Heinrich Wilhelm von Huth

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Heinrich Wilhelm von Huth (1798; das angegebene Geburtsdatum 1712 ist ein Fehler des Künstlers)

Heinrich Wilhelm von Huth (* 17. August 1717 in Costewitz (Elstertrebnitz); † 7. Mai 1806 in Kopenhagen) war dänischer General der Artillerie und Politiker.

Biographie[Bearbeiten]

Von Huth studierte in Leipzig Mathematik und diente während des Siebenjährigen Kriegs in der hessischen Armee. Er war hannoverscher Generalmajor und Chef des Ingenieurkorps, Militäringenieur und Festungsbauer. Im Jahre 1763 wurde von Huth Gouverneur von Hanau. Er unterrichtete den Prinzen Karl von Hessen-Kassel, kam mit ihm 1765 nach Kopenhagen und trat 1766 in dänische Dienste über, in denen er Generalleutnant und Chef der Artillerie und des Ingenieurkorps wurde. Dies geschah nach dem Tod Friedrichs V.. Seit 1772 General der Infanterie, wurde er 1781 Chef des Generalitätskollegiums und 1784 nach dem Sturz Ove Høegh-Guldbergs Staatsminister. In Dänemark und Norwegen brachte er die Festungswerke in Ordnung, baute Straßen und gründete die Artillerieschule in Kopenhagen.

Verheiratet war von Huth mit der deutschen Charlotte Wilhelmine (geb. Charlotte Sophie Wagner), Dänisch soll der Autorität ausstrahlende Sachse nie gelernt haben. Nach seinem Tod am 7. Mai 1806 wurde ihm von den Offizieren des Heeres acht Tage lang gedacht. Von Huth ist mit seiner Frau zusammen in der Grabkapelle von St. Petri bestattet.

Lebenswerk[Bearbeiten]

Heinrich Wilhelm von Huth mobilisierte Norwegen und führte eine Landvermessung durch, welche sich später auch auf Dänemark und Holstein ausdehnte. Ebenso formte er das Pionierwesen und die Artillerie um. Zu seinen Reformen gehörte auch das Unterrichtsreglement der Kadetten, welche nicht mehr durch Geburt, sondern durch ihre Fähigkeit zu militärischen Beförderungen kamen. Im Jahre 1796 wurde von Huth zum Ritter des Elefantenordens geadelt. Seit 1796 zog sich von Huth aus der Politik und somit vom Hof zurück. Während der Zeit am Hofe war er engster Berater des Kronprinzen Friedrich VI.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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