteil, die Trierer Ehrenbürgerschaft verliehen.
Heinrich Weitz entstammte der alten Linnicher Familie Weitz, die seit Generationen die Linnicher Wassermühle bewirtschaftete. In der Weimarer Republik gehörte er der Zentrumspartei an, nach dem Zweiten Weltkrieg schloss er sich der CDU an. Er setzte sich für seine im Zweiten Weltkrieg total zerstörte Heimatstadt ein, so ist noch heute die Rurbrücke in Linnich nach ihm benannt. Die Mühle der Familie beheimatet heute das renommierte Deutsche Glasmalerei-Museum.
[Bearbeiten] Ehrungen
- 1952: Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Riesenberger, Dieter (Hrsg.): Das Deutsche Rote Kreuz, Konrad Adenauer und das Kriegsgefangenenproblem. Die Rückführung der deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion (1952 - 1955). Bremen: Donat - Verlag, 1994. (Schriftenreihe Geschichte und Frieden, Bd 7) ISBN:3-924444-82-X
- Riesenberger, Dieter: Das Ringen um die Entlassung deutscher Kriegsgefangener aus der Sowjetunion (1952 - 1955). In: Dieter Riesenberger: „Den Krieg überwinden.“ Bremen: Donat - Verlag, 2008. ISBN 978-3-938275-44-3 (S. 324 - 339)
Erik Nölting | Heinrich Weitz | Artur Sträter | Friedrich Middelhauve | Hermann Kohlhase | Hans Lauscher | Gerhard Kienbaum | Gerd Ludwig Lemmer | Bruno Gleitze | Fritz Kassmann | Horst Ludwig Riemer | Liselotte Funcke | Reimut Jochimsen | Günther Einert | Wolfgang Clement | Bodo Hombach | Peer Steinbrück | Ernst Schwanhold | Harald Schartau | Christa Thoben
Franz Blücher | Heinrich Weitz | Adolf Flecken | Willi Weyer | Artur Sträter | Joseph Pütz | Hans Wertz | Friedrich Halstenberg | Diether Posser | Heinz Schleußer | Peer Steinbrück | Jochen Dieckmann | Helmut Linssen
Gottfried Schlegtendal | Otto Keller | Friedrich Wilhelm Wegner | Karl Lehr | Karl Jarres | Ernst Heinrich Kelter | Just Dillgardt | Hermann Freytag | Heinrich Weitz | Leo Storm | August Seeling | Arnold Masselter | Ernst Ermert | Josef Krings | Bärbel Zieling | Adolf Sauerland
Anton Joseph Recking | Wilhelm von Haw | Franz Damian Görtz | Franz Xaver Buss | Karl de Nys | Albert von Bruchhausen | Heinrich Weitz | Ludwig Christ | Konrad Gorges | Friedrich Breitbach | Heinrich Kemper | Heinrich Raskin | Josef Harnisch | Carl-Ludwig Wagner | Felix Zimmermann | Helmut Schröer | Klaus Jensen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weitz, Heinrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes |
| GEBURTSDATUM | 11. August 1890 |
| GEBURTSORT | Linnich bei Jülich |
| STERBEDATUM | 30. Oktober 1962 |
| STERBEORT | Duisburg |

